Bibel in einem Jahr · Tag 52 von 365

Num 34–36 · Mk 9

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Numeri 34

1Und der Herr redete zu Moses und sprach: 2Befiehl den Söhnen Israels und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land Chanaan eingezogen seid und dasselbe euch durch das Los zum Erbe zugefallen ist, so soll es von diesen Grenzen umschlossen werden: 3Die Südseite beginne bei der Wüste Sin, die Edom zunächst ist, und grenze nach Osten an das Salzmeer; 4sodann soll die Grenze sich um die Anhöhe des Skorpions herumziehen, bis sie nach Senna hinüber und südlich fortlaufend bis Kadesbarne reicht, von da wird die Grenze sich zu dem Adar genannten Dorfe weiterziehen und sich bis Asemona erstrecken; 5dann wende sich die Grenze von Asemona bis nach dem Flusse Ägyptens und ende am Gestade des großen Meeres. 6Die Westgrenze aber soll am großen Meere beginnen und auch an demselben endigen. 7Auf der Nordseite soll die Grenze am großen Meere beginnen und sich bis an den höchsten Berg ziehen, 8von diesem soll sie weiter nach Emath gehen bis Sedada, als äußerstem Punkte. 9Sodann soll die Grenze sich bis nach Zephrona und das Dorf Enan erstrecken; dies soll die Nordgrenze sein. 10Von da soll die Grenze gegen Osten vom Flecken Enan bis Sephama festgesetzt werden. 11und von Sephama gehe die Grenze herab nach Rebla, das der Quelle Daphnim gegenüberliegt, und laufe von da nach Osten zum Meere Kenereth; 12weiter erstrecke sie sich bis an den Jordan und schließe endlich mit dem Salzmeer ab. Dies sei euer Land nach seinen Grenzen ringsum. 13Und Moses befahl den Söhnen Israels und sprach: Dies ist das Land, das ihr durch das Los zum Besitze erhalten sollt und welches der Herr den neun Stämmen und dem halben Stamme zu geben befohlen hat. 14Denn der Stamm der Söhne Rubens nach seinen Familien, und der Stamm der Söhne Gads nach der Zahl seiner Familien, auch der halbe Stamm Manasse, 15das ist, zwei und ein halber Stamm haben ihren Anteil jenseits des Jordans, Jericho gegenüber, auf der Ostseite erhalten. 16Und der Herr sprach zu Moses: 17Dies sind die Namen der Männer, die das Land unter euch verteilen sollen: Eleazar, der Priester, und Josue, der Sohn Nuns, 18und je ein Fürst von jedem Stamme. 19Das sind ihre Namen: Vom Stamme Juda Kaleb, der Sohn Jephones. 20Vom Stamme Simeon Samuel, der Sohn Ammiuds. 21Vom Stamme Benjamin Elidad, der Sohn Chaselons. 22Vom Stamme der Söhne Dans Bokki, der Sohn Joglis. 23Von den Söhnen Josephs, vom Stamme Manasse Hanniel, der Sohn Ephods. 24Vom Stamme Ephraim Kamuel, der Sohn Sephthans. 25Vom Stamme Zabulon Elisaphan, der Sohn Pharnachs. 26Vom Stamme Issachar der Fürst Phaltiel, der Sohn Ozans. 27Vom Stamme der Aser Ahiud, der Sohn Salomis. 28Vom Stamme Nephthali Phedael, der Sohn Ammiuds. 29Diese sind es, denen der Herr befahl, das Land Chanaan den Söhnen Israels zu verteilen.

