Bibel in einem Jahr · Tag 126 von 365

2 Chr 2–4 · Apg 1

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Das 2. Buch der Chronik 2

1Salomon beschloß nun, das Haus dem Namen des Herrn und einen Palast für sich zu bauen. 2Und er zählte siebzigtausend als Lastträger ab und achtzigtausend, um im Gebirge Steine zu brechen, und als Vorsteher über sie dreitausendsechshundert. 3Sodann sandte er zu Hiram, dem Könige von Tyrus, und ließ ihm sagen: Was du meinem Vater David getan, dass du ihm Zedernholz sandtest, sich ein Haus zu bauen, in dem er auch wohnte, 4das tue auch mir, damit ich dem Namen des Herrn, meines Gottes, ein Haus baue und es einweihe, dass man das Räucherwerk vor ihm verbrenne und Wohlgerüche darbringe und Schaubrote immerdar auflege und Brandopfer morgens und Abends und an den Sabbaten und Neumonden und den Festtagen des Herrn, unseres Gottes, die Israel geboten sind, auf immer. 5Denn es ist ein großes Haus, das ich bauen will; denn unser Gott ist größer als alle Götter. 6Wer wird also imstande sein können, ein Haus zu bauen, das seiner würdig wäre? Wenn der Himmel und die Himmel der Himmel ihn nicht fassen können, was bin ich, dass ich ihm ein Haus bauen könnte? Es sei denn einzig dazu, dass man vor ihm Räucherwerk anzünde. 7Darum sende mir einen erfahrenen Mann, der Arbeiten in Gold und Silber, Erz und Eisen, Purpur, Scharlach und Himmelblau zu fertigen weiß und der kundig ist, Schnitzwerk auszuführen, im Verein mit den Künstlern, welche ich in Judäa und Jerusalem bei mir habe und welche mein Vater David bestellt hat. 8Sende mir auch Zedernholz, Tannen- und Fichtenholz vom Libanon; denn ich weiß, dass deine Knechte die Bäume auf dem Libanon zu fällen wissen, und meine Knechte sollen mit deinen Knechten sein, 9dass man mir Holz in großer Menge zurüste; denn es ist ein sehr großes und herrliches Haus, das ich bauen will. 10Dabei will ich den Arbeitern, deinen Knechten, die das Holz fällen werden, zum Unterhalte zwanzigtausend Kor Weizen und ebensoviele Kor Gerste und zwanzigtausend Metreten Wein und zwanzigtausend Sat Öl geben. 11da antwortete Hiram, der König von Tyrus, durch einen Brief, den er an Salomon sandte: Weil der Herr sein Volk liebt, darum hat er dich zum Könige über dasselbe gesetzt. 12Und weiter sprach er: Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, der Himmel und Erde gemacht, welcher dem Könige David einen weisen, erfahrenen, einsichtigen und klugen Sohn gegeben hat, dass er dem Herrn ein Haus baue und sich einen Palast. 13Ich sende dir also einen klugen und sehr einsichtigen Mann, Hiram, meinen Vater, 14den Sohn einer Frau von den Töchtern Dans, dessen Vater ein Tyrier war, der es versteht, zu arbeiten in Gold, in Silber, in Erz, Eisen, Marmor und Holz, sowie auch in rotem und blauem Byssus und Scharlach; der jede Art von Schnitzwerk zu fertigen weiß und alles, was zum Werke nötig, kunstreich zu ersinnen versteht, zusammen mit deinen Künstlern und den Künstlern meines Herrn, deines Vaters David. 15So sende deinen Knechten, was du, Herr, versprochen hast, Weizen und Gerste, und Öl und Wein. 16Wir aber werden auf dem Libanon Holz fällen, soviel du nötig hast, und es in Flößen auf dem Meere nach Joppe bringen, deine Sache aber wird es sein, dasselbe nach Jerusalem zu schaffen. 17Da zählte Salomon alle Fremdlinge, die im Lande Israel waren, nach der Zählung, welche sein Vater David vorgenommen hatte, und es fanden sich hundertdreiundfünfzigtausendsechshundert. 18Von diesen bestimmte er siebzigtausend zu Lastträgern und achtzigtausend, um Steine im Gebirge zu brechen; und dreitausendsechshundert als Vorsteher über die Arbeiten des Volkes.

