Bibel in einem Jahr · Tag 84 von 365

1 Sam 9–11 · Lk 16

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Das 1. Buch Samuel 9

1Es war ein Mann von Benjamin, namens Kis, ein Sohn Abiels, des Sohnes Serrors, des Sohnes Bechoraths, des Sohnes Aphias, des Sohnes eines Benjamiten, stark an Kraft. 2Dieser hatte einen Sohn, Namens Saul, auserlesen und tüchtig; und es war kein tüchtigerer unter den Söhnen Israels als er. Von der Schulter an aufwärts überragte er alles Volk. 3Nun waren die Eselinnen Kis, des Vaters Sauls, verloren gegangen; und Kis sprach zu Saul, seinem Sohne: Nimm einen von den Knechten mit dir und mache dich auf und gehe hin und suche die Eselinnen. Die durchwanderten also das ganze Gebiet Ephraim 4und das Gebiet von Salisa, ohne sie zu finden, und durchzogen sodann das Land Salim, aber sie waren nicht da, und das Land Jemini, aber sie fanden sie nicht. 5Als sie aber in das Gebiet von Suph kamen, sprach Saul zu dem Knecht, der bei ihm war: Komm, lass uns umkehren, denn mein Vater lässt vielleicht die Eselinnen fahren und wird um uns besorgt. 6Dieser sprach zu ihm: Siehe, ein Mann Gottes ist in dieser Stadt, ein angesehener Mann; alles, was er sagt, trifft sicher ein. So lass uns denn jetzt dorthin gehen, vielleicht gibt er uns Auskunft über unsern Weg, wegen dessen wir gekommen sind. 7Da sprach Saul zu seinem Knechte: Siehe, wir wollen hingehen, aber was werden wir dem Manne Gottes bringen? Das Brot ist in unsern Reisesäcken ausgegangen und wir haben kein Geschenk, um es dem Manne Gottes zu geben, noch sonst etwas anderes. 8Da antwortete der Knecht dem Saul wiederum und sprach: Siehe, der vierte Teil eines Silber-Staters findet sich in meiner Hand, diesen wollen wir dem Manne Gottes geben, dass er uns unsern Weg angebe. 9(Vor Zeiten sprach jeder, welcher Gott zu fragen ging, in Israel so: Kommet und lasst uns zum Seher gehen; denn die, welche heutzutage Propheten heißen, wurden einst Seher genannt.) 10Saul sagte zu seinem Knechte: Dein Vorschlag ist sehr gut. Komm, lass uns hingehen! So gingen sie denn in die Stadt, in welcher der Mann Gottes war. 11Als sie nun den Hügel zur Stadt hinaufstiegen, trafen sie Mädchen, welche herauskamen, um Wasser zu schöpfen, und sie sprachen zu ihnen: Ist hier der Seher? 12Diese antworteten und sprachen zu ihnen: Er ist hier; siehe, da vor dir, eile nun! Denn er ist heute in die Stadt gekommen, weil das Volk heute ein Opfer auf der Höhe feiert. 13Wenn ihr in die Stadt kommt, werdet ihr ihn alsbald finden, bevor er auf die Höhe hinaufsteigt, um zu essen. Denn das Volk wird nicht essen, bis er kommt; denn er segnet das Opfer, alsdann erst essen die, welche geladen sind. So gehet nun hinauf, denn heute werdet ihr ihn finden. 