Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).
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Micha 1
1Wort des Herrn, welches an Michäas, den Morasthiten, erging, in den Tagen Joathans, Achaz und Ezechias, der Könige von Juda, welches er über Samaria und Jerusalem schaute. 2Höret, ihr Völker alle, merke auf, Erde und was sie erfüllt! Gott, der Herr, sei Zeuge wider euch, der Herr von seinem heiligen Tempel her! 3Denn sehet, der Herr wird ausziehen von seiner Stätte und herabsteigen und über die Höhen der Erde dahinschreiten. 4Dann werden die Berge unter ihm zerstieben und die Täler sich spalten wie Wachs vor dem Feuer, wie Wasser, das von der Höhe hinabstürzt. 5Das alles geschieht um Jakobs Frevel willen und um der Sünden des Hauses Israel willen. Welches ist Jakobs Frevel? Nicht Samaria? Und welches die Höhen Judas? Nicht Jerusalem? 6So will ich denn Samaria einem Steinhaufen auf dem Felde gleichmachen, wenn ein Weinberg gepflanzt wird, und ich will seine Steine in das Tal hinabwerfen und seine Grundfesten bloßlegen. 7Alle seine Schnitzbilder sollen zerschlagen und all sein Buhllohn im Feuer verbrannt werden, über alle seine Götzen will ich Verderben bringen; denn aus Buhllohn sind sie zusammengebracht und zu Buhllohn sollen sie wieder werden. 8Darum will ich klagen und jammern, beraubt und bloß einhergehen, Wehklage anstellen wie die Drachen und Klage wie die Strauße. 9Denn unheilbar ist seine Wunde, sie reicht bis nach Juda, bis an das Tor meines Volkes bis nach Jerusalem. 10Verkündet es nicht zu Geth, klaget nicht mit Tränen, im Hause des Staubes bestreuet euch mit Staub! 11Ziehe hin, Bewohnerschaft der Schmuckstadt! mit Schande bedeckt; nicht zieht aus die Bewohnerin von Zug, Klage ererbt von euch das Nachbarhaus, das sicherwohnende. 12Denn krank am Guten ist die Bewohnerin von Bitterach, weil Unheil von dem Herrn auf Jerusalems Tor herabgefahren. 13Der Wagen Getöse erschreckt die Bewohnerin von Lachis, sie, die der Sünde der Tochter Sion zum Anstoße war, dass in dir sich Israels Verschuldungen fanden. 14Darum wird Er Boten nach dem Erbe Geths entsenden, das Lügenhaus wird zum Trug für die Könige Israels. 15Noch werde ich dir einen Erben zuführen, Bewohnerin von Maresa! bis nach Odollam wird kommen Israels Herrlichkeit. 16Schere dir Haar und Bart um deiner geliebten Kinder willen, mache deine Glatze breit wie die eines Adlers denn gefangen sind sie von dir weggeführt.
