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Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Dezember 2025
Mt 11,7b.11-15 Wer war Johannes der Täufer? Wir können mit Sicherheit sagen, dass er zu den ganz großen Gestalten der Bibel gehört. Er ist der Prophet, der das Kommen des Messias, Jesus Christus, angekündigt hat. Er bereitete ihm den Weg und zeigte mit seinem ganzen Wesen, seinen Worten und Taten – also mit seinem ganzen Leben – auf Jesus Christus, bis in den Tod! Bewundernswert an ihm waren auch seine Bescheidenheit und Demut. Er wusste wer dieser Jesus war und blieb trotzdem seiner Aufgabe in der Wüste treu. Er verrichtete dort weiterhin seinen Auftrag, weil er erkannt hatte, dass Gott jeden Menschen zu einer bestimmten Aufgabe beruft. Als unser Schöpfer und auch als unser Erlöser darf Gott daher erwarten, dass wir alle unsere zugeteilten Aufgaben von Herzen annehmen und erfüllen. Bei Johannes wurde seine Aufgabe zu seinem Lebensinhalt. Das lehrt uns, dass es nicht darauf ankommt, ob das, was wir zu tun haben, uns auch unbedingt gefallen muss, sondern, dass es darauf ankommt, dass wir den Willen Gottes zu erfüllen haben, auch wenn uns dieser Wille in die Wüste führt, in die Einsamkeit, in das Leid, ins Nichtverstanden werden. Es kommt nicht darauf an, den Willen Gottes zu verstehen, es kommt darauf an, in dem uns auferlegten Schicksal auszuharren und Gott treu zu bleiben. Das gilt für jeden von uns – auch in kaum zu ertragenden Situationen. Darin besteht unsere Johannesaufgabe.