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Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Joh 4,19-24

Evangelium — Joh 4,19-24

Am Jakobsbrunnen in Samaria trifft Jesus auf eine Bewohnerin dieser Region. Die Menschen dort galten damals für die Juden als Häretiker und wurden wegen ihrer den Tempelkult ablehnenden Religionspolitik, heftig kritisiert. Es kommt zu einem Dialog zwischen Jesus und dieser Frau. Im Zuge dessen bringt die Samariterin den Mut auf, Jesus die Wahrheit zu sagen, dass sie zwar fünf Ehemänner gehabt habe, aber dass der, den sie in diesem Moment habe, nicht ihr Ehemann sei. Die Wahrheit über sich selbst, die sie offen ausspricht, ist es, die sie heiligt und rechtfertigt. Sie hatte den Mut, ihre Schwächen, ihre Sünden zu bekennen und ihre Geschichte dazu zu benutzen, Jesus als Propheten kundzutun: „Kommt her, seht, da ist ein Mensch, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe …“ (Joh 4,29). Sie erkannte in Jesus einen, der Gottes Botschaft verkündet, der Gottes Stimme hört und seine Worte an uns weitergibt, eben wie ein Prophet. Doch um Gottes Stimme zu hören, musst du nicht unbedingt ein Prophet sein. Wenn du die Augen und die Ohren deines Herzens nutzt, kannst auch du Gottes Stimme vernehmen. Du wirst ihrer gewahr in der Not deines Nächsten und in all dem Leid auf dieser Welt. Und so, wie ein Prophet stets Gottes Auftrag erfüllt hat, ist es auch deine Aufgabe, Nöte zu beseitigen und Elend zu lindern. Nimm dir ein Beispiel an Jesus, folge ihm auf seinem Weg und zeige den Menschen, was es bedeutet, Christ zu sein.