Bibel in einem Jahr · Tag 46 von 365

Num 16–18 · Mk 5

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Numeri 16

1Aber siehe, Kore, der Sohn Isaars, des Sohnes Kaaths, des Sohnes Levis, und Dathan und Abiron, die Söhne Eliabs, und Hon, der Sohn Pheleths, von den Söhnen Rubens, 2erhoben sich gegen Moses samt andern zweihundert und fünfzig Männern aus den Söhnen Israels, angesehenen Männern aus der Gemeinde, die zur Zeit der Beratung namentlich zusammenberufen wurden. 3Diese standen wider Moses und Aaron auf und sprachen: Lasset es nun genug sein, denn die ganze Gemeinde besteht aus Geheiligten und der Herr ist unter ihnen! Warum erhebt ihr euch über das Volk des Herrn? 4Als Moses dies hörte, fiel er auf sein Angesicht nieder 5und sprach zu Kore und zu seiner ganzen Rotte: Morgen wird der Herr euch kundtun, wer ihm angehört, und wird die, welche heilig sind, sich nahen lassen, und wen er erwählt hat, der wird ihm nahen dürfen. 6Darum tut dieses: Ein jeder nehme sein Rauchfass, du, Kore, und deine ganze Rotte; 7und tut morgen Feuer hinein, und leget Räucherwerk vor dem Herrn auf; und wen er immer erwählt, der soll heilig sein; ihr erhebt euch sehr hoch, ihr Söhne Levis! 8Und wieder sprach er zu Kore: Höret, Söhne Levis! 9Ist es euch zu wenig, dass der Gott Israels euch von dem ganzen Volke ausgesondert und sich zugeeignet hat, dass ihr seinen Dienst im Zelte verrichtet, und vor das ganze Volk tretet, und ihm dienet? 10Hat er deswegen dich und alle deine Brüder, die Söhne Levis, sich nahen lassen, dass ihr euch auch noch das Priestertum anmaßt 11und dass sich deine ganze Rotte gegen den Herrn erhebe? Denn was ist Aaron, dass ihr gegen ihn murret? 12Da sandte Moses hin, um Dathan und Abiron, die Söhne Eliabs, zu rufen. Sie aber antworteten: Wir kommen nicht! 13Ist es dir etwa zu wenig, dass du uns aus einem Lande, das von Milch und Honig floss, herausgeführt hast, um uns in der Wüste umkommen zu lassen, wenn du nicht auch noch über uns herrschest? 14Wahrlich! Du hast uns in ein Land geführt, in dem Bäche von Milch und Honig fließen, und hast uns Äcker und Weinberge zum Besitze gegeben; willst du uns auch die Augen ausreißen? Wir kommen nicht! 15Da ergrimmte Moses sehr uns sprach zu dem Herrn: Siehe ihre Opfer nicht an! du weißt, dass ich nicht einmal einen Esel je von ihnen genommen und keinen von ihnen zu Leide getan habe. 16Und er sprach zu Kore: Du und deine ganze Rotte, stellet euch morgen abgesondert vor den Herrn, und Aaron auch besonders; 17dann nehme ein jeder von euch sein Rauchfass, und lege Räucherwerk darein, und bringe es dem Herrn dar, in zweihundert und fünfzig Rauchfässern, und auch Aaron soll sein Rauchfass halten. 18Als sie dies nun taten, während Moses und Aaron dastanden 19und jene wider sie die ganze Gemeinde vor dem Eingange des Zeltes versammelten, erschien vor allen die Herrlichkeit des Herrn. 20Und der Herr redete zu Moses und Aaron und sprach: 21Sondert euch ab aus der Mitte dieser Rotte, dass ich sie jählings vernichte. 22Da fielen sie auf ihr Angesicht nieder und sprachen: O mächtigster Gott der Geister alles Fleisches, soll, weil einer gesündigt hat, dein Zorn gegen alle wüten? 23Und der Herr sprach zu Moses: 24Gebiete dem gesamten Volke, sich von dem Zelte Kores, Dathans und Abirons abzusondern. 25Hierauf stand Moses auf und ging zu Dathan und Abiron; und die Ältesten von Israel folgten ihm, 26und er sprach zu dem Volke: Entfernet euch von den Zelten dieser gottlosen Menschen und rühret nichts an, was ihnen gehört, dass ihr nicht in ihre Sünden verwickelt werdet! 