undefined. undefined NaN · Freitag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Mt 5,20-26
Kontext: Das Wirken Jesu in Galiläa – Über die Erfüllung der Weisung Gottes – Die neuen Thesen Ausgewähltes Schriftwort: Mt 5,20 Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Jesus beginnt eine Rede mit den Worten: „Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen!“ (Mt 5,17b). Er sagt damit klar, dass er vom bestehenden Gesetz nichts wegnehmen wird, es bleibt weiterhin gültig. Er ist jedoch gekommen, um zu erfüllen. Ja, was erfüllt er? Er erfüllt die Gerechtigkeit, also jene, der wir unterstellt sind und letzten Endes auch ausgeliefert werden, wenn wir Jesu erlösendes Wirken nicht annehmen und nicht versuchen, ihm nachzufolgen. Über dieser Gerechtigkeit gibt es keine höhere mehr. In dieser Gerechtigkeit vereinen sich Gottes Liebe und Barmherzigkeit. Und so muss auch unsere Gerechtigkeit stets von einem Übermaß geprägt sein, sie darf nicht berechnend oder sogar kleinlich sein. Sie darf nicht so sein wie die Haltung derer, die nur sich selbst retten oder sich selbst absichern möchten. Die vollkommene Gerechtigkeit besteht darin, dass sie ausgleichend und selbstlos gebend ist. Darum warnt Jesus vor der bis in die Wurzel des Menschenwesens hinabreichende Eitelkeit, Selbstgefälligkeit und Selbstsucht. Jesus sagt: Nicht einmal vor dir selbst sollst du deine Gerechtigkeit hervorheben und ins Licht der Selbstschätzung stellen. Das Gute, das du tust, hat seinen Sinn in sich selbst. Bedrohe daher nicht den sittlichen Wert deiner Nächstenliebe mit dem Lohngedanken. Übe dich in Demut, denn auch im Tun des Guten stehst du unter Gottes Urteil. Amen