Bibel in einem Jahr · Tag 25 von 365

Ex 22–24 · Mt 18

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Exodus 22

1Wenn jemand ein Rind oder ein Schaf stiehlt und schlachtet es, oder verkauft es, so soll er fünf Rinder für ein Rind zurückgeben, und vier Schafe für ein Schaf. 2Wenn ein Dieb beim Einbrechen in ein Haus oder bei der Untergrabung desselben betroffen und verwundert wird, so dass er stirbt, so soll der, welcher ihn erschlagen hat, keine Blutschuld haben. 3Hat er dies aber nach Sonnenaufgang getan, so hat er einen Mord begangen und soll gleichfalls sterben. Hat der Dieb nicht, was er für den Diebstahl erstatten könnte, so soll er selbst verkauft werden. 4Findet man bei ihm das Gestohlene noch lebend, es sei ein Rind, oder ein Esel, oder ein Schaf, so soll er das Doppelte als Ersatz geben. 5Wenn jemand einen Acker oder Weinberg beschädigt, oder sein Vieh frei laufen last, dass es auf fremder Trist weidet, so soll er das Beste, was er auf seinem Acker oder in seinem Weinberge hat, nach Abschätzung des Schadens als Ersatz geben. 6Wenn Feuer auskommt und Dornen ergreift, dann aber auch das aufgeschichtete Getreide, oder das auf dem Halm stehende Korn auf dem Felde verzehrt, so soll der, welcher das Feuer angezündet hat, den Schaden ersetzen. 7Wenn jemand seinem Freunde Geld oder Geräte zur Verwahrung gibt und es wird dem, der es empfangen hatte, gestohlen, so soll der Dieb, wenn er gefunden wird, den doppelten Betrag erstatten. 8Wenn aber der Dieb unbekannt bleibt, soll der Herr des Hauses vor die Richter am Heiligtum gebracht werden und beschwören, dass er seine Hand nicht nach seines Nächsten Gut ausgestreckt hat, 9um einen Betrug zu begehen, es sei an Rind, oder Esel, oder Schaf, oder Kleidung, oder an sonst etwas, worin jenem ein Schaden zugefügt werden kann; beider Streitsache soll vor die Richter kommen; und wenn diese ihn schuldig finden, so soll er seinem Nächsten das Doppelte erstatten. 10Wenn jemand seinem Nächsten einen Esel, oder ein Rind, oder ein Schaf, oder irgend ein anderes Tier zur Verwahrung anvertraut, und dieses stirbt, oder wird beschädigt, oder von den Feinden weggenommen, ohne dass jemand es sieht, 11so soll ein Eid als Beweismittel gelten, dass er seine Hand nicht nach seines Nächsten Gut ausgestreckt hat; und der Eigentümer soll den Eid annehmen, und jener soll nicht gezwungen sein, Ersatz zu leisten. 