Bibel in einem Jahr · Tag 360 von 365

1 Makk 14–16

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Das 1. Buch der Makkabäer 14

1Im hundertzweiundsiebzigsten Jahre sammelte der König Demetrius sein Heer und zog nach Medien, um Hilfstruppen zusammenzuziehen und gegen Tryphon den Kampf zu führen. 2Da aber Arsakes, der König von Persien und Medien, vernahm, dass Demetrius in sein Gebiet eingefallen sei, entsandte er einen von seinen Feldherrn, ihn lebendig gefangen zunehmen und zu ihm zu bringen. 3Dieser zog hin, schlug das Heer des Demetrius, nahm ihn selbst gefangen und führte ihn vor Arsakes, der ihn in das Gefängnis werfen ließ. 4Das ganze Land Juda genoss hierauf Ruhe, solange Simon lebte; er suchte das Beste seines Volkes und seine Herrschaft und sein Ruhm gefielen ihnen die ganze Zeit hindurch. 5Zu all seinen rühmlichen Taten kam auch, dass er Joppe als Hafen gewann und sich einen Zugang zu den Inseln des Meeres schaffte. 6Er erweiterte die Grenzen seines Volkes und behauptete das Land. 7Er brachte viele, die gefangen gewesen, zusammen und eroberte Gazara, Bethsura und die Burg, schaffte die Unreinigkeiten aus ihr hinweg und niemand leistete ihm Widerstand. 8Und ein jeder bebaute sein Land in Frieden und das Land Juda gab seinen Ertrag und die Bäume der Felder gaben ihre Frucht. 9Die Greise saßen all auf den Straßen und besprachen sich über das Beste des Landes und die Jünglinge kleideten sich mit Ehren- und Kriegsgewändern. 10Die Städte versorge er mit Lebensmitteln und bestimmte sie zu Waffenplätzen, so dass sein Name bis an die Grenzen der Erde mit Ruhm genannt ward. 11Er stellte den Frieden im Lande her und Israel hatte große Freude. 12Ein jeder saß unter seinem Weinstocke und unter seinem Feigenbaume, ohne dass jemand sie schreckte. 13Niemand war mehr auf Erden, der sie bekämpfte, die Könige waren zu jener Zeit niedergeworfen. 14Er war die Stütze aller Schwachen seines Volkes, wachte über das Gesetz und vertilgte jeden Gottlosen und Übeltäter. 15Er schmückte das Heiligtum und vermehrte die Gerätschaften desselben. 16Als man in Rom erfuhr, dass Jonathas gestorben sei, und die Nachricht davon bis nach Sparta kam, betrauerte man ihn sehr. 17Da sie aber vernahmen, dass sein Bruder Simon an seiner Statt Hoherpriester geworden sei und das ganze Land und die Städte darin beherrsche, 18schrieben sie ihn auf ehernen Tafeln, dass sie die Freundschaft und die Bundesgenossenschaft erneuern wollten, welche sie mit seinen Brüdern Judas und Jonathas geschlossen. 19Diese Schreiben wurden vor der Volksversammlung in Jerusalem verlesen. Folgendes ist die Abschrift des Schreibens, welches die Spartaner sandten: 20Die Fürsten und die Städte der Spartaner entbieten Simon, dem Hohenpriester, den Ältesten, den Priestern und dem übrigen Volke der Juden, ihren Brüdern, ihren Gruß! 21Die an unser Volk abgeordneten Gesandten haben uns von euerm Ruhme, eurer Herrlichkeit und Freude berichtet und wir haben uns über ihre Ankunft gefreut 22und haben das von ihnen Gemeldete in den Volksbeschlüssen also aufgezeichnet: Numenius, Sohn des Antiochus, und Antipater, Sohn Jasons, Abgeordnete der Juden, sind zu uns gekommen, um die frühere Freundschaft mit uns zu erneuern. 23Und das Volk beschloss, die Männer ehrenvoll zu empfangen und eine Abschrift ihrer Botschaft in den besonderen Staatsakten zu hinterlegen, dem Volke der Spartaner zum Angedenken. Eine Abschrift hiervon senden wir an Simon, den Hohenpriester. 24Darnach sandte Simon den Numenius nach Rom mit einem großen goldenen Schilde, tausend Minen schwer, um die Bundesgenossenschaft mit ihnen zu erneuern. Als aber das römische Volk hiervon hörte, 25sprachen sie: Welchen Dank sollen wir Simon und dessen Söhnen erweisen? 26Denn er hat seine Brüder wieder befreit und die Feinde Israels mit dem Schwerte von ihnen abgewehrt. Und sie beschlossen dessen völlige Freiheit und schrieben es auf eherne Tafeln, welche an den Säulen auf dem Berge Sion angebracht wurden. 