Bibel in einem Jahr · Tag 136 von 365

2 Chr 31–33 · Apg 8

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Das 2. Buch der Chronik 31

1Als nun dies nach Vorschrift gefeiert war, zog ganz Israel, das sich in den Städten von Juda befand, aus und sie zerbrachen die Bildsäulen, hieben die Haine um, rissen die Höhen nieder und zerstörten die Altäre, nicht nur in ganz Juda und Benjamin, sondern auch in Ephraim und Manasse, bis sie alles zerstört hatten; alsdann kehrten alle Söhne Israels in ihre Besitzungen und in ihre Städte heim. 2Ezechias aber bestellte die Ordnungen der Priester und Leviten nach ihren Abteilungen, einen jeden für sein Amt, sowohl die Priester als die Leviten für die Brandopfer und Friedopfer, um Dienst zu tun und Dank und Lob bei den Toren des Lagers des Herrn zu singen. 3Als seinen Anteil aber bestimmte der König, dass von seiner Habe das immerwährende Brandopfer morgens und abends dargebracht werden sollte, ebenso wie an den Sabbaten und Neumonden und an den übrigen Festen, wie im Gesetze Moses geschrieben ist. 4Auch befahl er dem Volke von Jerusalem, den Priestern und Leviten ihre Anteile zu geben, dass diese dem Gesetze des Herrn obliegen könnten. 5Als dies der Gemeinde kund ward, brachten die Söhne Israels reichliche Gaben an Erstlingen von Getreide, Wein, Öl und Honig dar, und von allem, was der Boden hervorbringt, brachten sie den Zehnten. 6Die Söhne Israels und Judas aber, welche in den Städten von Juda wohnten, brachten gleichfalls den Zehnten von Rindern und Schafen und den Zehnten an Weihegaben, welche sie dem Herrn, ihrem Gott, gelobt hatten, und brachten alles und legten es auf viele Haufen zusammen. 7Im dritten Monat begannen sie, das Erste niederzulegen, und endeten die Aufhäufung im siebten Monate. 8Als nun Ezechias und seine Fürsten hereinkamen, sahen sie die aufgehäuften Massen und priesen den Herrn und sein Volk Israel. 9Und Ezechias fragte die Priester und Leviten, warum solche Massen angehäuft seien. 10Da antwortete Azarias, der Hohepriester vom Geschlechte Sadoks, und sprach: Seit man angefangen hat, die Erstlinge zum Hause des Herrn zu bringen, haben wir gegessen und sind satt geworden und es ist viel übriggeblieben, denn der Herr hat sein Volk gesegnet; was aber übriggeblieben, ist diese Fülle, die du siehst. 11Da befahl Ezechias, Vorratskammern im Hause des Herrn einzurichten. Als sie dies getan hatten, 12brachten sie sowohl die Erstlinge, wie die Zehnten und alles, was sie gelobt hatten, treulich hinein. Vorsteher darüber aber war Chonenias, der Levit, und Semei, sein Bruder, als zweiter; 13nach diesem waren Jahiel, Azarias, Nabath, Asael, Jerimoth, Jozabad, Eliel, Jesmachias, Mahath und Banajas die Vorsteher, unter der Aufsicht Chonenias und Semeis, seines Bruders, nach der Anordnung des Königs Ezechias und Azarias, des Hohenpriesters des Hauses Gottes, denen die Sorge über dies alles oblag. 14Kore aber, der Sohn Jemnas, der Levit und Türhüter an der östlichen Pforte, war als Vorsteher über das gesetzt, was man freiwillig dem Herrn darbrachte, und über die Erstlinge und über die Weihegeschenke für das Allerheiligste. 15Unter seiner Leitung standen Eden, Benjamin, Jesue, Semejas, Amarias und Sechenias in den Priesterstädten, um die Verteilung an ihre Brüder, die mindern wie die höhern, treulich vorzunehmen, 16außer den männlichen Personen von drei Jahren an und darüber, an alle diejenigen, die zum Tempel des Herrn kamen und alles vernichteten, was Tag für Tag zum Dienste und zu den Verrichtungen gehörte, nach ihren Abteilungen. 17Den Priestern nach ihren Geschlechtern und den Leviten von zwanzig Jahren und darüber, nach ihren Ordnungen und Abteilungen, 18und der ganzen Versammlung, sowohl den Frauen wie ihren Kindern beiderlei Geschlechts, ward treulich Speise von den Weihegaben geboten. 19Es waren aber für die Söhne Aarons auch Männer auf das Land und den Umkreis aller Städte verteilt, um allen männlichen Personen unter den Priestern und Leviten ihre Anteile zuzuweisen. 20So tat Ezechias alles, was wir gesagt, in ganz Juda und übte das Gute und Rechte und Wahre vor dem Herrn, seinem Gotte, 21und wollte bei jedem Werke, das zum Dienste des Hauses des Herrn gehörte, gemäß dem Gesetze und den Vorschriften, seinen Gott von ganzem Herzen suchen: und er tat es und war darin glücklich.