12Wenn es ihm aber gestohlen wird, so soll er dem Eigentümer den Schaden ersetzen. 13Wird es von einem wilden Tiere erwürgt, so soll er das Getötete seinem Herrn bringen und hat keinen Ersatz zu leisten. 14Wer von seinem Nächsten etwas dergleichen entlehnt, und es wird beschädigt oder stirbt, ohne dass sein Herr dabei zugegen ist, so soll er gehalten sein, es zu ersetzen. 15Wenn aber der Besitzer zugegen war, so soll er nichts ersetzen, besonders wenn es als Lohn für seine Arbeit gemietet war. 16Wer eine Jungfrau verführt, die noch unverlobt ist, und ihr beiwohnt, der steure sie aus und nehme sie zur Frau. 17Wenn der Vater der Jungfrau sich weigert, sie zu geben, so soll er so viel Geld zahlen, als die Jungfrauen zur Morgengabe zu empfangen pflegen. 18Zauberer sollst du nicht leben lassen. 19Wer einem Tiere beiwohnt, soll des Todes sterben. 20Wer den Göttern opfert, und nicht dem Herrn allein, soll getötet werden. 21Den Fremdling sollst du nicht betrüben, noch ihn drücken; denn ihr waret auch selbst Fremdlinge im Lande Ägypten. 22Witwen und Waisen sollt ihr nicht beeinträchtigen. 23Wenn ihr sie aber bedrückt und sie zu mir schreien, so werde ich ihr Rufen hören; 24und mein Zorn wird entbrennen, und ich werde euch mit dem Schwerte töten, und eure eigenen Weiber werden Witwen werden, und eure Kinder Waisen. 25Wenn du jemanden aus meinem Volke, einem Armen, der bei dir wohnt, Geld leihest, so sollst du ihn nicht drängen, wie ein Erpresser, noch ihn durch Wucher bedrücken. 26Wenn du deinem Nächsten das Oberkleid als Pfand nimmst, so sollst du es ihm vor Sonnenuntergang zurückstellen. 27Denn es ist sein einziges Gewand zur Bedeckung seines Leibes, und er hat kein anderes, auf dem er ruhe; wenn er zu mir ruft, so werde ich ihn erhören, denn ich bin barmherzig. 28Den Richtern des Heiligtums sollst du nicht übel nachreden, und dem Vorsteher deines Volkes nicht fluchen. 29Deine Zehnten und deine Erstlinge sollst du ohne Zögern geben, den Erstgeborenen deiner Söhne sollst du mir weihen. 2Mos 13,2.12, 2Mos 34,19, 30Ähnlich sollst du auch mit deinen Rindern und Schafen tun; sieben Tage möge das Erstgeborne bei der Mutter sein, am achten Tage sollst du es mir darbringen. 31Ihr sollt mir geheiligte Männer sein; das Fleisch, von dem die Tiere gefressen haben, sollt ihr nicht genießen, sondern es den Hunden vorwerfen.

