Bibel in einem Jahr · Tag 132 von 365

2 Chr 19–21 · Apg 5

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Das 2. Buch der Chronik 19

1Josaphat aber, der König von Juda, kehrte in Frieden nach Jerusalem in sein Haus heim. 2Da begegnete ihm Jehu, der Sohn Hananis, der Seher, und sprach zu ihm: Du leistest dem Gottlosen Hilfe und schließest mit denen Freundschaft, die den Herrn hassen, darum verdientest du wohl den Zorn des Herrn; 3doch es sind gute Werke an dir befunden worden, denn du hast die Haine aus dem Lande Juda weggeschafft und dein Herz darauf gerichtet, den Herrn, den Gott deiner Väter, zu suchen. 4Josaphat also wohnte in Jerusalem und zog wieder aus zu dem Volke von Bersabee bis zum Gebirge Ephraim und rief sie zu dem Herrn, dem Gott ihrer Väter, zurück. 5Auch bestellte er Richter im Lande in allen ummauerten Städten von Juda, Ort für Ort, 6und gebot den Richtern und sprach: Sehet zu, was ihr tut, denn ihr haltet nicht für Menschen Gericht, sondern für den Herrn und alles, was ihr entscheidet, wird auf euch zurückkommen. 7So sei das Ansehen des Standes in eurem Herzen und gebet acht auf euer Tun, denn bei dem Herrn, unserm Gott, ist keine Ungerechtigkeit noch Ansehen der Person noch Verlangen nach Geschenken! 8Auch in Jerusalem bestellte Josaphat Leviten und Priester und Häupter der Stammfamilien Israels, um das Gericht des Herrn zu halten und die Rechtshändel seiner Bewohner zu schlichten. 9Und er gebot ihnen also: So sollt ihr in der Furcht des Herrn getreulich und mit vollkommenem Herzen handeln. 10In jedem Handel, der von Seiten eurer Brüder an euch gelangt, die in ihren Städten wohnen, zwischen Verwandten und Verwandten, wo es sich um ein Gesetz, ein Gebot, eine Satzung und Rechte handelt, da unterweiset sie, dass sie nicht wider den Herrn sündigen, dass nicht ein Zorngericht über euch und über eure Brüder komme; so sollt ihr handeln und ihr werdet euch nicht versündigen. 11Amarias aber, der Priester, euer Hoherpriester, soll über euch in jenen Dingen gesetzt sein, welche Gott betreffen, und Zabadias, der Sohn Ismahels, der Fürst des Hauses Juda, soll über jene Angelegenheiten gesetzt sein, die zu des Königs Dienst gehören; auch habt ihr die Leviten zu Vorstehern vor euch; seid stark und eifrig, und der Herr wird mit euch sein im Guten!

