Bibel in einem Jahr · Tag 69 von 365

Jos 14–16 · Lk 5

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Das Buch Josua 14

1Dies ist der Besitz, welcher den Söhnen Israels im Lande Chanaan angewiesen ward, den ihnen Eleazar, der Priester, und Josue, der Sohn Nuns, und die Fürsten der Geschlechter nach den Einzelnen Stämmen Israels gaben, 2alles durch das Los verteilend, wie der Herr dem Moses geboten, unter die neun Stämme und den halben Stamm; 3denn zwei und einem halben Stamme hatte Moses einen Besitz jenseits des Jordans gegeben, während die Leviten kein Land unter ihren Brüdern erhielten, 4sondern die Söhne Josephs, welche in die zwei Stämme Manasse und Ephraim geteilt waren, traten an ihre Stelle; und die Leviten erhielten keinen andern Anteil im Lande, als Städte zum Wohnen und deren Umgebung zur Ernährung für ihr Vieh und ihre Herden. 5Wie der Herr dem Moses geboten hatte, so taten die Söhne Israels und verteilten das Land. 6Da traten die Söhne Judas in Galgala zu Josue; und Kaleb, der Sohn Jephones, der Keneziter, sprach zu ihm: Du weißt, was der Herr zu Moses, dem Manne Gottes, von mir und dir in Kadesbarne gesprochen hat. 7Vierzig Jahre war ich alt, als mich Moses, der Diener des Herrn, von Kadesbarne aussandte, um das Land zu erkunden, und ich berichtete ihm, was mir wahr schien. 8Meine Brüder aber, welche mit mir hinaufgezogen waren, machten das Herz des Volkes verzagt; ich dagegen war dem Herrn, meinem Gott, gehorsam. 9Da schwor Moses an jenem Tage und sprach: Das Land, welches dein Fuß betreten hat, soll au immer dein und deiner Kinder Erbteil sein, weil du dem Herrn, meinem Gott, gehorsam gewesen bist. 10Nun hat mich der Herr am Leben gelassen, wie er verheißen, bis auf den heutigen Tag. Fünfundvierzig Jahre sind es, seit der Herr dieses Wort zu Moses gesprochen, als Israel durch die Wüste zog; heute bin ich fünfundachtzig Jahre alt 11und noch so kräftig, wie ich zu der Zeit war, da ich als Kundschafter ausgesendet wurde; denn die Kraft, die ich damals besaß, ist mir bis heute geblieben, sowohl um zu kämpfen, wie um aus- und einzuziehen. 12Darum gib mir dieses Bergland, welches der Herr mir verheißen hat, wie du auch gehört hast, auf dem die Enakiter, und große und feste Städte sind; vielleicht ist der Herr mit mir, dass ich sie vernichten kann, wie er mir verheißen hat. 13Da segnete Josue ihn und gab ihm Hebron als Besitz. 14Seitdem gehört Hebron Kaleb, dem Sohne Jephones, des Keneziters, bis auf den heutigen Tag, weil er dem Herrn, dem Gotte Israels, gehorsam gewesen war. 15Der Name von Hebron war vordem Kariath-Arbe; Adam, der größte unter den Enakitern, liegt dort; und das Land erhielt Ruhe vom Kampfe.