Numeri 35

1Auch dies redete der Herr zu Moses in den Ebenen Moabs, am Jordan, Jericho gegenüber: 2Befiehl den Söhnen Israels, dass sie den Leviten von ihrem Erbbesitze 3Städte zum Wohnen geben mit den Fluren derselben ringsum, damit diese in den Städten wohnen können und für ihre Herden und ihr Vieh die Fluren haben, 4welche sich von den Mauern der Städte tausend Schritte weit ringsum erstrecken sollen. 5Gegen Osten sollen zweitausend Ellen sein, und gegen Süden ebenso zweitausend Ellen; und gegen das Meer, das im Westen liegt, das gleiche Maß, und die Nordseite soll durch eine gleich lange Grenze abgeschlossen werden; so werden die Städte in der Mitte sein, und die Fluren außen herum. 6Von den Städten aber, welche ihr den Leviten geben werdet, sollen sechs als Zufluchtsstätten für Flüchtlinge abgesondert sein, dass dahin fliehen kann, wer Blut vergossen hat; und außer diesen sollt ihr ihnen andere zweiundvierzig Städte geben, 7das ist zusammen achtundvierzig Städte mit ihren Fluren. 8Von diesen Städten, welche ihnen von dem Besitze der Söhne Israels zu Teil werden, sollen denen, welche mehr besitzen, mehrere genommen werden, und denen, welche weniger besitzen, wenigere; alle sollen nach Maßgabe ihres Erbbesitzes den Leviten Städte geben. 9Der Herr sprach zu Moses: 10Rede zu den Söhnen Israels und sprich zu ihnen: Wenn ihr über den Jordan in das Land Chanaan gezogen seid, 11so bestimmet die Städte, welche als Zuflucht für Flüchtlinge dienen sollen, welche unvorsätzlich Blut vergossen haben. 12Wenn der Flüchtling in diesen weilt, so soll der Verwandte des Ermordeten ihn nicht töten dürfen, bis er vor die Gemeinde gestellt und seine Sache gerichtlich verhandelt ist. 13Von den Städten aber, welche den Flüchtlingen zur Flucht bestimmt werden, 14sollen drei jenseits des Jordans und drei im Lande Chanaan sein, 15sowohl für die Söhne Israels, wie für die Ankömmlinge und Fremden, damit dahin fliehe, wer unvorsätzlich Blut vergossen hat. 16Wenn jemand mit einem Eisen schlägt, so dass der Getroffene stirbt, so soll er des Mordes schuldig sein und sterben. 17Wer einen Stein auf jemanden wirft, so dass der Getroffene tot bleibt, soll ebenso gestraft werden. 18Wird jemand mit einem Holze geschlagen und bleibt tot, so soll er mit dem Blute dessen, der ihn geschlagen, gerächt werden. 19Der nächste Verwandte des Erschlagenen töte den Mörder; sogleich, wenn er ihn findet, soll er ihn töten. 20Wer einen Menschen aus Hass stößt, oder mit Hinterlist etwas auf ihn wirft, 21oder, wenn er ihm feind war, ihn mit der Hand so schlägt, dass jener stirbt, so ist der, welcher geschlagen hat, des Mordes schuldig; der Verwandte des Getöteten mag ihn töten, sobald er ihn findet. 22Wenn aber jemand unversehens und ohne Hass 23und Feindschaft etwas dergleichen tut, 24und dies vor dem Volke erwiesen, und der Bluthandel zwischen dem Täter und dem Blutsverwandten untersucht ist, 25so soll er als unschuldig aus der Hand des Rächers befreit und durch Urteilsspruch in die Stadt zurückgeführt werden, in die er geflohen war, und soll daselbst bleiben, bis der Hohepriester, der mit dem heiligen Öle gesalbt ist, stirbt. 26Wenn aber der Totschläger außerhalb des Bereiches der Städte, welche den Flüchtigen angewiesen sind, 27gefunden und von dem Bluträcher erschlagen wird, so soll der, welcher ihn getötet hat, schuldlos sein; 28denn der Flüchtling hätte bis zum Tode des Hohenpriesters in der Stadt bleiben sollen. Nachdem aber dieser gestorben ist, darf der Totschläger wieder in sein Land zurückkehren. 29Dies soll als ewig verpflichtende Bestimmung in allen euren Wohnsitzen gelten. 30Ein Mörder soll auf die Aussage von Zeugen hin gestraft werden. Auf das Zeugnis eines Zeugen hin soll niemand verurteilt werden. 31Ihr sollt kein Lösegeld von einem annehmen, der Blutschuld auf sich geladen hat, er soll alsbald auch selbst sterben. 32Verwiesene und Flüchtlinge sollen auf keine Weise vor dem Tode des Hohenpriesters in ihre Städte zurückkehren können; 33damit ihr das Land eures Wohnsitzes nicht entweihet, denn durch das Blut Unschuldiger wird es befleckt und kann nicht anders entsühnt werden, als durch das Blut dessen, der das Blut eines andern vergossen hat. 34So werde euer Erbbesitz rein gehalten, da ich in eurer Mitte wohne; denn ich bin der Herr, der inmitten der Söhne Israels wohnt.

