undefined. undefined NaN · Hl. Augustinus

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Mt 23,8-12

Evangelium — Mt 23,8-12

Jesus mahnt in seiner Rede, jede Art von Herrschsucht abzulegen: Keiner soll sich Rabbi oder Lehrer nennen lassen und niemand soll jemanden Vater nennen, denn nur einer ist der Meister, Christus, und nur einer ist der Vater, nämlich der im Himmel. Niemand hat das Recht, sich selbst zu erhöhen, denn wir sind vor Gott alle Schwestern und Brüder, mit denselben Rechten und Pflichten. Wir alle sollen in brüderlicher Gemeinschaft verbunden sein und diese Verbindung sichern, pflegen und wo sie fehlt, wieder herstellen. Wir bilden eine Familie mit Gott und dieser ist das Familienoberhaupt. Ist uns bewusst, dass wir auf dieser Welt alle Geschwister sind? Wir bewohnen alle dasselbe Haus, ernähren uns von den Früchten dieser Welt und haben alle denselben Vater im Himmel. Warum fällt es uns so schwer, zu verstehen, dass wir geschwisterlich leben sollen? Meist stellt sich einer über den anderen, oft geht es um Macht, Absicherung der eigenen Position und des eigenen Ansehens. Profitdenken und Egoismus regieren diese Welt. Wir müssen lernen, diese Welt und unser Dasein auf dieser Welt, aus einem kosmischen Blickwinkel zu betrachten. Wie klein wird dann diese Welt und wir in diesem unendlichen Gefüge? Wie groß wird dann der Schöpfer? In unserer Klein- und Schwachheit müssen wir zusammenhalten, als Starke die Schwächen der Kleinen ausgleichen, als bevorzugte des Lebens uns auf die Seite der Benachteiligten begeben und zeigen, dass wir Geschwister sind.