Bibel in einem Jahr · Tag 123 von 365

1 Chr 22–24 · Joh 20

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Das 1. Buch der Chronik 22

1Und David sprach: Dies ist das Haus Gottes und dies der Altar für das Brandopfer Israels. 2Dann befahl er, alle Fremdlinge im Lande Israel zu versammeln und bestellte aus ihnen Steinhauer, welche Steine brechen und behauen sollten, um das Haus des Herrn zu bauen. 3Auch schaffte David sehr viel Eisen herbei zu den Nägeln an den Toren und zu den Fugen und Klammern, sowie auch so viel Erz, dass es nicht zu wägen war. 4Die Zedernstämme, welche die Sidonier und Tyrier zu David brachten, waren nicht zu zählen. 5Und David sprach: Mein Sohn Salomon ist noch jung und zart; aber das Haus, das ich dem Herrn gebaut sehen will, muss so sein, dass es in allen Ländern gerühmt wird; darum will ich ihm zurüsten, was nötig ist. Deshalb hinterlegte er vor seinem Tode alle Kosten. 6Sodann berief er seinen Sohn Salomon und befahl ihm, dem Herrn, dem Gott Israels, ein Haus zu bauen. 7Und David sprach zu Salomon: Mein Sohn! Es war mein Wille, dem Namen des Herrn, meines Gottes, ein Haus zu bauen; 8aber es erging an mich das Wort des Herrn also: Du hast viel Blut vergossen und sehr viele Kriege geführt; du darfst meinem Namen kein Haus bauen, weil du so viel Blut vor mir vergossen hast. 9Der Sohn, welcher dir geboren werden soll, wird ein Mann der vollsten Ruhe sein; denn ich will ihm Ruhe schaffen vor allen seinen Feinden ringsum; und darum soll er Friedreich heißen und ich werde Israel Friede und Ruhe verleihen alle Tage seines Lebens hindurch. 10Er soll meinem Namen ein Haus bauen und er wird mir Sohn und ich werde ihm Vater sein; und ich werde den Thron seines Reiches über Israel auf immerdar fest gründen. 11Nun also, mein Sohn, sei der Herr mit dir, sei glücklich und baue dem Herrn, deinem Gott, ein Haus, wie er von dir gesprochen hat. 12Und der Herr gebe dir Klugheit und Verstand, dass du Israel beherrschen und das Gesetz des Herrn, deines Gottes, beobachten könnest; 13denn alsdann wirst du glücklich zu sein vermögen, wenn du die Gebote und Rechte hältst, welche der Herr Moses befohlen hat, Israel zu lehren; sei stark und handle wacker, fürchte dich nicht und zage nicht! 14Siehe, ich habe in meiner Armut das, was für das Haus des Herrn notwendig ist, hinterlegt, an Gold hunderttausend Talente und an Silber tausendmaltausend Talente, dazu so viel Erz und Eisen, dass es nicht zu wägen ist, denn es ist so viel, dass es nicht gezählt werden kann; auch habe ich Holz und Steine zu jedem Bedarfe vorbereitet. 15Zudem stehen dir Werkleute in Menge zur Verfügung, Steinhauer, Maurer und Zimmerleute und Künstler, die allerlei Kunstwerk zu fertigen verstehen 16in Gold und Silber und Erz und Eisen, das in zahlloser Menge da ist. Darum wohlan, mache dich ans Werk und der Herr wird mit dir sein! 17Auch befahl David allen Fürsten von Israel, seinem Sohne Salomon beizustehen, 18und sprach: Ihr sehet, dass der Herr, euer Gott, mit euch ist und euch ringsum Ruhe verschafft hat und alle eure Feinde in eure Gewalt gegeben hat und das Land vor dem Herrn und vor seinem Volke unterworfen ist. 19Darum richtet eure Herzen und euren Sinn darauf, den Herrn, euren Gott, zu suchen; und machet euch daran, bauet Gott, dem Herrn, das Heiligtum, damit die Lade des Bundes des Herrn und die Geräte, die dem Herrn geheiligt sind, in das Haus gebracht werden, das dem Namen des Herrn erbaut wird.

