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Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 2,22-35

Evangelium — Lk 2,22-35

Simeon ist ein frommer Jude. Er lebt in der Zuwendung zu Gott und ist innerlich dem Tempel sehr nahe. Kaum ein Tag vergeht, an dem er sich nicht dort aufhält. Er wartet auf den Trost Israels, das heißt, er lebt auf das Erlösende, auf das kommende Heil hin. Der Heilige Geist ruht zudem auf ihm, somit ist er hellhörig für die Rufe Gottes und ist sich dessen immerwährender Anwesenheit bewusst. In der Begegnung zwischen dem Jesuskind und dem greisen Simeon findet das Zusammentreffen zwischen der alten Welt – bestehend aus dem allgemeinen Heidentum und dem kleinräumigen Bündnis zwischen Gott und dem Judentum – und dem Neubeginn in und mit Christus statt. Simeon erkennt dies und die nun beginnende großartige Zukunft für alle Völker, ausgerichtet auf das allumfassende Heil. Für ihn ist Jesus somit das Licht, das alle Dunkelheit vertreibt. Darin findet Simeon seinen Trost und ist bereit, zu sterben. Wer kann uns in dunklen Zeiten Trost spenden? Wer ist für uns Licht in der Betrübnis? Es ist der Herr! Und so wie Simeon viele Jahre vergeblich nach dem Herrn Ausschau gehalten hat, kann es auch für uns sein, dass wir viele Jahre vergeblich nach der Wahrheit suchen. Der Herr ist immer in unserer Nähe. Aber verschlossene oder durch den Antichristen verwirrte Herzen sind nicht imstande, sich der Wahrheit zu nähern, sie zu akzeptieren oder anzunehmen.