Zum Inhalt springen

Die Bibel in einem Jahr · Tag 111 von 365

2. Chronik 33–36

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

2. Chronik 33

1Zwölf Jahre war Manasses alt, als er König ward, und fünfundzwanzig Jahre herrschte er in Jerusalem. 2Er tat aber, was vor dem Herrn böse war, gemäß den Greueln der Völker, welche der Herr vor den Söhnen Israels vertilgt hatte, 3und er baute die Höhen wieder auf, welche sein Vater Ezechias niedergerissen hatte, und errichtete den Baalen Altäre und machte Haine und betete das gesamte Himmelsheer an und diente demselben. 4Auch erbaute er Altäre im Hause des Herrn, von welchem der Herr gesprochen hatte: In Jerusalem soll mein Name auf ewig wohnen. 5Er baute sie aber für das ganze Himmelsheer in beiden Vorhöfen des Hauses des Herrn. 6Und er ließ seine Söhne im Tale Benennom durch das Feuer gehen; er gab acht auf Träume, beobachtete den Vogelflug, trieb Wahrsagerei und hatte Zauberer und Beschwörer bei sich und tat viel Böses vor dem Herrn, so dass er ihn zum Zorne reizte. 7Auch setzte er ein geschnitztes und gegossenes Bild in das Haus Gottes, von welchem Gott zu David und zu dessen Sohne Salomon gesprochen hatte: In diesem Haus und in Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe, will ich meinen Namen auf ewig wohnen lassen. 8Und ich will den Fuß Israels nicht mehr aus dem Lande weichen lassen, welches ich ihren Vätern gegeben habe; wenn sie anders beobachten, was ich ihnen durch Moses geboten habe, das ganze Gesetz und die Satzungen und die Rechte. 9Und Manasses verführte Juda und die Bewohner von Jerusalem, Böses zu tun, ärger als alle Völker, welche der Herr vor den Söhnen Israels vertilgt hatte. 10Und der Herr redete zu ihm und zu seinem Volke, doch sie wollten nicht hören. 11Darum ließ Gott die Heerführer des Königs von Assyrien über sie kommen, diese nahmen Manasses gefangen und führten ihn in Ketten und Banden nach Babylon. 12Als er so bedrängt war, betete er zu dem Herrn, seinem Gott, und tat vor dem Gott seiner Väter strenge Buße. 13Und er beschwor ihn und flehte inständig und Gott erhörte sein Gebet und führte ihn nach Jerusalem in sein Reich zurück. Da erkannte Manasses, dass der Herr Gott ist. 14Darnach baute er die äußere Mauer der Davidsstadt, gegen Westen vom Gihon im Tale, wo der Eingang durch das Fischtor ist, rings herum bis nach Ophel, und machte sie sehr hoch und setzte Heerführer in alle festen Städte Judas. 15Sodann schaffte er die fremden Götter und das Schnitzbild aus dem Hause des Herrn hinweg, sowie die Altäre, die er auf dem Berge des Hauses des Herrn und zu Jerusalem erbaut hatte, und warf alles aus der Stadt hinaus. 16Weiter stellte er den Altar des Herrn wieder her und brachte darauf Schlachtopfer, Friedopfer und Lobopfer dar und befahl Juda, dem Herrn, dem Gott Israels, zu dienen. 17Indessen opferte das Volk dem Herrn, seinem Gott, noch auf den Höhen. 18Die übrige Geschichte Manasses aber und sein Gebet zu seinem Gott, auch die Worte der Seher, die zu ihm im Namen des Herrn, des Gottes Israels, geredet haben, sind in der Geschichte der Könige von Israel enthalten. 19Auch ist sein Gebet und wie er erhört ward, und alle seine Sünden und Frevel, wie die Orte, an welchen er Höhen erbaute und Haine und Bildsäulen errichtete, ehe er Buße tat, in den Reden Hozais geschrieben. 20Manasses also entschlief zu seinen Vätern und man begrub ihn in seinem Hause, sein Sohn Amon ward König an seiner Statt. 21Zweiundzwanzig Jahre war Amon alt, als er König ward, und zwei Jahre herrschte er in Jerusalem. 22Er tat, was vor dem Angesichte des Herrn böse war, wie sein Vater Manasses getan hatte; allen Götzen, welche Manasses hatte machen lassen, brachte er Opfer dar und diente er. 23Das Angesicht des Herrn aber fürchtete er nicht, wie Manasses, sein Vater, es gefürchtet, sondern sündigte noch viel schwerer. 24Da verschworen sich seine Diener wider ihn und töteten ihn in seinem Hause. 25Die übrige Menge des Volkes aber erschlug die, welche Amon getötet hatten, und machte an seiner Statt seinen Sohn Josias zum Könige.

