31. Juli 2025 · Donnerstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium – Lk 14,25-33
Jesus stellt in den Gleichnissen des heutigen Schriftwortes radikale Forderungen. Er sagt: „Wenn du mit mir gehen möchtest, musst du alles, aber auch wirklich alles, hintanstellen“. In diesem Sinne dürfen Eltern und auch die eigenen Kinder nicht wichtiger sein als Jesus. Geschwister dürfen Jesus nicht vorgezogen werden und nicht der eigene Ehepartner. Sogar das eigene Leben darf uns nicht wertvoller sein als Jesus. Willst du ein Jünger Jesu sein, dann musst du dich zuerst selbst prüfen, ob du dazu in der Lage bist, wie z. B. ein Turmbauer, der einen Turm errichtet und zuerst seine Finanzlage prüfen muss, oder wie ein Feldherr, der die Kräfte seiner Armee wissen muss, bevor er in den Krieg zieht. Schaffen wir es, unter diesen Voraussetzungen Jesus nachzufolgen? Kann ihm bei diesen Forderungen noch jemand nachfolgen? Wer darf sich noch „Christ“ nennen? Papst Franziskus hat einmal dazu gesagt: „Dein Partner ist nicht der liebe Gott! Erwarte nicht von ihm, was er nicht geben kann! Deine Kinder gehören nicht dir, sie sind zuerst Kinder Gottes. Und du selbst bist ein Geschöpf und ein Geschenk Gottes. Daher gebührt ihm der erste Platz.“ Richten wir uns danach, werden wir „ganzherzige Christen“. Wir können alle untereinander und miteinander verbunden bleiben, doch die stärkste Verbundenheit muss jene zu Gott bleiben. Wenn du dich auf diesen – von Jesus geforderten Weg – einlässt, und nach dem Evangelium lebst, wirst du glaubwürdig, überzeugend und für viele anziehende Wirkung ausstrahlen.