Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).
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Sacharja 8
1Wieder erging das Wort des Herrn der Heerscharen, also lautend: 2So spricht der Herr der Heerscharen: Ich bin voll großen Eifers für Sion und eifre mit großem Zorne für dasselbe. 3So spricht der Herr der Heerscharen: Ich kehre wieder nach Sion zurück und werde inmitten Jerusalems wohnen und Jerusalem wird die Stadt der Treue heißen und der Berg des Herrn der Heerscharen, heiliger Berg. 4So spricht der Herr der Heerscharen: Noch werden greise Männer und betagte Frauen in den Straßen Jerusalems wohnen und ein jeder mit seinem Stabe in der Hand vor hohem Lebensalter. 5Und die Straßen der Stadt werden sich mit Knaben und Mädchen erfüllen, welche auf ihren Straßen spielen. 6So spricht der Herr der Heerscharen: Wenn es in den Augen des Überrestes dieses Volkes in jenen Tagen schwer scheint, wird es denn in meinen Augen schwer sein? Spricht der Herr der Heerscharen. 7So spricht der Herr der Heerscharen: Siehe, ich werde mein Volk aus dem Lande des Sonnenaufgangs und aus dem Lande des Niedergangs der Sonne erretten. 8Und ich werde sie herbeiführen, dass sie inmitten Jerusalems wohnen, sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein in Wahrheit und Gerechtigkeit. 9So spricht der Herr der Heerscharen: Eure Hände sollen erstarken, die ihr in diesen Tagen diese Worte aus dem Munde der Propheten vernehmt, zur Zeit, da der Grund zum Hause des Herrn der Heerscharen gelegt ward, damit der Tempel erbaut werde. 10Freilich war von jenen Tagen kein Lohn für Menschen und von dem Vieh kein Ertrag; wer ein- und auszog, war nicht sicher vor Bedrängnis und ich ließ zu, dass alle Menschen wider einander waren; 11nun aber werde ich an dem Überreste dieses Volkes nicht tun wie in den vergangenen Tagen, spricht der Herr der Heerscharen, 12sondern es soll eine Saat des Friedens sein; der Weinstock wird seine Frucht geben, die Erde ihren Ertrag liefern und der Himmel seinen Tau spenden und ich will die Überreste dieses Volkes dies alles in Besitz nehmen lassen. 13Und es wird geschehen: wie ihr, Haus Juda und Haus Israel! unter den Völkern ein Fluch waret, so werde ich euch Heil gewähren und ihr sollt ein Segen sein; fürchtet euch nicht, lasset eure Hände erstarken! 14Denn so spricht der Herr der Heerscharen: Wie ich beschlossen, euch zu züchtigen, als eure Väter mich zum Zorne reizten, spricht der Herr, 15und ich kein Mitleid hatte, so habe ich hingegen in diesen Tagen beschlossen, dem Hause Juda und Jerusalem Gutes zu erweisen; fürchtet euch nicht! 16Dies ist es nun, was ihr zu tun habt: Redet die Wahrheit, ein jeder gegen seinen Nächsten; nach Wahrheit und Gericht des Friedens richtet in euren Toren. 17Keiner sinne Böses wider seinen Nächsten in seinem Herzen und liebet nicht falsche Eide zu schwören; denn solches alles hasse ich, spricht der Herr. 18Und es erging das Wort des Herrn der Heerscharen an mich also: 19So spricht der Herr der Heerscharen: Das Fasten des vierten Monats, das Fasten des fünften, das Fasten des siebenten und das Fasten des zehnten soll dem Hause Juda zur Freude, zur Wonne und zu herrlichen Festzeiten werden; nur liebet Wahrheit und Frieden! 20So spricht der Herr der Heerscharen: Noch wird es geschehen, dass Völker kommen und viele Städte bewohnen, 21und ihre Bewohner werden sich aufmachen und einer zu dem andern sprechen: Lasset uns hinziehen und das Angesicht des Herrn anflehen und den Herrn der Heerscharen suchen, und ich will mitziehen! 22Und viele Völker und mächtige Nationen werden kommen, den Herrn der Heerscharen in Jerusalem zu suchen und das Angesicht des Herrn anzuflehen. 23So spricht der Herr der Heerscharen: In jenen Tagen werden zehn Menschen aus allen Sprachen der Völker die Hand ausstrecken und den Saum eines jüdischen Mannes ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch ziehen; denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist.
