Bibel in einem Jahr · Tag 103 von 365

1 Kön 10–12

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Altes Testament

Das 1. Buch der Könige 10

1Aber auch die Königin von Saba hörte den Ruf von Salomon über den Namen des Herrn und kam, ihn mit Rätselfragen auf die Probe zu stellen. 2Und sie zog in Jerusalem ein mit großem Gefolge und Reichtum, mit Kamelen, welche Gewürze und eine unermessliche Menge Goldes und kostbare Edelsteine trugen, und kam zu dem Könige Salomon und redete zu ihm alles, was sie in ihrem Herzen hatte. 3Und Salomon belehrte sie über alle Fragen, die sie vorlegte; es war nichts, was dem Könige verborgen sein konnte, worauf er ihr nicht geantwortet hätte. 4Als nun die Königin von Saba alle Weisheit Salomons sah und das Haus, das er gebaut hatte, 5die Speisen seines Tisches, die Wohnungen seiner Beamten, die Ordnungen der Dienerschaft und ihre Kleider, die Mundschenken und die Brandopfer, welche er im Hause des Herrn darbrachte, geriet sie außer sich 6und sprach zu dem Könige: Wahr ist das Gerücht, das ich in meinem Lande gehört habe 7von deinen Aussprüchen und von deiner Weisheit; aber ich glaubte denen nicht, welche mir davon erzählten, bis ich selbst kam und mit eigenen Augen sah und mich überzeugte, dass mir nicht die Hälfte berichtet worden ist. Deine Weisheit und deine Werke sind größer als der Ruf, den ich vernommen habe. 8Glückselig sind deine Leute und glückselig deine Diener, die immerdar vor dir stehen und deine Weisheit hören! 9Gepriesen sei der Herr, dein Gott dem du wohlgefallen hast und der dich auf den Thron Israels gesetzt hat; weil der Herr Israel immerdar liebt und dich zum Könige eingesetzt hat, dass du Recht und Gerechtigkeit übest. 10Sie gab also dem Könige hundertundzwanzig Talente Goldes und überaus viele Gewürze und kostbare Edelsteine; nie wieder sind so viele Gewürze gebracht worden, wie die waren, welche die Königin von Saba dem Könige Salomon gab. 11(Aber auch die Flotte Hirams, welche das Gold und Ophir holte, brachte von Ophir überaus viel wohlriechendes Holz und kostbare Edelsteine mit. 12Und der König ließ von dem wohlriechenden Holze Geländer für das Haus des Herrn und für das königliche Haus und Zithern und Harfen für die Sänger machen; solches wohlriechende Holz ist nicht mehr gebracht noch gesehen worden bis auf den heutigen Tag.) 13Der König Salomon dagegen gab der Königin von Saba alles, was sie wünschte und von ihm begehrte, neben dem, was er ihr aus eigenem Antriebe als Königsgabe dargebracht hatte. Und sie kehrte um und zog mit ihren Dienern in ihr Land. 14Das Gewicht des Goldes aber, das man Salomon Jahr für Jahr brachte, betrug sechshundertsechsundvierzig Goldtalente 15außer dem, was die Männer brachten, welche über die Abgaben gesetzt waren, und die Kaufleute und alle Händler und alle Könige Arabiens und die Statthalter des Landes. 16Auch ließ der König Salomon zweihundert Schilde von ganz lauterem Golde machen und gab sechshundert Sekel Goldes zu der Platte jedes Schildes. 17Sodann ließ er dreihundert kleinere Schilde aus erprobtem Golde machen; mit dreihundert Minen Goldes wurde jeder Schild überzogen und der König hinterlegte sie in dem Waldhause vom Libanon. 18Weiter ließ der König Salomon einen großen Thron von Elfenbein machen und überzog ihn mit hell glänzendem Golde. 19Derselbe hatte sechs Stufen und war oben gerundet an der Hinterseite, den Sitzplatz hielten zwei Armlehnen an beiden Seiten und zwei Löwen standen neben den Armlehnen. 20Zwölf kleine Löwen standen auf den sechs Stufen zu beiden Seiten; ein solches Werk ist in keinem Königreich je gemacht worden. 