14Da gingen sie in die Stadt hinauf; und als sie in die Mitte der Stadt gekommen waren, erschien Samuel ihnen entgegen hinausgehend, um auf die Höhe zu steigen. 15Der Herr aber hatte Samuel an dem Tage, bevor Saul kam, eine Offenbarung gegeben und gesagt: 16Morgen, zu eben dieser Stunde, welche jetzt ist, werde ich einen Mann aus dem Lande Benjamin zu dir senden, diesen sollst du zum Fürsten über mein Volk Israel salben und er soll mein Volk aus der Hand der Philister erretten; denn ich habe mein Volk angesehen, weil ihr Rufen zu mir gedrungen ist. 17Als Samuel nun Saul erblickte, sprach der Herr zu ihm: Siehe, das ist der Mann, von dem ich dir gesagt habe: Dieser soll über mein Volk herrschen! 18Saul aber trat zu Samuel in der Torhalle heran und sprach: Zeige mir doch an, wo ist das Haus des Sehers? 19Samuel antwortete Saul und sprach: Ich bin der Seher. Gehe mir voraus auf die Höhe, damit ihr heute mit mir esset, so werde ich dich am Morgen ziehen lassen und dir alles sagen, was du auf dem Herzen hast. 20Und um die Eselinnen, die du vorgestern verloren hast, sei unbekümmert; denn sie haben sich gefunden. Und wem wird alles gehören, was das Beste ist in Israel? Nicht dir und dem ganzen Hause deines Vaters? 21Saul aber antwortete und sprach: Bin ich nicht ein Sohn Benjamins, aus dem kleinsten Stamme Israels, und ist mein Geschlecht nicht das geringste unter allen Geschlechtern des Stammes Benjamin? Warum hast du also zu mir geredet? 22Da nahm Samuel Saul und seinen Diener, führte sie in den Speisesaal, und wies ihnen ihren Platz an der Spitze derer an, welche geladen waren; es waren ihrer nämlich ungefähr dreißig Männer. 23Und Samuel sprach zum Koche: Gib das Stück her, das ich dir gegeben habe, mit der Weisung, du solltest es besonders bei dir aufheben! 24Da trug der Koch das Schulterstück auf und setzte es Saul vor. Und Samuel sprach: Siehe da, was noch übrig geblieben ist! Lege es vor dich und iß; denn mit Fleisch ward es für dich aufbehalten, als ich das Volk rief. Und Saul aß mit Samuel an jenem Tage. 25Alsdann gingen sie von der Höhle in die Stadt herab, und er redete mit Saul auf dem Dache und bereitete Saul ein Lager auf dem Dache, und er schlief allda. 26Als sie nun am Morgen aufgestanden waren und der Tag schon anbrach, rief Samuel dem Saul auf dem Dache zu und sprach: Stehe auf, dass ich dich entlasse. Da stand Saul auf, und beide gingen hinaus, er nämlich und Samuel. 27Während sie nun am Ende der Stadt herabgingen, sprach Samuel zu Saul: Sage dem Knecht, dass er uns vorausgehe und weiterschreite; du aber bleibe ein wenig stehen, dass ich dir das Wort des Herrn kundtue.