Das 2. Buch der Chronik 3

1Da begann Salomon das Haus des Herrn in Jerusalem auf dem Berge Moria zu bauen, der seinem Vater David gezeigt ward, an dem Orte, den David auf der Tenne Ornans, des Jebusiters, zugerichtet hatte. 2Er fing aber im zweiten Monat, im vierten Jahre seiner Herrschaft, zu bauen an. 3Und dies ist die Grundlegung Salomons für den Bau des Hauses Gottes: Die Länge betrug sechzig Ellen nach altem Maße, die Breite zwanzig Ellen. 4Die Halle an der Vorderseite, welche sich in der Länge nach dem Maße der Breite des Hauses hinzog, war zwanzig Ellen lang und hundertundzwanzig Ellen hoch; diese überkleidete er inwendig mit dem lautersten Golde. 5Und das große Haus belegte er mit Brettern von Tannenholz und überkleidete es in seiner ganzen Ausdehnung mit Plättchen von feinem Golde, in die er Palmen und eine Art aneinander anschließender Kettchen grub. 6Auch belegte er den Fußboden des Tempels mit dem kostbarsten Marmor, zu großer Zier. 7Das Gold aber, mit dessen Plättchen er das Haus und seine Balken und Pfosten und Wände und Türen bekleidete, war das gediegenste und er grub Cherubim in die Wände. 8Hierauf machte er das Gebäude des Allerheiligsten, die Länge entsprechend der Breite des Hauses, zwanzig Ellen, und die Breite ebenso zwanzig Ellen; und er bedeckte es mit Goldplatten von etwa sechshundert Talenten. 9Auch die Nägel machte er von Gold, so dass jeder Nagel fünfzig Sekel wog; und auch die Obergemächer überkleidete er mit Gold. 10Ferner machte er im Gebäude des Allerheiligsten zwei Cherubim von Bildhauerarbeit und überzog sie mit Gold. 11Die Flügel der Cherubim breiteten sich zwanzig Ellen weit aus, so dass ein Flügel fünf Ellen hatte und die Wand des Hauses berührte, während der andere Flügel fünf Ellen lang war und den Flügel des andern Cherub berührte. 12Ebenso hatte ein Flügel des andern Cherub fünf Ellen und berührte die Wand, während sein anderer Flügel fünf Ellen lang war und an den Flügel des andern Cherub stieß. 13Die Flügel der beiden Cherubim waren also ausgebreitet und maßen zwanzig Ellen, die Cherubim aber standen aufrecht auf ihren Füßen, mit dem Gesichte nach dem Äußern des Hauses gewendet. 14Ferner machte er den Vorhang von blauem und rotem Purpur, Scharlach und Byssus und wirkte Cherubim hinein. 15Und vor der Türe des Tempels machte er zwei Säulen, welche fünfunddreißig Ellen hoch waren und deren Knäufe fünf Ellen hatten. 16Auch machte er eine Art Kettchen im Spruchorte und brachte sie oben an den Knäufen der Säulen an; sodann machte er hundert Granatäpfel und setzte sie an die Kettchen. 17Und er stellte die Säulen vor den Tempel, eine zur Rechten, die andere zur Linken; die, welche zur Rechten war, nannte er Jachin und die zur Linken Booz.

Das 2. Buch der Chronik 4

1Ferner machte er einen ehernen Altar, zwanzig Ellen lang und zwanzig Ellen breit und zehn Ellen hoch; 2sodann das gegossene Meer, zehn Ellen von einem Rande zum anderen, ringsum gerundet; fünf Ellen war es hoch und eine Schnur von dreißig Ellen lief um seinen Rand. 3Unter demselben waren Rindergestalten und verschiedenes Bildwerk umschloss außen in zwei Reihen, auf je zehn Ellen, den Bauch des Meeres; die Rinder waren gegossen. 4Das Meer selbst stand auf zwölf Rindern, von denen drei nach Norden gewendet waren, drei andere nach Westen, drei andere nach Süden, und die drei letzten nach Osten und das Meer ruhte auf ihnen; die Hinterteile der Rinder aber waren unter dem Meere nach innen zu. 5Die Dicke des Meeres war eine Handbreite und sein Rand war wie der Rand eines Bechers oder einer aufgegangenen Lilie; es fasste dreitausend Metreten. 6Auch machte er zehn Becken und stellte fünf zur Rechten und fünf zur Linken auf, damit alles, was man zum Brandopfer darbringen wollte, darin gewaschen würde; im Meere aber sollten sich die Priester waschen. 7Sodann machte er zehn goldene Leuchter nach der Form, die vorgeschrieben war, und stellte sie im Tempel auf, fünf zur Rechten und fünf zur Linken; 8und ebenso zehn Tische, und setzte sie in den Tempel, fünf zur Rechten und fünf zur Linken; und hundert goldene Schalen. 9Ferner machte er den Vorhof der Priester und den großen Hallenbau und Türen in den Hallenbau und überzog diese mit Erz. 10Und das Meer setzte er auf die rechte Seite gegen Osten, nach Süden zu. 11Hiram aber machte Töpfe und Gabeln und Schalen und vollendete alles, was er für den König im Hause Gottes zu machen hatte, 12nämlich die zwei Säulen mit den Aufsätzen und Knäufen und die netzförmigen Reife, welche die Knäufe über den Aufsätzen bedeckten, 13und die vierhundert Granatäpfel und die zwei netzförmigen Reife, so dass je zwei Reihen Granatäpfel an jedem Reife hingen, um die Aufsätze und Knäufe der Säulen zu bedecken. 14Und er machte die Gestelle und die Becken, welche er auf die Gestelle setzte; 15das eine Meer und zwölf Rinder unter das Meer, 16und die Töpfe und Gabeln und Schalen. Alle Gerätschaften machte Hiram, sein Vater, dem Salomon im Hause des Herrn aus dem feinsten Erze. 17In der Jordanlandschaft ließ sie der König gießen in Lehmerde zwischen Sochot und Saredatha. 18Die Gerätschaften aber waren in unzählbarer Menge, so dass man das Gewicht des Erzes nicht wusste. 19Und Salomon fertigte alle Gerätschaften des Hauses Gottes, den goldenen Altar, die Tische mit den Schaubroten darauf; 20die Leuchter mit ihren Lampen, die vor dem Spruchorte nach Vorschrift leuchten sollten, vom lautersten Gold; 21auch das Blumenwerk, die Lampen und die goldenen Lichtscheeren, alles ward aus dem feinsten Golde gemacht; 22ebenso die Gefäße zum Räuchern und die Rauchfässer und die Schalen und Mörser vom reinsten Golde. Auch machte er die Türen des inneren Tempels, zum Allerheiligsten, mit Schnitzwerk und die äußeren Türen des Tempels von Gold. So war die ganze Arbeit vollendet, welche Salomon im Hause des Herrn schaffte.

