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Die Bibel in einem Jahr · Tag 116 von 365

Nehemia 5–8

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Nehemia 5

1Es erhob sich aber ein großes Geschrei seitens des Volkes und ihrer Frauen gegen ihre Brüder, die Juden. 2Einige sagten: Unsere Söhne und unsere Töchter sind überaus zahlreich; wir wollen Getreide für ihren Wert nehmen, dass wir zu essen haben und am Leben bleiben. 3Andere sagten: Wir wollen unsere Äcker und Weinberge und unsere Häuser verpfänden, um Getreide in der Hungersnot zu bekommen. 4Wieder andere sprachen: Wir wollen Geld entlehnen zur Steuer für den König und unsere Äcker und Weinberge hingeben. 5Und nun, obgleich unser Fleisch wie unserer Brüder Fleisch ist und unsere Söhne wie ihre Söhne, sehet, so unterwerfen wir doch unsere Söhne und unsere Töchter der Dienstbarkeit, und es sind schon einige von unsern Töchtern leibeigene Mägde, ohne dass wir die Mittel haben, sie loszukaufen, und unsere Äcker und unsere Weinberge besitzen andere. 6Da zürnte ich sehr, als ich ihr Geschrei und diese Reden hörte, 7und ich überlegte alles in meinem Herzen und schalt die Vornehmen und die Vorsteher und sprach zu ihnen: Ihr treibt Wucher, ein Bruder an dem andern? Und ich berief wider sie eine große Versammlung 8und sprach zu ihnen: Wir haben nach unserm Vermögen, wie ihr wisst, unsere Brüder, die Juden, losgekauft, die den Völkern verkauft waren; und ihr wollt nun eure Brüder verkaufen, dass wir sie loskaufen sollen? Da schwiegen sie und wussten nichts zu antworten. 9Und ich sprach zu ihnen: Was ihr da tut, ist nicht gut. Warum wandelt ihr nicht in der Furcht unsers Gottes, damit uns nichts von den Völkern, unsern Feinden, vorgeworfen werde? 10Auch ich und meine Brüder und meine Knechte haben sehr vielen Geld und Getreide geliehen, lasset uns insgemein dies nicht zurückfordern, sondern die Schuld erlassen, die wir ausstehen haben. 11Gebet ihnen noch heute ihre Äcker, ihre Weinberge, ihre Ölgärten und ihre Häuser zurück; ja auch den Hundertsten vom Geld, Getreide, Wein und Öl, den ihr von ihnen zu fordern pflegt, gebet an ihrer Statt. 12Da sprachen sie: Wir wollen es zurückgeben und von ihnen nichts fordern und wollen tun, wie du sagst. Und ich berief die Priester und nahm ihnen einen Eid ab, dass sie dem gemäß tun würden, was ich ihnen gesagt hatte. 13Überdies schüttelte ich mein Kleid aus und sprach: So schüttle Gott einen jeden von seinem Hause und seinem Besitze aus, der dies Wort nicht erfüllt; so werde er ausgeschüttelt und werde leer! Da sprach die ganze Gemeinde: Amen! Und sie lobten Gott. Das Volk tat also, wie gesagt war. 14Von dem Tage an aber, da der König mir befohlen hatte, Statthalter im Lande Juda zu sein, vom zwanzigsten Jahre bis zum zweiunddreißigsten Jahre des Königs Artaxerxes, zwölf Jahre hindurch, verzehrte ich mit meinen Brüdern die Jahreseinkünfte nicht, welche dem Statthalter gebührten; 15denn die früheren Statthalter, die vor mir da waren, hatten das Volk belastet und von ihm, zu Brot und Wein, noch täglich vierzig Sekel Silber genommen, dazu hatten ihre Diener das Volk bedrückt. Ich aber tat dies nicht aus Furcht vor Gott, 16vielmehr baute ich selbst an der Mauer mit und kaufte keinen Acker, und alle meine Knechte waren insgesamt bei der Arbeit. 17Und die Juden, sowohl die Vorsteher, hundertfünfzig an Zahl, als auch die, welche von den Völkern um uns her zu uns kamen, aßen an meinem Tische. 18Und man bereitete mir Tag für Tag einen Stier und sechs auserlesene Widder, außer dem Geflügel, und je innerhalb zehn Tagen gab ich verschiedenen Wein und vieles andere; und bei alledem forderte ich das Einkommen meiner Statthalterwürde nicht, denn das Volk war sehr verarmt. 19Mein Gott! gedenke alles dessen, was ich diesem Volke getan, für mich zum Guten!