Das 2. Buch der Chronik 20

1Hiernach sammelten sich die Söhne Moabs und die Söhne Ammons und mit ihnen Leute von den Ammonitern gegen Josaphat, um gegen ihn zu kämpfen. 2Und es kamen Boten und meldeten es Josaphat und sprachen: Eine große Menge kommt gegen dich von den Orten jenseits des Meeres und von Syrien heran; siehe, sie stehen in Asasonthamar, das ist Engaddi. 3Da erschrak Josaphat sehr und nahm seine ganze Zuflucht zum Herrn, indem er betete und ein Fasten in ganz Juda ausrufen ließ. 4Und Juda versammelte sich, um den Herrn anzuflehen; auch aus ihren Städten kamen alle, ihn anzurufen. 5Josaphat aber trat in die Mitte der Versammelten aus Juda und Jerusalem, im Hause des Herrn vor den neuen Vorhof, 6und sprach: Herr, Gott unserer Väter! Du bist Gott im Himmel und Herrscher über alle Reiche der Völker, in deiner Hand ist Kraft und Macht und dir kann niemand widerstehen. 7Hast du, unser Gott, nicht alle Bewohner dieses Landes vor deinem Volke Israel vernichtet und es den Nachkommen deines Freundes Abraham auf ewig gegeben? 8Und sie nahmen darin Wohnung und bauten darin deinem Namen nein Heiligtum, indem sie sprachen: 9Wenn Unglück über uns hereinbricht, das Schwert des Gerichtes, Pest oder Hungersnot, so wollen wir vor dieses Haus und vor dein Angesicht treten, den dein Name ist über dieses Haus angerufen, und wir wollen in unserer Trübsal zu dir rufen, du aber wirst uns erhören und retten. 10Nun siehe, die Söhne Ammons und Moabs und das Gebirge Seir sind da, durch deren Gebiet zu ziehen du Israel nicht gestattetest, als es aus Ägypten auszog, sondern es wich ihnen aus und tötete sie nicht. 11Sie tun nun das Gegenteil und suchen uns aus dem Besitze zu vertreiben, welchen du uns gegeben hast. 12O unser Gott! wirst du nicht über sie Gericht halten? Denn wir haben nicht so große Kraft, dass wir dieser Menge, die über uns herfällt, widerstehen könnten. Da wir aber nicht wissen, was wir tun sollen, so bleibt uns allein übrig, unsere Augen auf dich zu richten. 13Und ganz Juda stand vor dem Herrn samt den kleinen Kindern und ihren Frauen und Söhnen. 14Da kam über Jahaziel, den Sohn Zacharias, des Sohnes Banajas, des Sohnes Jehiels, des Sohnes Mathanias, den Leviten von den Söhnen Asaphs, der Geist des Herrn mitten in der Versammlung 15und er sprach: Merket auf, ganz Juda und ihr Bewohner von Jerusalem und du, König Josaphat! So spricht der Herr zu euch: Fürchtet euch nicht und zaget nicht vor dieser Menge, denn nicht euer ist der Kampf, sondern Gottes! 16Ziehet morgen gegen sie aus, denn sie werden über die Anhöhe, Sis genannt, heranrücken, und ihr werdet sie am Ende des Tales treffen, welches gegen die Wüste Jeruel liegt. 17Nicht ihr werdet es sein, die streiten, sondern haltet nur voll Vertrauen stand, und ihr werdet die Hilfe des Herrn über euch, o Juda und Jerusalem, schauen! Fürchtet euch nicht und zaget nicht, ziehet morgen gegen sie aus, und der Herr wird mit euch sein. 18Da fielen Josaphat und Juda und alle Einwohner Jerusalems vor dem Herrn auf ihr Angesicht zur Erde nieder und beteten ihn an. 19Alsdann begannen die Leviten von den Söhnen Kaaths und von den Söhnen Kores den Herrn, den Gott Israels, mit lauter Stimme hoch zu preisen. 