27Dies ist die Abschrift der Inschrift: „Am achtzehnten des Monats Elul im hundertzweiundsiebzigsten Jahre, im dritten Jahre unter Simon, dem Hohenpriester zu Asaramel, 28in der großen Versammlung der Priester, des Volkes, der Fürsten des Volkes und der Ältesten des Landes ward dies kundgetan: Da oft Kriege in unserem Lande ausgebrochen sind, 29haben Simon, der Sohn des Mathathias, eines Nachkommen der Söhne Jaribs, und dessen Brüder sich in Gefahr begeben und den Widersachern ihres Volkes Widerstand geleistet, damit ihr Heiligtum und Gesetz wohlbehalten bliebe, und sie verherrlichten ihr Volk mit großem Ruhme. 30Denn als Jonathas sein Volk versammelt hatte und ihr Hoherpriester geworden und zu seinem Volke gesammelt war 31und ihre Feinde ihr Land verheeren und verwüsten und ihre Hand gegen das Heiligtum jener ausstrecken wollten, 32stellt sich Simon dem entgegen, kämpfte für sein Volk, wendete viel Geld auf, bewaffnete die Krieger seines Volkes und gab ihnen Sold. 33Auch befestigte er die Städte Judäas und Bethsura an den Grenzen Judäas, wo zuvor ein Waffenplatz der Feinde gewesen war, und legte eine Besatzung jüdischer Männer hinein. 34Ferner befestigte er Joppe am Meere und Gazara an den Grenzen von Azot, wo vordem Feinde wohnten, und legte Juden hinein und schaffte alles in diese Städte, was zur Instandsetzung derselben nötig war. 35Und da das Volk die Taten Simons sah und den Ruhm, den er seinem Volke zu erwerben gesonnen war, machten sie ihn zu ihrem Feldherrn und Hohenpriester, weil er all dieses getan hatte und seinem Volke Gerechtigkeit und Treue bewahrte und sich auf alle Weise bemühte, sein Volk zu erheben. 36Und zu seiner Zeit ging alles gut vonstatten unter seiner Leitung, so dass die Heiden aus dem Lande Israel vertrieben wurden, sowie auch die, welche in der Stadt Davids, zu Jerusalem, in der Burg waren, aus der sie Ausfälle machten und alles rings um das Heiligtum verunreinigten und seiner Reinheit großen Schaden zufügten. 37Er aber legte jüdische Männer hinein zum Schutze des Landes und der Stadt und erhöhte die Mauern Jerusalems. 38Und König Demetrius bestätigte ihm das Hohepriestertum. 39Er machte ihn demzufolge zu seinem Freunde und zeichnete ihn mit hohen Ehren aus. 40Denn er hatte gehört, dass die Juden von den Römern als Freunde, Bundesgenossen und Brüder erklärt seien und dass jene die Abgeordneten des Simon ehrenvoll aufgenommen hätten, 41sowie, dass die Juden und ihre Priester einmütig beschlossen hätten, dass er ihr Fürst und Hoherpriester sein solle auf immer, bis ein glaubwürdiger Prophet unter ihnen aufstehe, 42und dass er Heerführer über sie sein und Sorge tragen solle für das Heiligtum und Vorsteher über dessen Geschäfte bestellen, über das Land, über die Waffen und über die Festungen; 43dass ihm die Sorge für das Heiligtum obliegen und alle ihm gehorchen sollen, dass in seinem Namen alle Erlasse im Lande abgefasst würden und dass er ein Purpurgewand und Gold tragen solle. 44Und keinem von dem Volke und von den Priestern soll es erlaubt sein, etwas von diesen Bestimmungen aufzuheben oder seinen Anordnungen zu widersprechen oder ohne ihn eine Versammlung im Lande zu berufen oder sich in Purpur zu kleiden und eine goldene Spange zu tragen. 45Wer aber dem zuwider handeln oder etwas davon aufheben sollte, wird straffällig sein!“ 46So beschloss das ganze Volk, den Simon einzusetzen und allem dem gemäß zu tun. 47Simon aber nahm es an und hieß es gut, Hoherpriester, Heerführer und Fürst über das Volk er Juden und die Priester zu sein und allen vorzustehen. 48Auch befahlen sie, diese Urkunde auf eherne Tafeln zu graben und sie in dem Säulengange des Heiligtums an einem in die Augen fallenden Orte aufzustellen, 49eine Abschrift davon aber in die Schatzkammer zu legen für Simon und seine Söhne.

