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Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Mk 10,13-16

Evangelium — Mk 10,13-16

Kontext: Der Weg Jesu nach Jerusalem – Die Segnung der Kinder Ausgewähltes Schriftwort: Mk 10,15 Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Ausgangspunkt der heutigen Belehrung Jesu ist der Satz: „Lasst die Kinder zu mir kommen; … Denn solchen wie ihnen gehört das Reich Gottes“ (Mk 10,14). Da stellt sich für manche von uns vielleicht die Frage: Was haben Kinder mit dem Reich Gottes zu tun? Und auch die Jünger dachten so und wollten die Leute abweisen, die kamen, um ihre Kinder segnen zu lassen. Abweisen deshalb, weil Kinder des Wort Gottes ja noch nicht verstehen können und auch nichts tun, damit sich das Reich Gottes auf Erden festigt. Doch Jesus sieht das anders. Kinder stehen bei Jesus exemplarisch für jenes Kleinsein vor Gott, das notwendig ist, damit man durch das „Nadelöhr“ ins Reich Gottes gelangt. Kinder sind stets die radikal Abhängigen, die alles von anderen bekommen und erwarten dürfen. Sie sind Angewiesene und gleichzeitig Ausgelieferte. Sie können nur wenig geben. Aber das, was sie geben können, ist auch sehr viel: Sie können Liebe geben. Wir als Kinder Gottes können ebenfalls Liebe verschenken. Wir sind sogar berufen dazu. Denn was sonst können wir Gott geben, der uns in seiner Liebe schon von all unserer Schuld durch seinen Sohn befreit hat? Bewahren wir uns das Grundvertrauen eines Kindes. Seien wir immer offen für neue Gaben des Lebens und verlieren wir, bei allen Enttäuschungen, die uns das Leben bietet, nie die Hoffnung auf das gute Ende, das allein von Gott kommt. Amen