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Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Mt 5,43-48

Evangelium — Mt 5,43-48

Kontext: Das Wirken Jesu in Galiläa – Die neuen Thesen Ausgewähltes Schriftwort: Mt 5,46a Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? In der Bergpredigt spricht Jesus unter anderem die Notwendigkeit der Liebe zu unseren Feinden an. Diese Feindesliebe ist eine der am schwersten umzusetzenden Forderungen von Jesus, denn wie kann man jemanden lieben, der uns Böses angetan hat? Verlangt da Jesus nicht zu viel von uns? Wie soll das gelingen, meinen schlimmsten Widersacher zu lieben? Sicherlich ist dies kein leichter Weg. Doch es ist der Weg des Friedens. Dieser wird nicht geschenkt, man muss sich ihn tatsächlich hart erarbeiten. Frieden unter den Menschen kann es ja nur dann geben, wenn jeder seinen Seelenfrieden gefunden hat. Das heißt, wenn jeder die allesumfassende Liebe erkannt hat und sich auf den Weg dieser Liebe begibt. Und dabei alles, was den Egoismus und die Selbstbezogenheit fördert, selbstkritisch betrachtet und dann zum Wohl des Nächsten und der Allgemeinheit handelt, so wie Gott handeln würde. Jesus hat auf seinem Weg aber auch Unrecht bekämpft, das Unrecht gegen Gott und den Menschen, aber jeweils unter dem Aspekt der Liebe und nicht der Rache. Aber wie hat er gegenüber dem Unrecht gehandelt, dass ihn selbst als Mensch ans Kreuz gebracht hat? Er hat sich in sein Schicksal gefügt. Er hat die Menschen, die für seinen Tod verantwortlich waren, nicht verflucht, im Gegenteil, er hat für sie zum Vater gebetet: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lk 23,34). Wir sehen, bei Jesus ist das letzte Wort das Wort der Vergebung und nicht der Rache. Amen