Micha 2
1Wehe euch, die ihr auf Eitles sinnet und Böses übt auf euern Lagern; beim Morgengrauen vollführen sie es, denn wider Gott ist ihr Tun! 2Geht ihr Gelüsten nach Äckern, so rauben sie diese, nach Häusern, so reißen sie diese an sich; sie unterdrücken den Mann und sein Haus, den einzelnen und sein Erbe. 3Darum spricht der Herr also: Sehet, ich sinne wider dieses Geschlecht Unheil, dem ihr euren Nacken nicht entziehen werdet, und ihr werdet nicht hochmütig einherwandeln, denn eine gar schlimme Zeit wird dies sein. 4An jenem Tage wird man über euch einen Spruch anheben und es wird ein Lied in klagender Weise gesungen werden also: Entvölkert und verwüstet sind wir, das Erbteil meines Volkes ist verhandelt; wie entweicht es mir, da der wiederkehrt, der unser Land zerteilt! 5Darum sollst du niemand haben, der dir die Messschnur zieht zu einem Lose in der Gemeinde des Herrn. 6Sprechet doch nicht, sagen sie. Es soll nicht Weissagung über sie ergehen, nicht wird sie die Schmach treffen. 7Es spricht das Haus Jakob: Ist denn des Herrn Geist verkürzt oder sind dies seine Gedanken? Sind meine Worte nicht gültig gegen den, der gerecht wandelt? 8Mein Volk dagegen hat sich als Feind erhoben, vom Gewande habt ihr den Mantel weggerissen und die, welche arglos dahinziehen, habt ihr in Streit verwickelt. 9Die Frauen meines Volkes habt ihr aus dem Hause ihrer Wonne vertrieben, ihren Kindern habt ihr mein Lob auf immer geraubt. 10Auf und fort! Denn hier habt ihr keine Ruhestätte, ob ihrer Befleckung verdirbt sie in heilloser Verderbnis. 11O wäre ich doch nicht ein Mann, der den Geist hat, sondern redete vielmehr Lüge, so würde ich dir zu Wein und Trunkenheit predigen; über einen solchen erfreut sich dieses Volk. 12Doch will ich dich sammeln, fürwahr, Jakob! Alle die deinen, gewisslich in eines zusammenführen die Überreste Israels, sie gleichmachen einer Herde im Schafstall, wie Schafe inmitten der Hürde, und es wird ein fröhliches Menschengewimmel sein. 13Denn es wird heraufziehen von ihnen der Wegbereiter; sie werden durchbrechen, die Tore durchschreiten und einziehen und vor ihnen her zieht ihr König und der Herr an ihrer Spitze.
Micha 3
1Wieder sprach ich: Höret, ihr Häupter Jakobs, ihr Führer des Hauses Israel! Ist es nicht eure Sache zu wissen, was recht ist? 2Die ihr das Gute hasst und das Böse liebt, die ihr den Leuten gewaltsam die Haut abziehet und das Fleisch von ihrem Gebein. 3Sie verzehren das Fleisch meines Volkes und ziehen ihnen die Haut ab, zermalmen dessen Gebein und zerstücken es, wie den Inhalt eines Kessels und wie Fleisch in dem Topfe. 4Einst werden sie zu dem Herrn rufen, aber er wird sie nicht erhören und er wird sein Antlitz vor ihnen zu jener Zeit verbergen, wie sie Böses geübt nach ihren Taten. 5So spricht der Herr wider die Propheten, welche mein Volk verführen; welche mit ihren Zähnen beißen, während sie Frieden verkünden, und dem, der ihnen nichts in den Mund gibt, den Krieg erklären. 6Darum soll Nacht über euch kommen statt eines Gesichtes und Finsternis statt Wahrsagens, die Sonne soll über den Propheten untergehen und der Tag sich über ihnen verfinstern. 7Da werden die Seher schamrot werden, die Wahrsager beschämt werden und alle werden ihr Angesicht verhüllen, weil kein Ausspruch von Gott kommt. 8Ich aber bin mit der Kraft des Geistes vom Herrn erfüllt, erfüllt mit Recht und Stärke, um Jakob seine Missetat zu verkünden und Israel seine Sünden. 9Höret dies, ihr Fürsten des Hauses Jakob und ihr, Richter des Hauses Israel! die ihr das Recht verabscheut und alles verdreht, was gerade ist, 10die ihr mit Blutvergießen Sion baut und Jerusalem mit Unrecht! 11Seine Fürsten sprechen für Geschenke Recht, seine Priester lehren um Lohn, seine Propheten weissagen um Geld und doch verlassen sie sich auf den Herrn und sagen: Ist nicht der Herr in unserer Mitte? Kein Unglück wird über uns kommen! 12Darum wird eurethalben Sion wie ein Feld umgepflügt und Jerusalem wird zum Trümmerhaufen und der Tempelberg bewaldete Höhen werden.
