Bibel in einem Jahr · Tag 216 von 365

Ps 120–122 · 2 Kor 5

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Die Psalmen 120

1Stufengesang. Ich hebe meine Augen zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt. 2Meine Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. 3Er lasse deinen Fuß nicht wanken und er schlummere nicht, der dich behütet. 4Siehe, er schlummert und schläft nicht, der Israel behütet! 5Der Herr behütet dich, der Herr ist dein Schirm zu deiner Rechten. 6Des Tags wird die Sonne dich nicht stechen noch der Mond des Nachts. 7Der Herr behütet dich vor allem Übel, der Herr behüte deine Seele! 8Der Herr behüte deinen Eingang und deinen Ausgang von nun an bis in Ewigkeit!

Die Psalmen 121

1Stufengesang. Ich freute mich, als man zu mir sprach: Lasset uns zum Hause des Herrn gehen! 2Unsere Füße stehen in deinen Torhallen, Jerusalem! 3Jerusalem, das wieder gebaut wird wie eine Stadt, die sich zur Gemeinschaft zusammengefügt. 4Dorthin ziehen ja die Stämme hinauf, die Stämme des Herrn, nach dem Gesetze für Israel, den Namen des Herrn zu preisen. 5Denn dort stehen die Stühle zum Gerichte, die Stühle für das Haus Davids. 6Erflehet Jerusalem Frieden und Überfluss werde denen zuteil, die dich lieben! 7Friede sei in deiner Feste und Überfluss in deinen Türmern! 8Um meiner Brüder und meiner Nächsten willen wünsche ich dir Frieden! 9Um des Hauses des Herrn, unsres Gottes, willen will ich alles Gute für dich erflehen.

Die Psalmen 122

1Stufengesang. Zu dir erhebe ich meine Augen, der du im Himmel wohnst! 2Siehe! wie die Augen der Knechte auf die Hände ihrer Herren, wie die Augen der Magd auf die Hände ihrer Gebieterin, so schauen unsere Augen auf den Herrn, unsern Gott, bis er sich unser erbarmt. 3Erbarme dich unser, o Herr! erbarme dich unser; gar sehr sind wir gesättigt mit Verachtung. 4Ja, reichlich sind unsere Seelen, zum Gespötte sind wir den Reichen und zur Verachtung den Stolzen.

Neues Testament

2. Korintherbrief 5

1Denn wir wissen, dass, wenn diese unsere irdische Hütte abgebrochen wird, wir einen Bau von Gott empfangen, ein nicht mit Händen gemachtes ewiges Haus im Himmel. 2Denn auch in dieser Hütte seufzen wir voll Verlangen, mit unserer Wohnung, die vom Himmel ist, überkleidet zu werden; 3wenn anders wir bekleidet, nicht bloß befunden werden. 4Denn da auch wir in diesem Zelte sind, seufzen wir bedrückt, weil wir nicht entkleidet, sondern überkleidet werden wollen, so dass das Sterbliche vom Leben verschlungen wird. 5Der uns aber hierzu bereit macht, ist Gott, der uns das Unterpfand des Geistes gegeben hat. 6Darum hegen wir festes Vertrauen immerdar, indem wir wissen, dass, so lange wir im Leibe sind, wir in der Fremde sind, fern vom Herrn, 7(den im Glauben wandeln wir, und nicht im Schauen.) 8Ja, wir hegen festes Vertrauen und unser Sinn geht darauf, eher auszuziehen aus dem Leibe und einzugehen zu dem Herrn. 9Darum bemühen wir uns auch, sei es im Leibe, sei es außerhalb desselben, ihm zu gefallen. 10Denn alle müssen wir offenbar werden vor dem Richterstuhle Christi, damit ein jeder, je nachdem er in seinem Leibe Gutes oder Böses getan hat, darnach empfange. 11Da wir nun wissen, dass der Herr zu fürchten ist, überzeugen wir die Menschen, und Gott sind wir offenbar. Ich hoffe aber, dass wir auch in euren Gewissen offenbar sind. 12Wir wollen uns euch nicht wiederum empfehlen, sondern geben euch Anlass, euch unser zu rühmen, damit ihr denen antworten könnet, die ihren Ruhm im Äußern und nicht im Innern suchen. 13Denn sei es, dass wir uns übernehmen, so ist es für Gott; sei es, dass wir uns mäßigen, so ist es für euch. 14Denn die Liebe Christi drängt uns, indem wir also urteilen: Ist einer für alle gestorben, so sind alle gestorben; 15und für alle ist Christus gestorben, damit auch die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferstanden ist. 16Darum kennen wir von nun an dem Fleische nach niemand mehr; und wenn wir auch dem Fleische nach Christus gekannt haben, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr. 17Wenn somit jemand in Christus ist, so ist er ein neues Geschöpf, so ist das Alte vorübergegangen; siehe, so ist alles neu geworden. 18Alles aber kommt von Gott, der uns mit sich versöhnt hat durch Christus, und uns das Amt der Versöhnung gegeben hat. 19Denn Gott hat in Christus die Welt mit sich versöhnt, indem er ihnen ihre Vergehen nicht anrechnete, und in uns das Wort der Versöhnung niedergelegt. 20Für Christus also sind wir Gesandte, indem Gott gleichsam durch uns ermahnt. Wir bitten an Christi Statt: Lasset euch versöhnen mit Gott! 21Den, welcher von keiner Sünde wusste, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gerechtigkeit Gottes in ihm würden.