21Aber auch alle Gefäße, aus denen der König Salomon trank, waren von Gold und alles Geräte des Waldhauses vom Libanon war von reinstem Golde; nichts war von Silber, denn dies ward in den Tagen Salomons für nichts geachtet, 22weil die Flotte des Königs mit der Flotte Hirams einmal in drei Jahren über das Meer nach Tharsis fuhr und von da Gold, Silber, Elefantenzähne, Affen und Pfauen brachte. 23So ward der König Salomon erhöht über alle Könige der Erde an Reichtum und an Weisheit. 24Und die ganze Erde begehrte Salomons Angesicht zu schauen und seine Weisheit zu hören, welche Gott ihn ins Herz gegeben hatte. 25Ein jeder brachte ihm Geschenke, silberne und goldene Geräte, Kleider und Kriegswaffen, auch Gewürze, Rosse und Maultiere, Jahr für Jahr. 26Und Salomon sammelte Wagen und Reiter und erhielt tausendvierhundert Wagen und zwölftausend Reiter; diese legte er in die festen Städte und zu dem Könige nach Jerusalem. 27Und er machte, dass zu Jerusalem ein gleicher Überfluss an Silber war wie an Steinen und Zedernholz schaffte er soviel herbei, als wilde Feigenbäume in den Ebenen wachsen. 28Auch führte man Pferde für Salomon aus Ägypten und aus Koa aus; denn die Kaufleute des Königs kauften sie in Koa und brachten sie um einen bestimmten Preis herbei. 29Ein Viergespann aus Ägypten kam auf sechshundert Sekel Silbers und ein Pferd auf hundertfünfzig. Auf diese Weise verkauften alle Könige der Hethiter und Syriens ihre Pferde.

Das 1. Buch der Könige 11

1Der König Salomon aber liebte viele ausländische Frauen neben der Tochter Pharaos, Moabitinnen, Ammonitinnen, Edomitinnen, Sidonitinnen und Hethitinnen, 2von den Völkern, von welchen der Herr zu den Söhnen Israels gesagt: Gehet nicht zu denselben ein und lasset sie nicht zu eueren Frauen eingehen; denn sie werden eure Herzen sicherlich abwendig machen, dass ihr ihren Göttern folgt. An diesen hing Salomon mit brennendster Liebe. 3Er hatte siebenhundert Frauen als Königinnen und dreihundert Nebenfrauen und die Frauen machten sein Herz abwendig. 4Als er nun schon alt war, ward sein Herz durch die Frauen verdorben, so dass er fremden Göttern folgte; und sein Herz war nicht mehr ungeteilt mit dem Herrn, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David, 5sondern Salomon verehrte die Astarte, die Göttin der Sidonier, und den Moloch, den Götzen der Ammoniter. 6Und Salomon tat, was vor dem Herrn missfällig war, und war nicht treu in der Anhänglichkeit an den Herrn, wie sein Vater David. 7Damals erbaute Salomon dem Chamos, dem Götzen der Moabiter, einen Tempel auf dem Berge, der Jerusalem gegenüber liegt, und dem Moloch, dem Götzen der Kinder Ammons. 8Ebenso tat er für alle seine ausländischen Frauen, die ihren Göttern Räucherwerk anzündeten und Opfer darbrachten. 9Da zürnte der Herr über Salomon, weil sein Herz sich von dem Herrn, dem Gott Israels, abgewendet hatte, der ihm zweimal erschienen war 10und ihm geboten hatte, fremden Göttern nicht zu folgen; aber er hielt nicht, was der Herr ihm befohlen hatte. 11Da sprach der Herr zu Salomon: Weil du dies in deinem Herzen gehabt und meinen Bund und meine Gebote, die ich dir anbefohlen, nicht bewahrt hast, so will ich dein Reich zerreißen und zerteilen und es deinem Diener geben. 12Doch in deinen Tagen will ich es nicht tun um deines Vaters David willen, aus der Hand deines Sohnes werde ich es reißen. 