2. Chronik 34

1Acht Jahre war Josias alt, als er König ward, und einunddreißig Jahre herrschte er in Jerusalem. 2Er tat, was vor dem Angesichte des Herrn recht war, und wandelte auf den Wegen seines Vaters David und wich nicht ab, weder zur Rechten, noch zur Linken. 3Im achten Jahre seiner Herrschaft aber, da er noch sehr jung war, fing er an, den Gott seines Vaters David zu suchen, und im zwölften Jahre, nachdem er König geworden war, reinigte er Juda und Jerusalem von den Höhen und den Hainen und den Götzenbildern und geschnitzten Bildern. 4Und sie zerstörten vor seinen Augen die Altäre der Baale und zerbrachen die Bildsäulen, welche auf denselben standen; auch hieb er die Haine um und zerbrach die geschnitzten Bilder und zerstreute die Trümmer über die Gräber derjenigen, die ihnen zu opfern pflegten. 5Überdies verbrannte er die Gebeine der Priester auf den Altären der Götzen und reinigte so Juda und Jerusalem. 6Aber auch in den Städten Manasses, Ephraims und Simeons, bis nach Nephthali hin, zerstörte er alles. 7Und nachdem er die Altäre niedergerissen, die Haine vernichtet und die geschnitzten Bilder in Stücke zerschlagen und alle Götzenhäuser im ganzen Lande Israel zerstört hatte, kehrte er nach Jerusalem zurück. 8Im achtzehnten Jahre seiner Herrschaft aber, als das Land und der Tempel des Herrn schon gereinigt war, sandte er Saphan, den Sohn Eselias, Maasias, den Obersten der Stadt, und Joha, den Sohn des Joachaz; den Kanzler, um das Haus des Herrn, seines Gottes, wiederherzustellen. 9Diese kamen zu dem Hohenpriester Helkias und empfingen von ihm das Geld, welches in das Haus des Herrn gebracht worden war und das die Leviten und die Türhüter von Manasse und Ephraim und allen, die in Israel übriggeblieben waren und von ganz Juda und Benjamin und den Bewohnern von Jerusalem gesammelt hatten, 10und sie übergaben es den Vorstehern der Arbeiter im Hause des Herrn, dass sie den Tempel wiederherstellten und alles Schadhafte wieder ausbesserten. 11Diese aber gaben es den Werkmeistern und Steinmetzen, dass sie aus den Steinbrüchen Steine kauften und Holz für die Bindebalken des Gebäudes und zum Gebälke für die Häuser, welche die Könige von Juda zerstört hatten. 12Und sie taten alles getreulich. Über die Arbeiter aber waren Jahath und Abdias von den Söhnen Meraris, Zacharias und Mosollam von den Söhnen Kaaths gesetzt und trieben zur Arbeit an; sie waren alle Leviten, welche auf Instrumenten zu spielen verstanden. 13Über die aber, welche zu verschiedenen Bedarfe Lasten tragen, waren die Schreiber und Aufseher und Türhüter aus den Leviten gesetzt. 14Als sie nun das Geld, welches man in den Tempel des Herrn gebracht hatte, herausnahmen, fand Helkias, der Priester, das Gesetzbuch des Herrn, das durch Moses gegeben war. 15Da sprach er zu Saphan, dem Schreiber: Ich habe das Gesetzbuch im Hause des Herrn gefunden, und gab es ihm. 16Dieser aber brachte das Buch zu dem Könige und berichtete ihm also: Alles, was du deinen Dienern aufgetragen hast, siehe, wird vollbracht. 17Sie haben das Geld, das man im Hause des Herrn gefunden, zusammengetan und es ist den Vorstehern über die Arbeiter und die verschiedenen Werkleute übergeben worden. 