Nehemia 6

1Es begab sich aber, als Sanaballat und Tobias und Gossem, der Araber, und unsere übrigen Feinde hörten, dass ich die Mauer aufgebaut habe und dass keine Lücke mehr darin sei (doch hatte ich bis zu der Zeit die Pforten noch nicht in die Tore eingesetzt), 2sandten Sanaballat und Gossem zu mir und ließen sagen: Komm und lass uns in den Dörfern in der Ebene Ono einen Bund miteinander schließen. Sie dachten aber, mir Böses zu tun. 3Ich sandte also Boten zu ihnen und antwortete: Ich habe ein großes Werk zu vollbringen und kann nicht hinabkommen, damit es nicht etwa vernachlässigt werde, wenn ich gehe und zu euch hinabziehe. 4Da sandten sie wohl viermal zu mir mit der gleichen Aufforderung, ich aber antwortete ihnen wie zuvor. 5Da sandte Sanaballat seine Diener zum fünften Male an mich mit dem früheren Ansinnen, der Diener hatte einen Brief, in dem geschrieben stand: 6Es geht das Gerücht unter den Völkern und Gossem sagt, dass ihr, du und die Juden, euch zu empören gedenkt und dass du darum die Mauer bauest und dich über sie zum Könige erheben wollest; deshalb 7habest du auch Propheten bestellt, die von dir in Jerusalem ausrufen und sagen sollen: Es ist ein König in Judäa! Diese Reden werden dem Könige zu Ohren kommen; darum komm jetzt, dass wir mit einander eine Beratung halten. 8Doch ich sandte zu ihnen und ließ ihnen sagen: Nichts derartiges ist geschehen, wie du sagst, denn aus deinem Herzen erdichtest du dies. 9Diese alle nämlich suchten uns zu schrecken, indem sie dachten, unsere Hände würden von der Arbeit ablassen und wir würden einhalten. Darum stärkte ich meine Hände noch mehr. 10Und ich ging heimlich in das Haus Semajas, des Sohnes Dalajas, des Sohnes Metabeels. Dieser sprach: Lass uns im Hause Gottes im Innern des Tempels zusammenkommen und die Türen des Gotteshauses schließen; denn man wird kommen, dich zu töten, und zwar wird man des Nachts kommen, dich zu ermorden. 11Ich sprach: Flieht etwa ein Mann wie ich? Und wer meinesgleichen dürfte den Tempel betreten und am Leben bleiben? Ich werde denselben nicht betreten! 12Und ich erkannte, dass Gott ihn nicht gesandt hatte, sondern dass er nur zu mir gesprochen, wie wenn er weissagte, und dass Tobias und Sanaballat ihn gedungen hatten. 13Er hatte nämlich Geld angenommen, dass ich aus Furcht handeln oder sündigen sollte und sie etwas Böses hätten, das sie mir vorwerfen könnten. 14Gedenke meiner, Herr! wegen Tobias und Sanaballats, nach diesen ihren Taten, und der Prophetin Noadia und der übrigen Propheten, die mich zu schrecken suchten. 15Die Mauer aber wurde fertig am fünfundzwanzigsten Tage des Monats Elul, nach zweiundfünfzig Tagen. 16Als nun alle unsere Feinde dies hörten, geschah es, dass alle Völker rings um uns her in Furcht gerieten und verzagt wurden und erkannten, dass dieses Werk von Gott ausgeführt war. 17In diesen Tagen wurden auch viele Briefe von angesehenen Juden an Tobias gesendet und kamen von Tobias solche an sie; 18denn es waren viele in Judäa, die sich ihm durch einen Eidschwur zugesellt hatten, weil er der Tochtermann Sechenias, des Sohnes des Areas, war und sein Sohn Johanan die Tochter Mosollams, des Sohnes Barachias, zur Frau genommen hatte; 19ja, sie lobten sich sogar vor mir und hinterbrachten ihm meine Worte, und Tobias sandte Briefe, mir Furcht einzujagen.