20Und sie machten sich am Morgen auf und zogen durch die Wüste Thekue. Als sie nun dahinzogen, trat Josaphat in ihre Mitte und sprach: Höret mich, Männer Judas und alle Bewohner Jerusalems! Vertrauet auf den Herrn, euern Gott, und ihr werdet sicher sein; glaubet seinen Propheten, und alles wird einen glücklichen Ausgang nehmen. 21Und er gab dem Volke Weisung und bestellte die Sänger für den Herrn, dass sie ihm nach ihren Abteilungen Lob sangen und dem Heere vorangingen und einstimmig sprachen: Preiset den Herrn, denn seine Barmherzigkeit währet ewig! 22Als sie nun begannen, das Loblied zu singen, wandte der Herr die Hinterlist jener wider sie selbst, nämlich die Hinterlist der Söhne Ammons und Moabs und des Gebirges Seir, welche ausgezogen waren, um gegen Juda zu kämpfen; und sie wurden geschlagen. 23Denn die Söhne Ammons und Moabs erhoben sich wider die Bewohner des Gebirges Seir, um diese zu töten und zu vertilgen; und als sie dies vollbracht hatten, wandten sie sich einer wider den andern und fielen an den Wunden, die sie sich einander schlugen. 24Als nun Juda zu der Warte gekommen war, welche gegen die Wüste gerichtet ist, sahen sie die ganze Gegend weit und breit mit Leichen bedeckt und keinen übrig, der dem Tode hätte entrinnen können. 25Da kam Josaphat und sein ganzes Volk, die Getöteten zu plündern; und sie fanden unter den Leichen allerlei Gerätschaften, auch Kleider und sehr kostbare Gefäße, und sie erbeuteten so vieles, dass sie nicht alles fortbringen und in drei Tagen nicht wegschaffen konnten, so groß war die Beute. 26Am vierten Tage aber versammelten sie sich im Tale des Lobpreises, denn da sie daselbst den Herrn gepriesen hatten, nannten sie diesen Ort Tal des Lobpreises, bis auf den heutigen Tag. 27Hierauf kehrten alle Männer von Juda und die Bewohner von Jerusalem nach Jerusalem heim und Josaphat vor ihnen mit großer Freude, weil ihnen der Herr Freude über ihre Feinde bereitet. 28Und sie zogen in Jerusalem mit Harfen und Zithern und Trompeten ein zum Hause des Herrn hin. 29Auf alle Reiche der Länder aber fiel Furcht vom Herrn, da sie vernahmen, dass der Herr wider die Feinde Israels gestritten hatte. 30So blieb das Reich Josaphats in Ruhe und Gott gewährte ihm Frieden ringsum. 31So herrschte Josaphat über Juda; fünfunddreißig Jahre war er alt, als er König ward, und fünfundzwanzig Jahre herrschte er in Jerusalem; seine Mutter hieß Azuba, eine Tochter Selahis. 32Er wandelte auf dem Wege seines Vaters Asa und wich nicht davon ab, indem er tat, was vor dem Herrn wohlgefällig war. 33Aber die Höhen schaffte er nicht weg und noch richtete das Volk sein Herz nicht auf den Herrn, den Gott seiner Väter. 34Die übrigen Taten Josaphats aber, die früheren wie die späteren, sind in den Worten Jehus, des Sohnes Hananis, aufgeschrieben, welche er in die Bücher der Könige von Israel eingetragen hat. 35Darnach schloß Josaphat, der König von Juda, Freundschaft mit Ochozias, dem König von Israel, dessen Tun sehr gottlos war. 36Und er verband sich mit ihm, Schiffe zu bauen, die nach Tharsis gehen sollten, und sie bauten eine Flotte zu Asiongaber. 37Da weissagte Eliezer, der Sohn Dodaus aus Maresa, gegen Josaphat also: Weil du mit Ochozias einen Bund geschlossen hast, hat der Herr deine Werke zerschlagen; und die Schiffe zerschellten und konnten nicht nach Tharsis fahren.