Exodus 23

1Du sollst keine Lügenreden annehmen, noch deine Hand bieten, um für den Gottlosen falsches Zeugnis abzulegen. 2Du sollst dem großen Haufen nicht folgen, um Böses zu tun, noch im Gerichte dem Urteile der Meisten beistimmen, so dass du von der Wahrheit abweichst. 3Auch sollst du den Armen nicht im Gerichte begünstigen. 4Wenn du einen deinem Feinde gehörigen Ochsen oder Esel herumirrend findest, so bringe ihm denselben zurück. 5Wenn du den Esel dessen, der dich hasst, unter seiner Last erliegen siehst, so sollst du nicht vorübergehen, sondern ihm beistehen, den Esel aufzuhelfen. 6Du sollst das Recht des Armen in seiner Sache nicht beugen. 7Die Lüge sollst du fliehen. Den Unschuldigen und den, der Recht hat, sollst du nicht töten; denn ich verabscheue den Gottlosen. 8Du sollst nicht Geschenke annehmen, denn sie verblenden auch die Weisen und verkehren die Worte der Gerechten. 9Einem Fremdlinge sollst du nicht lästig sein; denn ihr wisst ja, wie es den Fremdlingen um´s Herz ist, da ihr selbst Fremdlinge im Lande Ägypten gewesen seid. 10Sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seinen Ertrag einsammeln. 11Im siebenten Jahre aber sollst du es unbenutzt liegen und ruhen lassen, damit die Armen deines Volkes darauf ihre Nahrung finden; und alles, was noch übrig sein wird, mögen die Tiere des Feldes verzehren; ebenso sollst du mit deinem Weinberge und mit deinem Ölgarten tun. 12Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du ruhen, damit dein Rind und dein Esel ausruhe, und der Sohn deiner Magd und der Fremdling sich erhole. 13Haltet alles, was ich euch gesagt habe. Bei dem Namen fremder Götter sollt ihr nicht schwören, ja er soll nicht einmal aus eurem Munde gehört werden. 14Dreimal im Jahre sollt ihr mir Feste feiern. 15Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, zur Zeit des Monats der neuen Früchte, da du ihm aus Ägypten gezogen bist; vor meinem Angesichte sollst du nicht mit leeren Händen erscheinen. 16Denn das Erntefest der Erstlinge deiner Arbeit von allem, was du auf deinem Acker ausgesät; endlich das Fest am Ende des Jahres, wenn du alle deine Früchte von dem Felde eingesammelt hast. 17Dreimal im Jahre soll jeder Mann aus deiner Mitte vor dem Herrn, deinem Gott, erscheinen. 18Du sollst das Blut meines Opfers nicht mit gesäuerten Broten opfern; auch soll das Fett meines Fettopfers nicht bis zum Morgen aufbewahrt werden. 19Die Erstlinge der Früchte deines Bodens sollst du in das Haus des Herrn, deines Gottes, bringen. Ein Böckchen sollst du nicht in der Milch seiner Mutter kochen. 20Siehe, ich werde meinen Engel senden, dass er vor dir herziehe, und dich bewahre auf dem Wege, und dich an die Stätte führe, welche ich bereitet habe. 21Habe Acht auf ihn, und höre seine Stimme, und glaube nicht, ihn verachten zu dürfen; denn wenn du sündigst, wird er es nicht ungeahndet lassen, und mein Name ist in ihm. 22Wenn du aber auf seine Stimme hörst und alles tust, was ich sage, so werde ich der Feind deiner Feinde sein, und die bedrängen, welche dich bedrängen. 23Und mein Engel wir vor dir hergehen und dich zu den Amorrhitern, Hethitern, Pherezitern, Chananitern, Hevitern und Jebusitern führen, die ich vernichten will. 24Du sollst ihre Götter nicht anbeten, noch ihnen dienen; du sollst ihre Werke nicht tun, sondern sie vernichten und ihre Bildsäulen zertrümmern. 25Ihr sollt vielmehr dem Herrn, eurem Gott, dienen, dass ich dein Brot und dein Wasser segne und Krankheiten aus deiner Mitte entferne. 26Kein Weib wird in deinem Lande kinderlos oder unfruchtbar sein, und mit frühzeitigem Tode werde ich dich nicht heimsuchen. 27Meinen Schrecken werde ich vor dir hersenden und jedes Volk töten, zu dem du kommen wirst; und alle deine Feinde werde ich vor dir in die Flucht treiben; 28indem ich Hornissen vor dir aussende, dass sie die Heviter, die Chananiter und die Hethiter vertreiben, bevor du einziehst. 29Nicht in einem Jahre werde ich sie vor dir vertreiben, damit das Land nicht zur Wüste werde und die wilden Tiere nicht dir zum Schaden überhandnehmen; 30allmählich werde ich sie vor dir vertreiben, bis du zahlreich geworden bist und das Land in Besitz genommen hast. 31Dein Gebiet aber will ich reichen lassen vom roten Meere bis zum Meere der Palästiner, und von der Wüste bis zum Strome; die Einwohner des Landes will ich in eure Hände geben und sie vor euch vertreiben. 32Weder mit ihnen, noch mit ihren Göttern sollst du ein Bündnis schließen. 33Sie sollen nicht in deinem Lande wohnen bleiben, damit sie dich nicht zur Sünde wider mich verführen, wenn du ihren Göttern dienst; denn das wird dir sicher zum Fallstricke werden.