Nehemia 7

1Nachdem nun die Mauer gebaut war, hängte ich die Tore ein und musterte die Türhüter und Sänger und Leviten 2und befahl meinem Bruder Hanani und Hananias, dem Obersten des Hauses in Jerusalem (denn dieser galt mehr als alle übrigen für wahrhaftig und gottesfürchtig,) 3und sprach zu ihnen: Die Tore zu Jerusalem sollen nicht geöffnet werden, ehe die Sonne heiß scheint. Und während sie noch dabei standen, wurden die Tore verschlossen und verriegelt und ich stellte Wachen von den Bewohnern Jerusalems auf, einen jeden wie ihn die Reihe traf, und einem jeden seinem Hause gegenüber. 4Die Stadt aber war sehr weit ausgedehnt und groß und des Volkes wenig in ihr, und Häuser waren noch nicht gebaut. 5Da gab Gott mir in das Herz, die Angesehensten und die Vorsteher und das Volk zu versammeln, um sie aufzuzeichnen; und ich fand das Buch der Aufzeichnung derjenigen, welche zuerst heraufgekommen waren, und es fand sich darin also geschrieben: 6Dies sind die Söhne des Landes aus der Gefangenschaft der Verbannten, welche Nabuchodonosor, der König von Babylon, weggeführt hatte und die nach Jerusalem und Judäa zurückgekehrt sind, ein jeder in seine Stadt. 7Die mit Zorobabel kamen, sind: Josue, Nehemias, Azarias, Raamias, Nahamani, Mardochäus, Belsam, Mespharath, Begoai, Nahum, Baana. Die Zahl der Männer aus dem Volke Israel: 8Die Söhne Pharos: zweitausendeinhundertzweiundsiebzig; 9Die Söhne Saphatias: dreihundertzweiundsiebzig; 10die Söhne Areas: sechshundertzweiundfünfzig; 11die Söhne Phahathmoabs von den Söhnen Josues und Joabs; zweitausendachthundertundachtzehn; 12die Söhne Älams: tausendzweihundertvierundfünfzig; 13die Söhne Zethuas: achthundertfünfundvierzig; 14die Söhne Zachais: siebenhundertundsechzig; 15die Söhne Bannuis: sechshundertachtundvierzig; 16die Söhne Bebais: sechshundertachtundzwanzig; 17die Söhne Azgads: zweitausenddreihundertzweiundzwanzig; 18die Söhne Adonikams: sechshundertsiebenundsechzig; 19die Söhne Beguais: zweitausendsiebenundsechzig; 20die Söhne Adins: sechshundertfünfundfünfzig; 21die Söhne Aters, des Sohnes Hezekias: achtunneunzig; 22die Söhne Hasems: dreihundertachtundzwanzig; 23die Söhne Besais: dreihundertvierundzwanzig; 24die Söhne Harephs: hundertundzwölf; 25die Söhne von Gabaon: fünfundneunzig; 26die Söhne von Bethlehem und Netupha: hundertachtundachtzig; 27die Männer von Anathoth: hundertachtundzwanzig; 28die Männer von Bethazmoth: zweiundvierzig; 29die Männer von Kariathiarim, Kephira und Beroth: siebenhundertdreiundvierzig; 30die Männer von Rama und Geba: sechshunderteinundzwanzig; 31die Männer von Machmas: hundertzweiundzwanzig; 32die Männer von Bethel und Hai: hundertdreiundzwanzig; 33die Männer vom andern Nebo: zweiundfünfzig; 34die Männer von dem andern Älam: tausendzweihundertvierundfünfzig; 35die Söhne Harems: dreihundertundzwanzig; 36die Söhne von Jericho: dreihundertfünfundvierzig; 37die Söhne von Lod, Hadid und Ono: siebenhunderteinundzwanzig; 38die Söhne von Senaa: dreitausendneunhundertunddreißig. 