undefined. undefined NaN · Montag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Mt 5,1-12

Evangelium — Mt 5,1-12

Jesus hat auf einem Hügel, am Ufer des Sees Gennesaret, in seiner großen Predigt – der Bergpredigt – als Einleitung die Seligpreisungen verkündet. Als Christen sollten wir uns diese immer wieder vor Augen halten und meditieren. Doch was ist das Besondere an diesen Seligpreisungen? Was teilt uns Jesus mit ihnen mit? Er beschreibt mit ihnen den Weg des Lebens, jenen Weg, den er selbst gegangen ist und der auch zu unserem Weg werden sollte, denn es ist der Weg des wahren Glücks: „Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel“ (Mt 5,12a). Jesus offenbart uns in den Seligpreisungen den Willen Gottes und beginnt jeweils mit den Worten: „Selig die …“, das heißt, glücklich sind diejenigen, die sich den Forderungen der Seligpreisungen nicht widersetzen. Dabei liegt der Grund der Seligkeit nicht in jenem Zustand, den Jesus als Voraussetzung für das Glücklichsein beschreibt, sondern in der Annahme dieses Zustandes im Glauben, dass alles, was wir im Leben erhalten und erfahren, ein Geschenk Gottes ist, auch dann, wenn wir dieses Geschenk nicht öffnen oder annehmen wollen. Auch Jesus hat gelitten und darin einen höheren Sinn und Zweck erkannt. Natürlich können wir uns fragen: Welchen Sinn hat das Leid? Auf diese Frage werden wir, solange wir auf dieser Welt leben, keine befriedigende Antwort erhalten. Das Einzige, das uns im Leid bleibt, ist, dieses anzunehmen, es zu ertragen, ohne dabei den Glauben an Gott zu verlieren. Wie schwer ist das!