Das 2. Buch der Chronik 32

1Nach diesen Dingen und so aufrichtigem Wandel rückte Sennacherib, der König von Assyrien, heran und kam nach Juda und belagerte die festen Städte und wollte sie einnehmen. 2Als nun Ezechias sah, dass Sennacherib heranrückte und sich der ganze Ansturm des Kampfes gegen Jerusalem richte, 3beriet er sich mit den Fürsten und tapfersten Männern, ob sie nicht die Quellen, die außerhalb der Stadt waren, verstopfen sollten, und da alle einmütig sich dafür erklärten, 4sammelte er zahlreiches Volk, und sie verstopften alle Quellen und den Bach, der mitten durch das Land floß, indem sie sprachen: Die Könige der Assyrer sollen, wenn sie kommen, nicht viel Wasser finden. 5Auch baute er mit großem Eifer die ganze Mauer, welche verfallen war, und errichtete Türme darauf und eine zweite Außenmauer und stellte den Mello in der Stadt Davids her und fertigte alle Arten von Waffen und Schilden. 6Sodann bestellte er Kriegsobersten im Heere, diese versammelte er insgesamt auf dem Platze am Tore der Stadt und redete ihnen zu Herzen und sprach: 7Zeiget euch als Männer und seid tapfer! Fürchtet euch nicht und zaget nicht vor dem Könige der Assyrer und vor der ganzen Menge, die bei ihm ist; denn viel mehr sind mit uns, als mit ihm. 8Denn mit ihm ist ein Arm von Fleisch, mit uns aber der Herr, unser Gott, der unser Helfer ist und für uns kämpft. Durch solche Worte des Ezechias, des Königs von Juda, ward das Volk ermutigt. 9Hierauf sandte Sennacherib, der König von Assyrien, seine Diener nach Jerusalem (denn er selbst lag mit dem ganzen Heere vor Lachis) zu Ezechias, dem Könige von Juda, und zu dem ganzen Volke, das in der Stadt war, und ließ ihm sagen: 10So spricht Sennacherib, der König von Assyrien: Worauf setzt ihr euer Vertrauen, dass ihr euch in Jerusalem belagern lasset? 11Täuscht euch Ezechias, um euch durch Hunger und Durst dem Tode preiszugeben, indem er behauptet, der Herr, euer Gott, werde euch aus der Hand des Königs von Assyrien befreien? 12Ist das nicht eben der Ezechias, der die Höhen und Altäre desselben zerstört und an Juda und Jerusalem den Befehl hat ergehen lassen: Vor einem Altare betet an und auf ihm verbrennet das Räucherwerk? 13Wisset ihr nicht, was ich und meine Väter allen Völkern der Länder getan? Haben etwa die Götter der Völker und alle Länder vermocht, ihr Land vor meiner Hand zu erretten? 14Welcher war unter allen Göttern der Völker, die meine Väter vertilgt haben, der vermocht hätte, sein Volk aus meiner Hand zu retten, dass auch euer Gott euch aus dieser Hand sollte retten können? 15So lasset euch denn nicht von Ezechias betören, noch mit eitlen Worten bereden und berücken und glaubet ihm nicht! Denn wenn kein Gott unter allen Völkern und Reichen sein Volk vor meiner Hand und vor der Hand meiner Väter zu retten vermochte, so wird folglich auch euer Gott euch nicht vor meiner Hand zu retten vermögen. 16Noch vieles andere redeten seine Diener wider Gott, den Herrn, und wider seinen Diener Ezechias. 