Das Buch Josua 15

1Der Anteil nun der Söhne Judas nach seinen Geschlechtern war dieser: Von der Grenze Edoms an, die Wüste Sin, südwärts bis zum äußersten Mittagslande. 2Die Grenze beginnt bei der Spitze des Salzmeeres, bei der Zunge desselben, die nach Süden gerichtet ist, 3und geht gegen den Skorpionsteig hin durch Sina, und zieht sich dann aufwärts nach Kadesbarne, und geht nach Esron und aufwärts bis Addar, und wendet sich um Karkaa herum; 4von da zieht sie sich hinüber nach Asemona, kommt zum Strome Ägyptens und läuft am großen Meere aus. Das wird die Südgrenze sein. 5Im Osten aber wird die Grenze am Salzmeere beginnen und bis an das Ende des Jordans gehen; und an der Nordseite von der Meereszunge an bis zu derselben Stelle des Jordans, 6und zieht sich aufwärts nach Beth-Hagla, und nördlich hinüber nach Beth-Araba, und hinauf zum Stein Boens, des Sohnes Rubens. 7Weiter erstreckt sie sich bis an das Gebiet von Debera, vom Tale Achor her, und zieht sich nordwärts nach Galgala, der Anhöhe Adommim gegenüber, an der Südseite des Baches, und geht über das Wasser, das Sonnenquelle genannt wird, und läuft auf die Quelle Rogel aus. 8Hierauf zieht sie sich aufwärts durch das Tal des Sohnes Ennoms am Jebusiter, das ist Jerusalem, südlich vorbei; und steigt von da aufwärts auf den Gipfel des Berges, welcher Geennom gegenüber westlich liegt, an dem äußersten Ende des Tales Raphaim gegen Norden. 9Von der Spitze des Berges geht sie hinüber bis an die Wasserquelle von Nephtoa, und kommt bis an die Dörfer des Gebirges Ephron, sodann wendet sie sich gegen Baala, das ist Kariathiarim, die Waldstadt; 10und von Baala zieht sie sich westlich bis an das Gebirge Seir herum, und geht hinüber an der Seite des Berges Jarim gegen Norden und Cheslon, und geht nach Bethsames herab, und hinüber nach Thamna; 11dann läuft sie nordwärts weiter nach der Seite von Akkaron, und neigt sich nach Sechrona, geht über den Berg Baala, kommt nach Jebneel, und endet nach Westen mit der Grenze des großen Meeres. 12Dies sind die Grenzen der Söhne Judas nach ihren Geschlechtern ringsum. 13Kaleb aber, dem Sohne Jephones, gab er als Anteil inmitten der Söhne Judas, wie der Herr ihm geboten, Kariath-Arbe, des Vaters Enaks, das ist Hebron. 14Und Kaleb vertilgte aus ihr die drei Söhne Enaks, Sesai, und Ahiman, und Tholmai vom Stamme Enaks. 15Von da zog er hinauf und kam zu den Bewohnern von Dabir, welches zuvor Kariath-Sepher, das ist die Schriftstadt, hieß. 16Und Kaleb sprach: Wer Kariath-Sepher schlägt und es einnimmt, dem will ich meine Tochter Axa zur Frau geben. 17Othoniel, der Sohn des Kenez, der Kalebs jüngster Bruder war, nahm sie ein, und er gab ihm seine Tochter Axa zur Frau. 18Als sie nun zusammen fortziehen wollten, ward ihr von ihrem Manne geraten, sie sollte von ihrem Vater ein Stück Feldes verlangen; und sie seufzte, als sie auf dem Esel saß. Da sprach Kaleb zu ihr: Was hast du? 19Sie antwortete: gib mir einen Segen! Du hast mir das dürre Südland gegeben, gib mir auch ein wasserreiches dazu. So gab Kaleb ihr denn ein in der Höhe und in der Tiefe wasserreiches Land. 20Dies ist der Besitz des Stammes der Söhne Judas nach ihren verschiedenen Geschlechtern. 21Die Städte, welche an dem äußersten Ende des Anteiles der Söhne Judas bei dem Edomiterlande im Süden lagen, waren: Kabseel, Eder, Jagur, 22Cina, Dimona, Adada, 23Kades, Asor, Jethnam, 24Ziph, Telem, Baloth, 25Neu-Asor, Karioth, Hesron, das ist Asor; 26Amam, Sama, Molada, 27Asergadda, Hassemon, Bethphelet, 28Hasersual, Bersabee, Baziothia, 29Balaa, Jim, Esem, 30Eltholad, Cesil, Harma, 31Sikeleg, Medemena, Sensenna, 32Lebaoth, Selim, Aen und Remmon. Alle zusammen neunundzwanzig Städte und die zu ihnen gehörenden Dörfer. 33In den Niederungen waren: Estaol, Sarea, Asena, 34Zanoe, Engannim, Taphua, Enaim, 35Jerimoth, Adullam, Socho, Azeka, 36Saraim, Adithaim, Gedera und Gederothaim; vierzehn Städte, und die zu denselben gehörenden Dörfer. 37Sanan, Hadassa, Magdalgad, 38Delean, Masepha, Jekthel, 39Lachis, Baskath, Eglon, 40Chebbon, Leheman, Cethlis, 41Gideroth, Bethdagon, Naama und Makeda; sechzehn Städte und die dazu gehörenden Dörfer. 42Labana, Ether, Asan, 43Jephtha, Esna, Nesib, 44Keila, Achzib und Maresa; neun Städte und die zu denselben gehörenden Dörfer. 45Akkaron mit seinen Dörfern und Flecken. 46Von Akkaron bis zum Meere alles, was gegen Azot und dessen Dörfer zu liegt; 47Azot mit seinen Dörfern und Flecken; Gaza mit seinen Dörfern und Flecken bis zum Strome Ägyptens. Und das große Meer ist die Grenze. 48Und im Gebirge waren: Samir, Jether, Sokoth, 49Danna, Kariathsenna, das ist Dabir, 50Anab, Istemo, Anim, 51Gosen, Olon und Gilo; elf Städte und die dazu gehörenden Dörfer. 52Arab, Ruma, Esaan, 53Janum, Beththaphua, Apheka, 54Athmata, Kariatharbe, das ist Hebron, und Sior: neun Städte und die dazu gehörenden Dörfer, 55Maon, Karmel, Ziph, Jota, 56Jezrael, Jukadam, Zanoe, 57Akkain, Gabaa und Thamna; zehn Städte und die dazu gehörenden Dörfer. 58Halhul, Bessur, Gedor, 59Mareth, Bethanoth und Eltekon; sechs Städte und die zu denselben gehörenden Dörfer. 60Kariathbaal, das ist Kariathiarim, die Waldstadt, und Arebba; zwei Städte und die zu denselben gehörenden Dörfer. 61In der Wüste waren Betharaba, Meddin, Sachacha, 62Nebsan, und die Salzstadt, und Engaddi; sechs Städte und die zu denselben gehörenden Dörfer. 63Die Jebusiter aber, die in Jerusalem wohnten, konnten die Söhne Judas nicht vertilgen; und so blieben die Jebusiter mit den Söhnen Judas in Jerusalem bis auf den heutigen Tag wohnen.

