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Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 6,39-45

Evangelium — Lk 6,39-45

Kontext: Das Wirken Jesu in Galiläa – Falsche und wahre Frömmigkeit Ausgewähltes Schriftwort: Lk 6,39a Er sprach aber auch in Gleichnissen zu ihnen: Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen? Drei Gleichnisworte unterbreitet uns heute Jesus, mit welchen er seinen Jüngern lehren will, weise zu leben. Zuerst stellt er die Frage: „Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen?“ Ist ein Führer mit Blindheit geschlagen, wird er mit seinem Gefolge ganz sicher in den Untergang stürzen, da hilft ihm auch seine ihm anvertraute und vielleicht sogar gekaufte Macht nichts. Bietet sich dir ein blinder Führer an, so hüte dich davor, ihm zu folgen. Ist dein Führer hingegen weise, so vertraue dich ihm an und nimm seine Einladung an, seinem Beispiel und seiner Lehre zu folgen. Und vor allem: Stell dich nicht über ihn, denn: „Ein Jünger steht nicht über seinem Meister“ (Lk 6,40). Nun, ein weiterer bedeutsamer Satz im heutigen Evangelium lautet: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?“ (Lk 6,41). Wie leicht fällt es uns doch immer wieder, die Fehler der anderen zu kritisieren, die eigenen jedoch großzügig unter den Tisch zu kehren. Die Versuchung ist stets groß, mit sich selbst nachsichtig zu sein und mit anderen hart ins Gericht zu gehen. Doch wir alle haben unsere Fehler und müssen uns daher in vorderster Linie darum bemühen, diese zu korrigieren. Bevor wir andere zurechtweisen, müssen wir stets in uns selbst schauen. Nur so können wir glaubwürdig und demütig handeln und Zeugnis von der Liebe geben. Amen