18Dazu hat mir Helkias, der Priester, dieses Buch gegeben. Als er nun vor dem Könige daraus las 19und dieser die Worte des Gesetzes hörte, zerriss er seine Kleider 20und er gebot Helkias und Ahikam, dem Sohne Saphans, und Abdon, dem Sohne Michas, und Saphan, dem Schreiber, und Asaa, dem Diener des Königs, also: 21Gehet hin und bittet den Herrn für mich und für die, welche in Israel und Juda übrig sind, wegen aller Worte dieses Buches, das aufgefunden worden ist; denn groß ist der Grimm des Herrn, der sich über uns ergossen hat, weil unsere Väter die Worte des Herrn nicht bewahrt haben, dass sie alles taten, was in diesem Buche geschrieben steht. 22Da ging Helkias und die, welche zugleich vom Könige gesandt waren, zu der Prophetin Olda, dem Weibe Sellums, des Sohnes Thekuaths, des Sohnes Hasras, des Kleiderhüters, die in Jerusalem im andern Teile wohnte, und redeten zu ihr die Worte, welche wir oben erzählt haben. 23Diese aber antworteten ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Saget dem Manne, der euch zu mir gesendet hat: 24So spricht der Herr: Siehe, ich werde über diesen Ort und über diese Bewohner das Unglück und alle Flüche kommen lassen, die in dem Buche, welches man vor dem Könige von Juda gelesen hat, geschrieben stehen; 25dafür, dass sie mich verlassen und fremden Göttern geopfert haben, so dass sie mich zum Zorne reizten durch alle Werke ihrer Hände, deswegen soll mein Grimm sich über diesen Ort ergießen und nicht erlöschen. 26Zu dem Könige von Juda aber, der euch gesandt hat, den Herrn zu bitten, sprechet also: So spricht der Herr, der Gott Israels: Weil du auf die Worte des Buches gehört hast 27und dein Herz sich erweicht hat und du dich vor dem Herrn gedemütigt hast, um der Dinge willen, welche gegen diesen Ort und die Bewohner von Jerusalem verkündet wurden, und weil du aus Ehrfurcht vor meinem Angesichte deine Kleider zerrissest und vor mir weintest, so habe auch ich dich erhört, spricht der Herr. 28Denn ich werde dich bald zu deinen Vätern abrufen und du sollst in Frieden in dein Grab gebracht werden und deine Augen sollen all das Unglück nicht sehen müssen, welches ich über diesen Ort und über seine Bewohner kommen lassen will. Sie berichteten also dem König alles, was jene gesagt hatte. 29Dieser aber rief alle Ältesten von Juda und Jerusalem zusammen 30und ging in das Haus des Herrn hinauf, zugleich mit allen Männern von Juda und den Bewohnern von Jerusalem, den Priestern und den Leviten und dem ganzen Volke, vom Geringsten bis zum Größten. Und der König las im Hause des Herrn, vor den Ohren aller, alle Worte des Buches, 31und er schloss, auf seinem Wege stehend, den Bund vor dem Herrn, dass er ihm nachwandeln und seine Gebote und Zeugnisse und Rechte von ganzem Herzen und aus ganzer Seele beobachten und tun wollte, was in diesem Buche, das er gelesen hatte, geschrieben war. 32Auch nahm er darüber von allen, die sich in Jerusalem und in Benjamin fanden, einen Eidschwur, und die Bewohner Jerusalems taten dem Bunde des Herrn, des Gottes ihrer Väter, gemäß. 33So schaffte Josias alle Greuel aus allen Gauen der Söhne Israels hinweg und machte, dass alle, die in Israel übrig waren, dem Herrn, ihrem Gott, dienten. So lange er lebte, fielen sie nicht von dem Herrn, dem Gotte ihrer Väter, ab.

