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3. September 2026 · Heiliger Gregor der Große

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Lesung · 2 Kor 4,1-2.5-7Evangelium · Lk 22,24-30

Erste Lesung – 2 Kor 4,1-2.5-7

Paulus schildert uns heute die realen Umstände seines apostolischen Auftrags. Dieser birgt einen hohen Anspruch in sich, den Paulus in seinem Schreiben als wertvoll wie einen Schatz bezeichnet, der in einem tönernen, zerbrechlichen Gefäß aufbewahrt wird. Wenn nun dieses empfindliche Gefäß, der Körper und die geistlichen Möglichkeiten des Paulus, bei allem äußeren Druck nicht brechen, kann dies nur der Kraft Gottes geschuldet sein. Die vollständige Angewiesenheit auf Gott in Erfüllung seines Auftrages wird hier deutlich. Befindet sich Paulus in Situationen der Schwäche – Bedrängnis, Unwissenheit, Verfolgung – erfährt er Gottes Kraft. Gott lässt es nicht zu einem Zusammenbruch kommen, das spürt Paulus in seinem Innersten. Jeder von uns hat die Möglichkeit, die Kraft Gottes in sich aufzunehmen. Um in Besitz dieser Kraft zu gelangen, müssen wir ihn, seine Anweisungen und seinen Weg befolgen. Er schenkt uns seine Kraft, wenn wir uns auf ihn verlassen, ihm vertrauen und seinen Sohn Jesus Christus zu unserem ständigen Begleiter erheben. Jesus wird dann immer mit uns sein, sowie der Heilige Geist, der uns mit seinen sieben Gaben, das sind: Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Gottesfurcht und Frömmigkeit stärken wird. Beten wir regelmäßig um diese Gaben?

Evangelium – Lk 22,24-30

Unter den Jüngern entstand ein Streit, wer von ihnen der Größte sei. Aber Jesus weist ihr Streben nach irdischer Macht spontan zurück und empfiehlt einen Umgang in Demut miteinander. D.h.: Jeder „Führende“ solle seine Aufgabe so ausführen, als gehöre er zu den geringsten Dienern. Auch Jesus hat mit seinem Leben gezeigt, worauf es ankommt, selbst dann, wenn man der „Größte“ ist. So ist jeder Christ verpflichtet, bei allem, was ihm im Leben widerfährt, den Dienst der Liebe nicht zu vernachlässigen – also bei Jesus zu bleiben – auch in den schwersten Prüfungen. Das Leben ist sehr ideenreich an Prüfungen, ein Leben ohne Prüfungen gibt es nicht. Leider können diese Prüfungen oft sehr schwer ausfallen. Nur der Herr weiß, warum er uns vor solche Herausforderungen stellt. Aber so wie im Buch Ijob dargestellt, müssen wir als Christen unser Bestes tun, um auch im Leid nicht den Mut und die Hoffnung zu verlieren. Letzten Endes führen alle Prüfungen im Leben zu einem Wachstum in Geduld, Ausdauer, Glaube und Hoffnung. Und das selbst dann, wenn man scheitert, weil wir damit erkennen, was wir falsch gemacht haben und welchen Weg wir in Zukunft einschlagen müssen. Wenn wir uns auf dieses Wachstum einlassen, werden wir lernen, in der Zuversicht auf die Verheißung des Reiches Gottes, in welchem alles wieder zu einer harmonischen und glückseligen Einheit zusammengeführt wird, ja, werden wir lernen, Leid zu ertragen.