undefined. undefined NaN · Mariä Aufnahme in den Himmel
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Lk 1,39-56
Die schwangere Maria macht sich auf den Weg nach Ein Kerem, einem Ort nahe dem damaligen Jerusalem, in welchem Elisabet mit ihrem Mann, dem Priester Zacharias lebte. Dort kommt es zur Begegnung. Die beiden Frauen begrüßen einander, Elisabet mit den Worten: „Selig, die du geglaubt hast.“ Sie konnte diese Grußworte aussprechen, weil Maria an das vom Erzengel Gabriel überbrachte Wort Gottes geglaubt hat. Hier finden wir einen wesentlichen Unterschied zwischen Eva und Maria. Eva glaubte mehr an das Wort der Schlange, dass Gott doch nicht ganz gut sein könnte und nicht ausschließlich das Gute für uns wolle. Eva sucht daraufhin ihr Glück, indem sie sich gegen Gott stellt, der sie vermeintlich in ihrer Freiheit einschränkt. Gott wird für sie zu einem Konkurrenten. Maria hingegen entscheidet sich in allen Dimensionen ihres menschlichen Daseins für Gott. Sie vertraut ihm, lebt in Verbundenheit mit ihm und ist daher voll der Gnade, ihr Leben ist erfüllt von Liebe; sie glaubt. Diese Gegensätze zwischen Eva und Maria zeigen uns den Weg, den auch wir meist gehen: zwischen Gut und Böse. Oft schwinden unser Glaube und unser Vertrauen in Gott, oft gehen wir eigene Wege und entfernen uns von Gott, um unser eigenes Glück zu suchen. Aus diesem Grund bedürfen wir der Umkehr, ich meine der täglichen Umkehr, da uns der Versucher stets vom rechten Weg abbringen möchte, selbst in unseren Gedanken und Worten bzw. im Unterlassen von Notwendigem. Oft gelingt es ihm, ohne dass wir uns dessen so richtig bewusst werden.