39Die Priester: Die Söhne Idajas im Hause Josues: neunhundertdreiundsiebzig; 40die Söhne Emmers: tausendzweiundfünfzig; 41die Söhne Phashurs: tausendzweihundertsiebenundvierzig; 42die Söhne Arems: tausendundsiebzehn. Leviten: 43die Söhne Josues und Kedmihels, von den Söhnen 44Odujas: vierundsiebzig. Sänger: 45Die Söhne Asaphs: hundertachtundvierzig. 46Die Türhüter: Die Söhne Sellums, die Söhne Aters, die Söhne Telmons, die Söhne Akkubs, die Söhne Hatitas, die Söhne Sobais: hundertachtunddreißig. 47Die Nathinäer: die Söhne Sohas, die Söhne Hasuphas, die Söhne Tebbaoths, 48die Söhne Keros, die Söhne Siaas, die Söhne Phadons, die Söhne Lebanas, die Söhne Hagabas, die Söhne Selmais, 49die Söhne Hanans, die Söhne Geddels, die Söhne Gahers, 50die Söhne Raajas, die Söhne Rasins, die Söhne Nekodas, 51die Söhne Gezems, die Söhne Azas, die Söhne Phaseas, 52die Söhne Besais, die Söhne Munims, die Söhne Nephussims, 53die Söhne Bakbuks, die Söhne Hakuphas, die Söhne Harhurs, 54die Söhne Besloths, die Söhne Mahidas, die Söhne Harsas, 55die Söhne Berkos, die Söhne Sisaras, die Söhne Themas, 56die Söhne Nasias, die Söhne Hatiphas, 57die Söhne der Knechte Salomons, die Söhne Sothais, die Söhne Sophereths, die Söhne Pharidas, 58die Söhne Jahalas, die Söhne Darkons, die Söhne Jeddels, 59die Söhne Saphatias, die Söhne Hatils, die Söhne Phochereths, der von Sabaim stammte, dem Sohne Amons. 60Die Nathinäer und die Söhne der Knechte Salomons waren zusammen dreihundertzweiundneunzig. 61Diese aber sind es, welche von Thelmela, Thelharsa, Cherub, Abdon und Emmer herbeizogen, ohne das Haus ihrer Väter und ihrer Abkunft angeben zu können, ob sie aus Israel seien: 62die Söhne Dalajas, die Söhne Tobias, die Söhne Nekodas: sechshundertzweiundvierzig. 63Und von den Priestern: die Söhne Habias, die Söhne Akkos, die Söhne Berzellais, der von den Töchtern Berzellais, des Galaaditers, ein Weib nahm und nach dem Namen jener genannt ward. 64Diese suchten ihren Namen im Verzeichnisse, fanden ihn aber nicht und wurden von dem Priestertume ausgeschlossen. 65Und der Athersatha verbot ihnen vom Allerheiligsten zu essen, bis ein Priester mit Weisheit und Kenntnis aufstehe. 66Die ganze Menge war wie ein Mann, zweiundvierzigtausend dreihundertundsechzig, 67ohne ihre Knechte und Mägde, deren es siebentausenddreihundertsiebenunddreißig gab, und unter denselben waren zweihundertfünfundvierzig Sänger und Sängerinnen. 68Ihre Pferde waren siebenhundertsechsunddreißig, ihre Maultiere zweihundertfünfundvierzig, 69ihre Kamele vierhundertfünfunddreißig, Esel sechstausendsiebenhundertundzwanzig. Bis hierher wird berichtet, was in dem Verzeichnisse der Zählung geschrieben war; weiterhin wird nur die Geschichte Nehemias fortgesetzt. 70Aber einige von den Häuptern der Geschlechter trugen zum Baue bei. Der Athersatha gab für den Schatz tausend Goldstücke, fünfzig Schalen, fünfhundertunddreißig Priesterkleider 71Und einige von den Häuptern der Geschlechter gaben zum Bauschatze zwanzigtausend Goldstücke und zweitausendzweihundert Minen Silber. 72Was das übrige Volk gab, betrug: zwanzigtausend Goldstücke und zweitausend Minen Silber und siebenundsechzig Priesterkleider. 73Die Priester aber, die Leviten, die Türhüter, die Sänger und das übrige Volk und die Nathinäer und ganz Israel wohnten in ihren Städten.