2. Chronik 35

1Josias aber hielt in Jerusalem dem Herrn das Phase und es ward am vierzehnten Tage des ersten Monats geschlachtet. 2Auch bestellte er die Priester für ihre Obliegenheiten und ermunterte sie, den Dienst im Hause des Herrn zu verrichten. 3Und zu den Leviten, nach deren Unterweisung ganz Israel sich dem Herrn geheiligt hatte, sprach er: Stellet die Lade in das Heiligtum des Tempels, welchen Salomon, der Sohn Davids, der König von Israel, erbaut hat, denn fortan sollt ihr sie nicht mehr tragen; jetzt aber dienet dem Herrn, eurem Gott, und seinem Volke Israel. 4Rüstet euch nach euern Stammhäusern und Geschlechtern, nach den einzelnen Abteilungen, wie David, der König von Israel, geboten und sein Sohn Salomon das Verzeichnis aufgestellt hat. 5Und tuet Dienst im Heiligtum nach den Familien und Abteilungen der Leviten, 6und heiliget euch und opfert das Phase; auch bereitet es für eure Brüder, dass sie nach den Worten, welche der Herr durch Moses gesprochen, tun können. 7Zudem gab Josias allem Volke, das sich daselbst zur Feier des Phase einfand, Lämmer und Böcklein aus der Herde und von sonstigem Kleinvieh dreißigtausend und dreitausend Rinder; dies alles war aus dem Besitz des Königs. 8Auch seine Fürsten gaben sowohl dem Volke, wie den Priestern und Leviten, was sie freiwillig gelobt hatten. Helkias ferner und Zacharias und Jahiel, die Fürsten im Hause des Herrn, gaben den Priestern, damit diese das Phase halten konnten, zweitausendsechshundert verschiedene Stücke Kleinvieh und dreihundert Rinder. 9Chonenias aber und Semejas und Nathanael, seine Brüder, wie auch Hasabias, Jehiel und Jozabad, die Obersten der Leviten, gaben den übrigen Leviten zur Feier des Phase fünftausend Stück Kleinvieh und fünfhundert Rinder. 10Und der Dienst ward eingerichtet und die Priester standen an ihrer Stelle und die Leviten nach ihren Abteilungen, dem Befehle des Könige gemäß. 11Alsdann ward das Phase geopfert, die Priester sprengten mit ihrer Hand das Blut, während die Leviten den Brandopfern die Haut abzogen; 12und sie schieden die Brandopfer aus, um sie nach den Stammhäusern und Geschlechtern zu verteilen und dem Herrn darzubringen, wie im Buche Moses geschrieben steht; ebenso taten sie mit den Rindern. 13Und sie brieten das Phase am Feuer, wie es im Gesetze vorgeschrieben ist; die Friedopfer aber kochten sie in Pfannen und Kesseln und Töpfen und verteilten sie eilends unter das ganze Volk. 14Darnach bereiteten sie für sich und für die Priester, denn die Priester waren mit der Darbringung der Brandopfer und der Fettstücke bis in die Nacht hinein beschäftigt, deshalb bereiteten die Leviten für sich und die Priester, die Söhne Aarons, zuletzt. 