Das 1. Buch der Makkabäer 15

1Auch König Antiochus, der Sohn des Demetrius, sandte von den Inseln des Meeres einen Brief an Simon, den Hohenpriester und Fürsten des Volkes der Juden, und an das ganze Volk. 2Der Inhalt desselben war folgender: König Antiochus entbietet dem Hohenpriester Simon und dem ganzen Volke der Juden seinen Gruß! 3Da nichtswürdige Menschen das Reich unserer Väter in Besitz genommen haben, ich aber willens bin, dasselbe wieder an mich zu bringen und es herzustellen, wie es vordem war, habe ich ein großes Heer geworben und Kriegsschiffe ausgerüstet 4und bin nun willens, in das Land hinauszuziehen, und mich an denen zu rächen, welche unser Land verwüstet und viele Städte in meinem Lande zerstört haben. 5Darum bestätige ich dir nun alle Vergünstigungen, welche dir alle Könige vor mir gewährt haben, und erlasse alle anderen Reichnisse, von welchen sie dich entbunden haben. 6Auch gestatte ich dir, eigene Münzen in deinem Lande zu prägen. 7Jerusalem aber soll heilig und frei sein und alle Waffen, die du hast anfertigen lassen, und die Festungen, welche du erbaut hast und besetzt hältst, sollen dir verbleiben. 8Alle dem Könige gebührende und ihm fernerhin zukommende Abgabe soll dir von nun an auf alle Zeiten erlassen sein. 9Wenn wir unser Reich in Besitz genommen haben, wollen wir dich, dein Volk und den Tempel mit großer Ehre auszeichnen, so dass euer Ruhm auf der ganzen Erde kund werde. 10Im hundertvierundsiebzigsten Jahre zog Antiochus aus in das Land seiner Väter und alle Heerscharen sammelten sich zu ihm, so dass nur wenige bei Tryphon zurückblieben. 11König Antiochus verfolgte ihn und er kam, an der Meeresküste fliehend, nach Dora, 12denn er sah, dass ihn Unglück über Unglück traf und das Heer ihn verlassen hatte. 13Doch Antiochus lagerte sich vor Dora mit hundertundzwanzigtausend Mann Kriegsvolk zu Fuß und achttausend zu Pferd. 14Er schloss die Stadt ein, während die Schiffe vom Meere aus herankamen, so dass die Stadt vom Lande und vom Meere her bedrängt war und man niemand aus- und eingehen ließ. 15Da kamen Numenius und seine Begleiter aus der Stadt Rom mit Briefen an Könige und Länder, in welchen folgendes geschrieben war: 16Lucius, Konsul der Römer, entbietet dem Könige Ptolemäus Gruß. 17Die Abgeordneten der Juden sind als unsere Freunde zu uns gekommen, um die Freundschaft und die Bundesgenossenschaft von ehedem zu erneuern, gesandt von Simon, dem Hohenpriester, und dem Volke der Juden. 18Sie haben uns aber auch einen goldenen Schild von tausend Minen überbracht. 19So beschlossen wir denn, an die Könige und Länder zu schreiben, dass sie ihnen nichts Böses zufügen und nicht wider sie Krieg führen sollen noch wider ihre Städte noch wider ihr Land, und dass sie nicht denen helfen sollen, die gegen sie im Kampfe liegen. 20Es gefiel uns auch, den Schild von ihnen anzunehmen. 21Wenn also einige nichtswürdige Leute aus ihrem Lande zu euch flüchten, so liefert sie dem Hohenpriester Simon aus, dass er sie nach seinem Gesetze züchtige. 