Das 1. Buch der Chronik 23

1Als nun David alt und hochbetagt war, setzte er seinen Sohn Salomon zum König über Israel ein. 2Und er versammelte alle Fürsten Israels und die Priester und die Leviten. 3Und die Leviten wurden von dreißig Jahren und darüber gezählt; da fanden sich achtunddreißigtausend Männer. 4Von diesen wurden auserwählt und für den Dienst am Hause des Herrn verteilt vierundzwanzigtausend; Vorsteher aber und Richter waren sechstausend; 5ferner Türhüter viertausend; und ebenso viele Sänger, die den Herrn lobpriesen mit Instrumenten, welche er zum Lobgesange gemacht hatte. 6Und David teilte sie nach den Abteilungen der Söhne Levis, Gersons nämlich, Kaaths und Meraris. 7Die Söhne Gersons: Leedan und Semei. 8Die Söhne Leedans: Das Oberhaupt Jahiel, Zethan und Joel, drei. 9Die Söhne Semeis: Salomith, Hosiel und Aran, drei: das waren die Oberhäupter der Geschlechter Leedans. 10Und die Söhne Semeis waren: Leheth, Ziza, Jaus und Baria; das waren die Söhne Semeis, vier. 11Leheth aber war der erste, Ziza der zweite; und Jaus und Baria hatten nicht sehr viele Kinder; darum wurden sie nur für ein Geschlecht und ein Haus gerechnet. 12Die Söhne Kaaths: Amram, Isaar, Hebron und Oziel, vier. 13Die Söhne Amrams: Aaron und Moses. Und Aaron war ausgesondert, um mit seinen Söhnen immerdar den Dienst im Allerheiligsten zu versehen und dem Herrn nach vorgeschriebener Weise Räucherwerk darzubringen und seinen Namen auf ewig zu preisen. 14Auch Moses, des Mannes Gottes, Söhne wurden dem Stamme Levi beigezählt. 15Die Söhne Moses waren: Gersom und Eliezer. 16Die Söhne Gersoms: Subuel, der erste. 17Die Söhne Eliezers aber waren: Rohobia, der erste; und Eliezer hatte keine anderen Söhne. Die Söhne Rohobias aber waren überaus zahlreich. 18Die Söhne Isaars: Salomith, der erste. 19Die Söhne Hebrons: Jeriau, der erste, Amarias, der zweite, Jahaziel, der dritte, Jekmaam, der vierte. 20Die Söhne Oziels: Micha, der erste, Jesia, der zweite. 21Die Söhne Meraris: Moholi und Musi. Die Söhne Moholis: Eleazar und Kis. 22Eleazar aber starb und hatte keine Söhne, sondern Töchter; da nahmen die Söhne des Kis, ihre Brüder, dieselben. 23Die Söhne Musis: Moholi, Eder und Jerimoth, drei. 24Das sind die Söhne Levis nach ihren Geschlechtern und Häusern, die Häupter nach den Abteilungen und nach der Kopfzahl, welche die Dienstverrichtungen am Hause des Herrn ausübten, von dem zwanzigsten Jahre an und darüber. 25Denn David sprach: Der Herr, der Gott Israels, hat seinem Volke Ruhe gewährt und seine Wohnung in Jerusalem auf ewig aufgeschlagen. 26So wird es fortan nicht mehr das Amt der Leviten sein, das Zelt und alle zum Dienste gehörigen Gerätschaften zu tragen. 27Nach den letzten Anordnungen Davids wurde die Zahl der Söhne Levis von zwanzig Jahren an und darüber gerechnet. 28Diese sollen unter der Leitung der Söhne Aarons dem Dienste am Hause des Herrn geweiht sein, in den Vorhöfen, in den Vorratskammern, am Orte der Reinigung, im Heiligtum und bei allen Verrichtungen des Dienstes im Tempel des Herrn. 29Die Priester aber sollen über die Schaubrote gesetzt sein und über das Speiseopfer von feinem Mehle und die ungesäuerten Fladen und das gebackene und Geröstete und über alle Maße und Gewichte. 30Die Leviten sollen am Morgen hinzutreten, um den Herrn zu preisen und ihm zu singen, ebenso am Abend, 31so bei der Darbringung der Brandopfer des Herrn, wie an den Sabbaten und Neumonden und den übrigen Festen, vollzählig und nach den bei jeder Sache üblichen Gebräuchen, allezeit vor dem Herrn. 32Und sie sollen der heiligen Hut bei dem Zelte des Bundes warten und des Dienstes im Heiligtume und der Hut der Söhne Aarons, ihrer Brüder, dass sie Dienst tun im Hause des Herrn.