13Auch werde ich nicht das ganze Königreich wegnehmen, sondern einen Stamm werde ich deinem Sohne geben um meines Dieners David und um Jerusalems willen, das ich auserwählt habe. 14Und der Herr ließ dem Salomon den Idumäer Adad als Widersacher erstehen, der von königlichem Geschlechte stammte und in Edom war. 15Als nämlich David in Idumäa war und Joab, der Heerführer, hinaufgezogen war, um sie zu begraben, welche erschlagen waren, und er alles, was in Idumäa männlich war, tötete 16(denn sechs Monate weilte Joab und ganz Israel daselbst, bis er alles, was in Idumäa männlich war, ausgerottet hatte), 17da floh Adad und etliche edomitische Männer von den Dienern seines Vaters mit ihm, um sich nach Ägypten zu begeben; Adad aber war noch ein kleiner Knabe. 18Diese machten sich von Madian auf und kamen nach Pharan, sodann nahmen sie Leute mit sich von Pharan und kamen nach Ägypten zu Pharao, dem Könige von Ägypten. Dieser gab ihm ein Haus und bestimmte ihm seinen Unterhalt und wies ihm Land an. 19Und Adad fand Gnade vor Pharao, so sehr, dass er ihm die leibliche Schwester seiner Gemahlin, der Königin Taphnes, zur Frau gab. 20Und die Schwester der Taphnes gebar ihm einen Sohn, Genubath, diesen zog Taphnes im Hause Pharaos auf; so blieb Genubath im Hause Pharaos mit den Söhnen desselben. 21Als nun Adad in Ägypten hörte, dass David zu seinen Vätern entschlafen und dass Joab, der Heerführer, gestorben sei, sprach er zu Pharao: Entlasse mich, dass ich in mein Land ziehe! 22Pharao sprach zu ihm: Was mangelt dir denn bei mir, dass du in dein Land zu ziehen begehrst? Jener antwortete: Nichts, dennoch bitte ich dich, entlass mich! 23Auch ließ ihm Gott den Razon, den Sohn Eliadas, als Widersacher erstehen, der Adarezer, dem Könige von Soba, seinem Herrn, entflohen war. 24Dieser sammelte gegen ihn Mannschaften und ward ein Anführer von Räubern, als David sie tötete; dann zogen sie nach Damaskus und ließen sich daselbst nieder und machten ihn zum Könige in Damaskus 25und er war Israels Widersacher die ganze Zeit Salomons hindurch. Dies ist das Unheil von Seiten Adads und sei Hass gegen Israel und er herrschte in Syrien. 26Auch Jeroboam, der Sohn Nabats, ein Ephrathiter aus Sareda, ein Diener Salomons, dessen Mutter Sarva hieß und Witwe war, erhob die Hand gegen den König. 27Und dies ist die Ursache der Empörung gegen ihn, dass Salomon Mello baute und den Graben der Stadt seines Vaters David ausfüllte. 28Jeroboam aber war ein tapferer und gewaltiger Mann, und da Salomon sah, dass er ein tüchtiger und geschickter Jüngling war, machte er ihn zum Vorsteher über die Abgaben des ganzen Hauses Josephs. 29Es begab sich nun zu jener Zeit, dass Jeroboam aus Jerusalem auszog und der Prophet Ahias, der Siloniter, mit einem neuen Mantel angetan, ihn auf dem Wege traf; beide waren allein auf dem Felde. 30Da fasste Ahias seinen neuen Mantel, mit dem er bekleidet war, zerriss ihn in zwölf Stücke 31und sprach zu Jeroboam: Nimm dir zehn Stücke, denn so spricht der Herr, der Gott Israels: Siehe, ich werde das Königreich aus der Hand Salomons reißen und dir zehn Stämme geben. 32Aber ein Stamm soll bei ihm zurückbleiben um meines Dieners David und um der Stadt Jerusalem willen, die ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe, 33weil er mich verlassen und Astarte, die Königin der Sidonier, und Chamos, den Gott der Moabiter, und Moloch, den Gott der Söhne Ammons, angebetet hat und nicht auf meinen Wegen gewandelt ist, um zu tun, was vor mir recht ist, und meine Gebote und Rechte zu üben wie sein Vater David. 