undefined. undefined NaN · Dienstag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Mt 23,1-12

Evangelium — Mt 23,1-12

Kontext: Das Wirken Jesu in Jerusalem – Die Wehe-Rufe gegen die Schriftgelehrten und die Pharisäer Ausgewähltes Schriftwort: Mt 23,11-12 Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. Angekommen in Jerusalem setzt Jesus einen scharfen Angriff auf die Schriftgelehrten und die Pharisäer. Ihre religiöse Fassade, ihre Haarspaltereien sowie ihr selbstgerechter Stolz, zwingen ihn gerade dazu. Was ihnen fehlt, ist die Selbsterkenntnis und die Demut. Aber ehrlich, wie schwer fällt es uns oft selbst, demütig zu sein. Weil wir oft fälschlicherweise meinen, der Demütige sei schwach, weil er sich alles gefallen lässt und man mit ihm tun kann, was man möchte. In Wahrheit aber zeigt der Demütige Stärke. Er bekämpft erfolgreich seinen Egoismus und überlässt die Gerechtigkeit dem Schöpfer. Wenn du es manchmal nicht schaffst, demütig zu sein, dann nimm dir Jesus zum Vorbild und denk daran, wie demütig er sein vorbestimmtes Schicksal getragen und ertragen hat. Vielleicht fällt es dir dann leichter, deinen Egoismus zu unterdrücken. In einer Zeit, in der alles darauf ankommt, seine Persönlichkeit zu entfalten und sich selbst zu verwirklichen, hat die Demut einen schweren Stand. Auch lehrt uns die Geschichte, dass Stolz, Strebertum, Eitelkeit und Prahlerei die Ursachen vieler Übel sind. Die Demut ist hingegen so wie die Liebe, eine Tugend, die für das Zusammenleben in der Gemeinschaft wesentlich ist; steht sie doch den irdischen Gesetzen des Machtkampfes völlig entfremdet gegenüber. Wenn wir nun vor Gott eine demütige Haltung einnehmen , dann erhört er uns und beugt sich über uns, um uns zu erhöhen. Der Platz den Gott uns dann gibt, ist nahe seinem Herzen und sein Lohn ist das ewige Leben. Amen