17Auch schrieb er Briefe voll der Lästerung wider den Herrn, den Gott Israels, und sagte wider ihn: Wie die Götter der übrigen Völker ihr Volk nicht aus meiner Hand befreien konnten, so wird auch der Gott des Ezechias sein Volk nicht vor dieser Hand zu retten vermögen. 18Dazu rief er mit lauter Stimme in jüdischer Sprache dem Volke, das auf der Mauer von Jerusalem war, zu, um sie in Schrecken zu setzen und die Stadt einzunehmen. 19Und er redete gegen den Gott Jerusalems so wie gegen die Götter der Völker der Erde, welche Gebilde von Menschenhänden sind. 20Da beteten der König Ezechias und Isaias, der Sohn des Amos, der Prophet, gegen diese Lästerung und riefen zum Himmel. 21Und der Herr sandte einen Engel, dieser erschlug alle starken Männer und alle Krieger und Heerführer des Königs von Assyrien und jener kehrte mit Schmach bedeckt in sein Land zurück. Als er nun in das Haus seines Gottes ging, töteten ihn die Söhne, die aus seinen Lenden hervorgegangen waren, mit dem Schwerte. 22So rettete der Herr Ezechias und die Einwohner Jerusalems aus der Hand Sennacheribs, des Königs von Assyrien, und aus der Hand aller und gewährte ihnen ringsum Ruhe. 23Und viele brachten dem Herrn in Jerusalem Gaben und Opfer und Ezechias, dem Könige von Juda, Geschenke, und dieser ward hiernach erhöht in den Augen aller Völker. 24In jenen Tagen ward Ezechias tödlich krank und er betete zu dem Herrn und dieser erhörte ihn und gab ihm ein Zeichen. 25Jener aber vergalt die Wohltaten, die er empfangen, nicht, denn sein Herz überhob sich in Stolz; da zürnte der Herr über ihn und über Juda und Jerusalem. 26Darnach demütigte er sich, dass sein Herz sich in Stolz überhoben hatte, sowohl er als die Bewohner Jerusalems; deswegen kam das Zorngericht des Herrn nicht über sie, so lange Ezechias lebte. 27Ezechias aber war reich und hochberühmt und er sammelte sich viele Schätze an Silber und Gold und kostbaren Steinen, Spezereien und Waffen allerlei Art und Gefäßen großen Wertes. 28Auch legte er Vorratshäuser für Getreide, Wein und Öl und Ställe für allerlei Vieh und Hürden für Herden 29und baute sich Städte; denn er hatte unzählbar viele Schaf- und Rinderherden, da ihm der Herr einen überaus großen Besitz verliehen hatte. 30Ezechias ist es auch, der die obere Quelle der Wasser von Gihon verschloss und sie an der Westseite der Davidsstadt hinunterleitete. In allen seinen Unternehmungen, die er beschloss, war er glücklich. 31Indes bei der Gesandtschaft der Fürsten von Babylon, die zu ihm sandten, um ihn über das Wunder zu befragen, das im Lande geschehen war, ließ ihn Gott in Versuchung fallen, damit alles kund würde, was in seinem Herzen war. 32Doch die übrige Geschichte des Ezechias und seine Erbarmungen sind in dem Gesichte Isaias, des Sohnes Amos, des Propheten, und in dem Buche der Könige von Juda und Israel beschrieben. 33Und Ezechias entschlief zu seinen Vätern und man begrub ihn im obern Teile der Gräber der Söhne Davids, und ganz Juda und alle Bewohner Jerusalems feierten seine Bestattung; sein Sohn Manasses ward König an seiner Statt.

