undefined. undefined NaN · Freitag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Mt 13,54-58
Jesus kehrte, nachdem er mit der Verkündigung begonnen hatte, nach Nazaret zurück. Man war dort voll Begeisterung für ihn. Sein Ruf hatte sich schon verbreitet und nun wollten die Menschen seiner Heimatstadt hören, was er zu sagen hatte, bzw. Wunder erleben – er war ja schließlich einer von „ihnen“! So begab sich Jesus am Sabbat wie gewohnt in die Synagoge, las aus der Schrift und lehrte Gottes Wort. Alle in der Synagoge waren voll Freude und staunten. Und voraussehend legte er ihnen dar, wie er von ihnen abgelehnt werden wird. Wie auch schon zu Zeiten des Elija, als eben dieser von Gott nicht zu den Israeliten gesandt wurde, sondern zu den Heiden. An diesem Punkt kippte die freudige Stimmung in der Synagoge. Tumult brach aus, Jesus wurde aus der Stadt getrieben und man versuchte, ihn den Abhang eines Berges hinabzustürzen. Doch Jesus schritt, ohne etwas zu sagen, mitten durch die Menge hindurch und ging weg. Was waren das für Menschen, die Jesus töten wollten? Sie waren wie ein Rudel wilder Hunde, ohne jede Vernunft. Doch Jesus besiegte sie mit seinem Schweigen. Das lehrt uns: Wenn die Wahrheit nicht gehört werden will, dann bleibt nur das Schweigen, nicht der Kampf. Sag stets, was du zu sagen hast, aber mach keinen Lärm, wenn man dich nicht hören möchte. Denn die Wahrheit ist stets mild, sie ist still und verträgt keine wild und emotionell geführten Diskussionen. So zu handeln ist selbstverständlich nicht leicht, doch verbindet sich damit die Würde des Christen, die in der Kraft Gottes wurzelt. Anstelle von Spaltung such das Schweigen und stärke dich im Gebet, alles weitere überlass der Gerechtigkeit.