Das 1. Buch der Chronik 24

1Dies waren die Abteilungen der Söhne Aarons: Die Söhne Aarons: Nadab, Abiu, Eleazar und Ithamar. 2Aber Nadab und Abiu starben vor ihrem Vater ohne Kinder und Eleazar und Ithamar wurden Priester. 3Und David teilte sie, nämlich Sadok von den Söhnen Eleazars und Ahimelech von den Söhnen Ithamars, nach ihren Abteilungen mit ihrem Dienste. 4Es fand sich aber, dass die Söhne Eleazars an Häuptern der Männer zahlreicher waren als die Söhne Ithamars. Da teilte er ihnen, das ist den Söhnen Eleazars, sechzehn Fürsten zu nach ihren Geschlechtern und den Söhnen Ithamars acht nach ihren Geschlechtern und Häusern. 5Sodann teilte er beide Geschlechter unter sich durch das Los ab; denn es waren Fürsten des Heiligtums und Fürsten Gottes ebenso unter den Söhnen Eleazars, wie unter den Söhnen Ithamars. 6Und Semejas schrieb sie auf, der Sohn Nathanaels, der Schreiber, ein Levit, in Gegenwart des Königs und der Fürsten und Sadoks, des Priesters, und Ahimelechs, des Sohnes Abiathars, wie auch der Fürsten der Priester- und Levitengeschlechter; je ein Haus, um über die übrigen gesetzt zu sein, schrieb er auf Eleazar und je ein Haus, das unter sich die übrigen haben sollte, auf Ithamar. 7Das erste Los fiel auf Jojarib, das zweite auf Jedei, 8das dritte auf Harim, das vierte auf Seorim, 9das fünfte auf Melchia, das sechste auf Maiman, 10das siebte auf Akkos, das achte auf Abia, 11das neunte auf Jesua, das zehnte auf Sechenia, 12das elfte auf Eliasib, das zwölfte auf Jakim, 13das dreizehnte auf Hoppha, das vierzehnte auf Isbaab, 14das fünfzehnte auf Belga, das sechzehnte auf Emmer, 15das siebzehnte auf Hezir, das achtzehnte auf Aphses, 16das neunzehnte auf Pheteja, das zwanzigste auf Hezechiel, 17das einundzwanzigste auf Jachin, das zweiundzwanzigste auf Gamul, 18das dreiundzwanzigste auf Dalajau, das vierundzwanzigste auf Maaziau. 19Dies sind die Abteilungen für ihren Dienst, dass sie in das aus des Herrn gehen nach ihrem Rechte unter der Leitung ihres Vaters Aarons; so wie der Herr, der Gott Israels, geboten hatte. 20Von den übrigen Söhnen Levis war von den Söhnen Amrams Subael und von den Söhnen Subaels Jehedeja. 21Von den Söhnen Rohobias der Fürst Jesias 22und Isaars Sohn Salemoth, und der Sohn Salemoths, Jahath; 23ebenso sein Sohn Jeriau, der erste, Amarias der zweite, Jahaziel der dritte, Jekmaan, der vierte; 24der Sohn Oziels, Micha; der Sohn Michas Samir; 25der Bruder Michas, Jesia, und der Sohn Jesias Zacharias. 26Die Söhne Meraris waren: Moholi und Musi; der Sohn Oziaus Benno. 27Ferner die Söhne Meraris, Oziau, Soam, Zachur und Hebri. 28Sodann der Sohn Moholis: Eleazar, der keine Kinder hatte. 29Der Sohn des Kis war Jerameel. 30Die Söhne Musis waren: Moholi, Eder und Jerimoth. Dies sind die Söhne Levis nach den Häusern ihrer Geschlechter. 31Auch diese warfen das Los wider ihre Brüder, die Söhne Aarons, in Gegenwart des Königs David und Sadoks und Ahimelechs und der Häupter der Priester- und Levitengeschlechter, sowohl die höheren wie die geringeren; über alle bestimmte das Los auf gleiche Weise.

