Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).
Deuteronomium 9
1Höre Israel! Du wirst heute über den Jordan ziehen, um Völker zu bezwingen, die größer und stärker sind als du, und große Städte, deren Mauern bis zum Himmel reichen, 2ein großes und hochgewachsenes Volk, die Söhne der Enakiter, die du selbst gesehen und von denen du gehört, denen niemand zu widerstehen vermag. 3So sollst du nun heute erkennen, dass der Herr, dein Gott, selbst dir voranziehen wird, als ein verzehrendes und vertilgendes Feuer, um sie niederzuwerfen, und zu vernichten, und schnell vor deinem Angesichte zu vertreiben, wie er dir gesagt hat. 4Aber sage nicht in deinem Herzen, wenn sie der Herr, dein Gott, vor deinen Augen vertilgt hat: Um meiner Gerechtigkeit willen hat mich der Herr hergeführt, um mir dieses Land zum Besitz zu geben, während diese Völker ihrer Gottlosigkeit willen vertilgt werden. 5Denn nicht um deiner Gerechtigkeit und der Rechtschaffenheit deines Herzens willen wirst du einziehen, um ihr Land in Besitz zu nehmen, sondern weil diese Völker gottlos handelten, wurden sie vertilgt bei deinem Einzuge; und damit der Herr seine Verheißung erfüllte, die er deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob mit einem Eide gegeben hat. 6So wisse denn, dass der Herr, dein Gott, dir dieses gute Land nicht um deiner Gerechtigkeit willen zum Besitze gibt; denn du bist ein halsstarriges Volk. 7Gedenke und vergiss nicht, wie du den Herrn, deinen Gott, in der Wüste zum Zorne gereizt hast. Von dem Tage an, wo du aus Ägypten auszogest, bis an diesen Ort bist du immer gegen den Herrn widerspenstig gewesen. 8Denn schon am Horeb hast du ihn gereizt, und er wollte dich in seinem Grimme vertilgen, 9als ich auf den Berg stieg, die steinernen Tafeln zu empfangen, die Tafeln des Bundes, den der Herr mit euch geschlossen hat, und ich auf dem Berge vierzig Tage und Nächte verweilte, ohne Brot zu essen und Wasser zu trinken. 10Und der Herr gab mir die zwei steinernen Tafeln, die mit dem Finger Gottes beschrieben waren und alle Worte enthielten, welche er zu euch auf dem Berge mitten aus dem Feuer, als alles Volk versammelt war, sprach. 11Als nun vierzig Tage und ebensoviele Nächte verflossen waren, gab mir der Herr die zwei steinernen Tafeln, die Tafeln des Bundes, 12und sprach zu mir: Mache dich auf und steige eilends von hier hinab; denn dein Volk, das du aus Ägypten herausgeführt hast, hat schnell den Weg verlassen, den du ihnen gezeigt hattest, und hat sich ein gegossenes Bild gemacht. 13Und wiederum sprach der Herr zu mir: Ich sehe, dass dieses Volk halsstarrig ist; 14so lass mich, dass ich es vertilge, und seinen Namen unter dem Himmel vernichte, und dich über ein Volk setze, das größer und stärker ist als dieses. 15Als ich nun von dem flammenden Berge herabstieg, die zwei Tafeln des Bundes in beiden Händen, 16und sah, dass ihr gegen den Herrn, euern Gott, gesündigt, und euch ein gegossenes Kalb gemacht, und seinen Weg, den er euch gewiesen, so bald verlassen hattet, 17warf ich die Tafeln aus meinen Händen und zerbrach sie vor euern Augen. 18Dann warf ich mich vor dem Herrn wie vorher, vierzig Tage und vierzig Nächte, nieder, ohne Brot zu essen und Wasser zu trinken, um aller eurer Sünden willen, die ihr gegen den Herrn begangen und mit denen ihr ihn zum Zorne gereizt hattet; 19denn ich fürchtete mich vor seinem Grimme und Zorne, mit dem er gegen euch entflammt euch vertilgen wollte. Da erhörte mich der Herr auch dieses Mal. 20Auch über Aaron zürnte er heftig und wollte ihn töten, da bat ich gleicherweise auch für ihn. 21Euer Sündenwerk aber, das ihr gemacht, das ist das Kalb, ergriff ich, und verbrannte es mit Feuer, und zerschlug es in Stücke, zermalmte es vollends zu Staub, und warf es in den Bach, der vom Berge herabfloß. 22Auch bei der Feuersbrunst, und bei der Versuchung, und bei den Lustgräbern habt ihr den Herrn zum Zorne gereizt; 23und als er euch von Kadesbarne wegsandte, und sprach: Ziehet hinauf und nehmet das Land, das ich euch gegeben, in Besitz, habt ihr den Befehl des Herrn, eures Gottes, verachtet und ihm nicht geglaubt, noch auf seine Stimme hören wollen; 24sondern ihr seid immer widerspenstig gewesen seit dem Tage, an dem ich angefangen, euch zu kennen. 