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Die Bibel in einem Jahr · Tag 301 von 365

Lukas 3–4

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Das Video zu diesem Tag erscheint in der Playlist auf YouTube, sobald es fertig ist.

Lukas 3

1Im fünfzehnten Jahre der Regierung des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Landpfleger von Judäa, und Herodes Vierfürst von Galiläa, Philippus aber, sein Bruder, Vierfürst von Ituräa und der Landschaft Trachonitis, und Lysanias Vierfürst von Abilene war, 2unter den Hohenpriestern Annas und Kaiphas, erging das Wort des Herrn an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wüste. 3Und er kam in die ganze Gegend am Jordan, und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden, 4wie geschrieben steht im Buche der Reden Isaias, des Propheten: Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, machet gerade seine Pfade! 5Jedes Tal wird ausgefüllt, und jeder Berg und Hügel abgetragen werden; was krumm ist, wird gerade, was uneben ist, wird ebener Weg werden. 6Und alles Fleisch wird das Heil Gottes schauen. 7Er sprach also zu den Volksscharen, die hinausgingen, um von ihm getauft zu werden: Ihr Natternbrut! Wer hat euch gelehret, dem kommenden Zorne zu entfliehen? 8Bringet also würdige Früchte der Buße, und fanget nicht an zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott vermag aus diesen Steinen den Abraham Kinder zu erwecken! 9Denn schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume angesetzt. Ein jeder Baum also, der keine gute Frucht bringet, wird umgehauen, und in´s Feuer geworfen werden. 10Und das Volk fragte ihn, und sprach: Was sollen wir also tun? 11Er aber antwortete, und sprach zu ihnen: Wer zwei Röcke hat, gebe dem einen, der keinen hat; und wer Speise hat, tue desgleichen. 12Und es kamen auch Zöllner, um sich taufen zu lassen, und sprachen zu ihm: Meister! Was sollen wir tun? 13Er aber sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als was euch festgesetzt ist! 14Und es fragten ihn auch die Kriegsleute, und sprachen: Was sollen denn wir tun? Und er sprach zu ihnen: Verübet gegen niemanden Erpressung noch Unbilde, und seid zufrieden mit euerm Solde! 15Da aber das Volk der Meinung war, und alle in ihren Herzen von Johannes dachten, ob er nicht etwa selbst Christus sei, 16so antwortete Johannes, und sprach zu allen: Ich zwar taufe euch mit Wasser, es wird aber der kommen, welcher mächtiger ist als ich, dem ich nicht wert bin, die Schuhriemen aufzulösen; dieser wird euch im heiligen Geiste und Feuer taufen. 17Er hat seine Wurfschaufel in seiner Hand, und wird seine Tenne reinigen; den Weizen wird er in seine Scheune sammeln, die Spreu aber verbrennen mit unauslöschlichem Feuer. 18Und noch viel anderes lehrte und verkündigte er dem Volke. 