34Doch ich will ihm nicht das ganze Königreich nehmen, sondern will ihn alle Tage seines Lebens zum Herrscher gesetzt sein lassen, um meines Dieners David willen, den ich erwählt, der meine Gebote und meine Gesetze bewahrt hat. 35Jedoch seinem Sohne will ich das Königreich wegnehmen und dir zehn Stämme geben; 36seinem Sohne aber will ich einen Stamm geben, damit meinem Diener David allezeit eine Leuchte vor mir in Jerusalem verbleibe, der Stadt, die ich erwählt habe, dass mein Name daselbst sei. 37Dich also will ich aufnehmen und du sollst herrschen über alles, was deine Seele begehrt, und du wirst König sein über Israel. 38Wenn du nun in allem, was ich dir gebiete, gehorchst und in meinen Wegen wandelst und tust, was vor mir recht ist, und meine Satzungen und Gebote hältst, wie mein Diener David getan hat, so will ich mit dir sein und dir ein beständiges Haus bauen, wie ich David ein Haus erbaut habe, und will dir Israel übergeben; 39und ich will um deswillen die Nachkommen Davids züchtigen, jedoch nicht auf immer. 40Deshalb suchte Salomon den Jeroboam zu töten, dieser aber machte sich auf und entfloh nach Ägypten zu Sesak, dem Könige von Ägypten bis zu Salomons Tode. 41Was aber noch sonst von Salomon zu sagen ist und alles, was er getan hat, und seine Weisheit, siehe, das alles ist in den Jahrbüchern Salomons beschrieben. 42Die Zeit aber, welche Salomon in Jerusalem über ganz Israel herrschte, beträgt vierzig Jahre. 43Und Salomon entschlief zu seinen Vätern und ward in der Stadt seines Vaters David begraben und Roboam, sein Sohn, ward König an seiner Statt.

Das 1. Buch der Könige 12

1Roboam aber kam nach Sichem, denn dort hatte sich ganz Israel versammelt, ihn zum Könige einzusetzen. 2Als aber Jeroboam, der Sohn Nabats, der noch flüchtig vor dem Könige Salomon in Ägypten weilte, von dessen Tode hörte, kehrte er aus Ägypten zurück. 3Sie hatten nämlich hingesandt und ihn rufen lassen, also kam Jeroboam und das ganze Volk Israel und sie redeten zu Roboam und sagten: 4Dein Vater hat uns ein sehr hartes Joch auferlegt; so mindere nun du die so harte Herrschaft deines Vaters und das so schwere Joch, das er uns auferlegt hat, ein wenig und wir wollen dir untergeben sein. 5Da sprach er zu ihnen: Gehet auf drei Tage fort und kommet alsdann wieder zu mir! Als nun das Volk weggegangen war, 6hielt der König Roboam mit den Ältesten Rat, welche seinem Vater Salomon gedient hatten, als er noch lebte, und sprach: Was ratet ihr mir, diesem Volk zu antworten? 7Sie entgegneten ihm: Wenn du heute diesem Volke nachgibst und zu Willen bist und ihre Bitte willfährst und freundliche Worte zu ihnen redest, so werden sie dir auf immer untergeben sein. 8Er aber verschmähte den Rat der Ältesten, den sie ihm gegeben, und wendete sich an die Jünglinge, welche mit ihm erzogen waren und vor ihm standen, 9und sprach zu diesen: Was ratet ihr mir, diesem Volke zu antworten, das zu mir spricht: Erleichtere uns das Joch, das dein Vater uns auferlegt hat? 10Da sprachen die Jünglinge, welche mit ihm erzogen waren, zu ihm: So musst du zu diesem Volke reden, die zu dir gesprochen und gesagt haben: Dein Vater hat uns mit schwerem Joche belastet, erleichtere du es uns; so musst du mit ihnen sprechen: Mein kleiner Finger ist dicker als der Rücken meines Vaters! 11Hat nun mein Vater euch ein schweres Joch auferlegt, so will ich zu eurem Joche noch hinzutun; mein Vater hat euch mit Geißeln geschlagen, ich aber will euch mit Skorpionen schlagen. 12Jeroboam also kam mit dem ganzen Volke zu Roboam am dritten Tage, wie der König gesprochen hatte, indem er sagte: Kommet am dritten Tage wieder zu mir! 13Da gab der König dem Volke eine harte Antwort und ließ den Rat, den ihm die Ältesten gegeben hatten, außer acht 14und redete zu ihnen nach dem Rate der Jünglinge und sprach: Mein Vater hat euch ein schweres Joch auferlegt, ich aber will zu euerm Joche noch hinzutun; mein Vater hat euch mit Geißeln geschlagen, ich aber will euch mit Skorpionen schlagen. 