Bibel in einem Jahr · Tag 130 von 365

2 Chr 14–16 · Apg 4

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Das 2. Buch der Chronik 14

1Und Abia entschlief zu seinen Vätern, man begrub ihn in der Davidsstadt und sein Sohn Asa ward König an seiner Statt; zu dessen Zeit hatte das Land zehn Jahre Ruhe. 2Asa aber tat, was in den Augen seines Gottes gut und wohlgefällig war, und stürzte die Altäre des fremden Götzendienstes um und die Höhen 3und zerbrach die Bildsäulen und hieb die Haine um 4und befahl Juda, den Herrn, den Gott ihrer Väter, zu suchen und das Gesetz und alle Gebote zu beobachten. 5Und er schaffte aus allen Städten Judas die Altäre und die Götzentempel hinweg und herrschte in Frieden. 6Auch baute er feste Städte in Juda, denn er hatte Ruhe und es entstanden keine Kriege zu seiner Zeit, da der Herr Frieden gab. 7Und er sprach zu Juda: Wir wollen diese Städte bauen und mit Mauern umgeben und mit Türmen und Toren und Riegeln befestigen, so lange alles vom Kriege frei sich der Ruhe erfreut; denn weil wir den Herrn, den Gott unserer Väter, suchten, hat er uns ringsum Frieden gegeben. So bauten sie denn und stießen auf kein Hindernis bei dem Baue. 8Asa aber hatte in seinem Heere solche, die Schild und Speer trugen, aus Juda dreimalhunderttausend, und aus Benjamin solche, die Schild und Bogen führten, zweimalhundertachtzigtausend, insgesamt tapfere Männer. 9Da zog Zara, der Äthiopier, wider sie aus mit seinem Heer von zehnmalhunderttausend Mann und dreihundert Wagen und kam bis nach Maresa. 10Asa aber zog ihm entgegen und stellte sich in Schlachtordnung im Tale Sephata, bei Maresa, auf. 11Und Asa rief zu Gott, dem Herrn, und sprach: Herr! bei dir ist kein Unterschied, ob du mit wenigen helfest oder mit vielen; hilf uns Herr, unser Gott! denn im Vertrauen auf dich und auf deinen Namen sind wie wider diese Menge herangezogen. Herr! du bist unser Gott, lass nicht einen Menschen etwas wider dich vermögen! 12Da ließ der Herr auf die Äthiopier Schrecken fallen vor Asa und Juda und die Äthiopier flohen. 13Und Asa setzte ihnen mit dem Kriegsvolk, das er bei sich hatte, bis Gerara nach; so erlitten die Äthiopier eine völlige Niederlage, denn da der Herr sie schlug und sein Heer stritt, wurden jene vernichtet. So trugen sie denn viele Beute davon 14und schlugen alle Städte rings um Gerara, denn ein großer Schrecken war auf alle gefallen; und sie plünderten die Städte und trugen große Beute davon. 15Auch die Schafhürden zerstörten sie und führten unzählbar viel Vieh und Kamele weg und kehrten nach Jerusalem zurück.

Das 2. Buch der Chronik 15

1Auf Azarias aber, den Sohn Odeds, kam der Geist Gottes 2und er trat Asa entgegen und sprach zu ihm: Höret mich, Asa, und ihr, ganz Juda und Benjamin! Der Herr war mit euch, weil ihr mit ihm waret. Wenn ihr ihn sucht, so werdet ihr ihn finden, wenn ihr ihn aber verlasset, so wird er euch verlassen. 3Viele Tage aber werden in Israel vergehen ohne den wahren Gott und ohne lehrende Priester und ohne das Gesetz. 4Und wenn sie in ihrer Bedrängnis sich wieder zu dem Herrn, dem Gott Israels, wenden und ihn suchen, werden sie ihn finden. 5In jener Zeit wird der, der aus- und einzieht, keinen Frieden haben, sondern Schrecknisse werden überall über alle Bewohner der Länder kommen; 6denn ein Volk wird gegen das andere kämpfen und eine Stadt gegen die andere, weil der Herr sie mit aller Art von Bedrängnis verwirren wird. 7Ihr aber seid stark und lasset eure Hände nicht schlaff werden, denn euer Tun wird seinen Lohn finden. 8Als Asa diese Worte und die Weissagung Azarias, des Sohnes Odeds, des Propheten, hörte, fasste er Mut und schaffte die Götzen aus dem ganzen Lande Juda und aus Benjamin und aus den Städten weg, welche er vom Gebirge Ephraim eingenommen hatte, und weihte den Altar des Herrn, welcher vor der Halle des Herrn stand. 9Sodann versammelte er ganz Juda und Benjamin und mit ihnen die Angesessenen aus Ephraim und aus Manasse und aus Simeon; denn es waren zu ihm viele aus Israel geflohen, da sie sahen, dass der Herr, sein Gott, mit ihm war. 10Diese kamen im dritten Monat, im fünfzehnten Jahre der Herrschaft Asas, nach Jerusalem 11und opferten dem Herrn an diesem Tage von der Beute und dem Kriegsgewinne, den sie mitgebracht, siebenhundert Rinder und siebentausend Widder. 12Und er ging hinein, nach Gewohnheit den Bund zu befestigen, dass sie den Herrn, den Gott ihrer Väter, aus ganzem Herzen und aus ganzer Seele suchen sollten. 13Wer aber, sprach er, den Herrn, den Gott Israels, nicht sucht, der soll sterben, klein oder groß, Mann oder Weib! 14Und es schworen dem Herrn mit lautem Jubelgeschrei, mit Trompetenschall und Posaunenklang 15alle, die in Juda waren, und sprachen Beteuerungen aus; denn aus ganzem Herzen schworen sie und mit ganzem Willen suchten sie ihn und fanden ihn; und der Herr gab ihnen Ruhe ringsumher. 16Auch setzte er Maacha, die Mutter des Königs Asa, von ihrer großen Herrschaft ab, weil sie im Haine ein Bild des Priapus gemacht hatte, und er zerschlug und zertrümmerte es und verbrannte es am Bache Cedron. 17Die Höhen aber wurden in Israel nicht abgetan; doch war das Herz Asas ungeteilt, so lange er lebte. 18Und was sein Vater und er selbst gelobt, das brachte er in das Haus des Herrn, Silber und Gold und allerlei Gerätschaften. 19Und es war kein Krieg bis zum fünfunddreißigsten Jahre der Herrschaft Asas.