Das 2. Buch der Chronik 33

1Zwölf Jahre war Manasses alt, als er König ward, und fünfundzwanzig Jahre herrschte er in Jerusalem. 2Er tat aber, was vor dem Herrn böse war, gemäß den Greueln der Völker, welche der Herr vor den Söhnen Israels vertilgt hatte, 3und er baute die Höhen wieder auf, welche sein Vater Ezechias niedergerissen hatte, und errichtete den Baalen Altäre und machte Haine und betete das gesamte Himmelsheer an und diente demselben. 4Auch erbaute er Altäre im Hause des Herrn, von welchem der Herr gesprochen hatte: In Jerusalem soll mein Name auf ewig wohnen. 5Er baute sie aber für das ganze Himmelsheer in beiden Vorhöfen des Hauses des Herrn. 6Und er ließ seine Söhne im Tale Benennom durch das Feuer gehen; er gab acht auf Träume, beobachtete den Vogelflug, trieb Wahrsagerei und hatte Zauberer und Beschwörer bei sich und tat viel Böses vor dem Herrn, so dass er ihn zum Zorne reizte. 7Auch setzte er ein geschnitztes und gegossenes Bild in das Haus Gottes, von welchem Gott zu David und zu dessen Sohne Salomon gesprochen hatte: In diesem Haus und in Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe, will ich meinen Namen auf ewig wohnen lassen. 8Und ich will den Fuß Israels nicht mehr aus dem Lande weichen lassen, welches ich ihren Vätern gegeben habe; wenn sie anders beobachten, was ich ihnen durch Moses geboten habe, das ganze Gesetz und die Satzungen und die Rechte. 9Und Manasses verführte Juda und die Bewohner von Jerusalem, Böses zu tun, ärger als alle Völker, welche der Herr vor den Söhnen Israels vertilgt hatte. 10Und der Herr redete zu ihm und zu seinem Volke, doch sie wollten nicht hören. 11Darum ließ Gott die Heerführer des Königs von Assyrien über sie kommen, diese nahmen Manasses gefangen und führten ihn in Ketten und Banden nach Babylon. 12Als er so bedrängt war, betete er zu dem Herrn, seinem Gott, und tat vor dem Gott seiner Väter strenge Buße. 13Und er beschwor ihn und flehte inständig und Gott erhörte sein Gebet und führte ihn nach Jerusalem in sein Reich zurück. Da erkannte Manasses, dass der Herr Gott ist. 14Darnach baute er die äußere Mauer der Davidsstadt, gegen Westen vom Gihon im Tale, wo der Eingang durch das Fischtor ist, rings herum bis nach Ophel, und machte sie sehr hoch und setzte Heerführer in alle festen Städte Judas. 15Sodann schaffte er die fremden Götter und das Schnitzbild aus dem Hause des Herrn hinweg, sowie die Altäre, die er auf dem Berge des Hauses des Herrn und zu Jerusalem erbaut hatte, und warf alles aus der Stadt hinaus. 16Weiter stellte er den Altar des Herrn wieder her und brachte darauf Schlachtopfer, Friedopfer und Lobopfer dar und befahl Juda, dem Herrn, dem Gott Israels, zu dienen. 17Indessen opferte das Volk dem Herrn, seinem Gott, noch auf den Höhen. 18Die übrige Geschichte Manasses aber und sein Gebet zu seinem Gott, auch die Worte der Seher, die zu ihm im Namen des Herrn, des Gottes Israels, geredet haben, sind in der Geschichte der Könige von Israel enthalten. 19Auch ist sein Gebet und wie er erhört ward, und alle seine Sünden und Frevel, wie die Orte, an welchen er Höhen erbaute und Haine und Bildsäulen errichtete, ehe er Buße tat, in den Reden Hozais geschrieben. 20Manasses also entschlief zu seinen Vätern und man begrub ihn in seinem Hause, sein Sohn Amon ward König an seiner Statt. 21Zweiundzwanzig Jahre war Amon alt, als er König ward, und zwei Jahre herrschte er in Jerusalem. 22Er tat, was vor dem Angesichte des Herrn böse war, wie sein Vater Manasses getan hatte; allen Götzen, welche Manasses hatte machen lassen, brachte er Opfer dar und diente er. 23Das Angesicht des Herrn aber fürchtete er nicht, wie Manasses, sein Vater, es gefürchtet, sondern sündigte noch viel schwerer. 24Da verschworen sich seine Diener wider ihn und töteten ihn in seinem Hause. 25Die übrige Menge des Volkes aber erschlug die, welche Amon getötet hatten, und machte an seiner Statt seinen Sohn Josias zum Könige.

