undefined. undefined NaN · Montag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 6,36-38
Kontext: Das Wirken Jesu in Galiläa – Liebe zu den Feinden und Verzicht auf Verurteilung Ausgewähltes Schriftwort: Lk 6,36 Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! Im heutigen Evangelium – ein Ausschnitt aus der Feldpredigt Jesu – ist die Rede von der Feindesliebe und vom Richten. Beides lässt sich in der Barmherzigkeit zusammenführen. Deshalb steht im heutigen Evangelium, als verbindendes Glied zwischen den beiden Textblöcken betreffend die Feindesliebe und das Richten: Da Steht: Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist! Jeder von uns hat sicherlich seine eigene Definition von Barmherzigkeit, da bin ich mir ganz sicher! Aber unsere Barmherzigkeit, die menschliche hat über sich noch die Barmherzigkeit Gottes. Wie können wir nun diese Barmherzigkeit Gottes definieren? Der Pfarrer von Ars hat dazu einmal gesagt: „Die Barmherzigkeit Gottes ist wie ein Bach, der über die Ufer getreten ist. Die Herzen werden von ihr mitgerissen.“ Und im Buch Exodus (Ex 34,6) lesen wir: „Der Herr ist der Herr, ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig, reich an Huld und Treue“. Und zu Schwester Faustyna hat Jesus in einer Vision einmal gesagt: „Mit den Seelen, die sich zu meiner Barmherzigkeit flüchten, und mit denen, die anderen von meiner großen Barmherzigkeit erzählen, werde ich in der Todesstunde nach meiner unendlichen Barmherzigkeit verfahren.“ Ja, Gott ist barmherzig, doch ist seine Barmherzigkeit mit unserer Barmherzigkeit verknüpft. Darum heißt es für uns: Jetzt ist die Zeit, eigene Werke der Barmherzigkeit zu üben. Jetzt, solange wir noch hier auf der Erde leben! Denn nach dem Tod werden wir an unseren Werken der Barmherzigkeit gemessen werden. Das Ergebnis daraus wird die Qualität der Barmherzigkeit Gottes uns gegenüber bestimmen. Amen