Micha 4
1Und es wird geschehen, in der letzten Zeit wird der Berg des Hauses des Herrn auf dem Gipfel der Berge stehen und erhaben sein über die Hügel und die Völker werden zu ihm strömen. 2Und viele Völker werden zu ihm eilen und sprechen: „Kommet, lasset uns hinaufziehen zum Berge des Herrn und zu dem Hause des Gottes Jakobs, dass er seine Wege uns lehre und wir wandeln auf seinen Pfaden;“ denn von Sion wird das Gesetz ausgehen und das Wort des Herrn von Jerusalem. 3Und er wird unter vielen Völkern Gerichte halten und die starken Völker bis in weite Ferne strafen, da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Spieße zu Hippen, kein Volk wird mehr wider das andere das Schwert ergreifen und nicht mehr werden sie Krieg führen lernen. 4Dann wird ein jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum ungestört sitzen, denn der Mund des Herrn der Heerscharen hat gesprochen. 5Ja, alle Völker werden, ein jedes im Namen seines Gottes wandeln; wir aber werden im Namen des Herrn, unseres Gottes, wandeln ewig du immerdar. 6An jenem Tage, spricht der Herr, werde ich die Hinkenden sammeln und die, welche ich verstoßen, und die, welche ich gezüchtigt hatte, vereinigen. 7Und ich werde die Hinkenden zum Überreste machen und die, welche bedrängt waren, zum starken Volke; und der Herr wird über sie herrschen auf dem Berge Sion von nun an bis in Ewigkeit. 8Du aber, dunkler Herdenturm der Tochter Sion! An dich wird gelangen, ja, an dich wird gelangen die frühere Herrschaft, das Königtum der Tochter Jerusalem. 9Warum nun verzehrst du dich im Grame? Hast denn du keinen König oder ist dein Ratgeber umgekommen, dass dich Schmerz ergreift wie eine Gebärende? 10Ja, leide Schmerz und winde dich, Tochter Sion, wie eine Gebärende, denn jetzt wirst du aus der Stadt ausziehen und auf dem Felde wohnen müssen und bis nach Babylon gebracht werden. Dort wirst du Rettung finden, dort wird dich der Herr aus der Hand deiner Feinde erlösen. 11Nun zwar haben sich wider dich viele Völker gesammelt, die da sprechen: Es werde gesteinigt und unser Auge weide sich an Sion! 12Sie aber kennen des Herrn Gedanken nicht und fassen seinen Ratschluss nicht, dass er sie zusammenhäufe wie Heu auf der Tenne. 13Auf und drisch, Tochter Sion! Denn ich will dein Horn eisern machen und deine Hufe ehern, dass du viele Völker zermalmest und dem Herrn ihren Raub weihest und ihre Macht dem Gebieter der ganzen Erde.
Micha 5
1Nunmehr wirst du verheert werden, du Mördertochter! Belagerung haben sie wider uns bereitet, mit dem Stecken werden sie dem Richter Israels Backenstreiche geben. 2Aber du, Bethlehem Ephrata! bist zwar klein unter den Tausenden Judas, doch aus dir soll mir hervorgehen, der Herrscher sein wird in Israel, dessen Ursprung von Anbeginn her ist, von den Tagen der Ewigkeit her. 3Darum wird er sie hingeben bis zur Zeit, da die, welche gebären soll, gebiert, und der Überrest seiner Brüder wird sich samt den Söhnen Israels bekehren. 4Dann wird er dastehen und sie in der Kraft des Herrn weiden, in der Herrlichkeit des Namens des Herrn, seines Gottes, und sie werden sich bekehren, denn dann wird er sich herrlich erweisen bis an die Enden der Erde. 5Und er wird der Friede sein. Wenn der Assyrer in unser Land kommt und wenn er in unsere Häuser eindringt, so werden wir sieben Hirten wider ihn aufstellen und acht fürstliche Männer. 6Diese werden das Land Assur mit dem Schwerte weiden und das Land Nemrod mit dessen Speeren; so wird er uns erretten von Assur, wenn dieser in unser Land kommt und wenn er unser Gebiet betritt. 