27Als sie nun von ihren Zelten ringsum zurücktraten, kamen Dathan und Abiron heraus und standen im Eingange ihrer Zelte, mit ihren Weibern und Kindern, und der ganzen Menge. 28Und Moses sprach: Daran sollt ihr erkennen, dass der Herr mich gesandt hat, um alle die Taten zu verrichten, welche ihr seht, und dass ich sie nicht aus meinem Herzen geschöpft habe: 29Wenn diese eines gewöhnlichen Todes sterben, wie alle Menschen, und nur eine Heimsuchung über sie kommt, wie sie auch über die übrigen zu kommen pflegt, so hat mich der Herr nicht gesandt. 30Wenn aber der Herr etwas Neues schafft, dass die Erde ihren Mund auftut und sie mit allem, was ihnen gehört, verschlingt, und sie lebendig in das Totenreich hinunterfahren, so werdet ihr erkennen, dass sie den Herrn gelästert haben. 31Kaum hatte er aufgehört zu reden, da spaltete sich alsbald die Erde unter ihren Füßen, 32und tat ihren Mund auf, und verschlang sie mit ihren Zelten und ihrer gesamten Habe. 33So fuhren sie lebendig hinunter in das Totenreich, und die Erde bedeckte sie, und sie wurden vertilgt aus der Mitte des Volkes. 34Ganz Israel aber, das rings umherstand, floh bei dem Geschrei der Versinkenden und sprach: Dass die Erde nicht auch uns verschlinge! 35Es ging aber von dem Herrn auch Feuer aus und tötete die zweihundert und fünfzig Männer, welche das Räucherwerk darbrachten. 36Und der Herr redete zu Moses und sprach: 37Befiel Eleazar, dem Sohne Aarons, dem Priester, dass er die Rauchfässer aufhebe, die bei den Verbrannten liegen, und das Feuer herausstreue; denn die Rauchfässer sind geheiligt worden 38durch den Tod der Sünder; und dass er sie zu Platten schlage und den Altar damit überziehe, weil dem Herrn darin Räucherwerk dargebracht ward und sie geheiligt sind, damit die Söhne Israels sie zum Wahrzeichen und zum Andenken vor Augen haben. 39Eleazar also, der Priester, nahm die ehernen Rauchfässer, in welchen die ihre Opfer dargebracht hatten, welche das Feuer verzehrt hatte, und schlug sie zu Platten und überzog den Altar mit denselben, 40damit die Söhne Israels in der Folgezeit dadurch gewarnt würden, dass kein Fremder, der nicht zur Nachkommenschaft Aarons gehört, sich nahe, um dem Herrn Räucherwerk darzubringen, auf dass er nicht erleide, was Kore mit seiner ganzen Rotte erlitten hat, wie der Herr zu Moses geredet. 41Am folgenden Tage aber murrte die ganze Gemeinde der Söhne Israels wider Moses und Aaron und sprach: Ihr habt das Volk des Herrn getötet! 42Als nun ein Aufruhr entstand und das Getümmel zunahm, 43flüchteten Moses und Aaron zum Zelte des Bundes. Und als sie hineintraten, bedeckte die Wolke dasselbe und die Herrlichkeit des Herrn erschien. 44Und der Herr sprach zu Moses: 45Gehet hinweg aus der Mitte dieses Volkes, auch sie will ich jetzt vertilgen. Da warfen sie sich zur Erde, 46und Moses sprach zu Aaron: Nimm das Rauchfass, tue Feuer vom Altare hinein, lege Räucherwerk darauf und gehe eilends zu dem Volke, um für sie zu beten; denn schon ist ein Zorngericht von dem Herrn ausgegangen und die Strafe wütet. 47Da tat Aaron dies, und mitten unter die Volksmenge eilend, die der Brand schon verzehrte, opferte er das Räucherwerk. 48und betete, zwischen den Toten und Lebenden stehend, für das Volk; und die Strafe hörte auf. 49Die Zahl derer aber, welche getötet wurden, war vierzehntausend siebenhundert, ungerechnet die, welche im Aufruhr Kores umgekommen waren. 50Und Aaron kehrte zu Moses zum Eingange des Zeltes des Bundes zurück, nachdem dem Sterben Einhalt getan war.

