Bibel in einem Jahr · Tag 219 von 365

Ps 128–130 · 2 Kor 7

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Die Psalmen 128

1Stufengesang. Oftmals haben sie mich bedrängt von meiner Jugend an, so spreche Israel, 2oftmals haben sie mich bedrängt von meiner Jugend an, doch nicht haben sie mich überwältigt. 3Auf meinem Rücken schmiedeten die Sünder, trieben ihre Bosheit lange fort; 4aber der Herr, der Gerechte, zerbrach der Sünder Nacken. 5Beschämt müssen werden und zurückweichen alle, die Sion hassen. 6Sie mögen werden wie das Gras auf den Dächern, das welkt, ehe man es noch ausreißt, 7mit dem der Schnitter seine Hand nicht füllt noch der Garbenbinder seinen Schoß. 8Und die Vorübergehenden sprechen nicht: Der Segen des Herrn sei über euch, wir segnen euch im Namen des Herrn.

Die Psalmen 129

1Stufengesang. Aus der Tiefe rufe ich zu dir, o Herr! 2Herr! erhöre meine Stimme! Lass deine Ohren aufmerken auf das Rufen meines Flehens! 3Wenn du auf die Verschuldungen acht haben willst, Herr! o Herr! wer wird alsdann bestehen? 4Doch bei dir ist Vergebung und um deines Gesetzes willen harre ich auf dich, o Herr! Meine Seele harrt auf sein Wort. 5Meine Seele harrt auf den Herrn. 6Von der Morgenwache bis zur Nacht hoffe Israel auf den Herrn, 7denn bei dem Herrn ist Erbarmen und bei ihm ist überreiche Erlösung. 8Und er wird Israel erlösen von aller seiner Sündenschuld.

Die Psalmen 130

1Stufengesang Davids. O Herr! mein Herz hat sich nicht erhoben und meine Augen sind nicht hoffärtig und ich gehe nicht mit Dingen um, die zu groß und die zu wunderbar für mich sind. 2Fürwahr! demütig war mein Sinn, nicht erhob ich mich in Stolz. Wie ein entwöhntes Kind an seiner Mutter, so ist meiner Seele Lohn. 3Hoffe Israel auf den Herrn von nun an bis in Ewigkeit!

Neues Testament

2. Korintherbrief 7

1Da wir nun diese Verheißungen haben, Geliebteste! so lasset uns von alle Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen, indem wir die Heiligung in der Furcht Gottes zur Vollendung bringen. 2Fasset uns! Wir haben niemanden Unrecht getan, niemanden zu Grunde gerichtet, niemanden übervorteilt. 3Nicht um euch zu verurteilen sage ich das; denn wir haben schon zuvor gesagt, dass ihr in unseren Herzen seid, um zusammen zu sterben und zu leben. 4Groß ist meine Zuversicht euch gegenüber, groß mein Rühmen über euch, ich bin mit Trost erfüllt, überreich an Freude bei all unserer Trübsal. 5Denn auch als wir nach Mazedonien kamen, hatte unser Fleisch keine Ruhe, sondern wir erduldeten Trübsale aller Art; von außen Kämpfe, von innen Befürchtungen. 6Der aber, welcher die Niedergebeugten tröstet, Gott, tröstete uns durch die Ankunft des Titus; 7nicht allein aber durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost, den er bei euch gefunden, indem er uns von eurer Sehnsucht, euren Tränen und von eurem Eifer für mich berichtete, so dass ich mich noch mehr freute. 8Denn wenn ich euch durch den Brief betrübt habe, so bereue ich es nicht; und wenn es mich auch reute, als ich sah, dass jener Brief euch (obwohl nur auf kurze Zeit) betrübte, 9so freue ich mich jetzt, nicht dass ihr betrübt wurdet, sondern dass ihr zur Buße betrübt worden seid; denn ihr seid gottgefällig betrübt worden, damit ihr durch uns in nichts Schaden leidet. 10Denn die gottgefällige Betrübnis bewirkt standhafte Buße zum Heile; die Betrübnis der Welt aber bewirkt Tod. 11Denn sehet, eben dies, dass ihr in gottgefällige Traurigkeit versetzt wurdet, welch große Sorgsamkeit hat es in euch gewirkt! ja vielmehr Verantwortung, ja, Unwillen, ja Furcht, je Sehnsucht, ja Eifer, ja Bestrafung! In allem habt ihr bewiesen, dass ihr rein seid in ihrer Angelegenheit. 12Also, wenn ich euch schrieb, war es nicht um dessentwillen, der Unrecht getan hat, noch auch um dessentwillen, der es erduldet hat, sondern um unsere Sorge zu offenbaren, welche wir für euch haben 13vor Gott; darum sind wir getröstet. In unserem Troste aber haben wir uns noch weit mehr gefreut über die Freude des Titus, dass sein Geist von euch allen erquickt worden ist. 14Und wenn ich ihm etwas von euch gerühmt habe, so bin ich nicht zu Schanden geworden; sondern wo wie wir euch aller der Wahrheit gemäß gesagt haben, so ist auch unser Rühmen vor Titus Wahrheit geworden; 15und sein Herz ist euch in noch höherem Maße zugetan, da er sich des Gehorsams euer aller erinnert, wie ihr ihn mit Ehrfurcht und Zittern aufgenommen habt. 16Ich freue mich, dass ich mich in allem auf euch verlassen kann.