Das 2. Buch der Chronik 21

1Josaphat aber entschlief zu seinen Vätern und ward bei ihnen in der Davidsstadt begraben, sein Sohn Joram ward König an seiner Statt. 2Dieser hatte zu Brüdern die Söhne Josaphats: Azarias, Jahiel, Zacharias, Azarias, Michael und Saphatias; diese alle waren Söhne Josaphats, des Königs von Juda. 3Ihr Vater gab ihnen viele Geschenke an Silber und Gold und Kostbarkeiten, samt befestigten Städten in Juda, aber die Herrschaft übergab er Joram, weil dieser der Erstgeborene war. 4Joram also gelangte zur Nachfolge im Reiche seines Vaters, und nachdem er sich befestigt, tötete er alle seine Brüder und einige von den Fürsten Israels mit dem Schwerte. 5Zweiunddreißig Jahre war Joram alt, als er zu herrschen begann, und acht Jahre herrschte er in Jerusalem. 6Er wandelte auf den Wegen der Könige von Israel, wie das Haus Achab getan hatte, denn die Tochter Achabs war sein Weib, und er tat, was vor dem Angesichte des Herrn böse war. 7Der Herr aber wollte das Haus Davids nicht vernichten, um des Bundes willen, den er mit diesem geschlossen, und weil er verheißen hatte, ihm und seinen Söhnen allezeit eine Leuchte verleihen zu wollen. 8In jener Zeit lehnt sich Edom auf, um Juda nicht unterworfen zu sein, und setzte einen eigenen König über sich. 9Da zog Joram hinüber mit seinen Befehlshabern und der ganzen Reiterei, die um ihn war, und machte sich des Nachts auf und schlug die Edomiter, welche ihn und alle Befehlshaber seiner Reiterei umringt hatten. 10Gleichwohl fiel Edom von der Herrschaft Judas ab, bis auf diesen Tag. Zu jener Zeit fiel auch Lobna ab, um nicht unter seiner Gewalt zu stehen; denn er hatte den Herrn, den Gott seiner Väter, verlasen. 11Überdies baute er auch Höhen in den Städten von Juda und brachte die Bewohner von Jerusalem zur Buhlerei und verführte Juda. 12Da ward ihm ein Schreiben von dem Propheten Elias gebracht, in dem es hieß: So spricht der Herr, der Gott Davids, deines Vaters: Weil du nicht auf den Wegen Josaphats, deines Vaters, und auf den Wegen Asas, des Königs von Juda, gewandelt bist, 13sondern den Weg der Könige von Israel betreten und Juda und die Einwohner von Jerusalem zur Buhlerei verführt hast, indem du die Buhlerei des Hauses Achab nachahmtest, überdies auch deine Brüder, das Haus deines Vaters, die besser waren als du, ermordest hast, 14siehe, so wird der Herr dich, samt deinem Volke und deinen Söhnen und Frauen und deiner ganzen Habe, mit einer großen Plage heimsuchen; 15du selbst aber wirst in eine schlimme Krankheit deines Unterleibes fallen, bis deine Eingeweide allmählich von Tag zu Tag abgehen. 16So erweckte denn der Herr wider Joram den Geist der Philister und der Araber, welche an die Äthiopier angrenzen. 17Diese zogen gegen das Land Juda und verwüsteten es und raubten alle Habe, die sich im Hause des Königs fand, überdies auch seine Söhne und Frauen; und es blieb ihm kein Sohn übrig außer Joachaz, welcher der Jüngste war. 18Zu dem allem schlug ihn der Herr mit einer unheilbaren Krankheit des Unterleibes. 19Da nun ein Tag nach dem andern verging und die Zeiträume umliefen, wurde der Kreislauf zweier Jahre erfüllt, und er ward von langwieriger Krankheit derart heimgesucht, dass selbst seine Eingeweide von ihm gingen und die Krankheit ihn nur zugleich mit dem Leben verließ. So starb er an einer sehr bösen Krankheit und das Volk hielt ihm nicht nach Herkommen, wie es seinen Vorfahren getan hatte, ein Leichenbegräbnis durch Verbrennen. 20Zweiunddreißig Jahre war er alt, als er zu herrschen begann, und acht Jahre herrschte er in Jerusalem. Er wandelte nicht recht und man begrub ihn in der Davidsstadt, aber nicht in der Grabstätte der Könige.

