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Die Bibel in einem Jahr · Tag 168 von 365

Psalmen 81–84

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Psalmen 81

1Ein Psalm Asaphs. Gott steht da mitten in der Versammlung der Götter, inmitten der Götter halt er Gericht. 2Wie lange wollt ihr ungerecht richten und auf die Person der Sünder Rücksicht nehmen? 3Schaffet dem Dürftigen und dem Waisen recht, verhelfet dem Niedrigen und Armen zum Rechte! 4Rettet den Armen und befreiet den Dürftigen aus der Hand des Sünders. 5Sie sind ohne Einsicht und ohne Verstand, im Finstern gehen sie einher, es wanken alle Grundfesten der Erde. 6Ich sprach: Ihr seid zwar Götter und insgesamt Söhne des Höchsten, 7aber wie Menschen werdet ihr sterben und wie der Fürsten einer fallen. 8Erhebe dich, o Gott! richte die Erde, denn du bist immerdar Herr über alle Völker.

Psalmen 82

1Ein Psalmlied Asaphs. 2Gott! wer ist dir gleich? o schweige nicht und halte nicht ein, o Gott! 3Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, erheben das Haupt. 4Wider dein Volk fassen sie bösen Ratschlag, machen Anschläge wider deine Heiligen. 5Sie sprechen: Kommet, lasset uns sie vertilgen, dass sie kein Volk mehr seien, dass Israels Name nicht mehr genannt werde! 6Denn sie haben sich einmütig beraten, allzumal wider dich einen Bund geschlossen, 7die Gezelte der Edomiter und die Ismaheliter, Moab und die Agarener, 8Gebal, Ammon und Amalek, die Fremden mit den Bewohnern von Tyrus. 9Auch Assur kommt mit ihnen, sie kommen den Söhnen Lots zu Hilfe. 10Tue ihnen wie Madian und Sisara, wie Jabin am Bache Kison. 11Sie kamen um bei Endor, wurden wie Dünger für das Land. 12Mache ihre Fürsten wie Oreb und Zeb, wie Zebee und Salmana alle ihre Fürsten, 13sie, die da sprachen: Lasset uns das Heiligtum Gottes als Erbe in Besitz nehmen! 14Mein Gott! mache sie einem Wirbel gleich und wie Spreu vor dem Winde. 15Wie Feuer, das den Wald entzündet, und wie eine Flamme, die Berge verbrennt, 16so verfolge sie mit deinem Sturme und schrecke sie mit deinem Zorne! 17Erfülle ihr Angesicht mit Schmach, dass sie deinen Namen suchen, o Herr! 18Sie sollen beschämt und verwirrt werden auf immer und zuschanden werden und zugrunde gehen. 19Und sie sollen erkennen, dass Herr dein Name ist, dass du der Höchste allein bist auf der ganzen Erde.

Psalmen 83

1Zum Ende, für die Keltern, ein Psalm von den Söhnen Kores. 2Wie lieblich sind deine Wohnungen, o Herr der Heerscharen! 3Meine Seele sehnt sich und schmachtet nach den Vorhöfen des Herrn. Mein Herz und mein Leib jubeln dem lebendigen Gott zu. 4Denn der Sperling findet für sich ein Haus und die Turteltaube ein Nest, in das sie ihre Jungen lege. Deine Altäre, Herr der Heerscharen, mein König und mein Gott! 5Glückselig, die in deinem Hause wohnen, o Herr! allezeit loben sie dich. 6Glückselig der Mann, der von dir seine Hilfe erwartet! er hat in seinem Herzen sich Wege gebahnt 7im Tränentale hin zu dem Orte, den Gott gesetzt. 8Denn Segen verleiht der Gesetzgeber, man geht von Kraft zu Kraft; auf Sion wird der höchste Gott geschaut. 9O Herr, Gott der Heerscharen! Höre auf mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs! 10O blicke herab, Gott, unser Beschirmer! und schaue auf das Angesicht deines Gesalbten, 11denn besser ist ein Tag in deinen Vorhöfen als sonst tausend. Lieber will ich der Geringste im Hause meines Gottes sein als in den Hütten der Sünder wohnen. 12Denn Gott liebt Erbarmen und Wahrhaftigkeit, Gnade und Herrlichkeit verleiht der Herr. 13Nicht versagt er Gutes denen, die unsträflich wandeln; Herr, der Heerscharen! glückselig ist der Mensch, der auf dich vertraut!

Psalmen 84

1Zum Ende, von den Söhnen Kores, ein Psalm. 2Du hast dein Land gesegnet, o Herr, hast die Gefangenschaft Jakobs gewendet. 3Du hast die Verschuldung deines Volkes nachgelassen, alle ihre Sünden bedeckt. 4Du hast all dein Zürnen gemildert, abgelassen von dem Grimme deines Zornes. 5Stelle uns wieder her, o Gott, unser Heil! und wende deinen Zorn von uns ab. 6Willst du denn ewig über uns zürnen? Oder deinen Zorn von Geschlecht zu Geschlecht ausdehnen? 7Belebe uns, Gott! von neuem, und dein Volk wird sich deiner freuen. 8Lass uns, Herr! dein Erbarmen schauen und schenke uns dein Heil. 9Ich will hören, was Gott, der Herr, in mir redet. Er redet von Frieden zu seinem Volke und zu seinen Heiligen und zu denen, die sich ihm von Herzen zuwenden. 10Ja, nahe ist sein Heil denen, die ihn fürchten, dass Herrlichkeit in unserm Lande wohne. 11Barmherzigkeit und Treue begegnen einander, Gerechtigkeit und Friede küssen sich. 12Treue sproßt aus der Erde hervor und Gerechtigkeit schaut vom Himmel herab. 13Denn Gutes gewährt der Herr und unsere Erde bringt ihre Frucht. 14Gerechtigkeit geht vor ihm her und schreitet fort auf seinem Wege.

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