Numeri 17

1Und der Herr redete zu Moses und sprach: 2Rede zu den Söhnen Israels, und lass dir von ihnen je einen Stab von jedem Geschlechte geben, von allen Fürsten der Stämme, also zwölf Stäbe, und schreibe den Namen eines jeden auf seinen Stab. 3Der Name Aarons aber soll auf dem des Stammes Levi stehen, und je ein Stab soll alle Familien eines Stammes zusammen darstellen. 4Sodann lege diese in das Zelt des Bundes vor das Zeugnis, wo ich zu dir reden werde. 5der, welchen ich unter ihnen erwähle, dessen Stab wird sprossen; so werde ich den Klagen der Söhne Israels, mit denen sie gegen euch murren, vor mir Einhalt tun. 6Da redete Moses zu den Söhnen Israels; und alle Fürsten gaben ihm Stäbe, je einen für jeden Stamm; und es waren zusammen zwölf Stäbe außer dem Stabe Aarons. 7Sodann legte Moses dieselben vor dem Herrn in dem Zelte des Zeugnisses nieder. 8Als er aber am anderen Tage wieder hinging, fand er, dass der Stab Aarons vom Hause Levi ausgeschlagen hatte; aus den vollen Knospen waren Blüten aufgebrochen, welche, ihre Blätter entfaltend, sich zu Mandeln herangebildet hatten. 9Da brachte Moses alle Stäbe von dem Herrn zu allen Söhnen Israels heraus, und sie beschauten sie, und ein jeder nahm seinen Stab zurück. 10Der Herr aber sprach zu Moses: Trage den Stab Aarons wieder in das Zelt des Zeugnisses zurück, damit er daselbst aufbewahrt werde als Wahrzeichen für die widerspenstigen Söhne Israels und ihre Klagen vor mir verstummen, dass sie nicht sterben. 11Und Moses tat, wie der Herr geboten hatte. 12Die Söhne Israels aber sprachen zu Moses: Siehe, wir sind verloren, wir alle kommen um! 13Wer irgend zum Zelte des Herrn herantritt, ist des Todes; sollen wir den vollends alle vertilgt werden?

