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Die Bibel in einem Jahr · Tag 106 von 365

2. Chronik 13–16

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

2. Chronik 13

1Im achtzehnten Jahre des Königs Jeroboam wurde Abia König über Juda. 2Drei Jahre herrschte er in Jerusalem, seine Mutter hieß Michaja, eine Tochter Uriels aus Gabaa; und es war Krieg zwischen Abia und Jeroboam. 3Als nun Abia in den Kampf zog, hatte er viermalhunderttausend streitbare und auserlesene Männer bei sich, Jeroboam aber stellte sich ihm mit achtmalhunderttausend gleichfalls auserlesenen und tapferen Streitern in Schlachtordnung entgegen. 4Da trat Abia auf den Berg Semeron in Ephraim und sprach: Höre, Jeroboam und ihr, ganz Israel! 5Wisset ihr denn nicht, dass der Herr, der Gott Israels, die Herrschaft über Israel auf ewig David gegeben hat, ihm und seinen Söhnen als einen Salzbund? 6Doch Jeroboam, der Sohn Nabats, der Diener Salomons, des Sohnes Davids, erhob sich und empörte sich wider seinen Herrn. 7Und nichtswürdige Leute, Belialssöhne, sammelten sich zu ihm und besiegten Roboam, den Sohn Salomons; denn Roboam war unerfahren und zaghaften Herzens und konnte ihnen nicht standhalten. 8Und nun sagt ihr, dass ihr dem Reiche des Herrn zu widerstehen vermögt, das er durch die Söhne Davids besitzt, und habt eine große Menge Volkes und die goldenen Kälber, welche euch Jeroboam zu Göttern gemacht hat. 9Auch habt ihr die Priester des Herrn, die Söhne Aarons, und die Leviten verstoßen und euch selbst Priester gemacht, wie alle Völker der Länder; wer nur kommt mit einem Stiere von der Herde und mit sieben Widdern, sich in den Priesterstand aufnehmen zu lassen, wird Priester derer, welche keine Götter sind. 10Doch unser Herr ist Gott, den wir nicht verlassen, und als Priester dienen dem Herrn Söhne Aarons und die Leviten üben ihre Amtsverrichtungen. 11Auch bringen sie dem Herrn alle Tage morgens und abends Brandopfer und Räucherwerk dar, zubereitet nach den Vorschriften des Gesetzes, und es werden Schaubrote auf den reinen Tisch gelegt; und bei uns ist der goldene Leuchter und dessen Lampen, dass sie des Abends immer angezündet werden; denn wir halten die Gebote des Herrn, unseres Gottes, den ihr verlassen habt. 12Deswegen ist Gott der Führer in unserem Heere und seine Priester sind da, welche die Trompeten blasen und sie wider euch ertönen lassen. Söhne Israels! Streitet doch nicht wider den Herrn, den Gott eurer Väter, denn es frommt euch nicht. 13Während jener so redete, legte Jeroboam im Rücken einen Hinterhalt und umging, während er den Feinden gegenüberstand, mit seinem Heere Juda, ohne dass dieser es merkte. 14Als nun Juda sich umwandte, sahen sie sich von vorn und von hinten angegriffen und riefen zu dem Herrn, und die Priester fingen an, die Trompeten zu blasen. 15Auch erhoben alle Männer Judas ein Geschrei; und siehe, als sie schrieen, erschreckte Gott Jeroboam und ganz Israel, das Abia und Juda gegenüberstand. 16Da flohen die Söhne Israels vor Juda und Gott gab sie in deren Hand. 17So brachte Abia und sein Volk ihnen eine große Niederlage bei und von Israel fielen verwundet fünfmalhunderttausend tapfere Männer. 18So wurden die Söhne Israels zu jener Zeit verdemütigt und die Söhne Judas wurden mächtig, denn sie vertrauten auf den Herrn, den Gott ihrer Väter. 19Abia aber verfolgte Jeroboam auf der Flucht und nahm ihm von seinen Städten Bethel samt dessen Tochterstädten, Jesana samt dessen Tochterstädten und Ephron samt dessen Tochterstädten weg, 20und Jeroboam konnte nicht mehr standhalten, so lange Abia lebte, der Herr aber schlug ihn, dass er starb. 21So erstarkte Abia in seiner Herrschaft und er nahm vierzehn Frauen und zeugte zweiundzwanzig Söhne und sechzehn Töchter. 22Die übrige Geschichte Abias aber und sein Wandel und seine Taten sind im Buche des Propheten Addo sorgfältig aufgeschrieben.