19Als aber Herodes, der Vierfürst, von ihm zurechtgewiesen wurde wegen der Herodias, des Weibes seines Bruders, und wegen aller Übeltaten, die Herodes begangen hatte, 20fügte er zu allem noch dieses hinzu, dass er den Johannes im Gefängnisse einschloss. 21Es geschah aber, als alles Volk sich taufen ließ, dass auch Jesus getauft wurde, und da er betete, öffnete sich der Himmel; 22und der heilige Geist stieg in leiblicher Gestalt gleich einer Taube auf ihn herab und eine Stimme erscholl vom Himmel: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich mein Wohlgefallen. 23Und Jesus war, als er anfing, ungefähr dreißig Jahre alt, und wurde für einen Sohn Josephs gehalten; dieser war (ein Sohn) Heli, dieser ein Sohn des Mathat, 24dieser ein Sohn des Levi, dieser ein Sohn des Melchi, dieser ein Sohn des Janne, dieser ein Sohn des Joseph, 25dieser ein Sohn des Mathatias, dieser ein Sohn des Amos, dieser ein Sohn des Nahum, dieser ein Sohn des Hesli, dieser ein Sohn des Nagge, 26dieser ein Sohn des Mahath, dieser ein Sohn des Mathathias, dieser ein Sohn des Semei, dieser ein Sohn des Joseph, dieser ein Sohn des Juda, 27dieser ein Sohn des Joanna, dieser ein Sohn des Resa, dieser ein Sohn des Zorobabel, dieser ein Sohn des Salathiel, dieser ein Sohn des Neri, 28dieser ein Sohn des Melchi, dieser ein Sohn des Addi, dieser ein Sohn des Cosan, dieser ein Sohn des Elmadam, dieser ein Sohn des Her, 29dieser ein Sohn des Jesus, dieser ein Sohn des Eliezer, dieser ein Sohn des Jorim, dieser ein Sohn des Mathat, dieser ein Sohn des Levi, 30dieser ein Sohn des Simeon, dieser ein Sohn des Juda, dieser ein Sohn des Joseph, dieser ein Sohn des Jona, dieser ein Sohn des Eliakim, 31dieser ein Sohn des Melea, dieser ein Sohn des Menna, dieser ein Sohn des Mathatha, dieser ein Sohn des Nathan, dieser ein Sohn des David, 32dieser war ein Sohn des Jesse, dieser ein Sohn des Obed, dieser ein Sohn des Booz, dieser ein Sohn des Salmon, dieser ein Sohn des Naasson. 33dieser ein Sohn des Aminadab, dieser ein Sohn des Aram, dieser ein Sohn des Esron, dieser ein Sohn des Phares, dieser ein Sohn des Judas. 34dieser ein Sohn des Jakob, dieser ein Sohn des Isaak, dieser ein Sohn des Abraham, dieser ein Sohn des Thare, dieser ein Sohn des Nachor, 35dieser ein Sohn des Sarug, dieser ein Sohn des Ragau, dieser ein Sohn des Phaleg, dieser ein Sohn des Heber, dieser ein Sohn des Sale, 36dieser ein Sohn des Kainan, dieser ein Sohn des Arpharad, dieser ein Sohn des Sem, dieser ein Sohn des Noe, dieser ein Sohn des Lamech, 37dieser ein Sohn des Mathusale, dieser ein Sohn des Henoch, dieser ein Sohn des Jared, dieser ein Sohn des Malaleel, dieser ein Sohn des Kainan, 38dieser ein Sohn des Henos, dieser ein Sohn des Seth, dieser ein Sohn des Adam, dieser war Gottes.