Numeri 18

1Und der Herr sprach zu Aaron: Du und deine Söhne, und das Haus deines Vaters mit dir, sollt die Vergehungen gegen das Heiligtum tragen; und du und deine Söhne zugleich sollt die Sünden gegen euer Priestertum tragen. 2Aber auch deine Brüder vom Stamme Levi, den Stab deines Vaters, nimm mit dir, sie sollen bereit sein, dir zu dienen; du aber und deine Söhne, ihr sollt den Dienst im Zelte des Zeugnisses versehen. 3Und die Leviten sollen auf deine Befehle Acht haben und alle Dienste am Zelte versehen; jedoch den Geräten des Heiligtums und dem Altare sollen sie nicht nahen, damit nicht ebenso sie sterben und ihr alle zugleich umkommet. 4Sie seien aber bei dir, und mögen auf die Hut des Zeltes Acht haben, und den gesamten heiligen Dienst bei demselben besorgen. Kein Fremder soll sich unter euch mischen. 5Besorget die Hut des Heiligtums und den Dienst am Altare, damit kein Zorngericht über die Söhne Israels komme. 6Ich habe euch eure Brüder, die Leviten, aus der Mitte der Söhne Israels gegeben und sie als Geschenk dem Herrn zu eigen gegeben, damit sie den Dienst an seinem Zelte versehen. 7Du aber und deine Söhne, waltet eures Priesteramtes; und alles, was zum Dienste am Altare gehört und innerhalb des Vorhanges ist, soll durch die Priester versehen werden. Wenn ein Fremder sich naht, soll er getötet werden. 8Und der Herr sprach zu Aaron: Siehe, ich übergebe dir die Hut über meine Erstlinge. Alles, was von den Söhnen Israels geheiligt wird, bestimme ich dir und deinen Söhnen für den priesterlichen Dienst als ewiges Recht. 9Folgendes also sollst du von dem, was geweiht und dem Herrn dargebracht wird, nehmen. Alle Opfergaben und Speiseopfer, und was als Sünd- und Schuldopfer mir dargebracht wird und hochheilig ist, soll dir und deinen Söhnen gehören. 10Im Heiligtume sollst du es essen; und nur die männlichen Personen sollen davon essen, weil es dir geweiht ist. 11Die Erstlinge aber, welche die Söhne Israels geloben und opfern, schenke ich dir, und deinen Söhnen, und deinen Töchtern, als ewiges Recht; wer in deinem Hause rein ist, darf davon essen. 12Alles Beste vom Öl, vom Wein und vom Getreide, alles, was sie dem Herrn an Erstlingen darbringen, gebe ich dir. 13Alle Erstlinge der Früchte, welche der Boden erzeugt und die dem Herrn dargebracht werden, sollen zu deinem Gebrauche dienen; wer in deinem Hause rein ist, darf davon essen. 14Alles, was die Söhne Israels infolge eines Gelübdes darbringen, soll dein sein. 15Alles, was zuerst den Mutterschoß durchbricht von allem Fleische, das man dem Herrn opfert, es sei Mensch oder Vieh, soll dir gehören; doch so, dass du für die Erstgebornen unter den Menschen Lösegeld nehmen und alle Erstgeburt der unreinen Tiere auslösen lässest. 16Nach einem Monat sollst du sie auslösen lassen um fünf Sekel Silber, nach dem Gewichte des Heiligtums. Der Sekel hat zwanzig Obolen. 17Dagegen die Erstgeburt eines Rindes, oder eines Schafes, oder einer Ziege sollst du nicht auslösen lassen, weil sie dem Herrn geweiht sind; nur ihr Blut sollst du über den Altar gießen und ihr Fett zum lieblichen Geruche für den Herrn verbrennen. 18Ihr Fleisch aber soll zu deinem Gebrauche dienen, wie auch das geweihte Bruststück und die rechte Schulter dein sein sollen. 19Alle Erstlingsgaben für das Heiligtum, welche die Söhne Israels dem Herrn darbringen, gebe ich dir, und deinen Söhnen, und deinen Töchtern, als ewiges Recht. Es ist ein ewig geltender Salzbund vor dem Herrn, für dich und deine Söhne. 