25Da warf ich mich vor dem Herrn nieder vierzig Tage und vierzig Nächte, während welcher ich inständig zu ihm flehte, er möchte euch nicht vertilgen, wie er gedroht hatte, 26und ich betete und sprach: Herr, Gott! vertilge dein Volk und dein Erbe nicht, das du durch deine große Macht erlöst und mit starker Hand aus Ägypten herausgeführt hast. 27Gedenke deiner Knechte Abraham, Isaak und Jakob; siehe nicht die Halsstarrigkeit dieses Volkes und ihre Missetat und Sünde an, 28dass die Bewohner des Landes, aus dem du uns weggeführt hast, nicht etwa sagen: Der Herr vermochte nicht, sie in das Land zu führen, das er ihnen verheißen hat, und da er sie hasste, führte er sie heraus, um sie in der Wüste zu töten. 29Sie sind ja dein Volk und dein Erbe, das du mit deiner großen Kraft und mit deinem ausgestreckten Arme herausgeführt hast.
Deuteronomium 10
1In jener Zeit sprach der Herr zu mir: Haue dir zwei steinerne Tafeln zurecht, wie die ersten waren, und steige zu mir auf den Berg; auch mache eine hölzerne Lade, 2so will ich auf die Tafeln die Worte schreiben, welche auf denen standen, die du vorhin zerbrochen, und diese lege in die Lade. 3Ich machte also eine Lade von Akazienholz. Als ich nun zwei steinerne Tafeln wie die ersten zurechtgehauen hatte, stieg ich auf den Berg, sie in den Händen tragend. 4Und der Herr schrieb auf die Tafeln wie vorher die zehn Worte, welche er zu euch auf dem Berge, mitten aus dem Feuer, als das Volk versammelt war, geredet hatte; und er übergab sie mir. 5Da stieg ich wieder vom Berge herab und legte die Tafeln in die Lade, welche ich gemacht hatte, und in der sie noch sind, wie der Herr mir geboten. 6Die Söhne Israels aber brachen von Beroth bei den Söhnen Jakans nach Mosera auf, wo Aaron starb und begraben wurde, an dessen Statt Eleazar, sein Sohn, Priester ward. 7Von da kamen sie nach Gadgad; von dort zogen sie weiter und lagerten in Jetebatha, einem Lande voller Wasser und Bäche. 8Zu jener Zeit bestimmte er den Stamm Levi dazu, die Lade des Bundes des Herrn zu tragen, vor ihm in seinem Dienste zu stehen, und in seinem Namen zu segnen, bis auf den heutigen Tag. 9Darum erhielt Levi keinen Anteil noch Erbbesitz mit seinen Brüdern; denn der Herr selbst ist sein Erbe, wie der Herr, dein Gott, ihm verheißen hat. 10Ich aber stand auf dem Berge, wie vorher, vierzig Tage und vierzig Nächte; und der Herr erhörte mich auch dieses Mal und wollte dich nicht verderben. 11Und er sprach zu mir: Mache dich auf und ziehe vor dem Volke her, dass es hingehe und das Land in Besitz nehme, das ich ihren Vätern geschworen, ihnen zu geben. 12Und nun Israel, was verlangt der Herr, dein Gott, von dir anderes, als dass du den Herrn, deinen Gott, fürchtest, und auf seinen Wegen wandelst, und ihn liebest, und dem Herrn, deinem Gott, aus ganzem Herzen und aus ganzer Seele dienest, 13und die Gebote des Herrn und seine Vorschriften haltest, die ich dir heute gebe, damit es dir wohlgehe? 14Siehe, dem Herrn, deinem Gott, gehört der Himmel und der Himmel des Himmels, die Erde und alles, was darauf ist; 15und doch hat der Herr sich mit deinen Vätern aufs engste verbündet, und hat sie geliebt und ihre Nachkommenschaft nach ihnen, das ist euch, aus allen Völkern auserwählt, wie es sich heute erweist. 16So beschneidet denn die Vorhaut eures Herzens und verhärtet euren Nacken nicht länger; 17denn der Herr, euer Gott, ist der Gott der Götter und der Herr der Herrscher, der große und mächtige und furchtbare Gott, der nicht auf die äußere Stellung sieht, noch auf Geschenke. 18Er schafft den Waisen und Witwen Recht, liebt den Fremdling und gibt ihm Nahrung und Kleidung. 19Darum liebet auch ihr die Fremden, denn auch ihr seid Fremdlinge im Lande Ägypten gewesen. 20Du sollst den Herrn, deinen Gott, fürchten und ihn allein dienen; du sollst ihm anhängen und bei seinem Namen schwören. 21Er ist dein Ruhm und dein Gott, der diese großen und furchtbaren Dinge an dir getan hat, die deine Augen gesehen haben. 22Siebenzig Seelen stark zogen deine Väter nach Ägypten hinab; und siehe, jetzt hat der Herr, dein Gott, dich vermehrt gleich den Sternen des Himmels.