Neues Testament

Apostelgeschichte 8

1Es erhob sich aber an jenem Tage eine große Verfolgung gegen die Kirche zu Jerusalem, und alle zerstreuten sich in die Gegenden von Judäa und Samaria, die Apostel ausgenommen. 2Den Stephanus aber bestatteten gottesfürchtige Männer, und hielten eine große Klage über ihn. 3Saulus aber verwüstete die Kirche, indem er in die Häuser eindrang, und Männer und Weiber fortschleppte, und sie ins Gefängnis lieferte. 4Diejenigen nun, welche sich zerstreut hatten, zogen umher, und verkündigten die frohe Botschaft des Wortes Gottes. 5Philippus aber zog hinab in die Hauptstadt Samaria´s, und predigte ihnen Christus. 6Und das Volk achtete einmütig auf das, was Philippus sagte, da es die Zeichen hörte und sah, die er tat. 7Denn von vielen, welche unreine Geister hatten, fuhren dieselben unter lautem Geschrei aus. Und viele Gichtbrüchige und Lahme wurden geheilt. 8Es entstand also eine große Freude in jener Stadt. 9Es war aber ein Mann da mit Namen Simon, der zuvor in der Stadt Zauberei getrieben und das Volk von Samaria irre geführt hatte, indem er vorgab, er sei etwas Großes. 10Alle hingen ihm an vom Kleinsten bis zum Größten, indem sie sagten: Dieser ist die Kraft Gottes, welche die große heißt. 11Sie achteten aber auf ihn, weil er sie lange Zeit mit seinen Zauberkünsten betört hatte. 12Als sie aber den Philippus glaubten, der ihnen die frohe Botschaft vom Reiche Gottes verkündigte, ließen sich Männer und Frauen taufen im Namen Jesu Christi. 13Da glaubte auch Simon selbst, ließ sich taufen, und hielt sich zu Philippus; und da er Zeichen und sehr große Wunder geschehen sah, staunte er und verwunderte sich. 14Als aber die Apostel, die in Jerusalem waren, hörten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen habe, sandten sie den Petrus und Johannes zu ihnen. 15Da diese gekommen waren, beteten sie für dieselben, dass sie den heiligen Geist empfangen möchten; 16denn er war noch über keinen von ihnen gekommen, sondern sie waren nur im Namen des Herrn getauft worden. 17Darauf legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist. 18Als aber Simon sah, dass durch die Auflegung der Hände der Apostel der Heilige Geist verliehen werde, bot er ihnen Geld an, 19indem er sprach: Gebet auch mir diese Gewalt, dass jeder, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfange. Petrus aber sprach zu ihm: 20Dein Geld sei mit dir in´s Verderben, weil du meintest, die Gnade Gottes werde um Geld erworben. 21Du hast keinen Anteil noch Erbe an dieser Lehre; denn dein Herz ist nicht gerade vor Gott. 22Bekehre dich also von dieser deiner Bosheit, und bitte Gott, ob dir vielleicht dieser Gedanke deines Herzens vergeben werde. 23Denn ich sehe, dass du in der Galle der Bitterkeit und in der Fessel der Ruchlosigkeit bist. 24Simon aber antwortete, und sprach: Bittet ihr den Herrn für mich, dass nichts von dem, was ihr gesagt habet, über mich komme! 25Nachdem nun diese Zeugnis gegeben und das Wort des Herrn geredet hatten, kehrten sie nach Jerusalem zurück, und verkündeten in vielen Gegenden der Samariter die frohe Botschaft. 26Ein Engel des Herrn aber redete zu Philippus, und sprach: Mache dich auf, und gehe gegen Mittag auf den Weg, der von Jerusalem nach Gaza hinabführt. Es ist der öde Weg. 27Da machte er sich auf, und ging. Und siehe, ein Mann aus Äthiopien, ein Kämmerer, ein Gewalthaber der Kandace, der Königin von Äthiopien, der über alle ihre Schätze gesetzt war, war nach Jerusalem gekommen, um anzubeten. 28und kehrte nun zurück, auf seinem Wagen sitzend, und las den Propheten Isaias. 29Der Geist aber sprach zu Philippus: Gehe hinzu, und halte dich zu diesem Wagen! 30Da lief Philippus hinzu, und hörte ihn den Propheten Isaias lesen, und sprach: Verstehst du wohl, was du liesest? 31Er sagte: Wie kann ich es, wenn mich niemand anleitet? Und er bat den Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen. 32Die Stelle der Schrift aber, die er las, war diese: „Wie ein Schaf ward er zur Schlachtbank geführt; und wie ein Lamm, das vor seinem Scherer stumm ist, so tat er seinen Mund nicht auf. 33In seiner Erniedrigung ward sein Gericht aufgehoben. Sein Geschlecht aber wer wird es beschreiben? Denn sein Leben wird von der Erde hinweggenommen werden.“ 34Es hob aber der Kämmerer an, und sprach zu Philippus: ich bitte dich, von wem sagt der Prophet dieses? Von sich selbst oder von einem anderen? 35Da tat Philippus seinen Mund auf, und verkündigte ihm, von dieser Schriftstelle anfangend, die frohe Botschaft von Jesus. 36Und als sie auf dem Wege fortzogen, kamen sie an ein Wasser, und der Kämmerer sprach: Siehe, da ist Wasser! Was hindert, dass ich getauft werde? 37Philippus aber sprach: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so kann es geschehen. Er antwortete, und sprach: Ich glaube, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist. 38Da ließ er den Wagen halten; und sie stiegen beide hinab in das Wasser, Philippus und der Kämmerer; und er taufte ihn. 39Als sie aber aus dem Wasser heraufgestiegen waren, entrückte der Geist des Herrn den Philippus und der Kämmerer sah ihn nicht mehr. Er setzte aber seinen Weg fort, voll Freuden. 40Philippus aber ward in Azot gefunden. Und er zog durch das Land, und verkündigte das Evangelium allen Städten, bis er nach Cäsarea kam.