20Und der Herr sprach zu Aaron: Ihr sollt in ihrem Lande keinen Besitz, noch Anteil unter ihnen haben; ich bin dein Anteil und Erbbesitz inmitten der Söhne Israels. 21Alle Zehnten Israels aber gebe ich den Söhnen Levis als Besitz für den Dienst, den sie mir am Zelte des Bundes verrichten, 22dass die Söhne Israels fortan nicht mehr dem Zelte nahen und eine Sünde begehen, die den Tod bringt. 23Nur die Söhne Levis sollen mir am Zelte dienen und die Sünden des Volkes auf sich nehmen; dies sei eine bei euch von Geschlecht zu Geschlecht ewig geltende Vorschrift. Sie sollen keinen andern Besitz haben, 24sondern mit dem dargebrachten Zehnten zufrieden sein, den ich zu ihrem Gebrauche und zu ihrem Bedarf eigens bestimmt habe. 25Und der Herr redete zu Moses und sprach: 26Befiehl den Leviten und sage ihnen: Wenn ihr von den Söhnen Israels den Zehnten empfanget, den ich euch gegeben, so bringet die Erstlinge davon, das ist den Zehnten vom Zehnten, dem Herrn dar, 27dass es euch als Erstlingsopfer angerechnet werde, von der Tenne sowohl wie von der Kelter. 28Desgleichen sollt ihr von allem, wovon ihr die Erstlinge empfanget, dem Herrn ein Opfer darbringen und es Aaron, dem Priester, geben. 29Alles, was ihr von dem Zehnten darbringt und als Gabe für den Herrn absondert, soll das Beste und Auserlesenste sein. 30Sage ihnen auch: Wenn ihr das Beste und Auserlesenste von den Zehnten opfert, so soll es euch so angerechnet werden, als hättet ihr die Erstlinge von Tenne und Kelter gegeben; 31und ihr und eure Familien dürft es an allen euren Orten verzehren; denn es ist der Lohn für den Dienst, den ihr im Zelte des Zeugnisses tuet. 32versündiget euch nicht dadurch, dass ihr das Beste und fetteste für euch behaltet, damit ihr die Gaben der Söhne Israels nicht entheiliget und sterbet.

Neues Testament

Markusevangelium 5

1Und sie kamen über das Meer in die Gegend der Gerasener. 2Und als er aus dem Schiffe trat, kam ihm zugleich aus den Grabhöhlen ein Mensch entgegen, der von einem unreinen Geist besessen war. 3Dieser hatte seine Wohnung in den Grabhöhlen, und niemand konnte ihn binden, selbst nicht mit Ketten. 4Denn schon oft, wenn er mit Fußfesseln und Ketten gebunden war, hatte er die Ketten zerrissen und die Fesseln zerbrochen, und niemand konnte ihn bändigen. 5Immerfort, Tag und Nacht, hielt er sich in den Grabhöhlen und in den Bergen auf, schrie und schlug sich selbst mit Steinen. 6Als er aber Jesus von ferne sah, lief er hinzu, warf sich vor ihm nieder, 7schrie mit lauter Stimme, und sprach: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, du Sohn Gottes, des Allerhöchsten? Ich beschwöre dich bei Gott, quäle mich nicht! 8Denn er sprach zu ihm: Fahre aus von diesem Menschen, du unreiner Geist! 9Er fragte ihn auch: Wie heißest du? Und er sprach zu ihm: Legion ist mein Name, denn unser sind viele. 10Und er bat ihn sehr, dass er ihn nicht aus dieser Gegend vertreiben möchte. 11Es war aber daselbst am Berge eine große Herde Schweine auf der Weide. 12Und die Geister baten ihn, und sprachen: Lasse uns in die Schweine, dass wir in sie hineinfahren! 13Und Jesus erlaubte es ihnen zugleich. Und die unreinen Geister fuhren aus, und fuhren in die Schweine; und mit großem Ungestüme stürzte sich die Herde in´s Meer, es waren bei zweitausend, und sie ertranken im Meere. 