Deuteronomium 11
1So liebe denn den Herrn, deinen Gott, und beobachte seine Gebote und Vorschriften, und Rechte und Satzungen allezeit. 2Erkennet heute, was eure Söhne nicht wissen, da sie die Zucht des Herrn, eures Gottes, seine großen Taten, seine starke Hand, und seinen ausgestreckten Arm, nicht gesehen haben, 3seine Zeichen und Taten, welche er mitten in Ägypten an Pharao, dem Könige, und an seinem ganzen Lande, getan hat, 4und an dem ganzen Heere der Ägypter, an seinen Rossen und Wagen; wie die Wasser des roten Meeres sie bedeckten, als sie euch nachsetzten und der Herr sie vertilgte bis auf den gegenwärtigen Tag; 5was er dann an euch in der Wüste getan, bis ihr an diesen Ort kamet, 6und an Dathan und Abiron, den Söhnen Eliabs, der ein Sohn Rubens war; wie die Erde ihren Mund auftat und sie verschlang mit ihren Hütten und Zelten, und all ihrer Habe, die sie inmitten Israels besaßen. 7Eure Augen haben alle großen Werke des Herrn gesehen, die er getan hat, 8damit ihr alle seine Gebote beobachtet, welche ich euch heute anbefehle, und einziehen und das Land in Besitz nehmen könnet, in das ihr zieht, 9und damit ihr lange in dem Lande lebet, das der Herr euren Vätern und ihrer Nachkommenschaft mit einem Eide verhieß, und das von Milch und Honig fließt. 10Denn das Land, in das du ziehest, es in Besitz zu nehmen, ist nicht wie das Land Ägypten, aus dem du ausgezogen bist, wo man auf die Saat, die man gesät, wie in Gärten, Wasser leitet, um sie zu bewässern, 11sondern es hat Berge und Täler und wartet des Regens vom Himmel. 12Und der Herr, dein Gott, schaut immerdar auf dasselbe, und seine Augen sind darauf gerichtet, vom Anfange des Jahres bis zu dessen Ende. 13Wenn ihr also meinen Geboten gehorcht, die ich euch heute vorschreibe, dass ihr den Herrn, euern Gott, liebet und ihm aus eurem ganzen Herzen und eurer ganzen Seele dienet, 14so wird er eurem Lande Frühregen und Spätregen geben, dass ihr Getreide, und Wein und Öl einsammelt 15und Heu von den Feldern, das Vieh zu nähren, und dass ihr selbst zu essen habt und satt werdet. 16Hütet euch, dass euer Herz sich nicht etwa betören lasse und ihr den Herrn verlasst, und fremden Göttern dient, und sie anbetet, 17auf dass der Herr nicht zürne und den Himmel verschließe, dass kein Regen fällt und die Erde ihren Ertrag nicht gibt, und ihr alsbald vertilgt werdet aus dem guten Lande, das der Herr euch geben will. 18So nehmet diese meine Worte zu Herzen und zu Gemüte, und hänget sie als Denkzeichen auf eure Hände, und setzet sie zwischen eure Augen. 19Lehret eure Söhne dieselben betrachten, wenn du in deinem Hause sitzest, wenn du auf dem Wege gehst, wenn du dich niederlegst, und wenn du aufstehst. 20Schreibe sie an die Pfosten und die Türen deines Hauses, 21damit deiner Tage und der Tage deiner Söhne viele werden in dem Lande, welches der Herr deinen Vätern geschworen hat, zu geben, so lange der Himmel über der Erde ausgespannt ist. 22Denn wenn ihr die Gebote haltet, die ich euch anbefehle, und sie erfüllt, dass ihr den Herrn, euern Gott liebet, und auf allen seinen Wegen wandelt, und ihm treu seid, 23so wird der Herr alle diese Völker vor euch zerstreuen, und ihr werdet ihren Besitz erhalten, ob sie gleich größer und stärker sind als ihr. 24Jeder Ort, den euer Fuß betritt, wird euer sein. Von der Wüste an und vom Libanon, vom großen Strome Euphrat bis zum westlichen Meere, werden eure Grenzen reichen. 