7Dann werden die Überreste Jakobs inmitten vieler Völker sein wie Tau von dem Herrn, wie Regenschauer auf Pflanzen, die nicht auf Menschen warten und nicht auf Menschenkinder harren. 8Dann werden die Überreste Jakobs unter den Völkern inmitten vieler Völker werden, wie der Leu unter den Tieren des Waldes, wie der junge Löwe unter Schafherden, der, wenn er hindurchgeht, niedertritt und raubt, ohne dass jemand zu retten vermag. 9Deine Hand wird erhöht sein über deine Feinde und alle deine Widersacher werden vernichtet werden. 10An jenem Tage, spricht der Herr, werde ich deine Rosse aus deiner Mitte wegnehmen und deine Kriegswagen zertrümmern. 11Und ich werde die Städte deines Landes verwüsten und alle deine Festen zerstören, ich werde die Zaubereien aus deiner Hand entwinden und Wahrsagerei soll nicht mehr unter dir sein. 12Auch werde ich deine Haine aus deiner Mitte ausrotten und deine Städte zerstören. 13Ich werde deine Schnitzbilder und Bildsäulen aus deiner Mitte ausrotten und nicht sollst du mehr die Gebilde deiner Hände anbeten. 14Und ich werde in Zorn und Grimm Rache üben an allen Völkern, welche mir nicht gehorsam sind.
Micha 6
1Vernehmet, was der Herr spricht: Auf und übe Gericht gegen die Berge hin und die Hügel mögen deine Stimme hören! 2Die Berge mögen das Gericht des Herrn hören und die starken Grundfesten der Erde, denn der Herr geht ins Gericht mit seinem Volke und mit Israel rechtet er. 3Mein Volk! was habe ich dir getan oder womit bin ich dir lästig gefallen? Antworte mir! 4Ich habe dich ja aus dem Lande Ägypten geführt und dich aus dem Hause der Dienstbarkeit befreit, ich habe Moses, Aaron und Maria vor dir hergesandt. 5Mein Volk! gedenke doch, was Balach, der König von Moab, im Sinne hatte und was ihm Balaam, der Sohn Beors, erwiderte, von Setim bis nach Galgala, auf dass du die gerechten Wege des Herrn erkennest. 6Was soll ich dem Herrn darbringen, das seiner würdig wäre? Soll ich das Knie beugen vor Gott, dem Höchsten? Soll ich ihm etwa Brandopfer darbringen und einjährige Rinder? 7Sollte wohl der Herr versöhnt werden können durch Tausende von Widdern oder durch viele Tausende von fetten Böcken? Soll ich ihm etwa meinen Erstgebornen als Opfer für meine Missetat hingeben, meines Leibes Frucht als Schuldopfer für meine Seele? 8Ich will dir kundtun, o Mensch! Was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich: Recht zu üben und Barmherzigkeit zu lieben und mit Sorgfalt vor deinem Gotte zu wandeln. 9Die Stimme des Herrn ruft der Stadt zu und Heil wird denen, die deinen Namen fürchten: Höret, ihr Stämme! Aber wer wird es gutheißen? 10Noch ist Feuer im Hause es Gottlosen, Schätze der Ungerechtigkeit, und zu geringes Maß erfüllt mit Zorn. 11Sollte ich ungerechte Waage gutheißen und trügerisches Gewicht im Beutel? 12Hierdurch sind ihre Reichen mit Unrecht erfüllt, ihre Bewohner reden Lüge und trügerisch ist die Zunge in ihrem Munde. 13So fange auch ich denn an, dich deshalb mit Verderben zu schlagen um deiner Sünden willen. 14Wenn du issest, sollst du nicht satt werden und deine Demütigung wird in deiner Mitte sein; wenn du nach etwas greifst, wirst du es nicht erfassen, und die du rettest, werde ich dem Schwerte preisgeben. 15Wenn du säest, wirst du nicht ernten; wenn du Oliven kelterst, wirst du dich nicht mit Öl salben; wenn du Most kelterst, wirst du keinen Wein trinken. 16Hast du doch die Satzungen Amris beobachtet und alles Tun des Hauses Achab und bist nach all seinen Gelüsten gewandelt, damit ich dich dem Verderben hingebe und die Bewohner derselben dem Gespött; ja, die Schmach meines Volkes sollt ihr tragen.