Numeri 36

1Es traten aber auch die Familienhäupter Galaads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, vom Geschlechte der Söhne Josephs, herzu, und redeten zu Moses vor den Fürsten Israels, und sprachen: 2Der Herr hat dir, unserm Gebieter, befohlen, das Land durch das Los unter die Söhne Israels zu verteilen und den Töchtern Salphaads, unseres Bruders, den Besitz zu geben, der ihrem Vater gebührte. 3Wenn nun Männer aus einem andern Stamme sie zu Frauen nehmen, so wird ihr Besitz ihnen folgen, und auf einen andern Stamm übergehen, und unserm Erbbesitz entzogen werden; 4und so wird es geschehen, dass, wenn das Jubeljahr, das ist das fünfzigste, das Jahr des Erlasses, kommt, die Verteilung der Anteile vermischt wird und der Erbteil der einen an die anderen übergeht. 5Da antwortete Moses den Söhnen Israels und sprach auf Befehl des Herrn: Der Stamm der Söhne Josephs hat recht geredet, 6und folgendes Gesetz ist vom Herrn über die Töchter Salphaads erlassen worden. Sie mögen heiraten, wen sie wollen, doch nur Männer ihres Stammes, 7damit der Erbbesitz der Söhne Israels eines Stammes nicht mit dem des andern vermischt werde. Denn so sollen alle Männer von ihrem Stamme und ihrer Verwandtschaft Frauen, 8und alle Frauen von ihrem Stamme Männer nehmen, damit der Erbbesitz bei den Familien bleibe 9und die Stämme nicht miteinander vermischt werden, sondern so bleiben, 10wie sie von dem Herrn geschieden worden sind. Da taten die Töchter Salphaads, wie ihnen befohlen war, 11und Maala, Thersa, Hegla, Melcha und Noa heirateten die Söhne ihres Vaterbruders 12vom Geschlechte Manasses, der ein Sohn Josephs war; und der Besitz, der ihnen gegeben war, blieb in dem Stamme und der Familie ihres Vaters. 13Das sind die Gebote und die Rechtssatzungen, welche der Herr durch Moses den Söhnen Israels, in den Ebenen Moabs, am Jordan, Jericho gegenüber, gegeben hat.