15Auch die Sänger, die Söhne Asaphs, standen in ihrer Ordnung nach dem Gebote Davids und Asaphs und Hemans und Idithuns, der Propheten des Königs; und die Türhüter hielten Hut an allen Toren, so dass sie nicht einen Augenblick von ihrem Dienste abließen, weswegen ihnen auch ihre Brüder, die Leviten, Speise bereiteten. 16So ward der ganze Dienst des Herrn an jenem Tage nach der Vorschrift verrichtet, um das Phase zu halten und die Brandopfer auf dem Altare des Herrn darzubringen, dem Befehle des Josias gemäß. 17Auch die Söhne Israels, welche sich daselbst befanden, hielten das Phase in dieser Zeit und das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang. 18Ein solches Phase, wie dieses, war in Israel seit den Tagen Samuels, des Propheten, nicht gehalten worden und keiner von allen Königen Israels hatte es gefeiert, wie Josias es den Priestern und den Leviten und ganz Juda und Israel, das sich dort befand, und den Bewohnern von Jerusalem veranstaltete. 19Im achtzehnten Jahre der Herrschaft Josias ward diese Phase gefeiert. 20Nachdem Josias den Tempel wiederhergestellt hatte, zog Nechao, der König von Ägypten, herauf, um gegen Charkamis am Euphrat zu kämpfen, und Josias zog ihm entgegen. 21Jener aber sandte Boten an ihn und ließ ihm sagen: Was habe ich mit dir zu schaffen, König von Juda? Nicht gegen dich komme ich heute, sondern ich kämpfe gegen ein anderes Haus, gegen das mir Gott befohlen, eilig zu ziehen. Lass ab, gegen Gott zu handeln, der mit mir ist, damit er dich nicht töte. 22Josias aber wollte nicht zurückkehren, sondern schickte sich zum Kampfe mit ihm an und hörte nicht auf die Worte Nechaos aus dem Munde Gottes, sondern rückte aus, um im Felde von Mageddo den Kampf zu bestehen. 23Dort ward er von den Schützen verwundet und sprach zu seinen Dienern: Führet mich aus dem Kampfe, denn ich bin schwer verwundet. 24Da trugen sie ihn von seinem Wagen auf den zweiten Wagen, der ihm nach Königsbrauch gefolgt war, und brachten ihn nach Jerusalem; dort starb er und ward in der Grabstätte seiner Väter begraben und ganz Juda und Jerusalem betrauerten ihn, 25am meisten Jeremias, dessen Klagelieder über Josias alle Sänger und Sängerinnen bis auf den gegenwärtigen Tag wiederholen, so dass es wie ein Gesetz in Israel ward: Siehe, es steht in den Klageliedern geschrieben. 26Was aber sonst von Josias zu sagen ist und von seinen Werken der Barmherzigkeit, wie solche im Gesetze des Herrn befohlen sind, 27und was er getan, das ist vom Anfang bis zum Ende im Buche der Könige von Juda und Israel beschrieben.