Sacharja 9
1Last des Wortes über das Land Hadrach und dessen Ruhepunkt Damaskus, denn der Herr richtet sein Auge auf die Menschen und auf alle Stämme Israels. 2Auch Emath liegt in seinen Marken und Tyrus und Sidon, denn sie tun sehr groß mit ihrer Weisheit. 3Und Tyrus hat sich Bollwerke gebaut und Silber wie Erde und Gold wie Gassenkot angehäuft. 4Siehe, der Herr wird es vergewaltigen und seine Festen in das Meer stürzen und es selbst wird vom Feuer verzehrt werden. 5Askalon soll es schauen und sich fürchten, Gaza und schweres Weh empfinden; auch Akkaron, denn seine Hoffnung ist zuschanden geworden, und der König von Gaza kommt um und Askalon wird nicht mehr bewohnt. 6In Azot werden sich Fremde niederlassen und ich werde den Übermut der Philister zunichte machen. 7Dann werde ich sein Blut aus seinem Munde entfernen und seine Greuel aus seinen Zähnen, dann soll er auch zum heiligen Reste unseres Gottes gezählt werden und einem Fürsten in Juda gleich sein und Akkaron wie der Jebusiter. 8Dann werde ich mein Haus mit denen umgeben, die für mich streiten, aus- und einziehend, und kein Bedränger wird mehr über sie kommen; denn nun schaue ich mit meinen Augen. 9Freue dich hoch, du Tochter Sion! Juble, du Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt dir, gerecht und als Retter; er ist arm und reitet auf einer Eselin, auf dem jungen Füllen einer Eselin. 10Da vertilge ich die Streitwagen aus Ephraim und die Rosse aus Jerusalem und zerbrochen wird der Kriegsbogen. Er wird den Völkern den Frieden verkünden und seine Herrschaft wird von Meer zu Meer reichen, von dem Strome bis an die Enden der Erde. 11Auch du wirst ob des Blutes deines Bundes deine Gefangenen freilassen aus der wasserleeren Grube. 12Kehret heim zur sicheren Burg, die ihr in Hoffnung die Fesseln tragt! Heute noch verkündige ich es: Doppelt werde ich dir vergelten. 13Denn ich habe mir Juda gespannt wie einen Bogen und habe Ephraim gefüllt und ich will deine Söhne, Sion! aneifern gegen deine Söhne, Griechenland! und dich einem Heldenschwerte gleichmachen. 14Und der Herr, Gott, wird über ihnen erscheinen und sein Geschoss wird ausgehen wie der Blitz; Gott, der Herr, wird die Posaune erschallen lassen und im Sturme des Südwindes einherschreiten. 15Der Herr der Heerscharen wird sie beschirmen, sie werden hinwegraffen und mit Schleudersteinen niederwerfen; sie werden trinken und trunken werden wie vom Weine, voll werden wie Opferschalen und wie die Hörner des Altares. 16Und der Herr, ihr Gott, wird ihnen Heil verleihen an jenem Tage, als seines Volkes Herde; denn heilige Steine werden sich über dein Land hin erheben. 17Was ist denn seine Güte und was seine Schönheit, wenn nicht Getreide der Auserwählten und Wein, der Jungfrauen sprossen macht?
