undefined. undefined NaN · Donnerstag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium — Joh 8,51-59
Abraham hatte eine Vision von der Zukunft der Welt und er jubelte vor Freude, als er den Tag Jesu vor seinem geistigen Auge sah. Nun hören die Juden, dass Jesus diesen Abraham gesehen haben soll: „Noch ehe Abraham wurde, bin ich“ (Joh 8,58). Aber nicht nur das, Jesus stellt sich öffentlich über die Propheten und Abraham und behauptet von sich, größer zu sein als diese. Die Frage, die sich bei diesem Disput mit den Juden stellt, lautet daher für letztere: Lästert Jesus Gott? Die Juden sind jedenfalls davon überzeugt und heben Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Heben auch wir Steine auf, um sie nach Jesus zu werfen? In der heutigen Zeit mehren sich jedenfalls die Anzeichen dafür. Die Frage, die sich damit für uns stellt, lautet daher: Warum finden wir es der Mühe wert, uns zu bücken und Steine aufzuheben, um sie nach dem Herrn zu werfen? Wir handeln so, weil uns der rechte Weg zu mühsam ist und uns dieser zu viel in unserer Selbstbezogenheit einschränkt. Der rechte Weg beinhaltet zwar auch Steine, aber nicht solche, um sie auf den Herrn zu werfen, sondern solche, um über sie hinwegzusteigen, um an ihnen zu wachsen. Hingegen setzen wir mit allem, was uns in unserer inneren Gesinnung dazu verleitet, den Herrn abzuweisen und uns nicht mehr öffentlich zu ihm zu bekennen, das ewige Heil aufs Spiel. Es ist dringend notwendig, dass die Menschheit umkehrt und das betrifft jeden einzelnen von uns, denn auch das Heil ist personenbezogen und kommt ausschließlich vom Herrn.