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Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 5,27-32

Evangelium — Lk 5,27-32

Kontext: Das Wirken Jesu in Galiläa – Nachfolge und Mahl Ausgewähltes Schriftwort: Lk 5,32 Ich bin nicht gekommen, um Gerechte, sondern Sünder zur Umkehr zu rufen. Jesus beruft im heutigen Evangelium einen Zöllner in seine Nachfolge. Dieser Zöllner, namens Levi , steht im Dienst von Herodes Antipas im Zollbezirk bei Kapernaum. Und er wird hier am See den Zoll auf Fische und andere Waren abkassiert haben. Interessant ist, dass wir in der Person dieses sicherlich unbeliebten Zöllners einen der Apostel, nämlich Matthäus finden. Wie kann das sein? So wie Saulus zum Paulus wurde, wandelte sich dieser Levi in der Nachfolge Jesu zu einem seiner engsten Vertrauten. Als Steuereintreiber war er wahrscheinlich korrupt, hartherzig und scheute sich nicht, sein eigenes Volk für die Römer und sich selbst auszubeuten. Auf die Frage der Schriftgelehrten und Pharisäer, warum sich Jesus mit solchen Menschen zu Tisch legte, hören wir Jesu Antwort: Ich bin nicht gekommen, um Gerechte, sondern Sünder zur Umkehr zu rufen. Jesus beruft mit Absicht die größten Sünder zur Nachfolge. Darin soll sich Gottes Gnade als siegreich erweisen, sie soll aus Gottlosen wieder Gerechte machen. Solche Gerechte lebten in der Regel zuvor als Selbstgerechte, sie erkannten ihre Verfehlungen nicht oder wollten diese nicht erkennen, denn sie brachten ihnen Ansehen, Wohlstand und Macht. Ist es nicht so, dass viele Menschen so denken? Viele sind meist ihr eigener Maßstab nach dem sich alle anderen zu richten haben. Jesus möchte aus den Selbstgerechten wieder Gerechte machen. Deshalb geht er zu den Sündern. Diese möchte Jesus retten und er bietet ihnen daher seine besondere Nähe an. Ich glaube, oft brauchen wir alle diese besondere Nähe Jesu. Amen