Das Buch Josua 16

1Das Los für die Söhne Josephs fiel vom Jordan, Jericho gegenüber und dessen Wasser, ostwärts, die Wüste, die sich von Jericho in das Gebirge nach Bethel hinaufzieht; 2worauf die Grenze sich von Bethel nach Luza fortsetzt und zu dem Gebiete von Archi, Ataroth hinübergeht 3und westlich herabsteigt an die Grenze von Jephleti bis zum Gebiete von Unter-Bethhoron, und Gazer; und sein Gebiet endet am großen Meere. 4Dies erhielten die Söhne Josephs, Manasses und Ephraim als Besitz. 5Als Grenze der Söhne Ephraims nach ihren verschiedenen Geschlechtern und als ihr Besitztum wurde bestimmt gegen Osten Ataroth-Addar bis Ober-Bethhoron; 6alsdann läuft die Grenze weiter bis zum Meere. Machmethath aber liegt gegen Norden, dort wendet sich die Grenze ostwärts nach Thanathselo, und geht östlich nach Janoe hinüber; 7von Janoe geht sie hinab nach Ataroth und Naaratha, kommt nach Jericho und läuft am Jordan aus. 8Von Taphua geht sie hinüber gegen das Meer in das Rohrtal, und endet am Salzmeer. Das ist der Besitz des Stammes der Söhne Ephraims nach seinen verschiedenen Geschlechtern. 9Dazu wurden für die Söhne Ephraims auch Städte in der Mitte der Besitzung der Söhne Manasse bestimmt samt den dazu gehörigen Dörfern. 10Und die Söhne Ephraims töteten die Chananiter nicht, die in Gazer wohnten; und so blieben die Chananiter unter Ephraim bis auf diesen Tag wohnen und wurden zinsbar.