Das 1. Buch Samuel 10

1Da nahm Saul ein Gefäß mit Öl, goß es über sein Haupt aus, küsste ihn und sprach: Siehe, der Herr hat dich zum Fürsten über sein Erbe gesalbt, und du sollst sein Volk aus der Hand seiner Feinde, die es ringsum umgeben, befreien. Und dies soll dir ein Zeichen sein, dass der Herr dich zum Fürsten gesalbt hat: 2Wenn du heute von mir weggehst, so wirst du bei dem Grabe Rachels an der Grenze Benjamins, gegen Süden, auf zwei Männer treffen, diese werden dir sagen: Die Eselinnen, welche du zu suchen ausgegangen warst, haben sich gefunden; aber dein Vater denkt nicht mehr an die Eselinnen, sondern ist um euch bekümmert und spricht: Was soll ich wegen meines Sohnes tun? 3Und wenn du von da fort und weiter gehst und zur Eiche Thabor kommst, so werden dich daselbst drei Männer treffen, welche zu Gott nach Bethel hinaufgehen; der eine führt drei Böckchen mit sich, der andere drei Rundbrote, und der dritte trägt einen Krug Wein. 4Diese werden dich grüßen und dir zwei Brote geben, und du sollst sie aus ihrer Hand annehmen. 5Darnach wirst du zu dem Hügel Gottes kommen, wo eine Besatzung der Philister ist; und wenn du dort in die Stadt trittst, wird dir eine Schar Propheten begegnen, die von der Höhe herabkommen, mit Harfen und Pauken und Flöten und Zithern, und sie selbst werden weissagen. 6Da wird der Geist des Herrn über dich kommen, und du wirst mit ihnen weissagen und in einen andern Menschen verwandelt werden. 7Wenn dir nun alle diese Zeichen eingetroffen sind, so tue, was dir unter die Hand kommt, denn der Herr ist mit dir. 8Und gehe mir voraus nach Galgala hinab (denn ich werde zu dir hinabkommen), um ein Opfer darzubringen und Friedopfer zu schlachten; sieben Tage warte, bis ich zu dir komme und dir anzeige, was du tun sollst. 9Als er nun den Rücken wandte, um von Samuel wegzugehen, gab ihm der Herr ein anderes Herz, und alle diese Zeichen trafen an demselben Tage ein. 10Und als sie an den vorbenannten Hügel kamen, siehe, da ging ihm eine Schar von Propheten entgegen; und der Geist des Herrn kam über ihn, dass er in ihrer Mitte weissagte. 11Als nun alle, welche ihn von gestern und von früher her kannten, sahen, dass er bei den Propheten war und weissagte, sagten sie zueinander: Was ist dem Sohne Kis begegnet? Ist wohl auch Saul unter den Propheten? 12Und einer antwortete dem andern und sprach: Und wer ist ihr Vater? Darum ist es zum Sprichwort geworden: Ist wohl auch Saul unter den Propheten? 13Als er aufhörte zu weissagen, kam er auf die Höhe. 14Da sprach der Oheim Sauls zu ihm und seinem Diener: Wohin seid ihr gegangen? Sie antworteten: Die Eselinnen zu suchen, und da wir sie nicht fanden, kamen wir zu Samuel. 15Sein Oheim sagte zu ihm: Teile mir mit, was dir Samuel gesagt hat. 16Saul sprach zu seinem Oheim: Er hat uns kundgetan, dass die Eselinnen gefunden seien. Von der Verheißung der Königswürde aber, die Samuel ihm gegeben, sagte er ihm nichts. 17Da berief Samuel das Volk zum Herrn nach Maspha 18und sprach zu den Söhnen Israels: Also spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe Israel aus Ägypten geführt und aus der Hand aller Könige, die euch bedrängten, errettet. 19Ihr aber habt heute euern Gott verworfen, der allein euch aus allen euren Leiden und Drangsalen errettet hat, und habt gesagt: Mit nichten! Sondern setze einen König über uns! Nun denn, so stellet euch nun vor den Herrn nach euren Stämmen und nach den Familien. 20Hierauf brachte Samuel alle Stämme Israels herzu, da fiel das Los auf den Stamm Benjamin. 21Damit brachte er den Stamm Benjamin und seine Geschlechter herzu, und es fiel auf das Geschlecht Metris und kam bis auf Saul, den Sohn Kis. Als man ihn nun suchte, ward er nicht gefunden. 22Da fragten sie hierauf den Herrn, ob er denn noch dahinkommen werde? Der Herr antwortete: Sehet, er ist zu Hause verborgen. 23Sie liefen also hin und holten ihn von dort; und als er unter das Volk trat, war er von der Schulter an aufwärts höher als alles Volk. 24Und Samuel sprach zu dem ganzen Volke: Wahrlich, da seht ihr, dass dem den der Herr erwählt hat, keiner gleich ist im ganzen Volke. Da rief das ganze Volk und sprach: Es lebe der König! 25Samuel aber verkündete dem Volke das Gesetz über das Königtum, und schrieb es in ein Buch, und legte es vor dem Herrn nieder; dann entließ Samuel das ganze Volk, einen jeden in sein Haus. 26Auch Saul ging in sein Haus nach Gabaa; und ein Teil des Heeres zog mit ihm, deren Herzen Gott gerührt hatte. 27Der Belialssöhne aber sprachen: Soll dieser uns etwa Heil bringen können? Und sie verachteten ihn und brachten ihm keine Geschenke; er aber tat, als hörte er es nicht.

