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Die Bibel in einem Jahr · Tag 358 von 365

1. Johannes 1–5

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Das Video zu diesem Tag erscheint in der Playlist auf YouTube, sobald es fertig ist.

1. Johannes 1

1Was von Anfang war, was wir gehört, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und unsere Hände betastet haben, von dem Worte des Lebens, 2– ja, das Leben hat sich offenbart, und wir haben gesehen und bezeugen, und verkündigen euch das ewige Leben, welches bei dem Vater war und uns erschienen ist, - 3was wir gesehen und gehört haben, verkündigen wir euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habet und unsere Gemeinschaft eine Gemeinschaft sei mit dem Vater und mit seinem Sohne, Jesus Christus. 4Und dies schreiben wir euch, damit ihr euch freuet und eure Freude vollkommen sei. 5Das ist aber die Verkündigung die wir von ihm gehört haben und euch wieder verkünden: Gott ist Licht, und keine Finsternis ist in ihm. 6Wenn wir sagen: Wir haben Gemeinschaft mit ihm, und wandeln doch in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. 7Wenn wir aber im Lichte wandeln, wie er selber im Lichte ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. 8Wenn wir sagen: Wir haben keine Sünde, so führen wir uns selbst in Irrtum, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns unsere Sünden vergibt, und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. 10Wenn wir sagen: Wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

1. Johannes 2

1Meine Kindlein! dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündiget. Aber wenn auch jemand gesündigt hat, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten, 2und er ist die Sühne für unsere Sünden; nicht allein für die unsrigen, sondern auch für die der ganzen Welt. 3Und daraus ersehen wir, dass wir ihn erkannt haben, wenn wir seine Gebote halten. 4Wer da sagt, er habe ihn erkannt, und seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner, und in ihm ist die Wahrheit nicht. 5Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaft die Liebe Gottes vollkommen, und daran erkennen wir, dass wir in ihm sind. 6Wer sagt, dass er in ihm bleibe, der muss, wie er gewandelt hat, ebenso auch selbst wandeln. 7Geliebte! nicht ein neues Gebot schreibe ich euch, sondern ein altes Gebot, das ihr von Anfang an hattet; das alte Gebot ist das Wort, welche ihr gehört habt. 8Wiederum schreibe ich euch ein neues Gebot, das wahr ist, sowohl bei ihm als bei euch, denn die Finsternis ist vergangen und das wahre Licht leuchtet schon. 9Wer da sagt, er sei im Lichte, und hasst seinen Bruder, der ist in der Finsternis bis zur Stunde. 10Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Lichte, und in ihm ist kein Anstoß. 11Wer aber seinen Bruder hasset, ist in der Finsternis, und wandelt in der Finsternis, und weiß nicht, wohin er geht, denn die Finsternis hat seine Augen geblendet. 12Ich schreibe euch, Kinder! da euch ja die Sünden vergeben werden um seines Namens willen. 13Ich schreibe euch Väter! weil ihr ja den erkannt habt, der von Anfang an ist. Ich schreibe euch Jünglinge! weil ihr den Bösen überwunden habet. 14Ich schreibe euch, Kindlein! weil ihr ja den Vater erkannt habt. Ich schreibe euch, Jünglinge! weil ihr stark seid, und das Wort Gottes in euch bleibt, und ihr den Argen überwunden habt. 15Liebet nicht die Welt, noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt liebt, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. 16Denn alles, was in der Welt ist, ist Fleischeslust, Augenlust und Hoffart des Lebens, was nicht vom Vater, sondern von der Welt ist. 17Und die Welt vergeht samt ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit. 18Kindlein! es ist die letzte Stunde; und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind auch jetzt viele Antichristen erschienen, woraus wir erkennen, dass es die letzte Stunde ist. 19Von uns sind sie ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, so würden sie doch bei uns geblieben sein; allein es sollte an ihnen offenbar werden, dass nicht alle von uns sind. 20Doch ihr habt die Salbung vom Heiligen und wisset alles. 21Ich schreibe euch nicht, weil ihr die Wahrheit nicht wüsstet, sondern weil ihr sie wisset, und weil keine Lüge aus der Wahrheit kommt. 22Wer anders ist der Lügner als der, welcher leugnet, dass Jesus der Christus ist? Der ist der Antichrist, welcher den Vater und den Sohn leugnet. 23Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater. 24Ihr – was ihr von Anfang an gehört habt, das bleibe in euch! Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an gehört habt, so werdet auch ihr in dem Sohne und in dem Vater bleiben. 25Und das ist die Verheißung, welche er uns gegeben hat, das ewige Leben. 26Dieses habe ich euch über jene geschrieben, welche euch verführen wollen. 27Was euch betrifft, so bleibe die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, in euch, und ihr habt nicht nötig, dass jemand euch belehre; sondern so, wie euch seine Salbung über alles belehrt, so ist es auch wahr und ist keine Lüge. Und wie sie euch belehrt hat, so bleibet in ihm. 28Und nun, Kindlein! bleibet in ihm, damit wir, wenn er erscheinen wird, Zuversicht haben, und nicht mit Scham von ihm weichen müssen bei seiner Ankunft. 29Wenn ihr wisset, dass er gerecht ist, so erkennet auch, dass ein jeder, der Gerechtigkeit tut, aus ihm geboren ist.

