undefined. undefined NaN · Dienstag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Mt 18,1-5.10.12-14

Evangelium — Mt 18,1-5.10.12-14

Jünger offenbaren abermals ihr Missverständnis vom kommenden Himmelreich. Für sie bedeutet das Himmelreich eine Fortsetzung des irdischen Lebens, mit Hierarchien, wie wir sie auf dieser Welt gewohnt sind. In diesem Zusammenhang machen sie sich Gedanken darüber, welche Rolle sie, die Privilegierten, selbst dereinst dort spielen werden. Darum ihre Frage: „Wer ist denn im Himmelreich der Größte?“. Bei Mk 9,34 ist diese Frage noch eindeutiger formuliert: „… denn sie hatten auf dem Weg miteinander darüber gesprochen, wer der Größte sei.“ Damit meinten sie unausgesprochener Weise: Wer denn von ihnen selbst der Größte sei. Ist so eine Frage legitim in Bezug auf unser menschliches Geschwistertum und im Hinblick auf unser künftiges Sein im Himmelreich? Der Größte im Himmelreich ist und bleibt Gott. Menschliche Hierarchen wird es dort wohl kaum mehr geben. Im Jenseits wird es ganz anders sein als hier auf dieser Welt. In unserer menschlichen Kleinheit können wir kaum erahnen, wie es dort tatsächlich sein wird. Einen Hinweis darauf, was uns im Himmelreich erwartet, hat uns Jesus andeutungsweise in der Bergpredigt vermittelt: Alles was auf Erden „groß“ ist, wird umdenken müssen. Alle, die von Leid geplagt sind, werden selig sein, alles Dunkle wird sich im Jenseits aufhellen und verblassen. Es lohnt sich daher schon jetzt, uns auf das Zukünftige einzustellen, damit der Übergang vom Hier zur Dimension der Verheißung nicht mit Hindernissen verbunden sein wird.