undefined. undefined NaN · Donnerstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Mt 7,7-12
Kontext: Das Wirken Jesu in Galiläa – Vom Vertrauen beim Beten Ausgewähltes Schriftwort: Mt 7,7 Bittet und es wird euch gegeben; sucht und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch geöffnet! Jesus fordert uns heute auf, Gott zu suchen, ihn zu bitten. Er sagt: Bittet und es wird euch gegeben; sucht und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch geöffnet! Aber ist es notwendig, Gott um etwas zu bitten? Er, der ja alles weiß, muss doch unseren Mangel kennen! Warum möchte daher Jesus, dass wir im Gebet vor ihn hintreten und unsere Wünsche für uns selbst oder jemanden anderen äußern? Gott geht es nicht darum, uns automatisch das abzunehmen, was uns im Leben betrübt oder all das schon im Vorhinein zu geben, was uns fehlt. Es geht ihm darum, dass wir erkennen, wie schwach wir ohne Glauben sind, wie sehr wir vom Weg der Nachfolge abweichen, wenn wir uns nicht für andere einsetzen und für sie etwas tun oder erbitten. Oder wie sehr wir die Wahrheit nicht erkennen, wenn wir fest davon überzeugt sind, ohne Gott unser Leben fristen zu können. So wird das Bittgebet nun zum Maßstab unseres Glaubens. Denn im Bittgebet erweist sich unser Glaube als wahrhaft, denn in ihm bezeugen wir ja, wir bezeugen unsere Beziehung zu Gott und unseren Nächsten. Darüber hinaus fordert Gott eine demütige Haltung von uns. In der Haltung des bittenden Gebetes können wir diese Demut am besten lernen und leben. Wenn wir Gott betend in unser Leben bitten, werden sich bisher verschlossene Türen auftun, sich neue Wege öffnen, unter Umständen ganz andere als erwartet, doch ebenso und vielleicht sogar noch besser zum Ziel führend. Im Vertrauen auf Gott erhalten wir Segen, vielleicht sogar jenen, den wir erbitten. Amen