Sacharja 10
1Bittet den Herrn um Regen in der Spätzeit, und der Herr wird Schnee schaffen und ihnen reichlichen Regen verleihen, einer jeden Pflanze auf dem Felde. 2Denn die Götzenbilder geben nichtige Aussprüche, die Wahrsager sehen Lügen, die Träumer verkünden Eitles, ihre Tröstungen sind leer; darum ziehen sie hin wie eine Herde, in Trübsal, denn sie haben keinen Hirten. 3Über die Hirten ist mein Zorn ergrimmt und ich werde die Böcke heimsuchen, denn der Herr der Heerscharen sucht seine Herde heim, das Haus Juda, und macht sie seinem Prachtrosse im Streite gleich. 4Von ihm wird sein der Eckstein von ihm der Zeltpflock, von ihm der Kriegsbogen, von ihm jeder Zwingherr zumal. 5Da werden sie wie Streiter sein, die den Kot der Gasse im Kampfe zerstampfen, und werden kämpfen, denn der Herr ist mit ihnen, und die Rossebesteiger werden zuschanden. 6So werde ich das Haus Juda stark machen und das Haus Joseph erretten und werde sie heimführen, denn ich habe Erbarmen mit ihnen, und sie werden wieder sein, wie sie waren, ehe ich sie verstoßen; denn ich bin der Herr, ihr Gott, und erhöre sie. 7Dann werden die Männer von Ephraim Helden werden und ihr Herz wird fröhlich sein wie vom Weine, ihre Söhne werden es sehen und sich freuen und ihr Herz wird frohlocken in dem Herrn. 8Ich werde sie herbeilocken und sie sammeln, denn ich habe sie losgekauft und ich will sie mehren, wie sie zuvor viele waren. 9Ich werde sie unter die Völker säen und in der Ferne werden sie meiner gedenken, sie werden dort mit ihren Söhnen leben und heimkehren. 10Und ich werde sie aus dem Lande Ägypten heimführen und sie von den Assyrern her sammeln und sie in das Land von Galaad und des Libanon bringen, nicht wird Raum sein für sie alle. 11Da wird es durch die Meeresenge schreiten und die Wellen im Meere schlagen und alle Tiefen des Flusses werden beschämt werden, gedemütigt wird der Hochmut Assurs und weihen wird das Zepter Ägyptens. 12Ich werde sie stark machen durch den Herrn und sie werden in seinem Namen wandeln, spricht der Herr.
Sacharja 11
1Öffne, Libanon! deine Pforten und Feuer verzehre deine Zedern! 2Wehklage, Tanne, denn die Zeder ist gefallen, die Herrlichsten sind ausgerottet; wehklaget, ihr Eichen Basans! denn die hohe Waldburg wird umgehauen. 3Horch! Wehklage der Hirten, denn verwüstet liegt ihre Herrlichkeit; horch! Gebrüll der Löwen, denn verwüstet ist die Pracht des Jordans. 4So spricht der Herr, mein Gott: Weide die zur Schlachtung bestimmten Schafe, 5die ihre Besitzer, ohne Schlimmes zu erleiden, schlachten und verkaufen und sagen: Gepriesen sei der Herr, wir werden reich! Und ihre Hirten schonen ihrer nicht. 6Darum will auch ich ferner nicht mehr der Bewohner des Landes schonen, spricht der Herr; siehe, ich will die Menschen preisgeben, einen jeden in die Hand seines Nächsten und in die Hand seines Königs; diese werden das Land verderben und ich werde sie nicht aus ihrer Hand retten. 7Und darum werde ich die Schafe der Schlachtung weiden, o ihr Ärmsten der Herde! Da nahm ich mir zwei Stäbe: den einen nannte ich Wohlgefallen und den andern nannte ich Band und so weidete ich die Herde. 8Und ich schaffte die drei Hirten hinweg in einem Monate und meine Seele wandte sich von ihnen ab, weil auch ihr Sinn sich gegen mich geändert. 9Und ich sprach: Ich mag euch nicht mehr hüten! Was sterben soll, sterbe; was ausgerottet werden soll, werde ausgerottet; und die dann noch übrig bleiben, mögen einer des andern Fleisch verzehren. 10Und ich ergriff meinen Stab, der Wohlfallen hieß, und zerbrach ihn, um meinen Bund aufzulösen, den ich mit allen Völkern geschlossen. 