2. Chronik 14

1Und Abia entschlief zu seinen Vätern, man begrub ihn in der Davidsstadt und sein Sohn Asa ward König an seiner Statt; zu dessen Zeit hatte das Land zehn Jahre Ruhe. 2Asa aber tat, was in den Augen seines Gottes gut und wohlgefällig war, und stürzte die Altäre des fremden Götzendienstes um und die Höhen 3und zerbrach die Bildsäulen und hieb die Haine um 4und befahl Juda, den Herrn, den Gott ihrer Väter, zu suchen und das Gesetz und alle Gebote zu beobachten. 5Und er schaffte aus allen Städten Judas die Altäre und die Götzentempel hinweg und herrschte in Frieden. 6Auch baute er feste Städte in Juda, denn er hatte Ruhe und es entstanden keine Kriege zu seiner Zeit, da der Herr Frieden gab. 7Und er sprach zu Juda: Wir wollen diese Städte bauen und mit Mauern umgeben und mit Türmen und Toren und Riegeln befestigen, so lange alles vom Kriege frei sich der Ruhe erfreut; denn weil wir den Herrn, den Gott unserer Väter, suchten, hat er uns ringsum Frieden gegeben. So bauten sie denn und stießen auf kein Hindernis bei dem Baue. 8Asa aber hatte in seinem Heere solche, die Schild und Speer trugen, aus Juda dreimalhunderttausend, und aus Benjamin solche, die Schild und Bogen führten, zweimalhundertachtzigtausend, insgesamt tapfere Männer. 9Da zog Zara, der Äthiopier, wider sie aus mit seinem Heer von zehnmalhunderttausend Mann und dreihundert Wagen und kam bis nach Maresa. 10Asa aber zog ihm entgegen und stellte sich in Schlachtordnung im Tale Sephata, bei Maresa, auf. 11Und Asa rief zu Gott, dem Herrn, und sprach: Herr! bei dir ist kein Unterschied, ob du mit wenigen helfest oder mit vielen; hilf uns Herr, unser Gott! denn im Vertrauen auf dich und auf deinen Namen sind wie wider diese Menge herangezogen. Herr! du bist unser Gott, lass nicht einen Menschen etwas wider dich vermögen! 12Da ließ der Herr auf die Äthiopier Schrecken fallen vor Asa und Juda und die Äthiopier flohen. 13Und Asa setzte ihnen mit dem Kriegsvolk, das er bei sich hatte, bis Gerara nach; so erlitten die Äthiopier eine völlige Niederlage, denn da der Herr sie schlug und sein Heer stritt, wurden jene vernichtet. So trugen sie denn viele Beute davon 14und schlugen alle Städte rings um Gerara, denn ein großer Schrecken war auf alle gefallen; und sie plünderten die Städte und trugen große Beute davon. 15Auch die Schafhürden zerstörten sie und führten unzählbar viel Vieh und Kamele weg und kehrten nach Jerusalem zurück.

2. Chronik 15

1Auf Azarias aber, den Sohn Odeds, kam der Geist Gottes 2und er trat Asa entgegen und sprach zu ihm: Höret mich, Asa, und ihr, ganz Juda und Benjamin! Der Herr war mit euch, weil ihr mit ihm waret. Wenn ihr ihn sucht, so werdet ihr ihn finden, wenn ihr ihn aber verlasset, so wird er euch verlassen. 3Viele Tage aber werden in Israel vergehen ohne den wahren Gott und ohne lehrende Priester und ohne das Gesetz. 4Und wenn sie in ihrer Bedrängnis sich wieder zu dem Herrn, dem Gott Israels, wenden und ihn suchen, werden sie ihn finden. 5In jener Zeit wird der, der aus- und einzieht, keinen Frieden haben, sondern Schrecknisse werden überall über alle Bewohner der Länder kommen; 6denn ein Volk wird gegen das andere kämpfen und eine Stadt gegen die andere, weil der Herr sie mit aller Art von Bedrängnis verwirren wird. 7Ihr aber seid stark und lasset eure Hände nicht schlaff werden, denn euer Tun wird seinen Lohn finden. 8Als Asa diese Worte und die Weissagung Azarias, des Sohnes Odeds, des Propheten, hörte, fasste er Mut und schaffte die Götzen aus dem ganzen Lande Juda und aus Benjamin und aus den Städten weg, welche er vom Gebirge Ephraim eingenommen hatte, und weihte den Altar des Herrn, welcher vor der Halle des Herrn stand. 9Sodann versammelte er ganz Juda und Benjamin und mit ihnen die Angesessenen aus Ephraim und aus Manasse und aus Simeon; denn es waren zu ihm viele aus Israel geflohen, da sie sahen, dass der Herr, sein Gott, mit ihm war. 10Diese kamen im dritten Monat, im fünfzehnten Jahre der Herrschaft Asas, nach Jerusalem 11und opferten dem Herrn an diesem Tage von der Beute und dem Kriegsgewinne, den sie mitgebracht, siebenhundert Rinder und siebentausend Widder. 12Und er ging hinein, nach Gewohnheit den Bund zu befestigen, dass sie den Herrn, den Gott ihrer Väter, aus ganzem Herzen und aus ganzer Seele suchen sollten. 13Wer aber, sprach er, den Herrn, den Gott Israels, nicht sucht, der soll sterben, klein oder groß, Mann oder Weib! 14Und es schworen dem Herrn mit lautem Jubelgeschrei, mit Trompetenschall und Posaunenklang 15alle, die in Juda waren, und sprachen Beteuerungen aus; denn aus ganzem Herzen schworen sie und mit ganzem Willen suchten sie ihn und fanden ihn; und der Herr gab ihnen Ruhe ringsumher. 16Auch setzte er Maacha, die Mutter des Königs Asa, von ihrer großen Herrschaft ab, weil sie im Haine ein Bild des Priapus gemacht hatte, und er zerschlug und zertrümmerte es und verbrannte es am Bache Cedron. 17Die Höhen aber wurden in Israel nicht abgetan; doch war das Herz Asas ungeteilt, so lange er lebte. 18Und was sein Vater und er selbst gelobt, das brachte er in das Haus des Herrn, Silber und Gold und allerlei Gerätschaften. 19Und es war kein Krieg bis zum fünfunddreißigsten Jahre der Herrschaft Asas.

