undefined. undefined NaN · Donnerstag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 6,27-32

Evangelium — Lk 6,27-32

In Lk 6,27-32 – ein Ausschnitt aus der Feldpredigt Jesu – ist die Rede von der Feindesliebe und vom Richten. Beides lässt sich in der Barmherzigkeit zusammenführen. Deshalb steht im heutigen Evangelium, als verbindendes Glied zwischen den beiden Textblöcken, betreffend der Feindesliebe und des Richtens: Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist! Jeder von uns hat seine eigene Definition von Barmherzigkeit, da bin ich mir sicher! Aber unsere Barmherzigkeit hat über sich noch die Barmherzigkeit Gottes. Wie können wir diese Barmherzigkeit Gottes definieren? Der Pfarrer von Ars hat dazu einmal gesagt: „Die Barmherzigkeit Gottes ist wie ein Bach, der über die Ufer getreten ist. Die Herzen werden von ihr mitgerissen“. Und im Buch Exodus (Ex 34,6) lesen wir: „Der Herr ist der Herr, ein barmherziger und gnädiger Gott, langmütig, reich an Huld und Treue“. Treue bedeutet, dass Gott nicht fern von uns ist. Er befindet sich nicht auf einer anderen, weit entfernten Welt, in sich selbst verschlossen, sich nicht um uns kümmernd. Nein, Gott ist bei und mit uns, täglich, in jeder Situation, in jedem Augenblick. Er ist die Essenz des Lebens, er ist das Leben. Er ist die Liebe, die den Menschen von seiner Untreue erlöst. Er gleicht unsere Begrenztheit und unsere Mängel aus, er vergibt unsere Fehler, und führt uns so auf den Weg der Gerechtigkeit und Wahrheit zurück. Er möchte, dass wir das ewige Leben erhalten, durch den Glauben an seinen Sohn Jesus Christus. Dieser ist für uns gestorben, damit wir einmal bei ihm sein können. Sein Tod ist die die größte Tat göttlicher Barmherzigkeit.