25Keiner wird euch standhalten können; Furcht und Schrecken vor euch wird der Herr, euer Gott, über das ganze Land kommen lassen, welches ihr betreten werdet, wie er zu euch gesprochen hat. 26Sehet, ich lege euch heute Segen und Fluch vor: 27Segen, wenn ihr den Geboten des Herrn, eures Gottes, gehorchen werdet, welche ich euch heute anbefehle; 28Fluch, wenn ihr den Geboten des Herrn, eures Gottes, nicht gehorchen, sondern von dem Wege, den ich euch jetzt weise, abweichen und fremden Göttern nachfolgen werdet, die ihr nicht kennt. 29Und wenn dich der Herr, dein Gott, in das Land geführt, in das du ziehst, darin Wohnung zu nehmen, so sollst du den Segen auf dem Berge Garizim und den Fluch auf dem Berge Hebal sprechen, 30die jenseits des Jordans hinter dem Wege gegen Sonnenuntergang liegen, im Lande der Chananiter, die in der Ebene wohnen, Galgala gegenüber, welches an dem Tale liegt, das sich weithin erstreckt und hineinzieht. 31Denn ihr werdet über den Jordan ziehen, um das Land in Besitz zu nehmen, das der Herr, euer Gott, euch geben will, dass ihr es erhaltet und bewohnet. 32Sehet also zu, dass ihr die Satzungen und Vorschriften erfüllet, die ich euch heute vor Augen halten werde.
Deuteronomium 12
1Dies sind die Gebote und die Vorschriften, welche ihr beobachten sollt in dem Lande, welches der Herr, der Gott deiner Väter, dir geben wird, dass du es besitzest alle Tage, die du auf Erden wandeln wirst. 2Zerstöret alle Stätten, an denen die Völker, welche ihr verdrängen werdet, ihre Götter verehrten, auf den hohen Bergen, und auf den Hügeln, und unter allerlei laubreichen Bäumen. 3Stürzet ihre Altäre um und zertrümmert ihre Bildsäulen, verbrennet ihre Haine mit Feuer und zerschlaget ihre Götzenbilder; vertilget ihre Namen von jenen Orten. 4Nicht also tuet dem Herrn, eurem Gott; 5sondern ihr sollt an den Ort kommen, welchen der Herr, euer Gott, aus allen euren Stämmen erwählen wird, seinen Namen dorthin zu setzen und dort zu wohnen, 6und ihr sollt an diesem Orte eure Brandopfer und eure Schlachtopfer, die Zehnten und die Erstlinge eurer Hände, eure Gelübde und freiwilligen Gaben, und die Erstgeburten eurer Rinder und Schafe darbringen. 7Dort sollt ihr vor dem Herrn, eurem Gott, essen und fröhlich sein über alles, woran ihr und eure Familien eure Hand gelegt habt, womit der Herr, euer Gott, euch gesegnet hat. 8Dort sollt ihr nicht tun, was wir heute hier tun, ein jeder nach seinem Gutdünken; 9denn bis zur Zeit seid ihr noch nicht zur Ruhe und zu dem Erbbesitze gelangt, welchen der Herr, euer Gott, euch geben will. 10Ihr werdet aber den Jordan überschreiten und in dem Lande Wohnung nehmen, das der Herr, euer Gott, euch geben will, damit ihr Ruhe habet vor allen Feinden ringsum und furchtlos wohnet 11an dem Orte, den der Herr, euer Gott, erwählen wird, dass sein Name daselbst sei; dorthin sollt ihr alles bringen, was ich gebiete, die Brandopfer und Schlachtopfer, und die Zehnten, und die Erstlinge eurer Hände, und alle auserlesenen Gaben, die ihr dem Herrn geloben werdet. 12Daselbst sollt ihr vor dem Herrn, eurem Gott, Festmahle halten, ihr und eure Söhne und Töchter, Knechte und Mägde samt dem Leviten, der in euren Städten wohnt; denn er hat sonst keinen Anteil, und keinen Erbbesitz unter euch. 13Hüte dich, deine Brandopfer an jedem Orte darzubringen, den du siehest; 14sondern an dem Orte, welchen der Herr in einem deiner Stämme erwählen wird, sollst du deine Opfer darbringen und alles tun, was ich dir befehle. 