Neues Testament

Markusevangelium 9

1Und nach sechs Tagen nahm Jesus den Petrus, Jakobus und Johannes mit sich, und führte sie allein abseits auf einen hohen Berg, und ward verklärt vor ihnen. 2Seine Kleider wurden glänzend und überaus weiß wie der Schnee, so wie sie kein Walker auf Erden weiß machen kann. 3Und es erschien ihnen Elias mit Moses; und sie redeten mit Jesus. 4Da nahm Petrus das Wort, und sprach zu Jesus, Meister, es ist für uns gut, hier zu sein; wir wollen drei Hütten bauen, dir eine, Moses eine, und Elias eine. 5Er wusste nämlich nicht, was er sagte, denn sie waren vor Schrecken außer sich. 6Und es kam eine Wolke, die sie überschattete; und es erscholl eine Stimme aus der Wolke, und sprach: Dies ist mein geliebter Sohn; ihn sollt ihr hören! 7Und plötzlich, da sie um sich schauten, sahen sie niemand mehr, als Jesus allein mit ihnen. 8Während sie nun vom Berge herabstiegen, gebot ihnen Jesus, sie sollten niemandem erzählen, was sie gesehen hätten, als nachdem der Menschensohn von den Toten würde auferstanden sein. 9Und sie hielten dieses Wort bei sich, und fragten sich einander, was das wäre: „Nachdem er von den Toten würde auferstanden sein.“ 10Und sie fragten ihn, und sprachen: Warum sagen denn die Pharisäer und Schriftgelehrten, dass Elias zuvor kommen muss? 11Er antwortete, und sprach zu ihnen: Elias wird allerdings zuerst kommen, und alles wieder herstellen; gleichwie auch von dem Menschensohne geschrieben steht, dass er vieles leiden und verachtet werden müsse. 12Aber ich sage euch: Auch Elias ist schon gekommen, (und sie taten ihm, was sie nur wollten), wie es von ihm geschrieben steht. 13Und da er zu seinen Jüngern kam, sah er viel Volk um sie her, und Schriftgelehrte mit ihnen im Streite. 14Sobald aber das ganze Volk Jesus erblickte, erstaunte es und erschrak, lief hinzu, und grüßte ihn. 15Und er fragte sie: Worüber streitet ihr miteinander? 16Da antwortete einer aus dem Volke, und sprach: Meister! Ich habe meinen Sohn zu dir hergebracht, der einen stummen Geist hat. 17Wo dieser immer ihn ergreift, reißt er ihn nieder; auch schäumet er, und knirscht mit den Zähnen, und zehret ab. Und ich sprach zu deinen Jüngern, dass sie ihn austreiben möchten; sie konnten es aber nicht. 18Da antwortete er ihnen, und sprach: O du ungläubiges Geschlecht! Wie lange noch werde ich bei euch sein? Wie lange euch noch ertragen? Bringet ihn zu mir. 19Und sie brachten ihn. Und als er ihn sah, zerrte ihn der Geist sogleich; und zur Erde niederstürzend, wälzte er sich schäumend. 20Da fragte er seinen Vater: Wie lange Zeit ist es, dass ihm dieses widerfahren ist? Dieser aber sprach: Von Kindheit an. 21Oft schon hat er ihn in´s Wasser geworfen, um ihn umzubringen. Vermagst du nun etwas, so hilf uns, und erbarme dich unser! 22Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du glauben kannst! Alles ist dem möglich, der glaubt. 23Und sogleich rief der Vater des Knaben, und sagte weinend: Ich glaube, Herr! Hilf meinem Unglauben. 24Da nun Jesus sah, dass das Volk zusammenlief, bedrohte er den unreinen Geist, und sprach zu ihm: Tauber und stummer Geist! Ich gebiete dir, fahre aus von ihm, und geh hinfort nicht mehr in ihn ein. 25Da schrie er, zerrte ihn heftig, und fuhr aus von ihm; und er ward wie tot, so dass viele sagten: Er ist gestorben! 26Jesus aber fasste ihn bei der Hand, und richtete ihn auf; und er stand auf. 27Und als er nach Hause gekommen war, fragten ihn seine Jünger allein: Warum haben wir ihn nicht austreiben können? 28Er sprach zu ihnen: Dies Art kann durch nichts ausgetrieben werden, als durch Gebet und Fasten. 29Und von da gingen sie weiter, und zogen vorüber durch Galiläa; und er wollte nicht, dass es jemand wisse. 30Er lehrte aber seine Jünger, und sprach zu ihnen: Der Menschensohn wird in die Hände der Menschen überliefert werden, und sie werden ihn töten; nachdem er aber getötet worden, wird er am dritten Tage wieder auferstehen. 31Sie aber verstanden das Wort nicht, und fürchteten ihn zu fragen. 32Und sie kamen nach Kapharnaum. Da sie nun zu Hause waren, fragte er sie: Was habt ihr auf dem Wege besprochen? 33Sie aber schwiegen; denn sie hatten auf dem Wege miteinander gestritten, wer von ihnen der Größte wäre. 34Da setzte er sich nieder, rief die Zwölfe, und sprach zu ihnen: Wenn jemand der Erste sein will, so wird er der Letzte von allen, und der Diener aller sein. 35Und er nahm ein Kind, stellte es mitten unter sie, schloss es in seine Arme, und sprach zu ihnen: 36Wer eines von diesen Kindern in meinem Namen aufnimmt, nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat. 37Da nahm Johannes das Wort, und sprach: Meister! wir sahen jemanden, der in deinem Namen Teufel austreibt, der uns nicht nachfolgt, und wir verwehrten es ihm. 38Jesus aber sprach: Wehret es ihm nicht! denn niemand ist, der in meinem Namen ein Wunder wirkt, und so bald übles von mir reden könnte. 39Denn wer nicht wider euch ist, ist für euch. 40Und wer euch einen Becher Wassers zu trinken reicht in meinem Namen, darum weil ihr Christus angehöret, wahrlich, ich sage euch, er wird seinen Lohn nicht verlieren! 41Wer aber einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, ärgert, dem wäre es besser, dass ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt, und er in´s Meer geworfen würde. 42Wenn dich deine Hand ärgert, so haue sie ab; es ist dir besser, verstümmelt in das ewige Leben einzugehen, als beide Hände zu haben, und in die Hölle zu kommen, in das unauslöschliche Feuer, 43wo ihr Wurm nicht stirbt, und das Feuer nicht erlischt. 44Und wenn dein Fuß dich ärgert, so haue ihn ab; es ist dir besser, lahm in das ewige Leben einzugehen, als beide Füße zu haben, und in die Hölle unauslöschlichen Feuers geworfen zu werden, 45wo ihr Wurm nicht stirbt, und das Feuer nicht erlischt. 46Wenn dein Auge dich ärgert, so reiße es aus; es ist dir besser, einäugig in das Reich Gottes einzugehen, als zwei Augen zu haben, und in das höllische Feuer geworfen zu werden, 47wo ihr Wurm nicht stirbt, und das Feuer nicht erlischt. 48Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden, und jedes Opfer wird mit Salz gesalzen werden. 49Das Salz ist gut; wenn aber das Salz seine Kraft verliert, womit werdet ihr es würzen? Habet Salz in euch, und habet Frieden untereinander!