Das 2. Buch der Chronik 16

1Im sechsunddreißigsten Jahre seiner Herrschaft aber zog Baasa, der König von Israel, gegen Juda heran und begann eine Mauer um Rama zu bauen, auf dass niemand aus dem Reiche Asas ungefährdet aus- und eingehen könnte. 2Da nahm Asa Silber und Gold aus den Schatzkammern des Hauses des Herrn und aus den Schatzkammern des Königs und sandte es an Benadad, den König von Syrien, der in Damaskus wohnte, und ließ ihm sagen: 3Es besteht ein Bund zwischen mir und dir, auch war zwischen meinem Vater und deinem Vater Eintracht; darum sende ich dir Silber und Gold, dass du das Bündnis, welches du mit Baasa, dem Könige von Israel, hast, lösest und machest, dass er von mir abziehe. 4Als Benadad dies erfuhr, sandte er seine Heerführer gegen die Städte Israels; und sie schlugen Ahion und Dan und Abelmaim und alle ummauerten Städte von Nephthali. 5Da Baasa dies hörte, ließ er von dem Baue Ramas ab und stellte sein Unternehmen ein. 6Dann rief der König Asa ganz Juda auf und sie trugen die Steine von Rama weg und das Holz, welches Baasa zum Baue vorbereitet hatte; baute er damit Gabaa und Maspha. 7Zu jener Zeit kam der Prophet Hanani zu Asa, dem Könige von Juda, und sprach zu ihm: Weil du dein Vertrauen auf den König von Syrien und nicht auf den Herrn, deinen Gott, gesetzt hast, darum ist das Heer des Königs von Syrien deiner Hand entkommen. 8Waren nicht die Äthiopier und Libyer viel zahlreicher an Wagen und Reitern und großer Stärke und gab sie der Herr, da du ihm vertrautest, nicht in deine Hand? 9Denn die Augen des Herrn schauen über die ganze Erde hin und geben denen Kraft, die mit ungeteiltem Herzen auf ihn vertrauen. Darum hast du töricht gehandelt und deswegen werden von nun an Kriege sich wider dich erheben. 10Da ward Asa über den Seher zornig und befahl, ihn in das Gefängnis zu werfen; denn er war sehr erzürnt darüber und tötete zu jener Zeit viele aus dem Volke. 11Die Taten Asas aber, die früheren und die späteren, sind im Buche der Könige von Juda und Israel aufgeschrieben. 12Und Asa ward im neununddreißigsten Jahre seiner Herrschaft an heftigem Fußschmerz krank, aber auch in seiner Krankheit suchte er den Herrn nicht, sondern vertraute mehr auf die Kunst der Ärzte. 13Und er entschlief zu seinen Vätern und starb im einundvierzigsten Jahre seiner Herrschaft. 14Da begruben sie ihn in seinem Grabe, welches er sich in der Davidsstadt hatte aushauen lassen. Und sie legten ihn auf sein Bett, das mit Spezereien und kostbaren Salben bedeckt war, die von Salbenmischern kunstgerecht bereitet waren, und verbrannten sie über ihm mit sehr großem Gepränge.