2. Chronik 36

1Hierauf nahm das Volk des Landes Joachaz, den Sohn des Josias, und machte ihn an seines Vaters Statt zum Könige von Jerusalem. 2Dreiundzwanzig Jahre war Joachaz alt, als er König ward, und drei Monate herrschte er in Jerusalem. 3Der König von Ägypten aber setzte ihn ab, als er nach Jerusalem kam, und belegte das Land mit einer Buße von hundert Talenten Silber und einem Talent Gold. 4An seiner Statt machte er seinen Bruder Eliakim zum Könige über Juda und Jerusalem und wandelte seinen Namen in Joakim, Joachaz aber nahm er mit sich und führte ihn nach Ägypten fort. 5Fünfundzwanzig Jahre war Joakim alt, als er König ward, und elf Jahre herrschte er in Jerusalem; er tat, was vor dem Herrn, seinem Gott, böse war. 6Gegen ihn zog Nabuchodonosor, der König der Chaldäer, heran, warf ihn in Ketten und führte ihn nach Babylon. 7Dorthin brachte er auch die Geräte des Herrn und setzte sie in seinen Tempel. 8Die übrige Geschichte Joakims aber und seine Greuel, die er verübt, und was an ihm erfunden ward, das ist im Buche der Könige von Juda und Israel enthalten. Sein Sohn Joachin aber ward König an seiner Statt. 9Acht Jahre war Joachin alt, als er König ward, und drei Monate und zehn Tage herrschte er in Jerusalem; er tat, was vor dem Angesichte des Herrn böse war. 10Als aber ein Jahr um war, sandte der König Nabochodonosor hin und ließ ihn nach Babylon führen, indem er zugleich die kostbarsten Geräte des Hauses des Herrn dorthin brachte; zum Könige aber über Juda und Jerusalem setzte er Sedekias, seines Vaters Bruder, ein. 11Einundzwanzig Jahre war Sedekias alt, als er König ward, und elf Jahre herrschte er in Jerusalem. 12Er tat, was in den Augen des Herrn, seines Gottes, böse war, und hatte keine Scheu vor dem Angesichte Jeremias, des Propheten, der aus dem Munde des Herrn zu ihm redete. 13Er fiel auch vom Könige Nabuchodonosor ab, der ihn bei Gott hatte schwören lassen, und er war halsstarrig und verhärtete sein Herz, so dass er nicht zu dem Herrn, dem Gott Israels, zurückkehrte. 14Ebenso sündigten alle Obersten der Priester und das Volk schwer nach allen Greueln der Völker und verunreinigten das Haus des Herrn, welches er sich in Jerusalem geheiligt hatte. 15Der Herr aber, der Gott ihrer Väter, sandte zu ihnen durch seine Boten, früh und fortwährend mahnend, weil er seines Volkes und seiner Wohnung schonte. 16Sie aber verhöhnten die Boten Gottes und verachteten ihre Worte und spotteten der Propheten, bis der Grimm des Herrn über sein Volk derart wuchs, dass keine Heilung mehr war. 17Denn er ließ den König der Chaldäer über sie kommen und tötete ihre Jünglinge im Hause seines Heiligtums mit dem Schwerte und verschonte nicht Jüngling, nicht Jungfrau, nicht des Greises, ja nicht des Hochbetagten, sondern gab sie alle in seine Hände. 18Auch alle Gerätschaften des Hauses des Herrn, die großen wie die kleinen, sowie die Schätze des Tempels, des Königs und der Fürsten führte er nach Babylon. 19Und die Feinde zündeten das Haus Gottes an, rissen die Mauern von Jerusalem nieder, verbrannten alle Türme und zerstörten alles, was wertvoll war. 20Wer dem Schwerte entrann, ward nach Babylon geführt, in die Knechtschaft des Königs und seiner Söhne, bis der König der Perser zur Herrschaft kam, 21und der Ausspruch des Herrn aus dem Munde des Jeremias erfüllt wurde, und das Land seine Sabbate gefeiert hatte; denn die ganze Zeit, die es verwüstet lag, hielt es Sabbat, bis siebzig Jahre voll waren. 22Im ersten Jahre des Cyrus aber, des Königs der Perser, erweckte der Herr, um das Wort des Herrn zu erfüllen, das er durch den Mund des Jeremias geredet hatte, den Geist des Cyrus, des Königs von Persien, dass er in seinem ganzen Reiche ausrufen und durch Schrift bekannt machen ließ: 23So spricht Cyrus, der König der Perser: Alle Reiche der Erde hat mir der Herr, der Gott des Himmels, gegeben und er hat mir befohlen, ihm ein Haus in Jerusalem, das in Judäa ist, zu bauen. Wer ist unter euch von seinem ganzen Volke? Der Herr sein Gott sei mit ihm und er ziehe hin!

Sie möchten selbst einen Tag einlesen? Zum Lesekalender