22. Juli 2025 · Dienstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium – Joh 20,1-2.11-18
Maria von Magdala kam frühmorgens des ersten Tages der Woche zum Grab Jesu. Sie wollte dem ihr so kostbaren Verstorbenen nahe sein. Umso größer war ihr Schrecken, als sie das Grab offen und leer fand. Doch der Herr, der Auferstandene, zeigte sich ihr. Er sprach sie an, nannte sie beim Namen und sagte: „Maria!“ Nur an diesem Wort wusste sie: Es ist der Herr – denn sie erkannte seine Stimme. Das ist der Moment, in welchem der Glaube von der Theorie zum Leben wird. So wird Maria von Magdala zur ersten Zeugin der Auferstehung und zur ersten Botin der freudigen Nachricht: Jesus lebt! Er ist nicht mehr im Grab! Er ist auferstanden! Mit Maria von Magdala begann die Verkündigung der frohen Botschaft. In ihre Fußstapfen sollten in Folge alle Jünger treten, bis hin zum großen Paulus, der Jesus zu dessen Lebzeiten zwar nicht selbst gesehen hatte, dem sich aber der Herr offenbarte und ein großes Werk auferlegte. Die Kette der Botschaftsverkünder ist bis in die heutige Zeit nicht abgerissen. Zwar gab es in ihr sicherlich schwache Glieder und es wurden Abzweigungen eingebaut, doch blieb sie immer stark genug, um den Herrn zu aller Zeit zu vergegenwärtigen. Jeder Mensch ist ein Glied in dieser Kette. Auch du! Reiche die frohe Botschaft weiter, in deiner Art zu leben, im Umgang mit deinen Nächsten und in deiner Beziehung zu Gott, durch das tägliche Gebet.