Bibel in einem Jahr · Tag 220 von 365

Ps 131–133 · 2 Kor 8

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Die Psalmen 131

1Stufengesang. Gedenke, Herr! Davids und all seiner Geduld, 2wie er dem Herrn geschworen, dem Gott Jakobs gelobt hat: 3Nicht will ich in das Gezelt meines Hauses treten, will nicht das Lager meines Bettes besteigen, 4will meinen Augen keinen Schlaf gönnen noch meinen Augenlidern Schlummer 5und meinen Schläfen keine Ruhe, bis ich eine Stätte gefunden für den Herrn, eine Wohnung für den Gott Jakobs. 6Siehe, wir hörten von ihr in Ephrata; wir fanden sie im Waldgefilde. 7Lasset uns in sein Zelt eingehen, anbeten an dem Orte, wo seine Füße stehen. 8Erhebe dich, Herr! zu deiner Ruhe, du und die Lade deiner Heiligkeit! 9Deine Priester mögen sich in Gerechtigkeit kleiden, deine Heiligen frohlocken! 10Um Davids, deines Dieners, willen weise das Antlitz deines Gesalbten nicht ab! 11Der Herr schwor David getreue Verheißung und wird sie nicht brechen: „Von deines Leibes Frucht werde ich auf deinen Thron setzen.“ 12Wenn deine Söhne meinen Bund bewahren und diese meine Zeugnisse, welche ich sie lehre, so sollen auch ihre Söhne für und für auf deinem Throne sitzen. 13Ja, der Herr hat Sion auserwählt, hat es auserwählt zu seiner Wohnung. 14Dies ist meine Ruhestätte auf ewig, hier will ich wohnen, denn ich habe sie erkoren. 15Seine Witwen will ich reichlich segnen, seine Armen mit Brot sättigen. 16Seine Priester will ich mit Heil kleiden, seine Heiligen sollen frohlockend jubeln. 17Dort will ich Davids Horn wachsen lassen, eine Leuchte zurichten meinem Gesalbten. 18Seine Feinde will ich in Schmach hüllen, über ihm aber soll meine Heiligung erblühen.

Die Psalmen 132

1Stufengesang Davids. Siehe, wie gut ist es und wie lieblich, wenn Brüder in Eintracht beisammen wohnen! 2Wie das Salböl auf dem Haupte, das herabfließt auf den Bart, den Bart Aarons, das herabfließt auf den Saum seines Kleides. 3Wie der Tau des Hermon, der auf den Berg Sion herniederfällt. Denn dorthin hat der Herr Segen entsendet und Leben bis in Ewigkeit!

Die Psalmen 133

1Stufengesang. Auf! preiset den Herrn, ihr alle Diener des Herrn! die ihr im Hause des Herrn stehet, in dem Vorhofe des Hauses unsers Gottes. 2Erhebet des Nachts eure Hände zum Heiligtume und preiset den Herrn! 3Der Herr segne dich von Sion aus, der Himmel und Erde gemacht hat!

Neues Testament

2. Korintherbrief 8

1Wir tun euch aber, Brüder! die Gnade Gottes kund, welche den Gemeinden Mazedoniens verliehen worden ist, 2dass bei vieler Prüfung durch Trübsal ihre Freude übergroß war, und ihre tiefe Armut sich reich zeigte in der Fülle ihrer Einfalt; 3denn nach Vermögen, ich bezeuge es ihnen, ja über Vermögen sind sie willfährig gewesen, 4und haben uns mit vielem Zureden um die Gnade und die Teilnahme an der Hilfeleistung gegeben, welche für die Heiligen veranstaltet wird. 5Und nicht nur wie wir gehofft hatten, sondern sich selbst gaben sie zuerst dem Herrn hin, dann uns durch den Willen Gottes; 6so dass wir den Titus baten, er möchte, wie er angefangen, so auch dieses Liebeswerk unter euch vollenden. 7Doch wie ihr in allen Dingen überreich seid, in Glauben, und in Wort, und in Erkenntnis, und allem Eifer, überdies auch in eurer Liebe zu uns, so sollt ihr auch in dieser Gnade euch auszeichnen. 8Nicht, als wollte ich befehlen, sage ich es, sondern um durch den Eifer anderer die Echtheit eurer Liebe zu bewähren. 9Denn ihr kennet die Gnade unsers Herrn Jesus Christus, dass er um euretwillen arm geworden ist, da er reich war, damit ihr durch seine Armut reich würdet. 10Und hierin gebe ich euch einen Rat; denn dies ist für euch nützlich, die ihr nicht nur mit dem Tun, sondern auch mit dem Wollen seit dem vorigen Jahre den Anfang gemacht habt; 11jetzt aber führet es auch durch die Tat zu Ende, damit, wie die Bereitwilligkeit des Wollens da ist, so auch das Vollbringen da sei, nach dem Maße dessen, was ihr habt. 12Denn wenn der Wille bereit ist, so ist er nach dem, was er hat, wohlgefällig, nicht nach dem, was er nicht hat. 13Denn es sollen andere nicht Behaglichkeit, ihr aber Bedrängnis haben, sondern es sei Gleichheit. 14In der gegenwärtigen Zeit soll euer Überfluss ihrem Mangel abhelfen, damit auch ihr Überfluss eurem Mangel abhelfe, auf dass Gleichheit eintrete, wie geschrieben steht: 15Wer vieles hat, hatte nicht Überfluss; und wer wenig, litt nicht Mangel. 16Dank aber sei Gott, welcher denselben Eifer für euch Titus in das Herz gegeben hat; 17denn die Aufforderung zwar hat er angenommen, ja, da er eifervoller war, ist er aus freiem Willen zu euch gereist. 18Wir haben auch mit ihm den Bruder gesandt, dessen Lob in Sache des Evangeliums bei allen Gemeinden ist. 19Nicht allein aber dies, sondern er ist auch von den Gemeinden als unser Reisegefährte zu diesem Liebeswerke abgeordnet worden, das von uns zur Ehre des Herrn und unserem bestimmten Willen gemäß besorgt wird, 20um zu verhüten, dass nicht jemand uns wegen dieser reichen Gabe, die von uns vermittelt wird, übel nachrede; 21denn wir tragen Sorge für das Gute nicht allein vor Gott, sondern auch vor den Menschen. 22Wir haben aber mit ihnen auch unsern Bruder gesandt, dessen Eifer wir oft in vielen Dingen erprobt haben, und der jetzt in großem Zutrauen zu euch noch viel eifriger ist. 23Gilt es Titus: er ist mein Gefährte und Mitarbeiter bei euch, oder unsere Brüder: sie sind die Abgesandten der Gemeinde, Christi Ehre. 24Gebet denn den Erweis eurer Liebe und unsers Rühmens über euch gegen die im Angesichte der Gemeinden kund.