Neues Testament

Apostelgeschichte 4

1Da sie aber zu dem Volke redeten, kamen die Priester und der Tempelhauptmann und die Sadducäer dazu, 2die unwillig waren, dass sie das Volk lehrten, und in Jesus die Auferstehung von den Toten verkündigten. 3Und sie legten Hand an sie, und brachten sie in Gewahrsam bis zum anderen Tage, denn es war schon Abend. 4Viele aber von denen, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig, und die Anzahl der Männer war fünftausend. 5Es geschah aber am andern Tage, dass sich ihre Vorsteher und Ältesten, und die Schriftgelehrten zu Jerusalem versammelten; 6auch Annas, der Hohepriester, und Kaiphas, Johannes und Alexander, und alle, die aus priesterlichem Geschlechte waren. 7Und sie stellten sie in die Mitte, und fragten: Aus welcher Macht, oder in welchem Namen habt ihr dies getan? 8Da ward Petrus vom heiligen Geiste erfüllt, und sprach zu ihnen: Ihr Vorsteher des Volkes und ihr Ältesten höret! 9Wenn wir heute vor Gericht gezogen werden wegen einer diesem kranken Menschen erwiesenen Wohltat, durch die er geheilt worden ist, 10so sei euch allen und dem ganzen Volke Israel kund: Im Namen unsers Herrn Jesus Christus, des Nazareners, den ihr gekreuziget, den Gott aber von den Toten auferwecket hat, durch diesen steht dieser gesund vor euch. 11Er ist jener von euch Bauleuten verworfene Stein, der zum Eckstein geworden ist, 12und es ist in keinem andern Heil; denn kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, durch den wir selig werden sollten. 13Da sie nun die Standhaftigkeit des Petrus und Johannes sahen, und inne wurden, dass sie ungelehrte und gewöhnliche Leute seien, verwunderten sie sich, und erkannten jetzt auch, dass sie mit Jesus gewesen waren. 14Und da sie auch den Menschen, der geheilt worden war, bei ihnen stehen sahen, konnten sie nichts dagegen sagen. 15Sie befahlen ihnen aber, aus der Versammlung abzutreten, und berieten sich untereinander. 16indem sie sprachen: Was sollen wir mit diesen Leuten machen? Denn es ist doch ein Wunder durch sie geschehen, das allen Bewohnern von Jerusalem bekannt ist, es ist offenkundig, und wir können es nicht leugnen. 17Damit es jedoch nicht noch weiterhin unter das Volk verbreitet werde, wollen wir sie scharf bedrohen, nicht mehr in diesem Namen zu irgendeinem Menschen zu reden. 18Sie riefen sie hinein, und geboten ihnen, durchaus nicht mehr zu reden und zu lehren im Namen Jesu. 19Petrus aber und Johannes antworteten, und sprachen zu ihnen: Ob es recht ist vor Gottes Angesicht, euch mehr zu gehorchen als Gott, das urteilet selbst. 20Denn wir können nicht unterlassen das zu verkünden, was wir gesehen und gehört haben. 21Jene aber drohten ihnen, und entließen sie, da sie keine Mittel fanden, dieselben zu strafen, wegen des Volkes, weil alle das, was geschehen war, priesen. 22Denn der Mann, an dem dieses Wunder der Heilung geschehen, war über vierzig Jahre alt. 23Als sie nun freigelassen waren, kamen sie zu den Ihrigen, und verkündigten ihnen alles, was die Hohenpriester und Ältesten zu ihnen gesagt hatten. 24Da diese es hörten, erhoben sie einmütig ihre Stimme zu Gott, und sprachen: Herr! du bist es, der den Himmel und die Erde, das Meer und alles, was in ihnen ist, gemacht hat, 25der durch den Heiligen Geist aus dem Munde unseres Vaters David, deines Knechtes, gesprochen: Warum toben die Heiden, und sinnen die Völker Eitles? 26Es stehen auf die Könige der Erde, und die Fürsten kommen zusammen wider den Herrn und wider seinen Gesalbten. 27Denn es sind in Wahrheit in dieser Stadt wider deinen heiligen Sohn Jesus, den du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus, mit Heiden und den Stämmen Israels verbunden, zusammengekommen, 28um zu tun, was deine Hand und dein Ratschluß festgesetzt hatte, dass geschehen sollte. 29Und nun, o Herr! siehe herab auf ihre Drohungen, und gib deinen Dienern, dass sie mit allem Freimut dein Wort reden, 30indem du deine Hand zu Heilungen ausstreckest, und dass Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Sohnes Jesus. 31Als sie gebetet hatten, ward die Stätte, wo sie versammelt waren, erschüttere, und sie wurden alle mit dem Heiligen Geiste erfüllt, und redeten das Wort Gottes mit Zuversicht. 32Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; und keiner sagte, dass etwas von dem, was er besaß, sein eigen sei, sondern sie hatten alles miteinander gemein. 33Und mit großer Kraft gaben die Apostel Zeugnis von der Auferstehung Jesu Christi unsers Herrn; und große Gnade war in ihnen allen. 34Denn es war kein Dürftiger unter ihnen; alle diejenigen nämlich, welche Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften dieselben, und brachten den Erlös des Verkauften herbei, 35und legten ihn zu den Füßen der Apostel. Es wurde aber einem jeden zugeteilt, so viel er bedurfte. 36Joseph aber, der von den Aposteln den Zunamen Barnabas erhielt (das ist Sohn der Tröstung), ein Levit, aus Cypern gebürtig, 37verkaufte einen Acker, den er besaß, und brachte das Geld und legte es zu den Füßen der Apostel nieder.