11Und er ward an jenem Tage aufgelöst und so erkannten die elendsten Schafe, die auf mich achteten, dass es des Herrn Wort war. 12Darauf sprach ich zu ihnen: Scheint es gut in euren Augen, so gebet mir meinen Lohn; wo nicht, so lasset es sein! Da wogen sie als meinen Lohn dreißig Silberlinge dar. 13Der Herr aber sprach zu mir: Wirf ihn dem Töpfer hin, den herrlichen Preis, dessen ich von ihnen wert geachtet bin! Da nahm ich die dreißig Silberlinge und warf sie in das Haus des Herrn dem Töpfer zu. 14Dann zerbrach ich meinen zweiten Stab, Band genannt, um so die Bruderschaft zwischen Juda und Israel aufzulösen. 15Hierauf sprach der Herr zu mir: Nimm dir noch das Gerät eines törichten Hirten! 16Denn siehe, ich werde einen Hirten im Lande erstehen lassen, welcher die Verlassenen nicht beachtet, das Versprengte nicht aufsucht, das Verwundete nicht heilt, und das, was noch aufrecht steht, nicht pflegt, sondern das Fleisch der Fetten isst und ihre Klauen zerbricht. 17O Hirt und Götzenbild, welcher die Herde verlässt; auf, Schwert, über seinen Arm und sein rechtes Auge! Sein Arm soll vertrocknen und verdorren und sein rechtes Auge sich verfinstern und erblinden!
Sacharja 12
1Last des Wortes des Herrn über Israel. Es spricht der Herr, der den Himmel ausgespannt und die Erde gegründet und des Menschen Geist in diesem geschaffen hat: 2Siehe, ich werde Jerusalem zur Tempelpforte machen für alle Völker ringsum und auch Juda wird unter denen sein, die Jerusalem belagern. 3Und es wird geschehen: An jenem Tage mache ich Jerusalem zu einem Laststeine für alle Völker; alle, die ihn aufheben wollen, werden sich zerfleischend verwunden und alle Reiche der Erde werden sich wider dasselbe sammeln. 4An jenem Tage, spricht der Herr, werde ich alle Rosse mit Scheu schlagen und ihre Reiter mit Wahnsinn, aber über dem Hause Juda werde ich meine Augen offen halten und alle Rosse der Völker mit Blindheit schlagen. 5Dann werden die Fürsten von Juda in ihrem Herzen sagen: Meine Stärke seien die Bewohner Jerusalems durch den Herrn der Heerscharen, ihren Gott. 6An jenem Tage werde ich die Fürsten Judas einer Glut unter Scheiten gleichmachen und wie Feuerlohe unter Heu und sie werden zur Rechten und Linken alle Völker ringsum verzehren und Jerusalem wird wieder bewohnt werden an seiner Stelle zu Jerusalem. 7Und der Herr wird die Hütten Judas wie ehedem retten, damit sich nicht stolz rühme das Haus Davids und die Bewohner Jerusalems sich nicht wider Juda erheben. 8An jenem Tage wird der Herr die Bewohner Jerusalems schützen und ein Strauchelnder unter ihnen wird an jenem Tage sein wie David und das Haus David wird wie das Haus Gottes, wie der Engel des Herrn vor ihrem Angesichte sein. 9Und es wird an jenem Tage geschehen, dass ich alle Völker, die wider Jerusalem kommen, zu vertilgen unternehme. 10Über das Haus Davids aber und über die Bewohner Jerusalems will ich den Geist der Gnade und des Gebetes ausgießen; da werden sie auf mich schauen, den sie durchbohrt haben, und werden ihn mit Wehklagen beweinen, wie einen einzigen Sohn, und sich betrüben über ihn, wie man über den Tod des Erstgeborenen sich zu betrüben pflegt. 11An jenem Tage wird in Jerusalem laute Klage erhoben werden, wie das Wehklagen zu Adadremmon im Gefilde von Mageddon. 12Da wird das Land wehklagen, Familie um Familie für sich, die Familien des Hauses David besonders und ihre Frauen besonders, 13die Familien des Hauses Nathan besonders und ihre Frauen besonders, die Familien des Hauses Levi besonders und ihre Frauen besonders, die Familien Semei besonders und ihre Frauen besonders; 14alle übrigen Familien, jede einzelne Familie besonders und ihre Frauen besonders.