Das 1. Buch Samuel 11

1Und es begab sich, etwa einen Monat darauf, dass Naas, der Ammoniter, heraufzog und gegen Jabes in Galaad zu kämpfen begann. Da sprachen alle Männer von Jabes zu Naas: Nimm uns zu deinen Bundesgenossen an, so wollen wir dir dienstbar sein. 2Aber Naas, der Ammoniter, antwortete ihnen: Unter der Bedingung will ich einen Bund mit euch machen, dass ich euch allen das rechte Auge aussteche und euch zur Schande mache in ganz Israel. 3Da sprachen die Ältesten von Jabes zu ihm: Gib uns sieben Tage Frist, dass wir Boten in das ganze Gebiet von Israel senden; wenn dann niemand da ist, der uns verteidigt, so wollen wir zu dir hinausziehen. 4So kamen denn die Boten nach Gabaa, der Stadt Sauls, und redeten diese Worte vor dem Volke; da erhob das ganze Volk seine Stimme und weinte. 5Und siehe, Saul kam hinter den Ochsen her vom Felde und sprach: Was hat das Volk, dass es weint? Als sie ihm nun die Botschaft der Männer von Jabes mitteilten, 6kam der Geist des Herrn über Saul, da er diese Worte hörte, und er geriet in heftigen Zorn. 7Und er nahm beide Ochsen, hieb sie in Stücke, sandte sie durch die Boten in das ganze Gebiet von Israel und ließ sagen: Wer nicht mit auszieht und Saul und Samuel folgt, dessen Ochsen soll es also ergehen. Da befiel die Furcht des Herrn das Volk, und sie zogen aus wie ein Mann. 8Als er sie nun in Bezech musterte, waren der Söhne Israels dreihunderttausend Mann, der Männer von Juda aber dreißigtausend. 9Da sprachen sie zu den Boten, welche gekommen waren: So sprechet zu den Männern, die in Jabes Galaad sind: Morgen wird euch Rettung werden, wenn die Sonne heiß scheint. Die Boten kamen also und verkündeten es den Männern von Jabes, und diese freuten sich 10und sprachen: Morgen werden wir zu euch hinausziehen, dann möget ihr uns alles antun, was euch gefällt. 11Und es geschah, als der folgende Tag kam, stellte Saul das Volk in drei Heerhaufen auf, drang um die Morgenwache mitten in das Lager und schlug die Ammoniter, bis der Tag heiß wurde; die aber übrigblieben, wurden so zerstreut, dass ihrer nicht zwei beisammen blieben. 12Da sprach das Volk zu Samuel: Wer ist es, der gesagt hat: Soll etwa Saul über uns König sein? Gebet die Männer her, dass wir sie töten. 13Saul aber sprach: Niemand soll an diesem Tage getötet werden; denn heute hat der Herr in Israel Heil gewirkt. 14Und Samuel sprach zu dem Volke: Kommet, lasset uns nach Galgala gehen und daselbst das Königtum erneuern! 15Da zog das ganze Volk nach Galgala, und sie machten daselbst Saul vor dem Herrn in Galgala zum Könige und brachten ebenda vor dem Herrn Friedopfer dar. Und Saul und alle Männer Israels waren dort überaus fröhlich.

