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27. Juli 2025 · Sonntag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 11,1-13

Evangelium – Lk 11,1-13

Jesus betet oft, am Tag und in der Nacht. Und seine Begleiter beobachten ihn immer wieder dabei. Es macht sie neugierig. Wie macht er das? Sie wollen diese innere Welt kennenlernen, in der Jesus mit seinem Vater allein ist. So bitten sie ihn eines Tages: „Herr, lehre uns beten“ (Lk 11,1), und er lehrt sie. Er bringt ihnen bei, zu jemandem zu sprechen, den sie Vater nennen sollen. Er lehrt ihnen, und somit uns allen, das Vaterunser. Es enthält alle wichtigen und wesentlichen Bitten und sagt uns, worum wir vor allem beten sollen. Die Bitte nach dem täglichen Brot steht in der Mitte der sieben Bitten des Vaterunsers, wobei dieses Brot sowohl materieller als auch spiritueller Natur sein kann. Diese Bitte um das tägliche Brot, also das Lebensnotwendigste, ist uns in unserer Wohlstandgesellschaft bereits zur Nebensache geworden. Doch abgesehen von unserem materiellen Wohlergehen, gibt es auch bei uns viele Menschen, deren seelisches Wohlergehen abhandengekommen ist. Solche Menschen leben meist sehr einsam, oft werden sie bewusst ausgegrenzt und viele machen einen großen Bogen um sie. Jesus war da anders. Er hat sich auf die Seite der Armut gestellt und damit darauf hingewiesen, dass wir alle Brüder und Schwestern sind und gleichwertig in den Augen Gottes. Wir sind daher als Christen verpflichtet, denjenigen zu helfen und beizustehen, die nicht vom Licht des Lebens erwärmt werden, sondern im Dunkeln frieren und hilflos ihren Weg suchen. Anstelle für diese Menschen zu bitten, können wir als Menschen, als Christen, selbst etwas tun.