Exodus 24

1Und weiter sprach er zu Moses: Steige hinauf zu dem Herrn, du und Aaron, Nadab und Abiu, und siebzig von den Ältesten Israels, und betet ihn von ferne an. 2Moses soll allein zu dem Herrn hinaufsteigen, jene aber sollen nicht nahe kommen; und auch das Volk steige nicht mit ihm hinauf. 3Da ging Moses hin und trug dem Volke alle Worte des Herrn und seine Gesetze vor; und das ganze Volk antwortete mit einer Stimme: Alle Worte, die der Herr gesprochen, wollen wir ausführen. 4Moses aber schrieb alle Worte des Herrn auf, und machte sich am Morgen auf, und errichtete am Fuße des Berges einen Altar und zwölf Denksteine nach den zwölf Stämmen Israels. 5Alsdann sandte er junge Männer aus den Söhnen Israels, und sie brachten Brandopfer dar und opferten dem Herrn junge Rinder als Friedopfer. 6Da nahm Moses eine Hälfte des Blutes und tat es in Opferschalen; den andern Teil aber goss er auf den Altar. 7Und er nahm das Buch des Bundes und las es vor dem zuhörenden Volke; und sie sprachen: Alles, was der Herr befohlen hat, wollen wir tun und gehorsam sein. 8Er aber nahm das Blut, und besprengte das Volk damit und sprach: Dies ist das Blut des Bundes, den der Herr mit euch geschlossen hat, auf Grund aller dieser Aussprüche. 9Dann stiegen Moses und Aaron, Nadab und Abiu, und siebzig aus den Ältesten Israels hinauf. 10Und sie schauten den Gott Israels; unter seinen Füßen war es wie ein Werk aus Saphirstein und wie der Himmel, wenn er klar ist. 11Auch auf jene von den Söhnen Israels, welche weiter entfernt waren, legte er seine Hand nicht, und sie schauten Gott, und aßen und tranken. 12Der Herr aber sprach zu Moses: Steige zu mir auf den Berg und bleibe daselbst; ich will dir steinerne Tafeln geben, und das Gesetz, und die Gebote, welche ich aufgeschrieben habe, damit du sie lehrest. 13Da machte sich Moses und Josue, sein Diener, auf; und indem Moses auf den Berg Gottes stieg, 14sprach er zu den Ältesten: Wartet hier, bis wir zu euch zurückkommen. Ihr habt Aaron und Hur bei euch; wenn eine Streitfrage entsteht, so bringet sie vor diese. 15Als nun Moses hinaufgestiegen war, bedeckte eine Wolke den Berg. 16Und die Herrlichkeit des Herrn ließ sich auf dem Sinai nieder und bedeckte ihn mit der Wolke sechs Tage; aber am siebenten Tage rief er ihn aus der Mitte der Finsternis. 17Die Erscheinung der Herrlichkeit des Herrn aber war vor den Augen der Söhne Israels wie ein brennendes Feuer auf dem Gipfel des Berges. 18Und Moses trat mitten in das Gewölk und stieg auf den Berg; und er blieb daselbst vierzig Tage und vierzig Nächte.