Neues Testament

Apostelgeschichte 5

1Ein Mann aber mit Namen Ananias verkaufte samt Saphira, seinem Weibe, einen Acker, 2und unterschlug etwas von dem Erlöse des Ackers mit Wissen seines Weibes, und brachte einen Teil, und legte ihn zu den Füßen der Apostel. 3Da sprach Petrus: Ananias! warum ließest du vom Satan dein Herz verleiten, dass du dem heiligen Geiste logest und von dem Erlöse des Ackers unterschlugest? 4Blieb er nicht unverkauft dein eigen? und als er verkauft war, hattest du nicht Macht, mit dem Gelde zu tun, was du wolltest? Warum beschlossest du solche Tat in deinem Herzen? Nicht Menschen hast du belogen, sondern Gott! 5Als Ananias diese Worte hörte, fiel er nieder, und gab den Geist auf. Und große Furcht kam über alle, die es hörten. 6Da standen die Jünglinge auf, räumten ihn hinweg, trugen ihn hinaus, und begruben ihn. 7Es vergingen aber etwa drei Stunden, da kam auch sein Weib herein, ohne zu wissen, was geschehen war. 8Und Petrus sprach zu ihr: Sage mir, Weib! habt ihr den Acker um diesen Preis verkauft? Sie sagte: Ja, um diesen. 9Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid ihr miteinander übereingekommen, den Geist des Herrn zu versuchen? Siehe, die Füße derer, die deinen Mann begraben haben, sind vor der Türe, und werden auch dich hinaustragen. 10Alsbald fiel sie zu seinen Füßen nieder, und gab den Geist auf. Als aber die Jünglinge hereinkamen, fanden sie dieselbe tot, trugen sie hinaus, und begruben sie neben ihrem Manne. 11Und es kam eine große Furcht über die ganze Gemeinde, und über alle, die dies hörten. 12Durch die Hände der Apostel aber geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volke. Und sie waren alle einmütig beisammen in der Halle Salomons. 13Von den andern jedoch wagte es keiner, sich zu ihnen zu gesellen; das Volk aber pries sie hoch. 14Und die Menge der Männer und Weiber, die an den Herrn glaubten, nahm mehr und mehr zu, 15so dass sie die Kranken auf die Straßen heraustrugen, und auf Betten und Tragbahren legten, damit, wenn Petrus käme, wenigstens sein Schatten jemanden von ihnen überschattete, und sie von ihren Krankheiten befreit würden. 16Es strömten aber auch viele Menschen aus den umliegenden Städten nach Jerusalem zusammen, und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte dahin, welche alle geheilt wurden. 17Da erhob sich der Hohepriester und alle, die es mit ihm hielten (nämlich die Sekte der Sadducäer), und wurden voll Zorneifers; 18und sie legten Hand an die Apostel, und setzten sie in das öffentliche Gefängnis. 19Ein Engel des Herrn aber öffnete in der Nacht die Türen des Gefängnisses, führte sie hinaus und sprach: 20Gehet hin, tretet im Tempel auf, und sprechet zu dem Volke alle Worte dieses Lebens! 21Als sie dies gehört hatten, gingen sie bei Tagesanbruch in den Tempel, und lehrten. Da aber der Hohepriester kam, und die mit ihm waren, beriefen sie den hohen Rat und alle Ältesten der Kinder Israels, und sandten in das Gefängnis, dass sie vorgeführt würden. 22Als aber die Diener hinkamen, und das Gefängnis öffneten, und sie nicht fanden, kehrten sie zurück, und berichteten es, 23indem sie sagten: Das Gefängnis fanden wir zwar mit aller Sorgfalt, verschlossen, und die Wächter vor den Türen stehend; als wir es aber öffneten, fanden wir niemand darin. 24Als nun der Tempelhauptmann und die Hohenpriester diese Reden hörten, wurden sie wegen derselben ratlos, was wohl daraus werden sollte. 25Da kam jemand, und verkündete ihnen: Sehet, die Männer, die ihr in das Gefängnis gesetzt habet, stehen im Tempel und lehren das Volk. 26Da ging der Tempelhauptmann hin mit den Dienern, und führte sie herbei, jedoch ohne Gewalt; denn sie fürchteten das Volk, sie möchten gesteiniget werden. 27Als sie dieselben nun herbeigeführt hatten, stellten sie sie vor den hohen Rat. Und der Hohepriester fragte sie, 28und sprach: Haben wir euch nicht auf das strengste geboten, nicht in diesem Namen zu lehren? Und sehet, ihr habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt, und wollet das Blut dieses Menschen auf uns bringen. 29Petrus aber und die Apostel antworteten, und sprachen: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. 30Der Gott unserer Väter hat Jesus wieder auferweckt, den ihr an das Holz gehängt und getötet habt. 31Diesen hat Gott zu seiner Rechten zum Fürsten und Heiland erhöht, um Israel Buße zu verleihen und Vergebung der Sünden. 32Und wir sind Zeugen dieser Dinge, und der Heilige Geist, welchen Gott allen, die ihm gehorchen, gegeben hat. 33Als sie dies hörten, ergrimmten sie, und gedachten sie zu töten. 34Es erhob sich aber im hohen Rate ein Pharisäer, namens Gamaliel, ein Gesetzeslehrer, angesehen bei dem ganzen Volke; dieser befahl, die Männer ein wenig abtreten zu lassen. 35Und er sprach zu ihnen: Ihr Männer von Israel! sehet euch wohl vor, was ihr mit diesen Menschen tun wollet. 36Denn vor diesen Tagen stand Theodas auf, und sagte, er sei etwas, und es schlug sich eine Zahl von etwa vierhundert Männern zu ihm. Er wurde getötet, und alle, welche ihm glaubten, zerstreuten sich, und wurden zunichte. 37Nach diesem erhob sich Judas, der Galiläer, in den Tagen der Schätzung, und zog viel Volk zum Abfall nach sich; auch dieser kam um, und alle, so viele ihrer mit ihm hielten, wurden zerstreut. 38Und nun sage ich euch: Stehet ab von diesen Menschen, und lasset sie; denn wenn dieses Vorhaben oder dieses Werk von Menschen ist, so wird es zunichte werden, 39wenn es aber von Gott ist, so werdet ihr nicht vermögen, es zunichte zu machen, ihr möchtet sonst etwa als Widersacher Gottes erfunden werden. Da stimmten sie ihm bei. 40Alsdann riefen sie die Apostel herein, ließen ihnen Streiche geben, befahlen ihnen, ja nicht mehr im Namen Jesu zu reden, und entließen sie. 41Diese gingen nun freudig vom Angesichte des hohen Rates hinweg, weil sie würdig befunden worden, um des Namen Jesu willen, Schmach zu leiden. 42Täglich aber ohne Unterlass lehrten sie im Tempel wie in den Häusern umher, und verkündeten die frohe Botschaft von Christus Jesus.