15Wenn du aber essen willst und es gelüstet dich, Fleisch zu essen, so schlachte und iss, wie es dir durch den Segen des Herrn, deines Gottes, in deinen Städten gegeben ist; es sei unrein, das ist fehlerhaft und gebrechlich, oder rein, das ist unversehrt und fehlerlos, was man als Opfer darbringen darf, iß es wie das Reh oder den Hirsch; 16nur das Blut darfst du nicht genießen, sondern sollst es wie Wasser auf die Erde ausgießen. 17Den Zehnten deines Getreides, und Weines, und Öles darfst du nicht in den Städten essen, noch die Erstgeburt deiner Rinder und Schafe, noch irgend etwas, was du gelobst und freiwillig darbringen willst, noch die Erstlingsgaben deiner Hände; 18sondern vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du sie essen an dem Orte, den der Herr, dein Gott, erwählen wird, du, dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, und der Levit, der in deinen Städten weilt; und du sollst fröhlich sein und dich vor dem Herrn, deinem Gott, mit allem erquicken, woran du deine Hand gelegt hast. 19Hüte dich, dass du den Leviten nicht übergehest, so lange du lebest in dem Lande. 20Wenn der Herr, dein Gott, dein Gebiet erweitert hat, wie er dir verheißen, und du Fleisch essen willst, nach dem deine Seele gelüstet, 21der Ort aber, den der Herr, dein Gott, auserwählen wird, dass sein Name daselbst sei, fern ist, so schlachte von den Rindern und Schafen, welche du hast, so wie ich es dir geboten habe, und iss es in deinen Städten, wie es dir gefällt. 22Wie man das Reh und den Hirsch isst, so sollst du es essen; der Reine wie der Unreine mögen es auf gleiche Weise essen. 23Nur vor einem hüte dich, dass du das Blut nicht issest; denn ihr Blut gilt für ihre Seele; und darum darfst du die Seele nicht mit dem Fleische essen, 24sondern sollst es mit Wasser auf die Erde ausgießen, 25auf dass es dir und deinen Söhnen nach dir wohlgehe, wenn du tust, was vor dem Herrn wohlgefällig ist. 26Was du aber geheiligt und dem Herrn gelobt hast, sollst du nehmen und damit an den Ort kommen, den der Herr erwählen wird, 27und deine Opfer, das Fleisch und das Blut, auf dem Altare des Herrn, deines Gottes, darbringen; das Blut der Schlachtopfer gieße auf den Altar aus, das Fleisch aber darfst du selbst essen. 28Merke und vernimm alles, was ich dir gebiete, dass es dir und deinen Söhnen nach dir immerdar wohlgehe, wenn du tust, was vor dem Herrn, deinem Gott, gut und wohlgefällig ist. 29Wenn der Herr, dein Gott, die Völker vor dir vertilgt, zu welchen du ziehest, sie zu verdrängen, und wenn du ihrer mächtig geworden und dich in ihrem Lande niedergelassen hast, 30so hüte dich, sie nachzuahmen, nachdem sie bei deinem Einzuge vernichtet worden, und nach ihren Gebräuchen zu fragen und zu sagen: Wie diese Völker ihre Götter verehrt haben, so will auch ich sie verehren. 31So handle nicht gegen den Herrn, deinen Gott! Denn alles, was dem Herrn ein Greuel ist, was er verabscheut, haben sie für ihre Götter getan, indem sie ihre Söhne und Töchter opferten und sie im Feuer verbrannten. 32Was ich dir gebiete, das allein tue für den Herrn, weder füge etwas hinzu, noch nimm etwas hinweg.