1. Johannes 3

1Sehet, welche Liebe uns der Vater erwiesen hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen und sind. Darum erkennt die Welt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. 2Geliebte! jetzt sind wir Kinder Gottes, aber noch ward es nicht offenbar, was wir sein werden. Wir wissen, dass, wenn er sich offenbart, wir ihm ähnlich sein werden, weil wir ihn schauen werden, so wie er ist. 3Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, heiligt sich, sowie auch er heilig ist. 4Jeder, der die Sünde tut, tut auch die Gesetzwidrigkeit, und die Sünde ist Gesetzwidrigkeit. 5Und ihr wisset, dass er erschienen ist, um unsere Sünden hinwegzunehmen, und in ihm ist keine Sünde. 6Keiner, der in ihm bleibt, sündigt; und jeder, der sündigt, hat ihn nicht gesehen, noch ihn erkannt. 7Kindlein! lasset euch von niemand verführen! Wer die Gerechtigkeit tut, ist gerecht, gleichwie auch er gerecht ist. 8Wer die Sünde tut, ist vom Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre. 9Jeder, der aus Gott geboren ist, begeht keine Sünde, denn sein Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen, denn er ist aus Gott geboren. 10Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar. Jeder, der nicht gerecht ist, ist nicht aus Gott, so auch, wer seinen Bruder nicht liebt; 11denn dies ist die Verkündigung, welche ihr von Anfang an gehört habt, dass ihr einander lieben sollt. 12Nicht wie Kain, der aus dem Bösen war und seinen Bruder erschlug! Und weshalb erschlug er ihn? Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht. 13Wundert euch nicht, Brüder! wenn euch die Welt hasset. 14Wir wissen, dass wir aus dem Tode in das Leben übergegangen sind, weil wir die Brüder lieben. Wer nicht liebt, bleibt im Tode. 15Jeder, der seinen Bruder hasset, ist ein Mörder. Und ihr wisset, das kein Mörder das ewige Leben in sich bleibend hat. 16Daran haben wir die Liebe Gottes erkannt, dass er sein Leben für uns dahingegeben hat; so müssen auch wir für die Brüder das Leben dahingeben. 17Wer die Güter dieser Welt hat, und, wenn er seinen Bruder Not leiden sieht, sein Herz vor ihm verschließt, wie bleibt die Liebe Gottes in ihm? 18Meine Kindlein! lasset uns nicht mit Worten noch mit der Zunge lieben, sondern in Tat und Wahrheit. 19Daran erkennen wir, das wir aus der Wahrheit sind, und dadurch werden unsere Herzen vor seinem Angesichte sich beruhigen, 20dass, wenn uns unser Herz anklagt, Gott größer ist als unser Herz und alles weiß. 21Geliebte! wenn unser Herz uns nicht anklagt, so haben wir Zuversicht zu Gott, 22und werden, um was wir nur bitten, von ihm erlangen, weil wir seine Gebote halten und das tun, was vor ihm wohlgefällig ist. 23Und dies ist sein Gebot: Dass wir an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben, und einander lieben sollen, wie er uns das Gebot gegeben hat. 24Und wer seine Gebote hält, bleibt in ihm, und er in ihm; und daran erkennen wir, dass er in uns bleibt, an dem Geiste, den er uns gegeben hat.

