undefined. undefined NaN · Karfreitag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Joh 18,1-19,42

Evangelium — Joh 18,1-19,42

Der Karfreitag ist der Tag der Stille, der Tag von Jesu Tod und zugleich die vorwegnehmende Stille des eigenen Todes. Bei Johannes steht dieser Tag der Leidensgeschichte Jesu zusätzlich unter dem Stichwort der Verherrlichung und Erhöhung Jesu. Es beginnt damit, dass diejenigen, die ihn verhaften sollen, vor ihm, dem Höchsten, zu Boden fallen (Joh 18,6) und auch in den nachfolgenden Verhören vor Hannas und Pilatus erstrahlt die göttliche Erhabenheit des Herrn vor den ihn befragenden Autoritäten. Zuletzt führt Jesus, in dem durch Menschenhand bewirkten Tod, das Werk des Vaters zu Ende und wird, sichtbar für alle, am Kreuz erhöht, zum Spott, aber auch zur Verherrlichung. Seine Liebe für uns findet dort oben am Holz ihre Vollendung und damit erfüllt sich auch der Satz Jesu aus dem Gespräch mit Nikodemus: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat“ (Joh 3,16). Gottes Wahrheit und Liebe sind in Jesus in diese Welt gekommen. Selbst Hass, Leid und der Tod können diese Liebe nicht aufhalten. Die Liebe ist immer stärker als die Dunkelheit der Welt. Sie ist die stärkste Kraft im Leben. Sie kann alles zum Guten wenden, sie kann alles verbinden, sie ist zeitlos und vergeht nicht. Wer die Liebe wählt, bekommt ein zeitloses Geschenk: das ewige Leben. So wird der Tag der Stille, der Karfreitag, zum Tag der Hoffnung und der Freude, dass der Tod nicht das letzte Wort hat