Micha 7
1Wehe mir! denn es ist mir ergangen wie einem, der im Herbste nach der lese Trauben sammelt; keine Traube ist mehr da zum Essen, nach Frühfeigen verlangt meine Seele. 2Verschwunden sind die Frommen aus dem Lande und Rechtschaffene sind nicht mehr unter den Menschen; alle lauern auf Blut, ein jeder stellt seinem Nächsten nach ihn zu morden. 3Das Böse ihrer Hände nennen sie gut, der Fürst verlangt und der Richter richtet um Entgelt, der Große redet nach den Gelüsten seiner Seele, so verwirren sie Jerusalem. 4Der Beste unter ihnen gleicht dem Dornstrauch und der Rechtschaffene dem Stachel einer Hecke, der Tag, der dir vorgesehen ward, deine Heimsuchung naht; jetzt wird Vernichtung über sie hereinbrechen. 5Trauet dem Freunde nicht, setzet kein Vertrauen auf den Fürsten; vor dem Weibe, das an deinem Busen ruht, wahre die Pforte deines Mundes! 6Denn der Sohn bereitet dem Vater Schmach, die Tochter lehnt sich auf wider ihre Mutter, die Schwiegertochter wider ihre Schwiegermutter, und des Mannes Feinde sind seine Hausgenossen. 7Ich aber will ausschauen nach dem Herrn, harren auf Gott, meinen Heiland, erhören wird mich mein Gott. 8Freue dich nicht über mich, meine Feindin! Dass ich gefallen bin, ich werde wieder aufstehen; wenn ich auch in Finsternis sitze, ist doch der Herr mein Licht. 9Den Grimm des Herrn will ich tragen, denn ich habe mich wider ihn versündigt, bis er meine Streitsache schlichtet und mir recht schafft. Er wird mich zum Lichte führen und ich werde seine Gerechtigkeit schauen. 10Das soll meine Feindin sehen und mit Scham bedeckt werden, sie, die zu mir spricht: Wo ist der Herr, dein Gott? Meine Augen werden sich an ihr weiden, bald wird sie zertreten werden wie Gassenkot. 11Es kommt der Tag, da deine Mauern wieder gebaut werden, an jenem Tage wird weit die Satzung entfernt. 12An jenem Tage werden sie auch bis zu dir kommen von Assur bis zu den festen Städten und von den festen Städten bis zum Strome und von Meer zu Meer, von Gebirg zu Gebirg. 13Das Land aber wird wegen ihrer Bewohner, ob der Frucht ihrer Anschläge, zur Wüste werden. 14Weide dein Volk mit deinem Stabe, die Herde deines Erbes, die einsam Wohnenden, im Waldgebirge auf des Karmels Mitte; lass sie weiden in Basan und Galaad, wie in den Tagen der Vorzeit! 15Wie in den Tagen, als du aus dem Lande Ägypten auszogst, will ich es Wunder schauen lassen. 16Die Völker werden es sehen und zuschanden werden mit all ihrer Macht; sie werden die Hand auf den Mund legen, ihre Ohren werden taub. 17Sie werden Staub lecken wie die Schlangen, wie das Gewürm der Erde aufgescheucht werden in ihren Häusern; vor dem Herrn, unserem Gott, werden sie beben, ja Dich fürchten. 18Wer ist ein Gott, dir gleich, der du die Schuld wegnimmst und dem Überreste deines Erbes die Sünden nachsiehst? Er wird nicht ferner seinen Zorn auslassen, denn an Barmherzigkeit hat er Wohlgefallen. 19Er wird sich wiederum unser erbarmen, er wird unsere Verschuldungen vernichten und alle unsere Sünden in die Tiefe des Meeres versenken. 20Du wirst Jakob Wahrheit geben, Abraham Gnade, wie du unsern Vätern von alters her zugeschworen.