22Eben dasselbe schrieben sie an König Demetrius, an Attalus, an Ariarathes, an Arsakes 23und in alle Länder, nach Lampsakus, an die Spartaner, nach Delos, Myndos, Sicyon, Karien, Samos, Pamphylien, Lycien, Halikarnaß, Kao, Side, Arados, Rhodus, Phaselis, Gortyna, Gnidus, Cypern und Cyrene. 24Die Abschrift davon aber sandten sie an den Hohenpriester Simon und das Volk der Juden. 25König Antiochus aber belagerte Dora gleich am zweiten Tage und setzte ihm unablässig zu, errichtete Maschinen und schloss Tryphon ein, dass er nicht herauskäme. 26Simon sandte ihm zweitausend auserlesener Mannschaft zu Hilfe und Silber und Gold und viele Waffen. 27Er aber wollte dies nicht annehmen, sondern brach alles, was er vordem mit ihm vereinbart hatte, und wendete sich von ihm. 28Dann sandte er Athenobius, einen seiner Freunde, zu ihm, um mit ihm zu unterhandeln, und ließ ihm sagen: Ihr habt Joppe und Gazara und die Burg in Jerusalem, Städte meines Reiches, eingenommen. 29Die Gebiete derselben habt ihr verwüstet und großen Schaden im Lande angerichtet und euch vieler Orte meines Reiches bemächtigt. 30So gebet nun die Städte heraus, die ihr eingenommen habt, und zahlet die Steuern von den Orten, deren ihr euch außerhalb des Gebietes von Idumäa bemächtigt habt. 31Wo nicht, so gebet dafür fünfhundert Talente Silbers und für die Verwüstung, die ihr angerichtet habt, und für die Steuern von den Städten andere fünfhundert Talente; tut ihr dies nicht, so werden wir kommen und euch mit Krieg überziehen. 32Als nun Athenobius, der Freund des Königs, nach Jerusalem kam und die Herrlichkeit Simons und den Glanz des Silbers und Goldes und den großen Prunk sah, erstaunte er und verkündete ihm die Worte des Königs. 33Simon aber antwortete ihm und sprach zu ihm: Weder haben wir fremdes Land weggenommen noch besitzen wir fremdes Gut, sondern das Erbe unserer Väter, welches von unseren Feinden ungerechterweise einige Zeit in Besitz genommen war. 34Wir aber suchen, da uns die Umstände günstig sind, das Erbe unserer Väter zu behaupten. 35Was aber Joppe und Gazara anbelangt, welche du zurückforderst, so haben diese unter dem Volke großes Unheil angerichtet ebenso wie in unserm Lande; doch wollen wir für dieselben hundert Talente geben. Athenobius antwortete ihm hierauf kein Wort, 36sondern kehrte voll Zorn zum Könige zurück und berichtete ihm diese Worte und die Pracht Simons und alles, was er gesehen; da geriet der König in gewaltigen Zorn. 37Tryphon aber floh auf einem Schiffe nach Orthosias. 38Hierauf bestellte der König den Kendebäus zum Feldherrn über die Meeresküste und gab ihm Kriegsvolk zu Fuß und zu Pferd. 39Und er befahl ihm, gegen Judäa zu Felde zu ziehen, und trug ihm auf, Gedor zu befestigen, die Tore der Stadt zu verrammeln und das Volk zu bekämpfen. Der König aber setzte Tryphon nach. 40Kendebäus nun kam nach Jamnia und fing an, das Volk zu beunruhigen, Judäa zu verwüsten, die Bewohner gefangen zunehmen und zu töten und Gedor zu befestigen. 41Und er legte Reiter und Fußvolk hinein, damit sie Ausfälle machten und die Straßen von Judäa durchzögen, wie der König ihm geboten hatte.

