undefined. undefined NaN · Montag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Joh 12,1-11

Evangelium — Joh 12,1-11

Sechs Tage vor dem Paschafest kam Jesus nach Betanien, dem Heimatort des auferweckten Lazarus. Es gehörte damals zum guten Umgangston, ankommende Gäste mit etwas Duftöl zu salben. Maria salbte deshalb den ankommenden Jesus mit einem solch wohlriechendem Öl, welches in der Regel auch verwendet wurde, um Leichen damit zu behandeln. War das etwa schon ein Zeichen für das, was sich noch ereignen sollte? Maria verwendete den gesamten Inhalt eines Ölfläschchens, was damals dem Wert eines ganzen Jahreseinkommens eines Arbeiters entsprach. Vielleicht war das ihr Dank dafür, dass Jesus ihren Bruder wieder zurück ins Leben gerufen hat. Judas hinterfragte kritisch den Nutzen dieser Handlung, hätte man doch mit dem Erlös aus dem Verkauf dieses Öles vielen Armen helfen können. Das Ansinnen von Judas Iskariot war im Grunde genommen nicht schlecht. Vielen Armen hätte man helfen können, wenn dieses wertvolle Öl, anstatt Jesus damit zu salben, zugunsten der Armen verkauft worden wäre. Doch Jesus weist in der heutigen Episode darauf hin, dass es auch gestattet ist, wenn es unserem tiefsten Herzenswunsch entspricht, eine Tat zur Ehre Gottes zu vollziehen – vielleicht auch aus dem Bedürfnis heraus, in Anbetracht der eigenen Sündhaftigkeit, die Liebe zu Gott erneut zu bezeugen oder unter Beweis zu stellen.