Neues Testament

Apostelgeschichte 1

1In der ersten Erzählung, o Theophilus! habe ich von allem gesprochen, was Jesus zu tun und zu lehren anfing 2bis zu dem Tage, an welchem er aufgenommen ward, nachdem er den Aposteln, die er auserwählt hatte, durch den Heiligen Geist seine Aufträge gegeben; 3denen er auch nach seinem Leiden durch viele Beweise als lebend sich zeigte, da er ihnen vierzig Tage hindurch erschien, und vom Reiche Gottes redete. 4Und da er mit ihnen aß, befahl er ihnen, von Jerusalem nicht wegzugehen, sondern auf die Verheißung des Vaters zu warten, die ihr (sprach er) aus meinem Munde gehört habet. 5Denn Johannes zwar taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit dem Heiligen Geiste getauft werden, nach wenigen Tagen. 6Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn, und sprachen: Herr! wirst du wohl in dieser Zeit das Reich Israel wieder herstellen? 7Er aber sprach zu ihnen: Es stehet euch nicht zu, Zeit oder Stunde zu wissen, welche der Vater in seiner Macht festgesetzt hat; 8aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der über euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem, und in ganz Judäa und Samaria, und bis an die Grenzen der Erde. 9Als er dies gesagt hatte, ward er vor ihren Blicken emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, hinweg aus ihren Augen. 10Und als sie zum Himmel emporschauten, während er fortging, siehe, da standen zwei Männer bei ihnen in weißen Gewändern, 11welche sagten: Ihr Männer von Galiläa! was stehet ihr und schauet gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen ist, wird ebenso kommen, wie ihr ihn in den Himmel habt auffahren sehen. 12Hierauf kehrten sie von dem Berge, welcher Ölberg genannt wird, der nahe bei Jerusalem liegt, einen Sabbatweg weit entfernt, wieder nach Jerusalem zurück. 13Und als sie hineingekommen waren, stiegen sie in das Obergemach hinauf, wo sie sich aufzuhalten pflegten, nämlich Petrus und Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, der Eiferer, und Judas, der Bruder des Jakobus. 14Diese alle verharrten einmütig im Gebete samt den Frauen, und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern. 15In diesen Tagen erhob sich Petrus inmitten der Brüder (es war aber eine Schar beisammen, von etwa hundert und zwanzig Personen) und sprach: 16Brüder! Es muss das Schriftwort erfüllt werden, welches der heilige Geist durch den Mund Davids vorhergesagt hat von Judas, welcher denen, die Jesus gefangen nahmen, zum Führer diente, 17der uns beigezählet war und Anteil an diesem Amte erhalten hatte. 18Dieser nun erwarb sich einen Acker von dem Lohne der Ruchlosigkeit, und er erhängte sich, und barst mitten entzwei, und alle seine Eingeweide wurden verschüttet. 19Und es wurde allen Einwohnern von Jerusalem bekannt, so dass jener Acker in ihrer Sprache Hakeldama, das ist Blutacker, genannt wurde. 20Denn es steht im Buche der Psalmen geschrieben: Ihre Wohnstätte stehe verödet, und niemand sei, der darin wohne! Und: Sein Amt erhalte ein anderer. 21Es muss also einer von den Männern, welche mit uns zusammen waren während der ganzen Zeit, da der Herr Jesus unter uns aus und ein ging, 22von der Taufe des Johannes an bis auf den Tag, an welchem er von uns fort aufgenommen worden ist, mit uns Zeuge seiner Auferstehung werden. 23Da stellten sie zwei vor, Joseph, genannt Barsabas, mit dem Zunamen der Gerechte, und Matthias. 24Und sie beteten, und sprachen: Du, o Herr! der du die Herzen aller kennst, zeige an, welchen von diesen beiden du erwählet hast, 25die Stelle dieses Dienstes und Apostelamtes zu empfangen, von welchem Judas abgefallen ist, um hinzugehen an seinen Ort. 26Dann warfen sie das Los über sie, und es fiel das Los auf Matthias, und er ward den elf Aposteln beigezählt.