Bibel in einem Jahr · Tag 325 von 365

Ez 40–42 · 1 Joh 2

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Das Buch Ezechiel 40

1Im fünfundzwanzigsten Jahre unserer Wegführung im Anfange des Jahres, am Zehnten des Monats, im vierzehnten Jahre nach der Eroberung kam die Hand des Herrn über mich und führte mich dorthin. 2In göttlichen Gesichten führte er mich in das Land Israel und ließ mich auf einem sehr hohen Berge nieder, auf welchem gegen Mittag ein Bau, einer Stadt gleich, war. 3Und da er mich dorthin führte, siehe, war da ein Mann, dessen Gestalt das Ansehen von Erz hatte; ins einer Hand hielt er eine leinene Schnur und eine Messrute, derselbe stand am Tore. 4Und der Mann sprach zu mir: Menschensohn! Schaue mit deinen Augen und höre mit deinen Ohren und sei aufmerksam auf alles, was ich dir zeigen werde; denn du wardst hierher geführt, damit es dir gezeigt werde; verkünde alles, was du siehst, dem Hause Israel! 5Und siehe, eine Mauer lief außen rings um das Haus, und der Mann hatte eine Messrute in der Hand, die sechs Ellen und je eine Handbreit lang war, und er maß die Breite des Baues: eine Rute, und die Höhe eine Rute. 6Und er kam zu einem Tore, das in der Richtung nach Morgen lag, und stieg die Stufen dazu empor und maß die Schwelle es Tores, eine Rute in der Breite, das ist, eine Schwelle hatte die Breite einer Rute; 7auch maß er die Seitenkammern, eine Rute in der Länge und eine Rute in der Breite, und zwischen den Seitenkammern war ein Raum von fünf Ellen. 8Und er maß die Schwelle des Tores auf der Innenseite der Torhalle: eine Rute; 9dann maß er die Torhalle: acht Ellen, und die Vorsprünge derselben: je zwei Ellen; die Torhalle aber war nach innen. 10Und von den Seitenkammern am Tore in der Richtung nach Morgen waren drei auf dieser und drei auf jener Seite; alle drei hatten einerlei Maß, auch die Vorsprünge auf beiden Seiten hatten einerlei Maß. 11Dann maß er die Breite der Schwelle des Tores: zehn Ellen, und die Länge des Tores: dreizehn Ellen. 12Und die Schranke vor den Kammern: eine Elle und eine Elle Abgrenzung von beiden Seiten; aber die Seitenkammern hatten je sechs Ellen auf beiden Seiten. 13Alsdann maß er das Tor vom Dache der einen Seitenkammer her bis zum Dache der andern, eine Breite von fünfundzwanzig Ellen von einem Eingang gegen den anderen. 14Und er machte die Vorsprünge zu sechzig Ellen und nächst dem Vorsprung des Torhofes war eine Halle, welche das Tor rings umschloß. 15Und von der Vorderseite des Tores, das bis zur Vorderseite der Halle des inneren Tores reichte, fünfzig Ellen. 16Und schiefabfallende Fenster waren in den Seitenkammern und den Vorsprüngen derselben, nach dem Inneren des Tores zu von allen Seiten ringsum; ebenso liefen in den Vorhallen Fenster nach innen ringsum und an den Vorsprüngen waren Nachbildungen von Palmen. 17Sodann führte er mich nach dem äußeren Vorhofe; siehe, da waren Schatzkammern, und der Boden des Vorhofes war ringsum mit Steinen belegt, dreißig Kammern waren im Umkreise um das Pflaster. 18Das Pflaster vor den Toren, entsprechend der Länge der Tore, war niedriger. 19Und er maß die Breite von der Vorderseite des unteren Tore an bis zum äußeren Vorsprunge des inneren Hofes: hundert Ellen waren von Morgen aus und ebensoviele von Mitternacht. 20Auch das Tor, welches im äußeren Hofe in der Richtung nach Mitternacht zu lag, maß er der Länge und Breite nach 21und die Seitenkammern desselben, von denen drei auf der einen und drei auf der anderen Seite lagen, seinen Vorbau, seine Halle; sie hatten dasselbe Maß wie das erste Tor, fünfzig Ellen in die Länge und fünfundzwanzig Ellen in die Breite. 22Die Fenster derselben aber, die Halle und das Schnitzwerk hatten dasselbe Maß wie das Tor gegen Morgen, auf sieben Stufen stieg man zu demselben empor und eine Halle lag vor demselben. 23Je ein Tor ferner des inneren Vorhofes lag den Toren gegen Mitternacht wie gegen Morgen gegenüber und er maß von Tor zu Tor hundert Ellen. 24Sodann führte er mich auch in der Richtung gegen Mittag, siehe, da war ein Tor gegen Mittag gerichtet und er maß dessen Vorbau und die Halle, sie hatten das Maß der andern. 