Neues Testament

Lukasevangelium 16

1Er sprach aber auch zu seinen Jüngern: Es war ein reicher Mann, welcher einen Verwalter hatte; und dieser wurde bei ihm angegeben, als hätte er seine Güter verschleudert. 2Er rief ihn also, und sprach zu ihm: Was höre ich da von dir? Gib Rechenschaft von deiner Verwaltung; denn du wirst nicht ferner Verwalter sein können! 3Der Verwalter aber sprach bei sich: Was soll ich tun, da mein Herr mir die Verwaltung abnimmt? Zu graben habe ich nicht die Kraft, zu betteln schäme ich mich. 4Ich weiß, was ich tue, damit, wenn ich von der Verwaltung entfernt bin, sie mich in ihre Häuser aufnehmen. 5Er rief also die Schuldner seines Herrn einen um den anderen zu sich, und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? 6Dieser aber sprach: Hundert Krüge Öl. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setze dich geschwind, und schreibe fünfzig! 7Dann sprach er zu dem andern: Wie viel aber bist du schuldig? Er sprach: Hundert Maß Weizen. Und er sagte zu ihm: Nimm deine Beschreibung, und schreibe achtzig! 8Und es lobte der Herr den ungerechten Verwalter, dass er klug gehandelt habe; denn die Kinder dieser Welt sind in ihrem Geschlechte klüger als die Kinder des Lichtes. 9Auch ich sage euch: Machet euch Freunde mittels des ungerechten Reichtumes, damit, wenn ihr abscheidet, sie euch in die ewigen Wohnungen aufnehmen. 10Wer im Geringsten treu ist, ist auch im Größern getreu; und wer im Geringen ungerecht ist, ist auch im Größern ungerecht. 11Wenn ihr also mit dem ungerechten Reichtume nicht getreu gewesen seid, wer wird euch das wahre Gut anvertrauen? 12Und wenn ihr in dem Fremden nicht treu gewesen seid, wer wird euch das geben, was euer ist? 13Kein Knecht kann zwei Herren dienen; denn er wird entweder den einen hassen und den andern lieben, oder dem einen anhängen, und den andern vernachlässigen; ihr könnet nicht Gott dienen und dem Reichtume. 14Es hörten aber alles dieses die Pharisäer, welche geldgierig waren; und sie verhöhnten ihn. 15Und er sprach zu ihnen: Ihr macht euch wohl vor den Menschen selbst gerecht, aber Gott kennt eure Herzen; denn was hoch ist vor den Menschen, ist ein Greuel vor Gott. 16Das Gesetz und die Propheten reichen bis auf Johannes; von da an wird die frohe Botschaft vom Reiche Gottes verkündiget, und jeder wendet Gewalt an, es zu erlangen. 17Es ist aber leichter, dass Himmel und Erde vergehen, als dass ein einziges Pünktlein vom Gesetze wegfalle. 18Ein jeder, der sein Weib entlässt, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe; und wer eine vom Manne Entlassene heiratet, bricht die Ehe. 19Es war ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und feine Leinwand, und hielt alle Tage herrliche Gelage. 20Es war auch ein Armer, mit Namen Lazarus, der lag vor dessen Türe voller Geschwüre, 21und er hätte sich gerne von den Brosamen gesättigt, die von des Reichen Tische fielen, und niemand gab sie ihm; allein auch die Hunde kamen, und leckten seine Geschwüre. 22Es geschah aber, dass der Arme starb, und von den Engeln in den Schoß Abrahams getragen wurde. Und es starb auch der Reiche, und wurde in die Hölle begraben. 23Als er nun in den Qualen war, und seine Augen erhob, sah er Abraham von ferne, und Lazarus in seinem Schoße. 24Und er rief, und sprach: Vater Abraham! erbarme dich meiner, und sende den Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers in´s Wasser tauche, und meine Zunge abkühle; denn ich leide große Pein in dieser Flamme. 25Abraham aber sprach zu ihm: Gedenke, Sohn! dass du Gutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus entgegen Übles; jetzt aber wird dieser getröstet, du hingegen wirst gepeiniget. 26Und über dies alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft gesetzet, dass die, welche von hier zu euch hinübergehen wollen, es nicht können, und die welche, von dort hierher herüberkommen wollen, auch nicht können. 27Und er sprach: So bitte ich dich, Vater! dass du ihn in das Haus meines Vaters sendest; 28denn ich habe fünf Brüder, dass er ihnen Zeugnis gebe, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen. 29Abraham sprach zu ihm: Sie haben Moses und die Propheten, diese sollen sie hören! 30Er aber sprach: Nein, Vater Abraham! aber wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, so werden sie Buße tun. 31Aber er sagte zu ihm: Wenn sie Moses und die Propheten nicht hören, so werden sie auch nicht glauben, wenn jemand von den Toten aufersteht.