2. Chronik 16

1Im sechsunddreißigsten Jahre seiner Herrschaft aber zog Baasa, der König von Israel, gegen Juda heran und begann eine Mauer um Rama zu bauen, auf dass niemand aus dem Reiche Asas ungefährdet aus- und eingehen könnte. 2Da nahm Asa Silber und Gold aus den Schatzkammern des Hauses des Herrn und aus den Schatzkammern des Königs und sandte es an Benadad, den König von Syrien, der in Damaskus wohnte, und ließ ihm sagen: 3Es besteht ein Bund zwischen mir und dir, auch war zwischen meinem Vater und deinem Vater Eintracht; darum sende ich dir Silber und Gold, dass du das Bündnis, welches du mit Baasa, dem Könige von Israel, hast, lösest und machest, dass er von mir abziehe. 4Als Benadad dies erfuhr, sandte er seine Heerführer gegen die Städte Israels; und sie schlugen Ahion und Dan und Abelmaim und alle ummauerten Städte von Nephthali. 5Da Baasa dies hörte, ließ er von dem Baue Ramas ab und stellte sein Unternehmen ein. 6Dann rief der König Asa ganz Juda auf und sie trugen die Steine von Rama weg und das Holz, welches Baasa zum Baue vorbereitet hatte; baute er damit Gabaa und Maspha. 7Zu jener Zeit kam der Prophet Hanani zu Asa, dem Könige von Juda, und sprach zu ihm: Weil du dein Vertrauen auf den König von Syrien und nicht auf den Herrn, deinen Gott, gesetzt hast, darum ist das Heer des Königs von Syrien deiner Hand entkommen. 8Waren nicht die Äthiopier und Libyer viel zahlreicher an Wagen und Reitern und großer Stärke und gab sie der Herr, da du ihm vertrautest, nicht in deine Hand? 9Denn die Augen des Herrn schauen über die ganze Erde hin und geben denen Kraft, die mit ungeteiltem Herzen auf ihn vertrauen. Darum hast du töricht gehandelt und deswegen werden von nun an Kriege sich wider dich erheben. 10Da ward Asa über den Seher zornig und befahl, ihn in das Gefängnis zu werfen; denn er war sehr erzürnt darüber und tötete zu jener Zeit viele aus dem Volke. 11Die Taten Asas aber, die früheren und die späteren, sind im Buche der Könige von Juda und Israel aufgeschrieben. 12Und Asa ward im neununddreißigsten Jahre seiner Herrschaft an heftigem Fußschmerz krank, aber auch in seiner Krankheit suchte er den Herrn nicht, sondern vertraute mehr auf die Kunst der Ärzte. 13Und er entschlief zu seinen Vätern und starb im einundvierzigsten Jahre seiner Herrschaft. 14Da begruben sie ihn in seinem Grabe, welches er sich in der Davidsstadt hatte aushauen lassen. Und sie legten ihn auf sein Bett, das mit Spezereien und kostbaren Salben bedeckt war, die von Salbenmischern kunstgerecht bereitet waren, und verbrannten sie über ihm mit sehr großem Gepränge.

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