1. Johannes 4

1Geliebte! glaubet nicht jedem Geiste, sondern prüfet die Geister, ob sie aus Gott sind; denn es sind viele Lügenpropheten in die Welt ausgegangen. 2Daran wird der Geist Gottes erkannt: Jeder Geist, welcher bekennt, dass Jesus Christus im Fleische gekommen ist, ist aus Gott; 3und jeder Geist, welcher Jesus aufhebt, ist nicht aus Gott, und dies ist der Antichrist, von dem ihr gehört habt, dass er kommt, und schon jetzt ist er in der Welt. 4Ihr seid aus Gott, Kindlein! und habt sie überwunden; denn der in euch ist, ist größer als der in der Welt ist. 5Sie sind aus der Welt, darum reden sie aus der Welt, und die Welt hört auf sie. 6Wir sind aus Gott. Wer Gott erkennt, hört auf uns; wer nicht aus Gott ist, hört nicht auf uns; daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrwahns. 7Geliebte! lasset uns einander lieben, denn die Liebe ist aus Gott; und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott. 8Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe. 9Dadurch hat sich Gottes Liebe gegen uns offenbart, dass Gott seinen eingebornen Sohn in die Welt gesandt hat, dass wir durch ihn leben sollen. 10Darin besteht die Liebe; nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns zuerst geliebt und seinen Sohn gesandt hat als Sühne für unsere Sünden. 11Geliebte! wenn Gott uns also geliebt, so müssen auch wir einander lieben. 12Gott hat niemand jemals geschaut. Wenn wir einander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen. 13Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben, und er in uns, weil er uns von seinem Geiste gegeben hat. 14Und wir haben es geschaut und bezeugen, dass der Vater seinen Sohn als Heiland der Welt gesendet hat. 15Wer immer bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt Gott, und er in Gott. 16Und wir haben erkannt und geglaubt an die Liebe, welche Gott zu uns hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott in ihm. 17Dadurch ist die Liebe Gottes bei uns vollkommen, dass wir Zuversicht haben auf den Tag des Gerichtes, denn so wie er ist, sind auch wir in dieser Welt. 18Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat Pein; wer aber fürchtet, ist nicht vollendet in der Liebe. 19Lasset uns also Gott lieben, weil Gott uns zuerst geliebt hat. 20Wenn jemand sagt: “Ich liebe Gott,“ und hasset seinen Bruder, der ist ein Lügner. Und wer seinen Bruder, den er sieht, nicht liebt, wie vermag der Gott zu lieben, den er nicht sieht? 21Und dieses Gebot haben wir von Gott, dass, wer Gott liebt, auch seinen Bruder lieben soll.

1. Johannes 5

1Jeder, der glaubt, dass Jesus der Christ sei, ist aus Gott geboren; und jeder, welcher den Erzeuger liebt, liebt auch den, der von ihm erzeugt ist. 2Daran erkennen wir, dass wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten. 3Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer. 4Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und das ist der Sieg, welcher die Welt überwindet: der Glaube. 5Wer ist es, der die Welt überwindet, als nur wer glaubt, dass Jesus der Sohn Gottes ist? 6Dieser ist es, der durch Wasser und Blut gekommen ist, Jesus Christus, nicht in Wasser allein, sondern in Wasser und Blut. Und der Geist ist es, welcher Zeugnis gibt, dass Christus die Wahrheit ist. 7Denn drei sind, welche Zeugnis geben im Himmel: Der Vater, das Wort und der Heilige Geist; und diese drei sind eines. 8Und drei sind, welche Zeugnis geben auf Erden: Der Geist und das Wasser, und das Blut; und diese drei sind eines. 9Wenn wir das Zeugnis der Menschen annehmen, so ist das Zeugnis Gottes größer; denn dies ist das Zeugnis Gottes, welches größer ist, dass er Zeugnis gegeben hat von seinem Sohne. 10Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Zeugnis Gottes in sich. Wer dem Sohne nicht glaubt, macht ihn zum Lügner, weil er an das Zeugnis nicht glaubt, welches Gott über seinen Sohn gegeben hat. 11Und dies ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat; und dieses Leben ist in seinem Sohne. 12Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn nicht hat, hat das Leben nicht. 13Dieses schreibe ich euch, damit ihr wisset, dass ihr das ewige Leben habt, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt. 14Und dies ist die Zuversicht, welche wir zu ihm haben, dass er uns in allem, was wir nach seinem Willen begehren werden, erhört. 15Und wenn wir wissen, dass er uns erhört, um was wir immer bitten, so wissen wir, dass wir das von ihm Erbetene erlangen. 16Wer weiß, dass sein Bruder sündigt, aber nicht zum Tode, der bitte, und es wird dem, der nicht zum Tode sündigt, das Leben gegeben werden. Es gibt eine Sünde zum Tode; nicht für diese, sage ich, dass jemand beten solle. 17Jede Ungerechtigkeit ist Sünde; so gibt es auch eine Sünde, die zum Tode ist. 18Wir wissen, dass jeder, der aus Gott geboren ist, nicht sündigt, sondern die Geburt aus Gott bewahrt ihn, und der Arge tastet ihn nicht an. 19Wir wissen, dass wir aus Gott sind; und die ganze Welt in dem Argen liegt. 20Und wir wissen, dass der Sohn Gottes gekommen ist, und uns Einsicht verliehen hat, dass wir den wahren Gott erkennen und in seinem wahren Sohne seien. Dies ist der wahre Gott und das ewige Leben. 21Kindlein! hütet euch vor den Götzen. Amen.

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