15So war der König dem Volke nicht zu Willen; denn der Herr hatte sich von ihm abgewendet, um sein Wort in Erfüllung gehen zu lassen, das er durch den Siloniter Ahias zu Jeroboam, dem Sohne Nabats, geredet hatte. 16Da nun das Volk sah, dass der König nicht auf sie hätte hören wollen, antwortete es ihm und sprach: Welchen Teil haben wir an David oder welches Erbe an dem Sohne Isais? Begib dich in deine Hütten, Israel! Nun siehe nach deinem Hause, David! Und Israel ging zu seinen Hütten heim. 17Über die Söhne Israels aber, welche in den Städten Judas wohnten, herrschte Roboam. 18Als nun der König Roboam Aduram aussandte, der über die Abgaben gesetzt war, steinigte ihn ganz Israel und er starb. Da stieg der König Roboam eilends auf einen Wagen und floh nach Jerusalem. 19So fiel Israel vom Hause Davids ab, bis auf den heutigen Tag. 20Es geschah aber, als ganz Israel hörte, dass Jeroboam zurückgekehrt sei, sandten sie hin und ließen ihn vor ihre Versammlung berufen und machten ihn zum Könige über ganz Israel und niemand hielt es mit dem Hause Davids, außer allein der Stamm Juda. 21Als Roboam nun nach Jerusalem kam, versammelte er das ganze Haus Juda und den Stamm Benjamin, hundertundzwanzigtausend auserlesene kriegstüchtige Männer, um gegen das Haus Israel zu kämpfen und das Königtum wieder an Roboam, den Sohn Salomons zurückzubringen. 22Aber das Wort des Herrn erging an Semeja, den Mann Gottes, also: 23Sprich zu Roboam, dem Sohne Salomons, dem König von Juda, und zu dem ganzen Hause Juda und Benjamin und zu dem übrigen Volke und sage: 24So spricht der Herr: Ihr sollt nicht hinziehen und sollt nicht gegen eure Brüder, die Söhne Israels, kämpfen! Ein jeder kehre in sein Haus zurück, denn von mir ist dies ausgegangen. Da hörten sie auf das Wort des Herrn und kehrten um von dem Zuge, wie der Herr ihnen geboten hatte. 25Jeroboam aber baute Sichem auf dem Gebirge Ephraim und wohnte daselbst, sodann zog er von dort aus und baute Phanuel. 26Und Jeroboam sprach in seinem Herzen: Bald wird die Herrschaft wieder an das Haus Davids kommen; 27wenn dieses Volk hinaufzieht, um im Hause des Herrn zu Jerusalem Opfer darzubringen, so wird das Herz dieses Volkes sich wieder seinem Herrn Roboam, dem Könige von Juda, zuwenden und sie werden mich töten und ihm wieder zufallen. 28So dachte er sich denn einen Plan aus und machte zwei goldene Kälber und sprach zu dem Volke: Ziehet nicht mehr nach Jerusalem hinauf! Siehe, da sind deine Götter, Israel, die dich aus dem Lande Ägypten hinausgeführt haben! 29Und er stellte das eine in Bethel auf, das andere in Dan 30und diese Tat ward Anlass zur Sünde, denn das Volk ging bis nach Dan hin, um das Kalb anzubeten. 31Auch baute er Tempel auf Höhen und machte Leute aus den Geringsten des Volkes, die nicht zu den Söhnen Levis gehörten, zu Priestern. 32Und er ordnete ein Fest an im achten Monate, am fünfzehnten Tage des Monats, ähnlich dem Feste, welches in Juda gefeiert ward, und trat an den Altar. Ebenso tat er in Bethel, um den Kälbern, die er gemacht hatte, Opfer darzubringen, und er bestellte Priester in Bethel für die Höhen, welche er errichtet hatte. 33Und er trat zu dem Altar, den er in Bethel erbaut hatte, am fünfzehnten Tage des achten Monats, welchen er in seinem Herzen erdacht hatte, und veranstaltete den Söhnen Israels ein Fest und trat an den Altar, um Räucherwerk anzuzünden.