Nehemia 8

1Als nun der siebte Monat herankam, waren die Söhne Israels in ihren Städten. Da versammelte sich alles Volk wie ein Mann auf dem Platze vor dem Wassertore und sie sagten zu Esdras, dem Schriftgelehrten, er solle das Buch des Gesetzes Moses herbeibringen, das der Herr für Israel gegeben hatte. 2Da brachte Esdras, der Priester, das Gesetz vor die Versammlung der Männer und Frauen und vor alle, die es verstehen konnten, am ersten Tage des siebten Monats. 3Und er las daraus, auf dem Platze vor dem Wassertore, laut vor, vom Morgen bis zum Mittage, in Gegenwart der Männer und Frauen und derer, die es verstehen konnten; und die Ohren des ganzen Volkes lauschten auf das Buch. 4Esdras aber, der Schriftgelehrte, stand auf einer Erhöhung von Holz, welche er gemacht hatte, um von dort herab zu reden, und neben ihm standen Mathathias, Semeja, Ania, Uria, Helkia und Maasia zu seiner Rechten, und zur Linken Phadaja, Misael, Melchia, Hasum, Hasbadana, Zacharias und Mosollam. 5Und Esdras öffnete das Buch vor dem ganzen Volke, denn er ragte über das ganze Volk empor; und als er es öffnete, stand das ganze Volk. 6Dann lobte Esdras den Herrn, den großen Gott, und das ganze Volk antwortete: Amen, Amen! Indem sie ihre Hände aufhoben und sich verneigten und Gott anbeteten, das Angesicht zur Erde gebeugt. 7Und Josue, Bani, Serebia, Jamin, Akkub, Septhai, Odia, Maasia, Kelita, Azarias, Jozabed, Hanan und Phalaja, die Leviten, sorgten für die Stille unter dem Volke, damit es das Gesetz hören konnte; das Volk aber stand an seiner Stelle. 8Da lasen sie aus dem Buche des Gesetzes Gottes deutlich und das Verständnis vermittelnd vor, so dass jene es verstanden, als es gelesen wurde. 9Nehemias aber (das ist der Athersatha) und Esdras, der Priester und Schriftgelehrte, und die Leviten, welche dem ganzen Volke die Auslegung gaben, sprachen: Dieser Tag ist dem Herrn, unserm Gott, geheiligt! seid nicht traurig und weinet nicht. Denn das ganze Volk weinte, als es die Worte des Gesetzes hörte. 10Dann sprach er zu ihnen: Gehet hin, esset Fettstücke und trinket süße Getränke und sendet denen, die nichts für sich vorrätig haben, Anteile, denn der Tag ist dem Herrn geheiligt; und seid nicht traurig, denn die Freude im Herrn ist unsere Stärke. 11Die Leviten aber beruhigten das ganze Volk und sprachen: Seid stille! denn der Tag ist heilig, und seid nicht bekümmert. 12Da ging alles Volk hinweg, um zu essen und zu trinken und Anteile zu versenden und große Freude zu veranstalten, denn sie hatten die Worte verstanden, die er sie gelehrt hatte. 13Am zweiten Tage versammelten sich die Häupter der Geschlechter des ganzen Volkes, die Priester und Leviten, bei Esdras, dem Schriftgelehrten, dass er ihnen die Worte des Gesetzes erklärte. 14Und sie fanden im Gesetze geschrieben, dass der Herr durch Moses befohlen habe, die Söhne Israels sollten an dem Feste im siebten Monate in Hütten wohnen 15und sollten in allen ihren Städten und in Jerusalem ausrufen und laut verkünden und sagen: Gehet hinaus auf das Gebirge und holet Ölzweige und Zweige von den schönsten Bäumen, Myrtenzweige und Palmenzweige und Zweige von laubreichen Bäumen, um Hütten zu machen, wie geschrieben steht. 16Da ging das Volk hinaus und sie holten solche. Und ein jeder machte sich Hütten auf seinem Dache oder in seinem Hofe oder in dem Vorhofe des Hauses Gottes oder auf dem Platze am Wassertore oder auf dem Platze am Tore Ephraim. 17So machte die ganze Gemeinde derer, welche aus der Gefangenschaft zurückgekehrt waren, Hütten und sie wohnten in den Hütten, denn die Söhne Israels hatten solches von den Tagen Josues, des Sohnes Nuns, bis auf diesen Tag nicht getan. Und es herrschte eine sehr große Freude. 18Er las aber aus dem Buche des Gesetzes Gottes Tag für Tag, vom ersten Tage bis zum letzten Tage; und sie feierten das Fest sieben Tage lang und am achten Tage die Versammlung nach der Vorschrift.

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