Neues Testament

Johannesevangelium 20

1Am ersten Tage der Woche aber kam Maria Magdalena früh, da es noch finster war, zum Grabe, und sah den Stein vom Grabe weggenommen. 2Da lief sie, und kam zu Simon Petrus, und zu dem andern Jünger, welchen Jesus lieb hatte, und sprach zu ihnen: Sie haben den Herrn aus dem Grabe weggenommen, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben. 3Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus, und kamen zum Grabe. 4Beide liefen aber zugleich, doch der andere Jünger lief schneller voran als Petrus, und kam zuerst zum Grabe. 5Und sich vorwärts neigend, sah er die Leintücher da liegen, trat jedoch nicht in das Grab. 6Da kam Simon Petrus, der ihm folgte, trat in das Grab, und sah die Leintücher liegen, 7und das Schweißtuch, welches auf seinem Haupte gewesen war, das aber nicht zu den Leintüchern gelegt, sondern abgesondert an einem eigenen Orte zusammengewickelt war. 8Dann trat auch jener Jünger, welcher zuerst zum Grabe gekommen war, in dasselbe; und er sah, und glaubte; 9denn noch verstanden sie die Schrift nicht, dass er von den Toten auferstehen müsse. 10Da gingen die Jünger wieder fort nach Hause. 11Maria aber stand draußen an dem Grabe und weinte. Während sie nun weinte, bückte sie sich, und sah in das Grab hinein. 12Da erblickte sie zwei Engel in weißen Kleidern da sitzend, wo der Leichnam Jesu gelegen hatte, einen zu Häupten und einen zu Füßen. 13Diese sagten zu ihr: Weib! was weinest du? Sie sprach zu ihnen: Weil sie meinen Herrn weggenommen haben; und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. 14Als sie dies gesagt hatte, wandte sie sich um, und sah Jesus stehen; sie wusste aber nicht, dass es Jesus sei. 15Jesus sprach zu ihr: Weib! Was weinest du? Wen suchest du? Da meinte sie, es wäre der Gärtner, und sprach zu ihm: Herr! wenn du ihn weggetragen hast, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich werde ihn holen. 16Jesus sprach zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um, und sprach zu ihm: Rabboni (das heißt Meister)! 17Jesus sprach zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater; gehe aber hin zu meinen Brüdern, und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott. 18Da kam Maria Magdalena, und verkündigte den Jüngern: Ich habe den Herrn gesehen, und dies hat er mir gesagt. 19Als es nun an demselben Tage, am ersten der Woche, Abend war, und die Türe des Hauses, wo die Jünger sich versammelt hatten, aus Furcht vor den Juden verschlossen waren, kam Jesus, stand in ihrer Mitte, und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! 20Und als er dieses gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Seite. Da freuten sich die Jünger, dass sie den Herrn sahen. 21Er sprach abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. 22Da er dies gesagt hatte, hauchte er sie an, und sprach zu ihnen: Empfanget den Heiligen Geist! 23Welchen ihr die Sünden nachlassen werdet, denen sind sie nachgelassen; und welchen ihr sie behalten werdet, denen sind sie behalten. 24Thomas aber, einer von den Zwölf, der Zwilling genannt, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. 25Die andern Jünger sagten ihm also: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht an seinen Händen das Mal der Nägel sehe, und meinen Finger in die Stätte der Nägel, und meine Hand in seine Seite lege, so werde ich nicht glauben. 26Nach acht Tagen waren seine Jünger wieder im Hause beisammen und Thomas mit ihnen. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, stand in ihrer Mitte, und sprach: Friede sei mit euch! 27Dann sagte er zu Thomas: Lege deinen Finger hierher, und siehe meine Hände, und reiche deine Hand her, und lege sie in meine Seite; und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! 28Thomas antwortete, und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! 29Jesus sprach zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas! hast du geglaubt; selig, die nicht gesehen, und doch geglaubt haben. 30Es hat Jesus zwar noch viele andere Zeichen vor den Augen seiner Jünger getan, welche nicht in diesem Buche geschrieben sind; 31diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubet, dass Jesus Christus ist, der Sohn Gottes; und damit ihr durch den Glauben das Leben habet in seinem Namen.