14Diejenigen aber, die sie weideten, flohen davon, und verkündeten es in der Stadt und auf dem Lande. Und die Leute gingen heraus, um zu sehen, was geschehen war. 15Und sie kamen zu Jesus, und sahen denjenigen, der von dem bösen Geist geplagt war, wie er da saß, angekleidet und bei gesundem Verstande, und sie fürchteten sich. 16Die aber zugesehen hatten, erzählten ihnen, wie es sich mit dem Besessenen begeben und von den Schweinen. 17Da fingen sie an, ihn zu bitten, er möge sich aus ihrem Gebiete fortbegeben. 18Als er nun in das Schiff stieg, fing jener, der vom bösen Geist geplagt gewesen war, an, ihn zu bitten, dass er bei ihm bleiben dürfte. 19Aber er ließ es nicht zu, sondern sprach zu ihm: Gehe hin in dein Haus zu den Deinigen, und verkünde ihnen, was der Herr Großes an dir getan, und wie er sich deiner erbarmet hat! 20Da ging er hin, und fing an, in den zehn Städten kund zu machen, was Jesus an ihm Großes getan. Und alle verwunderten sich. 21Und als Jesus im Schiffe wieder über das Meer gefahren war, versammelte sich viel Volk bei ihm, und er war am Meere. 22Da kam einer von den Vorstehern der Synagoge mit Namen Jairus; und als dieser ihn sah, fiel er ihm zu Füßen, 23bat ihn inständig, und sprach: Meine Tochter liegt in den letzten Zügen, komm und lege ihr die Hand auf, damit sie gesund werde, und lebe. 24Da ging er mit ihm, und es folgte ihm viel Volk, und drängte ihn. 25Ein Weib aber, das mit einem Blutflusse behaftet war seit zwölf Jahren, 26und von mehreren Ärzten vieles ausgestanden und all das Ihrige aufgewendet, und keine Hilfe gefunden hatte, sondern vielmehr ärger herabgekommen war, 27kam, da sie von Jesus gehört hatte, unter dem Volke von rückwärts hinzu, und rührte sein Kleid an; 28denn sie sprach: Wenn ich auch nur sein Kleid berühre, so wird mir geholfen sein. 29Und sogleich war ihr Blutgang gestillt, und sie fühlte es an ihrem Körper, dass sie von der Plage geheilet sei. 30Und sogleich wandte sich Jesus, da er in sich erkannte, dass eine Kraft von ihm ausgegangen war, zum Volke, und sprach: Wer hat meine Kleider angerühret? 31Und seine Jünger sprachen zu ihm: Du siehst, wie dich das Volk dränget, und fragst: Wer hat mich angerühret? 32Und er blickte umher, um die zu sehen, welche es getan hatte. 33Da kam das Weib, voll Bangigkeit und zitternd, wohl wissend, was an ihr geschehen war, fiel vor ihm nieder, und sagte ihm alles nach der Wahrheit. 34Er aber sprach zu ihr: Tochter! dein Glaube hat dir geholfen; gehe hin in Frieden und sei geheilet von deiner Plage. 35Als er noch redete, kamen Leute von dem Synagogenvorsteher, und sprachen: Deine Tochter ist gestorben; warum bemühst du den Meister noch? 36Als aber Jesus diese Rede hörte, sprach er zu dem Synagogenvorsteher: Fürchte dich nicht; glaube nur! 37Und er gestattete nicht, dass jemand ihm folgte, außer Petrus, und Jakobus, und Johannes, der Bruder des Jakobus. 38Und sie kamen in das Haus des Synagogenvorstehers. Da gewahrte er das Getümmel, und solche, die weinten und gar sehr wehklagten. 39Und er ging hinein, und sprach zu ihnen: Warum lärmet ihr und weinet? Das Mägdlein ist nicht tot, sondern schläft. 40Und sie lachten ihn aus. Er aber schaffte alle hinaus, nahm den Vater und die Mutter des Mägdleins, und jene, die bei ihm waren, mit sich, und ging hinein, wo das Mägdlein lag. 41Da fasste er das Mägdlein bei der Hand, und sprach zu ihr: Talitha kumi, das ist verdolmetschet: Mägdlein, (ich sage dir) stehe auf! 42Und sogleich stand das Mägdlein auf, und ging umher; es war aber zwölf Jahre alt, und sie entsetzten sich in großem Erstaunen. 43Dann gebot er ihnen nachdrücklich, dass niemand es erführe, und sagte, man möge ihr zu essen geben.