25Auch die Fenster desselben und die Hallen ringsherum waren wie die anderen Fenster, sie hatten fünfzig Ellen Länge und fünfundzwanzig Ellen Breite. 26Auf sieben Stufen stieg man zu demselben hinauf, eine Halle war vor seinem Eingange und am Vorbau war Palmenschnitzwerk, eines von dieser und eines von jener Seite. 27Auch hatte der innere Hof ein Tor gegen Mittag und er maß von einem Tore, in der Richtung gegen Mittag bis zum andern: hundert Ellen. 28Und er führte mich in den inneren Vorhof durch das Tor gegen Mittag und maß das Tor nach dem Maße der früheren: 29und auch seine Seitenkammern und seine Vorsprünge und seine Halle maß er nach demselben Maße wie die andern und seine Fenster und seine Halle ringsherum, fünfzig Ellen hatte sie an Länge und fünfundzwanzig Ellen an Breite. 30Und die Halle ringsherum hatte fünfundzwanzig Ellen Länge und fünf Ellen Breite. 31Die Halle führte auf den äußeren Hof und an den Vorsprüngen derselben waren Palmen, acht Stufen bildeten den Aufstieg zu demselben. 32Dann führte er mich in den inneren Vorhof in der Richtung nach Morgen zu und er maß das Tor nach den früheren Maßen, 33seine Seitenkammern, seine Vorsprünge und seine Halle wie zuvor und seine Fenster und die Hallen ringsum: fünfzig Ellen Länge und fünfundzwanzig Breite. 34Und er maß die Halle desselben, die auf den äußern Hof führte, Palmenschnitzwerk war an den Vorsprüngen auf dieser und auf jener Seite und auf acht Stufen stieg man zu demselben empor. 35Hierauf führte er mich zum Tore gegen Mitternacht und maß es gleich den früheren Maßen, 36seine Seitenkammern, seine Vorsprünge, seine Halle und seine Fenster ringsum; fünfzig Ellen maß er in der Länge und fünfundzwanzig in der Breite. 37Seine Halle ging auf den äußeren Hof und an seinen Vorsprüngen war Palmenschnitzwerk auf dieser und auf jener Seite, auf acht Stufen stieg man zu ihm empor. 38Für jede Schatzkammer war ein Eingang in den Vorbauten der Tore, dort sollte man die Brandopfer waschen. 39Und in der Vorhalle des Tores standen zwei Tische auf der einen und zwei Tische auf der andern Seite, um das Brand-, Sünd- und Schuldopfer darauf zu schlachten. 40An der Außenwand, welche sich gegen den Eingang des Tores hinzog, das gegen Mitternacht gerichtet ist, waren wieder zwei Tische und auf der anderen Seite zwei Tische vor der Halle des Tores. 41Vier Tische waren auf einer, vier Tische auf der anderen Seite; acht Tische waren auf den Seiten des Tores, auf welchen man opfern sollte. 42Vier Tische aber waren für das Brandopfer aus Quadersteinen gebaut, anderthalb Ellen lang, anderthalb Ellen breit und eine Elle hoch; auf diese sollte man die Geräte legen, mit denen Brand- und andere Opfer geschlachtet wurden. 43Die Ränder derselben waren eine Hand breit, ringsherum noch einwärts gebogen, diese Tische waren für das Opferfleisch bestimmt. 44Und außerhalb des inneren Tores waren Kammern für die Sänger im inneren Vorhofe, der seitwärts vom Mitternachtstore lag, und ihre Vorderseiten waren gegen Mittag gerichtet; auch war eine seitwärts vom Osttore, in der Richtung nach Mitternacht hin. 45Und er sprach zu mir: Diese Kammer, welche gegen Mittag gerichtet ist, soll für die Priester bestimmt sein, welche im Tempel den Dienst versehen; 46die Kammer aber, welche nach Mitternacht zu liegt, soll für die Priester sein, welche den Dienst am Altare versehen. Das sind die Söhne Sadoks, welche von den Söhnen Levis dem Herrn nahen, um ihm zu deinen. 47Und er maß den Vorhof: hundert Ellen in der Länge und hundert Ellen in der Breite, ein Viereck, und der Altar stand vor der Vorderseite des Tempels. 48Nun führte er mich in die Vorhalle des Tempels und er maß die Vorhalle: fünf Ellen auf dieser, und fünf Ellen auf jener Seite, und die Breite des Tores war drei Ellen auf dieser und drei Ellen auf der anderen Seite. 49Die Länge der Vorhalle aber war zwanzig Ellen, die Breite elf Ellen, acht Stufen bildeten den Aufstieg zu derselben. Zwei Säulen aber waren an den Vorsprüngen, die einen hüben, die anderen drüben.