Neues Testament

Lukasevangelium 5

1Es geschah aber, als sich das Volk an ihn herandrängte, um das Wort Gottes zu hören, stand er am See Genesareth. 2Und er sah zwei Schiffe am See liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen, und wuschen ihre Netze. 3Da trat er in das eine der Schiffe, welches dem Simon gehörte, und bat ihn, von dem Lande etwas abzustoßen. Und er setzte sich, und lehrte das Volk von dem Schiffe aus. 4Als er aber aufhörte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, und werfet eure Netze zum Fange aus! 5Da antwortete Simon, und sprach zu ihm: Meister! wir haben uns die ganze Nacht abgemüht und nichts gefangen: doch auf dein Wort will ich das Netz auswerfen. 6Als sie dies getan hatten, fingen sie eine große Menge Fische, so dass ihr Netz zerriss. 7Und sie winkten ihren Genossen, die im anderen Schiffe waren, zu kommen und ihnen zu helfen. Und sie kamen, und füllten beide Schiffe an, so dass sie beinahe versanken! 8Als das Simon Petrus sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr! gehe hinweg von mir: denn ich bin ein sündhafter Mensch. 9Denn Staunen hatte ihn ergriffen, und alle, die bei ihm waren, über den Fischfang, den sie gemacht hatten; 10desgleichen auch den Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, welche Simons Genossen waren. Jesus aber sprach zu Simon: Fürchte dich nicht; von nun an wirst du Menschen fangen! 11Und sie führten ihre Schiffe an das Land, verließen alles, und folgten ihm nach. 12Und es geschah, als er in einer der Städte war, siehe, da war ein Mann voll Aussatzes. Als dieser Jesus sah, fiel er auf sein Angesicht, bat ihn, und sprach: Herr! wenn du willst, so kannst du mich rein machen. 13Da streckte er die Hand aus, berührte ihn, und sprach: Ich will, sei rein! Und sogleich wich der Aussatz von ihm. 14Und er befahl ihm, es niemanden zu sagen; sondern: Gehe hin (sprach er), zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, wie Moses angeordnet hat, zum Zeugnisse für sie. 15Es breitete sich aber die Rede von ihm noch mehr aus; und es kam viel Volk zusammen, um ihn zu hören, und geheilt zu werden von seinen Krankheiten. 16Er aber entwich in die Wüste, und betete. 17Und es geschah an einem der Tage, dass er saß und lehrte. Und es saßen auch Pharisäer und Gesetzeslehrer dort, die aus allen Flecken Galiläa´s und Judäa´s, und von Jerusalem gekommen waren; und die Kraft des Herrn war da, um sie zu heilen. 18Und siehe, da brachten Männer auf einem Bette einen Menschen daher, welcher gelähmt war; und sie suchten ihn hineinzubringen, und vor ihm hinzulegen. 19Da sie vor der Menge des Volkes nicht fanden, von welcher Seite sie ihn hineinbringen könnten, stiegen sie auf das Dach, und ließen ihm mit dem Bett durch die Ziegel hinab mitten hinein vor Jesus hin. 20Als er nun ihren Glauben sah, sprach er: Mensch! deine Sünden werden dir vergeben. 21Da fingen die Schriftgelehrten und Pharisäer an bei sich zu denken und zu sprechen: Wer ist dieser, der Gotteslästerungen spricht? Wer kann Sünden vergeben, als Gott allein? 22Weil aber Jesus ihre Gedanken erkannte, antwortete er, und sprach zu ihnen: Was denkt ihr in euren Herzen? 23Was ist leichter zu sagen: Dir werden deine Sünden vergeben; oder zu sagen: Stehe auf, und wandle? 24Damit ihr aber wisset, dass der Menschensohn Macht hat, auf Erden die Sünden zu vergeben, (sprach er zu dem Gelähmten:) Ich sage dir, stehe auf, nimm dein Bett, und gehe fort in dein Haus! 25Und sogleich stand er vor ihnen auf, nahm das Bett, auf dem er lag, und ging hinweg in sein Haus, Gott preisend. 26Und Staunen ergriff alle, und sie priesen Gott, und wurden mit Furcht erfüllt, und sprachen: Wir haben heute wunderbare Dinge gesehen! 27Hierauf ging er hinaus, und sah einen Zöllner, mit Namen Levi, an der Zolltüre sitzen, und sprach zu ihm: Folge mir nach! 28Und er stand auf, verließ alles, und folgte ihm nach. 29Und Levi gab ihm ein großes Gastmahl in seinem Hause; und es war eine große Schar von Zöllnern und von anderen da, die mit ihnen zu Tische saßen. 30Darüber murrten die Pharisäer und die Schriftgelehrten derselben und sprachen zu seinen Jüngern: Warum esset und trinket ihr mit den Zöllnern und Sündern? 31Da antwortete Jesus, und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden bedürfen eines Arztes, sondern die Kranken. 32Ich bin nicht gekommen die Gerechten zu berufen, sondern Sünder zur Buße. 33Sie aber sprachen zu ihm: Warum fasten die Jünger des Johannes so oft, und verrichten Gebete, desgleichen auch die Jünger der Pharisäer, die deinigen aber essen und trinken? 34Er sprach zu ihnen: Könnt ihr etwa die Gefährten des Bräutigams zum Fasten anhalten, so lange der Bräutigam bei ihnen ist? 35Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten in jenen Tagen. 36Er sagte aber auch ein Gleichnis zu ihnen: Niemand setzt einen Fleck von einem neuen Kleide auf ein altes Kleid; sonst zerreißt auch das neue, und auf das alte passt der Fleck vom neuen nicht. 37Und niemand tut neuen Wein in alte Schläuche, sonst wird der neue Wein die Schläuche zersprengen, er selbst wird verschüttet, und die Schläuche werden zu Grunde gehen; 38sondern neuen Wein muss man in neue Schläuche tun, und so werden beide erhalten. 39Und niemand, der alten Wein trinkt, verlangt sogleich neuen, denn er sagt: Der alte ist besser!