Bibel in einem Jahr · Tag 209 von 365

Ps 99–101 · 1 Kor 16

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Die Psalmen 99

1Ein Lobpsalm. 2Jubelt Gott, alle Lande! dienet dem Herrn mit Freuden, tretet vor sein Angesicht mit Jubel! 3Bekennet, dass der Herr Gott ist! Er hat uns gemacht und nicht wir uns selbst, sein Volk sind wir und die Schafe seiner Weide. 4Tretet mit Lob in seine Tore ein, in seinen Vorhof mit Lobgesängen, preiset ihn, lobet seinen Namen, 5denn gütig ist der Herr, seine Gnade währt ewig und von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.

Die Psalmen 100

1Ein Psalm Davids. Von Erbarmen und Recht will ich dir singen, o Herr! will dir lobsingen. 2Ich will mich einsichtig zeigen durch unbefleckten Wandel, wenn du zu mir kommst; ich will wandeln in der Unschuld meines Herzens inmitten meines Hauses. 3Nicht will ich Unrecht vor meine Augen stellen, die, welche Böses tun, will ich hassen. Es soll mir nicht anhängen 4ein verkehrtes Herz, den Bösen, der sich von mir abwendet, will ich nicht kennen. 5wer insgeheim seinen Nächsten verleumdet, den will ich verfolgen; wessen Auge stolz ist und wessen Herz unersättlich, mit dem will ich nicht zusammen essen! 6Meine Augen sind auf die Treuen im Lande gerichtet, dass sie bei mir wohnen; wer auf makellosem Wege wandelt, soll mir dienen. 7Nicht soll in meinem Hause wohnen, wer Hochmut übt; wer Unrecht redet, soll nicht bestehen vor meinen Augen. 8Am Morgen will ich alle Frevler im Lande töten, um auszurotten aus der Stadt des Herrn alle Übeltäter.

Die Psalmen 101

1Gebet eines Armen, wenn er in Ängsten ist und vor dem Angesichte des Herrn seine Klage ausschüttet. 2O Herr! erhöre mein Gebet und lass mein Rufen zu dir kommen! 3Wende dein Angesicht nicht von mir ab; wann immer ich in Trübsal bin, neige dein Ohr zu mir; wann immer ich dich anrufe, erhöre mich alsbald! 4Denn meine Tage sind hingeschwunden wie Rauch und mein Gebein ist verdorrt wie dürres Reis. 5Ich bin versengt wie Gras und mein Herz ist verdorrt, denn ich vergesse, mein Brot zu essen. 6Ob meines lauten Seufzens klebt mein Gebein an meinem Fleische. 7Ich gleiche dem Pelikan in der Wüste, ich bin wie eine Eule in öder Behausung. 8Ich bin schlaflos und wie ein einsamer Sperling auf dem Dache. 9Beständig höhnen mich meine Feinde, und die mich zuvor lobten, verschwören sich nun wider mich. 10Denn ich esse Asche wie Brot und mische meinen Trank mit Tränen 11wegen deines Zornes und deines Grimmes, denn du hobst mich empor und schleudertest mich nieder. 12Meine Tage schwinden dahin wie ein Schatten und ich verdorre wie Gras. 13Du aber, o Herr! bleibst in Ewigkeit, und dein Andenken währt von Geschlecht zu Geschlecht. 14Du wirst dich erheben, dich Sions zu erbarmen; denn es ist Zeit dich seiner zu erbarmen, ja, die Zeit ist gekommen. 15Denn seine Diener haben seine Steine lieb und sie tragen Leid über seinen Schutt. 16Und die Völker werden deinen Namen fürchten, Herr! und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit. 17Denn der Herr wird Sion aufbauen und wird in seiner Herrlichkeit erscheinen. 18Er wird sich dem Gebet der Demütigen zuwenden und ihr Flehen nicht verschmähen. 19Aufgeschrieben werde dies dem kommenden Geschlechte und das Volk, das geschaffen werden soll, preise den Herrn, 20dass er von seiner heiligen Höhe herabgeschaut, der Herr vom Himmel auf die Erde herabgeblickt hat, 21um das Seufzen der Gefangenen zu hören, um die Kinder der Erschlagenen zu befreien; 22auf dass sie in Sion den Namen des Herrn verkünden und sein Lob in Jerusalem, 23wenn die Völker dort allzumal zusammenkommen und die Könige, um den Herrn zu dienen. 24Er antwortete ihm inmitten seiner Kraft: Tue mir die geringe Zahl meiner Tage kund! 25Rufe mich nicht ab in der Hälfte meiner Tage, von Geschlecht zu Geschlecht währen deine Jahre. 26Im Anbeginn hast du, o Herr! die Erde gegründet und das Werk deiner Hände sind die Himmel. 27Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie alle werden wie ein Kleid veralten und wie ein Gewand wirst du sie wechseln und sie werden verändert. 28Du aber bist stets derselbe und deine Jahre nehmen kein Ende. 29Die Kinder deiner Diener werden wohnen und ihre Nachkommen werden beständig bleiben.