Sacharja 13
1An jenem Tage wird sich dem Hause Davids und den Bewohnern Jerusalems eine Quelle öffnen zur Abwaschung des Sünders und der Befleckten. 2Und es wird an jenem Tage geschehen, spricht der Herr der Heerscharen: Ich werde die Namen der Götzen aus dem Lande ausrotten, damit ihrer fortan nicht mehr gedacht werde, und ich werde die falschen Propheten und den unreinen Geist wegschaffen aus dem Lande. 3Und es wird geschehen, wenn hinfort noch jemand als Prophet auftritt, so werden sein Vater und seine Mutter, die ihn gezeugt haben, zu ihm sprechen: Nicht sollst du leben, denn du hast Lüge geredet im Namen des Herrn! Und sein Vater und seine Mutter, seine Erzeuger, werden ihn durchbohren, wenn er weissagt. 4Und es wird geschehen: An jenem Tage werden sich die Propheten ein jeder ob seines Gesichtes schämen, dass er geweissagt; und sie werden sich nicht mehr in härene Mäntel kleiden, um zu lügen, 5sondern werden sprechen: Ich bin kein Prophet, ein Ackersmann bin ich, denn Adam ist mein Vorbild von meiner Jugend an. 6Und spricht man zu ihm: Was sind das für Narben in Mitte deiner Hände? So wird er antworten: So ward ich geschlagen im Hause derer, die mich liebten. 7Auf, Schwert! wider meinen Hirten und wider den Mann, der mir nahe steht, spricht der Herr der Heerscharen. Schlage den Hirten, so werden sich die Schafe zerstreuen, und ich werde meine Hand zu den Kleinen kehren. 8Da wird im ganzen Lande geschehen, spricht der Herr: Zwei Teile davon werden zerstreut werden und zugrunde gehen, der dritte Teil aber wird daselbst übrigbleiben. 9Aber auch den dritten Teil werde ich durch Feuer führen und ihn schmelzen, wie man Silber schmilzt, und ihn läutern, wie man Gold läutert. Er wird meinen Namen anrufen und ich werde ihn erhören. Ich werde sagen: Mein Volk bist du! Und er wird sagen: Der Herr ist mein Gott!