Das Buch Ezechiel 41

1Und er führte mich zum Tempelhause und maß die Vorsprünge: sechs Ellen in der Breite auf dieser und sechs Ellen auf der anderen Seite war die Breite der Wohnung. 2Die Breite des Einganges war zehn Ellen und die Seitenwände des Tores waren fünf Ellen auf dieser und fünf Ellen auf jener Seite des Tores und er maß die Länge desselben vierzig Ellen, und die Breite zwanzig Ellen. 3Und er trat in den innern Raum ein, und maß an dem Vorbau des Tores zwei Ellen und das Tor sechs Ellen und die Breite des Tores sieben Ellen. 4Dann maß er die Länge desselben: zwanzig Ellen, und zwanzig Ellen in die Breite an der Vorderseite des Tempels und sprach zu mir: Das ist das Allerheiligste! 5Und er maß die Wand des Hauses sechs Ellen und die Breite des Seitenbaues vier Ellen, rings um das Haus her. 6Und die Seitengemächer waren, Gemach an Gemach, zweimal dreiunddreißig; sie waren hervortretend und sprangen in die Mauer des Hauses ein an den Seiten ringsum, so dass die Kammern die Mauer des Tempels umfassten, aber nicht berührten. 7Darin war auch ein Gang in der Runde, in Schneckenform aufsteigend, der sich wendend, zu dem Obergemach des Tempels führte; deshalb war der Tempel oben breiter; und so stieg man von dem untersten Stockwerke in das oberste durch das mittlere. 8Und ich sah am Hause ringsum einen Hochbau, die Grundlage der Seitengemächer, nach dem Maßstabe von sechs Ellen. 9Die Breite der Mauer, welche die Seitengemächer nach außen abschloß, betrug fünf Ellen, und das innere Haus war umgeben von den Seitengemächern des Hauses. 10Und zwischen den Kammern rings um das Haus her war ein Raum von zwanzig Ellen. 11Und eine Tür zu dem Seitenbau ging auf den Ort des Gebetes, eine Tür in der Richtung nach Mitternacht und die andere nach Mittag und die Breite des freien Raumes war fünf Ellen ringsum. 12Das Gebäude, welches vom Tempel getrennt und gegen die Seite des Meeres gerichtet war, hatte eine Breite von siebzig Ellen, die Wand des Baues aber war fünf Ellen ringsum breit und seine Länge betrug neunzig Ellen. 13Und er maß die Länge des Hauses: hundert Ellen und der getrennte Bau samt seinen Wänden hatte eine Länge von hundert Ellen. 14Die Breite der Vorderseite des Hauses aber und des abgesonderten Baues gegen Morgen hin betrug hundert Ellen. 15Alsdann maß er die Länge des Baues, der dem Tempel gegenüber an dessen Hinterseite abgesondert lag, samt den Kammern zu beiden Seiten: hundert Ellen; dann den inneren Tempel und die Hallen des Vorhofes, 16die Schwellen, die schief abfallenden Fenster, die Kammern ringsum in den drei Räumen; jeder Schwelle gegenüber war Holzgetäfel auf allen Seiten, vom Boden reichte es bis zu den Fenstern, die Fenster aber waren oberhalb der Eingänge geschlossen. 17Und alles bis zum inneren Hause und an der ganzen Mauer außen und innen war nach dem Maße. 18Auch waren künstliche Cherube und Palmenwerk, eine Palme zwischen je zwei Cheruben, jeder Cherub aber hatte zwei Gesichter. 19Ein Menschengesicht war gegen den Palmbaum hin auf der einen Seite und auf der andern Seite ein Löwengesicht gegen den Palmbaum hin, und so war es ringsum an dem ganzen Hause angebracht. 20Die Cherube und die Palmbäume waren als Schnitzwerk an den Wänden des Tempels vom Boden bis über die Tür angebracht. 21Die Türschwelle war im Geviert und die Vorderseite des Heiligtums hatte das gleiche Aussehen. 22Der Altar, der von Holz war, hatte drei Ellen in der Höhe, zwei Ellen in der Länge; seine Pfosten, seine Oberfläche und seine Wände waren von Holz. Und er sprach zu mir: Dies ist der Tisch, der vor dem Herrn steht. 23Zwei Türen waren am Tempel und am Heiligtum. 24Jede Tür hatte an beiden Seiten noch zwei kleinere Flügel, die sich gegeneinander drehten, je zwei und zwei auf beiden Seiten der Türen. 25Wie an den Wänden, so waren auch an den Türen des Tempels Cherube und Palmen als Schnitzwerk angebracht und darum waren auch die Balken an der Vorderseite der Halle nach außen dicker. 26Darüber waren schiefabfallende Fenster und oben auf beiden Seiten der Vorhalle, an den Seitenwänden des Hauses und nach der Breite der Wände waren Nachbildungen von Palmen.