Neues Testament

Matthäusevangelium 18

1In jener Stunde traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wer ist wohl der Größte im Himmelreiche? 2Da rief Jesus ein Kind herbei, stellte es mitten unter sie, 3und sprach: Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr euch nicht bekehret und nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich eingehen! 4Wer also immer sich verdemütigt wie dieses Kind, der ist der Größere im Himmelreiche. 5Und wer ein einziges solches Kind in meinem Namen aufnimmt, nimmt mich auf. 6Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, dem gebührt es, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt, und er in die Tiefe des Meeres versenkt werde. 7Wehe der Welt wegen der Ärgernisse! Denn es ist notwendig, dass Ärgernisse kommen, wehe aber dem Menschen, durch welchen das Ärgernis kommt! 8Wenn aber deine Hand oder dein Fuß dich ärgert, so haue sie ab, und wirf sie von dir; es ist dir besser, dass du verkrüppelt oder lahm in das Leben eingehst, als zwei Hände oder zwei Füße zu haben, und in das ewige Feuer geworfen zu werden. 9Und wenn dein Auge dich ärgert, so reiß es aus, und wirf es von dir; es ist dir besser, mit einem Auge in das Leben einzugehen, als zwei Augen zu haben, und in das höllische Feuer geworfen zu werden. 10Sehet zu, dass ihr nicht eines von diesen Kleinen verachtet; denn ich sage euch, ihre Engel im Himmel schauen immerfort das Angesicht meines Vaters, welcher im Himmel ist. 11denn der Menschensohn ist gekommen, zu retten, was verloren war. 12Was dünket euch? Wenn jemand hundert Schafe hat, und es verirrt sich eines von ihnen, lässt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, und gehet hin, das verirrte zu suchen? 13Und wenn es sich trifft, dass er es findet, wahrlich, ich sage euch, er freuet sich mehr über dasselbe als über die neunundneunzig, welche nicht irre gegangen sind! 14Also ist es nicht der Wille eures Vaters, der im Himmel ist, dass eines von diesen Kleinen verloren gehe. 15Wenn aber dein Bruder wider dich gesündiget hat, so gehe hin, und weise ihn zurecht zwischen dir und ihm allein. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen; 16wenn er aber nicht auf dich hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache auf der Aussage zweier oder dreier Zeugen feststehe. 17Wenn er auch auf diese nicht hört, so sage es der Kirche; wenn er aber auf die Kirche nicht hört, so sei er dir wie der Heide oder der Zöllner. 18Wahrlich, ich sage euch, was ihr immer auf Erden binden werdet, wird auch im Himmel gebunden sein; und was ihr immer auf Erden lösen werdet, wird auch im Himmel gelöst sein! 19Abermals sage ich euch: Wenn zwei aus euch auf Erden eines Sinnes sein werden über was immer für eine Sache, um die sie bitten wollen, so wird sie ihnen von meinem Vater, der im Himmel ist, zuteil werden. 20Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, dort bin ich mitten unter ihnen. 21Alsdann trat Petrus zu ihm und sprach: Herr! Wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, wenn er wider mich sündigt? Bis zu sieben Malen? 22Jesus sprach zu ihm: Nicht sage ich dir: Bis zu sieben Malen, sondern bis zu siebenzigmal sieben Malen. 23Darum ist das Himmelreich einem Könige gleich, der mit seinen Knechten Abrechnung halten wollte. 24Und als er angefangen zu rechnen, wurde ihm einer vorgeführt, der ihm zehntausend Talente schuldig war. 25Da dieser aber nichts hatte, womit er bezahlen konnte, befahl sein Herr, ihn und sein Weib, und seine Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen, und zu bezahlen. 26Da fiel jener Knecht vor ihm nieder, bat ihn, und sprach: Habe Geduld mit mir, ich werde dir alles bezahlen! 27Der Herr aber erbarmte sich über diesen Knecht, entließ ihn, und schenkte ihm die Schuld. 28Nachdem aber jener Knecht hinausgegangen war, fand er einen seiner Mitknechte, welcher ihm hundert Denare schuldete; und er packte ihn, würgte ihn, und sprach: Bezahle, was du schuldig bist! 29Da fiel ihm sein Mitknecht zu Füßen, bat ihn, und sprach: Habe Geduld mit mir, und ich werde dir alles bezahlen! 30Er aber wollte nicht, sondern ging hin, und ließ ihn in´s Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt hätte. 31Als aber seine Mitknechte sahen, was geschah, wurden sie sehr betrübt; und sie kamen, und erzählten ihrem Herrn alles, was geschehen war. 32Da rief ihn sein Herr zu sich und sprach zu ihm: Du böser Knecht! Die ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich gebeten hast; 33hättest denn nicht auch du dich deines Mitknechtes erbarmen sollen, so wie auch ich mich deiner erbarmt habe? 34Und erzürnt übergab ihn sein Herr den Peinigern, bis er die ganze Schuld abbezahlt haben würde. 35So wird auch mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr nicht, ein jeder seinem Bruder, von Herzen, vergebet.