Sacharja 14
1Siehe, es werden die Tage des Herrn kommen, da dein Raub in deiner Mitte geteilt wird. 2Und ich werde alle Völker zum Kampfe gegen Jerusalem sammeln und die Stadt wird eingenommen, die Häuser werden verwüstet und die Frauen geschändet werden; die Hälfte der Stadt wird in die Gefangenschaft ziehen, doch der Rest des Volkes wird nicht aus der Stadt weggetilgt werden. 3Aber der Herr wird ausziehen und wider jene Völker streiten, wie er am Tage des Kampfes gestritten. 4Seine Füße werden an jenem Tage auf den Ölberg treten, welcher gegen Morgen Jerusalem gegenüber liegt, und der Ölberg wird sich spalten von der Mitte aus gegen Morgen und gegen Abend, und eine sehr große Kluft bilden; die eine Hälfte des Berges wird sich gegen Mitternacht und die andere gegen Mittag lösen. 5Dann werdet ihr in das Tal zwischen diesen Bergen fliehen, denn das Tal der Berge wird bis ganz nahe heranreichen; und ihr werdet fliehen, wie ihr in den Tagen Ozias, des Königs von Juda, vor dem Erdbeben flohet; und der Herr, mein Gott, wird kommen und alle Heiligen mit ihm. 6Und es wird an jenem Tage geschehen: Kein Licht wird aufgehen, sondern Kälte und Frost kommen. 7Es wird ein Tag sein, dem Herrn ist er kund, an dem nicht Tag noch Nacht ist; zur Abendzeit aber wird es licht werden. 8Und es wird an jenem Tage geschehen: Von Jerusalem werden lebendige Wasser ausgehen: die eine Hälfte davon in das östliche Meer und die andere Hälfte in das Meer im Rücken; diese werden Sommer und Winter hindurch strömen. 9Da wird der Herr König sein über das ganze Land, an jenem Tage wird ein Herr sein und sein Name wird sein: Einer. 10Da wird das ganze Land umgewandelt werden bis an die Wüste, vom Hügel Remmon bis in das Land gegen Mittag von Jerusalem, und die Stadt wird erhöht werden und an ihrer Stätte wohnen vom Tore Benjamin bis an den Platz des alten Tores und bis an das Ecktor, vom Turme Hananeel bis zu den Keltern des Königs. 11Man wird darin wohnen und kein Fluch wird mehr sein, sondern sicher wird Jerusalem thronen. 12Das aber wird die Plage sein, mit welcher der Herr alle Völker schlägt, welche gegen Jerusalem kämpfen: Eines jeden Fleisch wird schwinden, während er noch auf seinen Füßen steht, seine Augen werden in ihren Höhlen verfaulen und seine Zunge wird in seinem Munde schwinden. 13An jenem Tage wird eine große Verwirrung von dem Herrn unter sie kommen, so dass einer des andern Hand ergreift und des einen Hand sich wider die des andern wendet. 14Aber auch Juda wird gegen Jerusalem kämpfen und angehäuft werden die Reichtümer aller Völker ringsum, Gold und Silber und Kleider in großer Menge. 15Und die gleiche Plage, gleich jener Plage, wird Rosse und Maulesel, Kamele und Esel und alle Tiere treffen, welche in jenem Lager sind. 16Dann wird der gesamte Überrest aller Völker, die gegen Jerusalem herangezogen waren, Jahr um Jahr hinaufziehen, um den König, den Herrn der Heerscharen anzubeten und das Fest der Laubhütten zu feiern. 17Und es wird geschehen: Wer von den Geschlechtern der Erde nicht nach Jerusalem hinaufzieht, um den König, den Herrn der Heerscharen, anzubeten, auf diese wird kein Regen fallen. 18Und wenn auch Ägyptens Geschlecht nicht hinaufzieht und nicht kommt, so fällt kein Regen auf sie, sondern es trifft sie die Plage, mit der der Herr alle Völker schlagen wird, die nicht hinaufziehen, das Fest der Laubhütten zu feiern. 19Dies wird die Strafe für die Sünden Ägypten und dies die Strafe für die Sünden aller Völker sein, welche nicht hinaufkommen, das Fest der Laubhütten zu feiern. 20An jenem Tage wird der Zaumschmuck der Rosse dem Herrn heilig sein und die Kochtöpfe im Hause des Herrn werden den Schalen vor dem Altare gleich sein. 21Und alle Töpfe in Jerusalem und Juda werden dem Herrn der Heerscharen geheiligt sein und alle, die opfern wollen, werden kommen und davon nehmen und in ihnen kochen und kein Krämer wird mehr zu jener Zeit im Hause des Herrn der Heerscharen sein.