Das Buch Ezechiel 42

1Sodann führte er mich in der Richtung nach Norden in den äußeren Vorhof und brachte mich in die Schatzkammer, welche dem abgesonderten Anbau und dem Bau gegenüber nach Mitternacht lag. 2An der Vorderseite maßen sie in die Länge am Eingange gegen Mitternacht hundert Ellen und in die Breite fünfzig Ellen, 3gegenüber den zwanzig Ellen des inneren Hofes und gegenüber dem Steinpflaster im äußern Hofe, wo ein Hallengang war, der sich an einen dreifachen Hallengang anschloß. 4Vor den Gemächern war ein Gang von zehn Ellen Breite und nach innen ein Weg von der Breite einer Elle, ihre Türen gingen nach Mitternacht zu. 5Die obern Gemächer waren niedriger als die untern, denn sie ruhten auf den Säulenhallen, welche über dieselben vom untern und mittlern Stockwerke aus vorsprangen. 6Es waren nämlich drei Stockwerke, die aber keine Säulen hatten, wie die Säulen der Vorhöfe waren. Deshalb sprangen sie von den untern und mittlern Stocke aus vom Boden um fünfzig Ellen vor. 7Die äußere Mauer an den Gemächern, die in der Richtung gegen den äußern Vorhof vor den Gemächern lagen, hatte eine Länge von fünfzig Ellen; 8denn die Länge der Gemächer des äußern Vorhofes betrug fünfzig Ellen und die Länge an der Vorderseite des Tempels hundert Ellen. 9Unterhalb jener Gemächer war ein Eingang von der Ostseite her, dass man aus dem äußern Vorhofe eintreten konnte. 10An der Breite der Umfassungsmauer des Vorhofes waren in der Richtung nach Morgen gegen die Vorderseite des abgesonderten Gebäudes und vor dem Gebäude Gemächer. 11Der Gang an ihrer Vorderseite war wie an den Gemächern, welche in der Richtung nach Mitternacht lagen, sie waren gerade so breit und lang wie jene und die Verhältnisse und die Türen, alles war jenen gleich. 12Wie die Türen an jenen Gemächern, welche in der Richtung nach Mittag lagen, ging eine Türe oben auf den Weg hinaus, auf den Weg, der vor dem abgesonderten Hallengebäude lag, wenn man in der Richtung von Morgen her eintritt. 13Und er sprach zu mir: Die Gemächer gegen Mitternacht und die Gemächer gegen Mittag, die vor dem abgesonderten Anbau liegen, sind die heiligen Gemächer, in denen die Priester essen dürfen, welche dem Herrn im Allerheiligsten nahen. Dort sollen sie dem allerheiligsten Opferteil, die Sünd- und Schuldopfer aufbewahren, denn es ist ein heiliger Ort. 14Und wenn die Priester in das Heiligtum gegangen sind, sollen sie nicht aus dem Heiligtum in den äußern Vorhof hinaustreten, sondern sollen dort die Kleider, in denen sie den Dienst verrichtet, liegen lassen, denn diese sind heilig, und sollen andere Kleider anziehen und so zum Volke hinausgehen. 15Als er nun das innere Haus ganz ausgemessen hatte, führte er mich hinaus in der Richtung nach dem Osttore und er maß dasselbe allenthalben ringsum. 16Er maß aber die Ostseite mit der Meßrute: fünfhundert Ruten mit der Meßrute ringsum. 17Und er maß die Mitternachtsseite: fünfhundert Ruten ringsum mit der Meßrute. 18Er maß auch die Mittagseite: fünfhundert Ruten ringsum mit der Meßrute. 19Und er maß die Abendseite: fünfhundert Ruten mit der Meßrute. 20Nach allen vier Richtungen maß er die Mauer daselbst auf allen Seiten, in der Länge fünfhundert Ellen und in der Breite fünfhundert Ellen, sie schied das Heiligtum von dem dem Volke zugewiesenen Raum.