Das 1. Buch der Makkabäer 16

1Johannes aber begab sich von Gazara hinauf und teilte seinem Vater Simon mit, was Kendebäus wider ihr Volk getan. 2Da berief Simon seine beiden ältesten Söhne, Judas und Johannes, und sprach zu ihnen: Ich und meine Brüder und das Haus meines Vaters haben wider die Feinde Israels gestritten von unserer Jugend an bis auf den heutigen Tag und es gelang uns, durch unsere Hand mehrere Male Israel zu befreien. 3Nun aber bin ich alt geworden, darum treten an meine Stelle und seid mir wie Brüder und ziehet aus und kämpft für unser Volk, die Hilfe des Himmels aber sei mit euch! 4Und er hob aus dem Lande zwanzigtausend streitbare Männer und Retter aus, diese zogen gegen Kendebäus und übernachteten in Modin. 5Als sie nun am Morgen aufbrachen und in die Ebene zogen, siehe, da kam ihnen ein zahlreiches Heer zu Fuß und zu Pferd entgegen, doch lag ein Gießbach zwischen ihnen. 6Da stellte er sich mit seinem ganzen Heere ihnen gegenüber auf und, da er sah, dass seine Leute sich scheuten, den Bach zu durchwaten, durchschritt er denselben als der erste. Als ihn die Männer sahen, gingen sie hindurch ihm nach. 7Alsdann teilte er seine Truppen und stellte die Reiter zwischen das Fußvolk, die Reiterei der Feinde aber war überaus zahlreich. 8Nun bliesen sie mit den heiligen Trompeten und Kendebäus ward mit seinem Heere in die Flucht geschlagen und es fielen von ihnen zahlreiche Verwundete, die übrigen aber flohen in die Feste. 9Hierbei ward Judas, der Bruder des Johannes, verwundet, Johannes aber verfolgte sie, bis er nach Kedron kam, welches jener befestigt hatte. 10Da flohen sie in die Türme, welche in den Gefilden von Azot waren, doch er zündete dieselben an und es fielen von ihnen zweitausend Mann. Hierauf kehrte er nach Judäa in Frieden zurück. 11Ptolemäus aber, der Sohn Abobs, war als Feldherr über die Ebene von Jericho gesetzt, dieser besaß viel Silber und Gold, 12denn er war der Schwiegersohn des Hohenpriesters. 13Da erhob sich sein Herz und er wollte Herr des Landes werden und ging mit List um wider Simon und seine Söhne, um sie aus dem Wege zu räumen. 14Simon aber pflegte die Städte im Lande Judäa zu bereisen und für ihr Wohl Sorge zu tragen. So kam er nach Jericho mit seinen Söhnen Mathathias und Judas im hundertsiebenundsiebzigsten Jahre im elften Monate, der der Monat Sabbat ist. 15Und der Sohn Abobs nahm sie mit Hinterlist in einer kleinen Feste namens Doch auf, die er erbaut hatte, und bereitete ihnen ein großes Mahl, versteckte jedoch daselbst Männer. 16Als nun Simon und seine Söhne es sich wohl sein ließen beim Mahle, erhob sich Ptolemäus mit den Seinigen, sie ergriffen ihre Waffen, traten in den Gastsaal und töteten ihn mit seinen zwei Söhnen und einigen seiner Diener. 17So verübte jener große Treulosigkeit an Israel und vergalt Gutes mit Bösem. 18Ptolemäus aber schrieb dies an den König und sandte an ihn, er möchte ihm eine Heeresabteilung zu Hilfe senden, so werde er ihm das Land samt ihren Städten und Abgaben übergeben. 19Zugleich sandte er andere nach Gazara, um Johannes zu vernichten, und richtete Briefe an die Befehlshaber, sie sollten sich ihm anschließen, so wolle er ihnen Silber, Gold und Geschenke geben. 20Wieder andere sandte er ab, um Jerusalem und den Tempelberg in Besitz zu nehmen. 21Aber einer war vorausgeeilt und verkündete dem Johannes in Gazara, dass sein Vater und seine Brüder umgekommen und dass jener ausgesendet sei, auch dich zu töten. 22Als er dies hörte, entsetzte er sich und ergriff die Männer, die gekommen waren, ihn umzubringen, und tötete sie; denn er wusste, dass sie ihn umzubringen trachteten. 23Was sonst noch von den Taten es Johannes, seinen Kriegen, seinen tapfern Taten, die er wacker verrichtete, und von dem Baue der Mauern, die er aufführte, und von allem, was er vollbrachte, zu sagen ist, 24siehe, das ist aufgeschrieben in der Geschichte seines Hohenpriestertums, von der Zeit an, da er nach seinem Vater Hoherpriester geworden war.