Neues Testament

1. Korintherbrief 16

1Mit der Sammlung aber, welche für die Heiligen gehalten wird, machet es so, wie ich es für die Gemeinden von Galatien angeordnet habe. 2Am ersten Tage der Woche lege ein jeder von euch bei sich zurück und spare auf, was ihm gut dünkt, damit er nicht erst, wenn ich komme, dann die Sammlung veranstaltet werde. 3Wenn ich aber anwesend sein werde, so will ich diejenigen, welche ihr durch Briefe für tauglich erklärt, nach Jerusalem absenden, eure Gabe zu überbringen. 4Wenn es wert ist, dass auch ich reise, so sollen sie mit mir reisen. 5Ich will aber zu euch kommen, wenn ich Mazedonien durchreist habe; denn ich will Mazedonien durchreisen. 6Bei euch aber werde ich vielleicht verweilen, oder sogar überwintern, damit ihr mir das Geleite gebet, wohin ich etwa gehe. 7Ich will euch jetzt nämlich nicht im Vorbeigehen sehen, denn ich hoffe, einige Zeit bei euch zu verweilen, wenn der Herr es gestattet. 8In Ephesus aber werde ich bis Pfingsten bleiben. 9Denn eine große und weitausschauende Tür ist mir eröffnet, und der Widersacher sind viele. 10Wenn aber Timotheus kommt, so sehet zu, dass er ohne Furcht bei euch sei; denn er arbeitet am Werke des Herrn, wie auch ich. 11Niemand also verachte ihn, geleitet ihn aber in Frieden, dass er zu mir komme; denn ich erwarte ihn mit den Brüdern. 12Von dem Bruder Apollo aber tue ich euch kund, dass ich ihn dringend gebeten habe, mit den Brüdern zu euch zu kommen; und war es zwar sein Wille nicht, jetzt zu kommen, indes wird er kommen, wenn er Zeit haben wird. 13Seid wachsam; stehet fest im Glauben; handelt mannhaft, und seid stark! 14Alles, was ihr tuet, geschehe in Liebe! 15Ich ermahne euch, Brüder! ihr kennet das Haus des Stephanas, des Fortunatus und des Achaikus, dass sie Erstlinge von Achaja sind und sich dem Dienste der Heiligen gewidmet haben; 16ordnet auch ihr euch solchen unter, und allen, welche mitwirken und arbeiten. 17Ich freue mich über die Anwesenheit des Stephanas, Fortunatus und Achaikus, denn, was eurerseits mangelte, haben diese ersetzt; 18denn sie haben meinen Geist erquickt und den eurigen. Erkennet sie denn als solche an! 19Es grüßen euch die Gemeinden von Asien. Es grüßen euch vielmals im Herrn Aquila und Priscilla samt der Versammlung in ihrem Hause, bei welchen ich auch herberge. 20Es grüßen euch auch alle Brüder. Grüßet einander mit heiligem Kusse. 21Mein Gruß von meiner, des Paulus, Hand. 22Wenn jemand unsern Herrn Jesus Christus nicht liebt, der sei ausgeschlossen. Maranatha. 23Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch! 24Meine Liebe mit euch allen in Christus Jesus. Amen.