Neues Testament

1. Johannesbrief 2

1Meine Kindlein! dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündiget. Aber wenn auch jemand gesündigt hat, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten, 2und er ist die Sühne für unsere Sünden; nicht allein für die unsrigen, sondern auch für die der ganzen Welt. 3Und daraus ersehen wir, dass wir ihn erkannt haben, wenn wir seine Gebote halten. 4Wer da sagt, er habe ihn erkannt, und seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner, und in ihm ist die Wahrheit nicht. 5Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaft die Liebe Gottes vollkommen, und daran erkennen wir, dass wir in ihm sind. 6Wer sagt, dass er in ihm bleibe, der muss, wie er gewandelt hat, ebenso auch selbst wandeln. 7Geliebte! nicht ein neues Gebot schreibe ich euch, sondern ein altes Gebot, das ihr von Anfang an hattet; das alte Gebot ist das Wort, welche ihr gehört habt. 8Wiederum schreibe ich euch ein neues Gebot, das wahr ist, sowohl bei ihm als bei euch, denn die Finsternis ist vergangen und das wahre Licht leuchtet schon. 9Wer da sagt, er sei im Lichte, und hasst seinen Bruder, der ist in der Finsternis bis zur Stunde. 10Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Lichte, und in ihm ist kein Anstoß. 11Wer aber seinen Bruder hasset, ist in der Finsternis, und wandelt in der Finsternis, und weiß nicht, wohin er geht, denn die Finsternis hat seine Augen geblendet. 12Ich schreibe euch, Kinder! da euch ja die Sünden vergeben werden um seines Namens willen. 13Ich schreibe euch Väter! weil ihr ja den erkannt habt, der von Anfang an ist. Ich schreibe euch Jünglinge! weil ihr den Bösen überwunden habet. 14Ich schreibe euch, Kindlein! weil ihr ja den Vater erkannt habt. Ich schreibe euch, Jünglinge! weil ihr stark seid, und das Wort Gottes in euch bleibt, und ihr den Argen überwunden habt. 15Liebet nicht die Welt, noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt liebt, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. 16Denn alles, was in der Welt ist, ist Fleischeslust, Augenlust und Hoffart des Lebens, was nicht vom Vater, sondern von der Welt ist. 17Und die Welt vergeht samt ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit. 18Kindlein! es ist die letzte Stunde; und wie ihr gehört habt, dass der Antichrist kommt, so sind auch jetzt viele Antichristen erschienen, woraus wir erkennen, dass es die letzte Stunde ist. 19Von uns sind sie ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, so würden sie doch bei uns geblieben sein; allein es sollte an ihnen offenbar werden, dass nicht alle von uns sind. 20Doch ihr habt die Salbung vom Heiligen und wisset alles. 21Ich schreibe euch nicht, weil ihr die Wahrheit nicht wüsstet, sondern weil ihr sie wisset, und weil keine Lüge aus der Wahrheit kommt. 22Wer anders ist der Lügner als der, welcher leugnet, dass Jesus der Christus ist? Der ist der Antichrist, welcher den Vater und den Sohn leugnet. 23Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Vater nicht; wer den Sohn bekennt, hat auch den Vater. 24Ihr – was ihr von Anfang an gehört habt, das bleibe in euch! Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an gehört habt, so werdet auch ihr in dem Sohne und in dem Vater bleiben. 25Und das ist die Verheißung, welche er uns gegeben hat, das ewige Leben. 26Dieses habe ich euch über jene geschrieben, welche euch verführen wollen. 27Was euch betrifft, so bleibe die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, in euch, und ihr habt nicht nötig, dass jemand euch belehre; sondern so, wie euch seine Salbung über alles belehrt, so ist es auch wahr und ist keine Lüge. Und wie sie euch belehrt hat, so bleibet in ihm. 28Und nun, Kindlein! bleibet in ihm, damit wir, wenn er erscheinen wird, Zuversicht haben, und nicht mit Scham von ihm weichen müssen bei seiner Ankunft. 29Wenn ihr wisset, dass er gerecht ist, so erkennet auch, dass ein jeder, der Gerechtigkeit tut, aus ihm geboren ist.