Lukas 4

1Jesus aber, voll des Heiligen Geistes, kehrte zurück vom Jordan, und ward vom Geiste in die Wüste geführt. 2Vierzig Tage blieb er allda, und wurde von dem Teufel versucht. Er aß nichts in jenen Tagen, und als dieselben vorüber waren, hungerte ihn. 3Da sprach der Teufel zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich zu diesem Steine, dass er Brot werde. 4Jesus aber antwortete ihm: Es steht geschrieben: Nicht vom Brote allein lebt der Mensch, sondern von jedem Worte Gottes! 5Und der Teufel führte ihn auf einen hohen Berg, und zeigte ihm alle Reiche des Erdkreises in einem Augenblicke, 6und sprach zu ihm: Dir werde ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn sie sind mir übergeben, und wem ich will, gebe ich sie. 7Wenn du mich nun anbetest, so soll alles dein sein. 8Jesus antwortete, und sprach zu ihm: Es steht geschrieben: Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein dienen! 9Und er führte ihn nach Jerusalem, und stellte ihn auf die Zinne des Tempels, und sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürze dich von hier hinab! 10Denn es steht geschrieben: Er hat seinen Engeln deinethalben geboten, dass sie dich bewahren; 11und: Sie werden dich auf den Händen tragen, dass du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stoßest. 12Jesus antwortete, und sprach zu ihm: Es ist gesagt: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen! 13Nachdem nun der Teufel alle Versuchung vollendet hatte, wich er von ihm auf eine Zeit. 14Und Jesus kam in der Kraft des Geistes nach Galiläa zurück, und der Ruf von ihm verbreitete sich in der ganzen Umgebung. 15Und er lehrte in ihren Synagogen, und wurde von allen hochgepriesen. 16Und er kam nach Nazareth, wo er auferzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbate in die Synagoge, und stand auf, um vorzulesen. 17Da wurde ihm das Buch des Propheten Isaias gereicht. Und als er das Buch aufrollte, fand er die Stelle, wo geschrieben stand: 18Der Geist des Herrn ist über mir; darum hat er mich gesalbet, und mich gesendet, den Armen das Evangelium zu verkünden, zu heilen, die zerknirschten Herzens sind, 19den Gefangenen Erlösung zu verkünden, den Blinden das Gesicht, die Zerschlagenen frei zu entlassen, ein angenehmes Jahr des Herrn und einen Tag der Vergeltung zu predigen. 20Und er rollte das Buch zu, gab es dem Diener, und setzte sich. Und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. 21Er aber fing an zu ihnen zu sprechen: Heute ist diese Schriftstelle vor euch in Erfüllung gegangen. 22Und alle gaben ihm Zeugnis, und verwunderten sich über die anmutsvollen Worte, die aus seinem Munde flossen, und sprachen: Ist dieser nicht der Sohn Josephs? 23Und er sprach zu ihnen: Freilich werdet ihr mir jenes Sprichwort sagen: Arzt! Heile dich selbst. Die großen Dinge, welche, wie wir gehört, in Kapharnaum geschehen sind, tue auch hier in deiner Vaterstadt! 24Er aber sprach: Wahrlich, ich sage euch, kein Prophet ist genehm in seinem Vaterlande! 25In Wahrheit sage ich euch: Viele Witwen waren zur Zeit des Elias in Israel, als der Himmel drei Jahre und sechs Monate verschlossen war, da eine große Hungersnot über das ganze Land kam; 26aber zu keiner von ihnen ward Elias gesendet, als nach Sarepta in der Landschaft von Sidon zu einer Witwe. 27So waren auch zur Zeit des Propheten Elisäus viele Aussätzige in Israel; aber keiner von ihnen wurde gereinigt, als Naaman, der Syrer. 28Da wurden alle in der Synagoge voll Zorn, als sie dies hörten. 29Und sie standen auf, und stießen ihn zur Stadt hinaus, und führten ihn auf den Hochrand des Berges, auf welchen ihre Stadt gebaut war, um ihn hinabzustürzen. 30Er aber schritt mitten durch sie hin, und ging hinweg. 31Und er ging hinab nach Kapharnaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte sie daselbst an den Sabbaten. 32Und sie erstaunten über seine Lehre, denn seine Rede war gewaltig. 33Nun war in der Synagoge ein Mensch, der einen unreinen bösen Geist hatte, dieser rief mit lauter Stimme, 34und sprach: Lass uns, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, uns zu verderben? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! 35Jesus schalt ihn, und sprach: Verstumme, und fahre aus von ihm! Und der böse Geist warf ihn mitten hin, und fuhr aus von ihm, ohne ihm Schaden zu tun. 36Da kam Schrecken über alle, und sie redeten untereinander, und sprachen: Was ist das für ein Wort, dass er mit Gewalt und Kraft den unreinen Geistern gebietet, und sie ausfahren? 37Und der Ruf von ihm verbreitete sich in alle Orte der Umgebung. 38Jesus aber machte sich auf aus der Synagoge, und ging in das Haus des Simon. Die Schwiegermutter des Simon aber war von einem heftigen Fieber befallen; und sie baten ihn für sie. 39Und sich über sie beugend, gebot er dem Fieber, und es verließ sie. Da stand sie sogleich auf, und bediente sie. 40Mit Untergang der Sonne aber brachten alle, welche an verschiedenen Krankheiten Leidende hatten, dieselben zu ihm; und er legte einem jeden einzelnen die Hände auf, und machte sie gesund. 41Es fuhren auch von vielen böse Geister aus, indem sie schrien, und sprachen: Du bist der Sohn Gottes! Er aber bedrohte sie, und ließ sie nicht reden, weil sie wussten, dass er Christus sei. 42Als es aber Tag geworden, ging er hinaus, und begab sich an einen einsamen Ort. Und das Volk suchte ihn, und kam bis zu ihm: und es hielt ihn zurück, dass er nicht von ihnen gehen sollte. 43Er aber sprach zu ihnen: Auch den andern Städten muss ich das Evangelium vom Reiche Gottes verkünden; denn dazu bin ich gesandt. 44Und er predigte in den Synagogen von Galiläa.

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